Demografieproblem: Rente erst mit 73 droht

Einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zufolge, wird die staatliche Rente unter den derzeitigen Gegebenheiten nur dann dauerhaft finanzierbar bleiben, wenn alle heutigen Rentenversicherten unter 40 Jahren erst mit 73 Jahren in den Altersruhestand gehen. Die aktuelle Lebenserwartung für Männer und Frauen im Alter von 40 Jahren beträgt 79 bzw. 84 Jahre.

Damit blieben dann dem künftigen Rentner gerade noch 6 Jahre und der künftigen Rentnerin 11 Jahre, um die Altersrente zu genießen. Da besteht eigentlich nur wenig Anreiz, noch viel Leistung zu erbringen, wenn man davon später nicht mehr profitieren kann. Hintergrund der Problematik ist die demografische Katastrophe.

Derzeit hat Deutschland die weltweit niedrigste Geburtenrate. Jede Generation halbiert sich derzeit, weil immer weniger Kinder, und wenn, dann viel zu spät geboren werden.

Das hat zur Folge, dass den geburtenstarken Jahrgängen der 1960er-Jahre, die in den nächsten Jahren in Rente gehen, immer weniger Beitragszahler gegenüberstehen, die in die Rentenversicherung einzahlen. Das Rentensystem steht damit vor dem Kollaps.

Rente sinkt immer weiter – hier hilft nur die private Vorsorge

Hinzu kommt für die aktuellen Beitragszahler, dass das Rentenniveau, also die Größenordnung dessen, was künftig vom letzten Nettoeinkommen vor Rentenbeginn tatsächlich an Rente ausgezahlt wird, aufgrund politischer Beschlüsse schon jetzt permanent abgesenkt wird. Das bedeutet konkret, dass sich das Sicherungsniveau von derzeit 47,5 Prozent vor Steuern auf 44,6 Prozent im Jahr 2029 reduziert.

Das heißt für Sie, dass die Rente in Zukunft alles andere als sicher ist. Damit ist aber auch klar, dass Sie sich keineswegs ausschließlich auf die Altersbezüge aus der staatlichen Rentenversicherung verlassen können. Vielmehr sollten Sie sich auf Ihr Vermögen stützen, das Sie aktiv absichern.

Wenn Sie im arbeitsfähigen Alter heißt das eigentlich, dass es sich kaum mehr lohnt, in das Rentensystem einzuzahlen. Sofern Sie aber einer rentenversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen, bleibt Ihnen leider nichts anderes übrig. Umso wichtiger ist die private Vorsorge. Hinweise dazu erhalten Sie auch regelmäßig an dieser Stelle.

 

Quelle: Günter Hannich

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