IWF warnt vor globalen Konjunkturproblemen – Prognose gesenkt

Der Blick auf die Börsen zeigt an, dass wirtschaftlich rund läuft. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Die Konjunktur kommt immer mehr ins Stocken. Das gilt sowohl auf globaler Ebene als auch in den wichtigsten Industrienationen und Schwellenländer.

Es ist auch ein Ergebnis der aktuellen Wachstumsprognose des Internationalen Währungsfonds (IWF). Experten schauen sich die einzelnen Regionen weltweit ganz genau an und prognostizieren die weitere wirtschaftliche Entwicklung im laufenden Jahr. Für die globale Konjunktur hat der IWF nun die Wachstumsprognose um 0,2 % auf noch 3,2 % gesenkt.

Der verhaltene Ausblick liegt an schwächeren Aussicht in der Eurozone, in den USA und vor allen Dingen auch in Japan. Dort besteht die Gefahr eines weiteren Abrutschens in die Rezession in diesem Jahr. Einzig die Entwicklung in China schätzen die IWF-Experten positiver ein als viele andere. Im  laufenden Jahr soll die Wirtschaftsleistung im asiatischen Boomland um 6,5 % steigen. Bislang lag die Prognose der IWF-Experten hier nur bei 6,3 %.

Gerade die Lage in China sehe ich allerdings kritisch. Was von dort an Material zu uns kommt, ist sehr schwer nachprüfbar. Insofern ist nicht ganz klar, wie stark die chinesische Wirtschaft tatsächlich wächst. Aber selbst ein Plus von 6,5 % ist immer noch ein deutlicher Rückgang zu den Wachstumsraten der vergangenen Jahre.

Viele Faktoren belasten die westlichen Industrieländer – und auch die Euro-Zone

Die Gefahren für die Eurozone werden vom IWF klar benannt. Im Einzelnen sind es eine schwache Nachfrage, die ungelösten Probleme im Umgang mit den Folgen der Finanzkrise und zusätzlich leiden die Industrienationen nicht nur in Europa unter einer ungünstigen demographischen Entwicklung und die Produktivität wächst nur noch gering. Dieser negative Mix belastet die westlichen Industrienationen – ob nun in Europa und Nordamerika oder auch in Japan.

Sehr spannend ist doch die Einschätzung des IWF zum aktuell niedrigen Ölpreis. Laut Einschätzung der Experten wirkt der positive Effekt für die Importländer nicht so stark wie der massive negative Effekt für die Produktionsländer.

Das sehe ich ähnlich und ich führe hier gerne das Beispiel Russland an. Das Land ist extrem von der Energieproduktion abhängig und auch hier sieht der IWF nur wenig positives Potenzial. Die Schrumpfung der Wirtschaft soll in diesem Jahr 1,8 % und nicht wie zuletzt noch erwartet 1% betragen. Damit würde sich die Krise in Russland weiter verschärfen.

Sie sehen hier ganz deutlich: Die vielen Krisenherde rund um den Globus haben ohne Frage das Potenzial auch bei uns die Lage zu verschärfen – Vorsicht ist angesagt in nächster Zeit.

 

Quelle: Günter Hannich

Das ist die größte Gefahr bei einem neuen Goldstandard

Keine Frage: Gold ist eben eine ganz besondere Anlageklasse. Aber Gold wird auch immer häufiger als Lösung für unsere Finanzprobleme propagiert. Diese Rolle kann das Edelmetall mal besser und mal schlechter einnehmen.

Gold als ultimativer Krisenschutz wird in der öffentlichen Diskussion gerne zusammen mit einem neuen Goldstandard genannt. Sogar der ehemalige Weltbank-Chef Robert Zoellick hat sich vor einiger Zeit für ein neues Goldstandard-Währungssystem ausgesprochen, das an die Bretton-Woods-Ordnung von 1945 bis 1971 anknüpft.

In diesem neuen Weltwährungssystem könne Gold – seiner Meinung nach – seine alte Funktion als Wertanker wieder einnehmen. In diesem damaligen System war der US-Dollar goldgedeckt und andere Währungen waren es durch die Bindung an den Dollar als Weltleitwährung indirekt ebenfalls.

Goldstandard war ein Auslöser der Weltwirtschaftskrise

Was sich oberflächlich betrachtet als stabile Alternative zu heute anhört, ist beim näheren Blick jedoch eine Katastrophe: Wie die Geschichte zeigt, waren die schlimmsten Krisen gerade unter einer goldgedeckten Währung. So wurde der Goldstandard beispielsweise 1926 weltweit wieder eingeführt und nur 4 Jahre später entstand daraus die Deflation der Weltwirtschaftskrise, die später indirekt zum Zweiten Weltkrieg führte.

Der Fehler eines Goldstandards liegt darin, dass die Geldmenge nicht vernünftig an die Entwicklung der Wirtschaft angepasst werden kann – daraus folgt dann eine ständige deflationäre Entwicklung, bis hin zu schweren Wirtschaftskrisen. Führte dieser Goldstandard schon damals zur größten Krise der Menschheit, so würde es heute bei unserer viel größeren Wirtschaftsleistung noch viel schneller und massiver zum Kollaps gehen.

An was auch niemand denkt: Wird eine neue Goldbindung eingeführt, dann bedeutet das beinahe automatisch, dass privater Goldbesitz verboten wird – anders wäre es kaum möglich, genügend Gold für den Goldstandard zusammen zu bekommen und die Goldmenge stabil zu halten. Auch unter dem Bretton Woods System war deshalb in den USA privater Goldbesitz bei hohen Gefängnisstrafen verboten.

Weder für die Wirtschaft, noch für uns Anleger ist deshalb eine Goldwährung ein Vorteil, sondern im Gegenteil eine noch viel größere Gefahr als unser heutiges System. Was jedoch an diesen Äußerungen des Weltbank-Präsidenten deutlich wird ist, dass offenbar unsere „Elite“ nach wie vor lieber in der Mottenkiste der Geschichte wühlt, als an ein wirklich stabiles Geldsystem zu denken. Unter solchen Voraussetzungen ist es kein Wunder, dass die Krisen immer schlimmer und häufiger werden.

Deshalb fahren Sie auch weiterhin gut damit, nicht auf die Verantwortlichen zu vertrauen, sondern im Gegenteil, Ihre Vorsorgeanstrengungen weiter auszubauen. Dabei werde ich Sie als Krisenexperte auch weiterhin unterstützen.

 

Quelle: Günter Hannich

Schuldenberge wachsen weiter – das kann nicht gutgehen

Die Finanzkrise 2008/09 hat eine ganz wichtige Folge gehabt: Wir haben uns alle an große Zahlen gewöhnt. Doch jetzt stelle ich Ihnen eine Zahl vor – da fällt es sehr schwer mit der Vorstellung.

Ich spreche hier von der Summe der Staatsschulden weltweit. Die soll jetzt bis zu 100 Billionen Dollar betragen. Das erklärt die in Bank für internationalen zahlungsausgleich (BIZ) in einer Studie.

Die Zahl an sich ist schon schwer vorstellbar – daher kann ich Ihnen hier nur zwei Anhaltspunkte geben, wie viel 100 Billionen Dollar wirklich sind:

  1. Diese Summe entspricht 134% der jährlichen aktuellen weltweiten Wirtschaftsleistung
  2. Für jeden der aktuell 7,4 Milliarden Erdenbürger ergibt sich daraus eine Schuldensumme von 13.513 Dollar.

Doch das ist nicht alles: Seit 2007 sind somit die weltweiten Schulden noch einmal um etwas mehr als 40% gestiegen. Es ist also nach der Finanzkrise und den vielen Hilfszahlungen nicht besser sondern deutlich schlechter geworden. Der weltweite Schuldenberg wächst immer weiter an. Ein Ende ist vorerst nicht in Sicht.

Mir ist schon seit Jahren klar: Dieser riesige Schuldenberg hat ohne Frage das Potenzial, das westliche Finanzsystem, so wie wir es heute kennen, komplett zum Einsturz zu bringen. Von einem Rückzahlen der Schulden wird heute auch kaum noch gesprochen – geschweige denn wird es umgesetzt.

Selbst jetzt bei den höchsten Staatseinnahmen aller Zeiten werden in Deutschland keine Schulden zurückgezahlt. Was ist aber wenn die Zinsen wieder stiegen? Dann werden auch die Belastungen durch die Zinszahlungen für die jetzt schon bestehenden Schulden größer.

Wenn die Zinsen steigen werden viele Staaten ernsthafte Probleme bekommen

Dann wird in Zukunft immer mehr Geld in den Schuldendienst fließen müssen. Notwendige Ausgaben in die funktionierende Infrastruktur werden dann ausbleiben müssen. Ich bleibe auch bei meiner Meinung: Seit dem Ende der Finanzkrise ist es nicht besser geworden. Die großen Probleme und Ungleichgewichte sind nicht angegangen worden. Und die Folge dieser Fehlentwicklung werden nicht nur wir sondern auch noch unsere Kinder und wohlmöglich auch noch die Enkel zahlen müssen.

An dieser Stelle habe ich schon oft auf eine massive Fehlentwicklung hingewiesen: Derzeit wird nahezu rund um den Globus versucht, das Schuldenproblem mit noch mehr Schulden zu lösen. So etwas hat in der Geschichte bislang nicht funktioniert. Und es wird auch jetzt nicht funktionieren. Machen Sie sich auf was gefasst!!!

 

Quelle: Günter Hannich

Geldscheine

Finanzexperte Bill Holter: „Es ist soweit, der Kollaps ist da!“

Der US-amerikanische Finanzmarkt-Experte Bill Holter sieht jetzt den Beginn einer neuen Finanzkrise, die diesmal zu groß sei, als dass Staaten und Zentralbanken sie auffangen könnten.

Die Crash-Warnungen werden immer dramatischer. Jetzt läutet der ehemalige Aktienhändler und Publizist Bill Holter die Alarmglocken. In einem aktuellen Video-Interview mit SGT Report sagt er: „Es ist soweit, der Kollaps ist da. Wir können ihn in Echtzeit verfolgen. Wir stehen am Tor zur Hölle.“

Was treibt Holter zu einer solch düsteren und konkreten Behauptung?

„Der Markt für Hochzinsanleihen bricht zusammen. Es gibt auf dem Derivate-Markt Verluste im zweistelligen Billionen-Bereich“, so Holter. Die Verluste seien so groß, dass es überall Leichen geben müsse. „Die Verlierer werden die Gewinner nicht auszahlen können. Und das macht auch aus den Gewinnern Verlierer“, so Holter.

Der ganze Derivate-Markt sei noch größer und noch stärker gehebelt als im Jahr 2008. Und es werde diesmal keine Staaten oder Zentralbanken geben, die in der Lage seien diesen Kollaps aufzufangen.

Die weltweite Kombination aus schrumpfender realer Wirtschaftsleistung bei gleichzeitiger Kreditausweitung sei fatal. Holter: „Die Realwirtschaft liefert nicht genügend Cash, um auf der… weiterlesen

 

Quelle: Bill Holter

Negatives Signal: Weltbank kürzt Konjunkturprognose

Für die globale wirtschaftliche Entwicklung sind die Prognosen der Weltbank immer von großer Bedeutung. Allerdings lagen die Experten in der Vergangenheit oftmals auch daneben.

Gerade als es um die wirtschaftliche Erholung nach der weltweiten Finanzkrise 2008 ging, haben die Weltbank Experten häufig die wirtschaftliche Stärke verschiedene Regionen zu Eingeschätzt.

Das Resultat können Sie sich denken: Die Prognosen der Weltbank mussten regelmäßig herabgesetzt werden. Dennoch bleibt es immer wieder spannend zu schauen, wie diese Experten die weitere wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus einschätzen.

Und da gibt es ganz aktuell Zahlen zur weltweiten Konjunkturentwicklung, die mich doch aufhorchen lassen. So kürzt die Weltbank ihre globale Prognose für das Wirtschaftswachstum von zuletzt 3,3 % auf nur noch 2,9 % für das laufende Jahr. Immerhin wäre das noch ein deutlicher Anstieg zum Wachstum der weltweiten Konjunktur im Jahr 2015. Da ging es nur um 2,4 % nach oben.

Wirtschaft in Brasilien wird auch 2016 schrumpfen

Doch ob es tatsächlich wieder zu einem leicht höheren Wachstum in diesem Jahr kommt, hängt vor allen Dingen auch von der wirtschaftlichen Entwicklung in einigen großen aufstrebenden Schwellenländern ab. Die Kernmärkte sind hier sicherlich Brasilien und China.

Brasilien erlebte im vergangenen Jahr eine massive Wirtschaftskrise mit einem Absturz bei der Wirtschaftsleistung um 3,7 %. Eine Besserung ist dort noch nicht in Sicht. Das ist auch leicht verständlich, dass die Weltbank hier ein weiteres Abrutschen um 2,5 % erwartet. Das mag am weiterhin niedrigen Preisniveau die Rohstoffe liegen.

Damit es 2016 jetzt immerhin zu einem leichten Wachstum der weltweiten Konjunktur kommt, gehen die Weltbank-Experten von zwei optimistischen Szenarien aus. Zum einen sollen sich die Rohstoffreise nicht nur fangen, sondern sogar wieder deutlich ansteigen. Zweitens wird die chinesische Regierung es schaffen, mit ihrer aktuellen Geldpolitik das Land vor einer harten konjunkturellen Landung bewahren zu können.

Ich halte beide Szenarien für äußerst optimistisch. Solange beispielsweise die chinesische Wirtschaft nicht wieder annähernd auf die Beine kommt, so lange werden auch die Rohstoffpreise nicht mehr anziehen. Und weiter niedrige Rohstoffpreise werden eben auch Länder wie Brasilien weiterhin belasten.

Daher erwarte ich für das laufende Jahr sogar ein Absinken des weltweiten Wirtschaftswachstums unter die Marke von 2,4 % die wir im vergangenen Jahr gesehen haben. Von einer Erholung sind wir weiter entfernt als seit etlichen Jahren.

 

Quelle: Günter Hannich

Rohstoffe: Risiko für weiteren Preisverfall ist groß

Erst gestern fand in München die GeVestor Rohstoffkonferenz 2015 statt. Als einer der Referenten stellte ich dort meine Aussichten für den Rohstoffmarkt vor. Im Unterschied zu meinen GeVestor-Kollegen Oliver Groß und Rolf Morrien sehe ich die weitere Entwicklung bei den Rohstoffen äußerst kritisch.

Im Grunde erwarte ich einen weiteren Einbruch der Rohstoffpreise. Die vergangenen Jahre haben ganz klar gezeigt, dass die Inflationsgefahr die von vielen heraufbeschworen ist ein Märchen war. Im Grunde genommen ist derzeit ein deflationäres Umfeld innerhalb der Eurozone zu finden – und nicht nur dort.

Hinzu kommt das extrem niedrige Zinsniveau. Was wir in den vergangenen drei Jahren bei den Rohstoffen erlebt haben, ist nur der Vorbote einer anstehenden Wirtschaftskrise. Eine geringere Nachfrage nach Rohstoffen hat zuletzt schon zu den sinkenden Preisen geführt.

Preisrückschläge wie bei der Finanzkrise 2008 sind möglich

Sollte die Wirtschaftsleistung noch weiter nachgeben, erwarte ich ähnlich starke Rückschläge bei den Rohstoffpreisen wie während der Finanzkrise 2008. Damals brach der Goldpreis um 20 % ein. Der Silberpreis halbierte sich und Kupfer verlor 70 % an Wert.

Gerade das aktuell schon niedrige Preisniveau sehen eben viele Rohstoffexperten als sehr attraktiv an, weil es nur noch nach oben gehen kann. Doch das halte ich für einen Trugschluss. Die Gefahr weiterer Preisrückschläge bei den Rohstoffen ist auf jeden Fall groß. Und wer sagt denn, dass ein großes Rohstoffunternehmen in einer Krise nicht sogar bankrottgehen kann? Wenn Weltmarktpreise längere Zeit unter den Produktionskosten liegen, ist es eben gut möglich, dass sich schwächere Anbieter vom Markt verabschieden müssen.

Grundsätzlich sehe ich allerdings Gold und Silber weiterhin als wichtige Absicherung eines breit gestreut Depots an. Da stimme ich mit den anderen Referenten der GeVestor Rohstoff-Konferenz 2015 über ein.

Auch bei der Gewichtung gehen unsere Ansätze nicht sehr weit auseinander. 10 % Gold und 5 % Silber gehören als physisches Material zur Absicherung in einem Depot mit dazu. Wichtig ist hier der Hinweis auf das physische Material. Zertifikate oder andere börsengehandelte Edelmetall Positionen sind nicht als Krisenabsicherung geeignet.

 

Quelle: Günter Hannich

„Globale Rezession“ kann bald kommen

Die globalen Krisensignale nehmen weiter zu. So wächst derzeit sogar die Gefahr einer globalen Rezession. Dies sieht zumindest der Chef-Ökonom der amerikanischen Großbank Citigroup so. Seiner Einschätzung nach ist die Gefahr derzeit groß, dass wir weltweit eine Rezession erleben können.

Sie wie ich hier an dieser Stelle schon mehrfach erwähnt habe, ist China der maßgebliche Faktor. Genau das sieht Willem Buter genauso. Seiner Einschätzung nach ist es gut möglich, dass China eben aktuell nicht mehr um die offiziell gemeldeten 7 % pro Jahr wächst. Er hält es für wahrscheinlicher, dass die Wachstumsrate tatsächlich deutlich niedriger liegt. Einige Quellen gehen sogar davon aus, dass China ja nur um 4 % wachsen wird.

Wenn dem tatsächlich so sein sollte, wächst auf jeden Fall die Gefahr für ein globales Konjunkturabrutschen. Laut Buter kann es sogar zu einer globalen Rezession kommen. Entscheidend ist hier allerdings die Definition von Rezession, die Buter hier anwendet. Er spricht hier von Wachstums-Rezession. Dahinter steht der Gedanke, dass selbst bei einer wachsenden Wirtschaftsleistung ein Land in die Krise kommen kann.

China wächst viel schwächer als offiziell gemeldet – das birgt große Risiken

So ist es beispielsweise bei dieser Definition so, wenn die Wirtschaftsleistung geringer ausfällt als beispielsweise das Wachstum der Arbeitslosigkeit befindet sich ein Land in einer Wachstumsrezession. Konkret heißt das: Wenn sich pro Jahr die Wirtschaftsleistung um 2% ausweitet, aber die Bevölkerung beispielsweise um 5 % wächst, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Arbeitslosigkeit deutlich ansteigt und die Veränderung bei der Wirtschaftsleistung pro Kopf ins Negative rutscht.

Aktuell erwartet beispielsweise die Citigroup für das kommende Jahr noch ein globales Wirtschaftswachstum von 2,9 %. Als Basis dienen hierbei aber die offiziellen Daten – auch die aus China. Wenn die Experten jedoch die wahren Daten aus China als Basis heranziehen, würde sich das globale Wirtschaftswachstum auf nur noch 2,6 % abkühlen.

China bleibt auch für mich der entscheidende Faktor für die weitere Entwicklung. Mir zeigen die zuletzt stark gesunkenen Preise für die Industriemetalle, dass dort die Konjunktur schwach läuft. Immerhin 40% des globalen Kupferverbrauchs wird in China verbraucht. Wenn die Preise auf einem niedrigen Niveau bleiben, ist das ein klares Signal für eine wirtschaftliche Schwäche.

Daher ist es auch weiterhin für Sie angesagt, Ihr Vermögen aktiv zu sichern vor dem kommenden Absturz der Finanzmärkte. Wie das geht, erfahren Sie regelmäßig an dieser Stelle.

 

Quelle: Günter Hannich

EU 2015: Wirtschaftschaos, Flüchtlingsstreit und Zwangsenteignungen (1)

Der VW-Abgasskandal, die heillose Zerstrittenheit zwischen den EU-Mitgliedsstaaten in Fragen der Flüchtlingskontingente, wirkungslose Russlandsanktionen, die sich ins Gegenteil verkehren, schwache Konjunkturdaten aus China, Rätselraten um die Zinswende in den USA, Geheime TTIP-Verhandlungen, Ukraine-Krise, IS-Terror …

All das – und noch einiges mehr – wird sich direkt oder indirekt auf den Wert des Geldes und damit auf Ihr eigenes Leben, Ihr Vermögen auswirken.

Ihnen stehen harte Zeiten bevor.

Das Versagen der EU

Als Leser von Unangreifbar Leben wissen Sie, dass die EU am laufenden Band versagt. Die Union wird mitnichten ihrer Rolle gerecht, die sie sich einmal auf ihre Fahnen geschrieben hat.

Die Mitgliedsländer verarmen immer mehr. Die Staatsschulden explodieren, die soziale Gerechtigkeit geht immer mehr flöten und das nicht nur die sogenannten Krisenstaaten. Die Minizins-Politik der EZB bleibt wirkungslos und führt dazu, dass der Sparer immer mehr von seinen Rücklagen enteignet wird. Kapitallebensversicherungen sind nicht mehr das Papier wert, auf dem sie stehen.

Die Vereinigten Staaten von Europa sind gescheitert

Mit dem Wahlsieg der Katalanen am vergangenen Sonntag, die von Spanien unabhängig werden wollen, beginnt die Rezession.

Das reiche Katalonien erbringt ein Fünftel der spanischen Wirtschaftsleistung, das aufgrund von Transferzahlungen an die ärmeren Regionen Spaniens geht. Mit der Abspaltung vom Mutterland könnten Kataloniens Steuereinnahmen um zwölf Milliarden Euro steigen.

Eine neue Ära wird eingeleitet. Die Ära der Separatisten, die genug haben von der Verbrüsselung.

Der Traum von den Vereinigten Staaten von Europa ist längst ausgeträumt. Die Politiker in den EU-Mitgliedsländern wissen das, lassen ihre Bürger darüber allerdings im Unklaren.

Die EU und Deutschland scheitern an der Flüchtlingspolitik

Vor allem die Auseinandersetzungen um eine einheitliche Flüchtlingspolitik hat klar gemacht, wie zerstritten dieses Europa wirklich ist. Es sind Kluften entstanden, die so einfach nicht mehr zu kitten sein werden. Sie reichen von Alle-Flüchtlinge-rein bis rigoroser Zaun-Abschottung.

Eine gemeinsame europäische Einwanderungspolitik, um die Migrationsströme wirksam zu steuern, illegale Einwanderung und Menschenhandel zu bekämpfen, ist gescheitert.

Eine Einigung ist nicht in Sicht, weil sich vor allem die osteuropäischen Mitgliedsländer gegen Quoten wehren.

Deutschland im Fokus

Die Hauptlast trägt ohnehin Deutschland. Schließlich ist Bundeskanzlerin Merkel mit ihrer Willkommens-Kultur schuld daran. Kritik erntet sie jetzt sogar aus den eigenen Reihen.

Die nationale Aufgabe, von der sie andauernd spricht, wird nicht nur zum Parteipolitischen Zankapfel, sondern zu einer Zerreißprobe für die gesamte Republik.

Ein gefährlicher Ritt auf der Rasierklinge. Wie vergangenen Sonntag die Wahlen in Oberösterreich gezeigt haben, werden die Rechtspopulisten durch diese fehlgeleitete Flüchtlingspolitik immer stärker. Denn dort erreichte die FPÖ ein fulminantes Ergebnis, konnte ihre Stimmen von 15,1 % auf 30,4 % mehr als verdoppeln!

Im 2. Teil zeige ich Ihnen auf, wie der Staat zum Wohle der Allgemeinheit sogar Ihr Eigentum beschlagnahmen kann. Seien Sie gespannt.

 

Quelle: Guido Grandt

Auf diese Krisensignale sollten Sie achten

Der Optimismus vieler Aktieninvestoren ist noch immer sehr groß. Das kann ich persönlich immer weniger nachvollziehen. Bei meinen Analysen nehmen die Warnsignale für die internationalen Aktienmärkte immer mehr zu. Dabei sind die Warnsignale eben nicht nur auf Aktien beschränkt.

Die Anzahl der Krisenherde in der Eurozone aber auch vor allem in anderen Regionen der Welt nimmt stetig zu. Heute möchte ich Ihnen einige dieser Krisensignale kurz vorstellen. Damit bekommen Sie auf jeden Fall einen genaueren Überblick über die sich aktuell verschärfende Krisensituation.

Innerhalb der Eurozone hat zuletzt Griechenland ohne Frage die Schlagzeilen bestimmt. Das könnte sich jetzt ändern, wenn es tatsächlich zu der Einigung über das anstehende Sparprogramm kommt. Doch Griechenland ist wie Sie alle wissen nur ein kleines Land. Massive Probleme bekommt der Euro erst dann, wenn auch eines der größeren Länder in Bedrängnis gerät.

Italien: Der nächste große Krisenherd

Dies deutet sich in Italien an. Dort steigt der Schuldenstand immer weiter an. Zuletzt erreichte die Schuldenquote 135 % der Wirtschaftsleistung. Dabei werden die Schulden eines Landes ins Verhältnis gesetzt zur Wirtschaftsleistung.

Griechenland bringt es hier innerhalb der Euro-Zone mit knapp 180% auf den höchsten Wert. Italien folgt hier mit dem zweithöchsten Wert. Gleichzeitig klettert die Jugendarbeitslosigkeit in dem Land auf den höchsten Stand seit 38 Jahren.

Ja, Sie haben richtig gelesen: Seit dem Jahre 1977 waren nicht mehr so viele Jugendliche Menschen arbeitslos in Italien. Die Quote ist hier zuletzt auf 44 % gestiegen. Eine hohe Jugendarbeitslosigkeit bedeutet auch immer die Gefahr einer regelrechten Auswanderungswelle, da in anderen Ländern die Chancen für die jungen Italiener größer sind.

Fallende Rohstoffpreise als Krisensignal

Ein weiteres wichtiges Christsignal ist für mich der massive Absturz bei den Rohstoffen. So ist der Ölpreis zuletzt wieder um und 20 % zurückgegangen. Im Juli erlebte Öl den schlimmsten Monat seit Oktober 2008. Und genau zu dem Zeitpunkt wütete die Finanzkrise sehr heftig. Rohstoffe insgesamt hatten im Juli die schwächste Performance seit rund vier Jahren.

Aber ein wichtiger Aspekt wird in der breiten Öffentlichkeit sehr gerne vergessen: Die Allianz aus Aktienkursen und fallenden Rohstoffkursen haben wir auch im Sommer 2008 erlebt. Danach folgte die massive globale Finanzkrise. Auch jetzt deuten immer mehr Krisensignale daraufhin, dass sich eine große Krise zusammenbraut.

 

Quelle: Günter Hannich

Finanzsystem ist instabil – die nächste Krise wird bald kommen

Das Platzen der Immobilienblase USA hat ganz klar gezeigt: Unser aktuelles Finanzsystem ist nicht stabil. Es wird dauerhaft nicht ohne Krisen weitergehen. Was folgte war zunächst die Finanzkrise 2008. Dann die Euro Krise 2011 und jetzt das Drama um Griechenland.

All diese Krisen lassen sich sehr leicht auf ein Grundproblem unseres Geldsystems zurückführen. Geld wird immer nur mit Zins verliehen. Ob es auch andere Möglichkeiten geben würde, wird in der heutigen Zeit nicht mehr hinterfragt.

Doch wenn Geld immer nur mit Zins verliehen wird, bedeutet es das derjenige der Geld verleiht immer mehr Vermögen anhäuft. Auf andere Seite heißt es, dass derjenige, der sich das Geld leiht, immer mehr Schulden anhäuft.

Dabei sind die Schulden innerhalb der vergangenen Jahre exponentiell gewachsen. In der Praxis bedeutet das: Die Schulden wachsen schneller als die Wirtschaftsleistung. Dies kann über einen gewissen Zeitraum gut gehen. Doch am Ende muss ein solches System mit exponentiell wachsenden Schulden zusammenbrechen.

Im Endeffekt ist es so, dass unser aktuelles Geldsystem das auf Zinsen basiert einen Verschuldungszwang produziert. Zu welch hohen Belastungen dies führen kann, zeigt ihnen das folgende Beispiel: Nehmen wir an die gesamte Geldmenge betrüge nur 100 Euro.

Würde man diese Geldsumme mit 5 % Zinsen anlegen, so hätte man nach einem Jahr 105 Euro. Dabei muss ihnen eins klar sein: Diese fünf Euro Zinsgewinn können nur ausgezahlt oder auch nur verbucht werden, indem auch entsprechende Schulden gegenüberstehen.

Schuldenabbau ist in diesem System kaum noch möglich – das macht die Lage so brisant

Damit also auf der einen Seite die fünf Euro Cents Zuwachs ausgezahlt werden können, muss auf der anderen Seite jemand bereit sein, fünf Euro neue Schulden aufzunehmen. Wenn dazu aber die Marktteilnehmer nicht mehr bereit sind, bricht das Spiel zusammen.

Rechnerisch bedeutet das tatsächlich, dass ein wirklicher Schuldenabbau bei einem Zinssystem nahezu ausgeschlossen ist. Sicherlich hat es in der Geschichte immer wieder Phasen gegeben, in denen sich Staaten entschuldet haben. In der Praxis bedeutet das aber nur, dass die Verschuldungsquote im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung zurück gefahren wurde.

Dies gelang jedoch in den meisten Fällen nur, weil eben gleichzeitig die Unternehmen und auch die Privathaushalte bereit waren, sich umso stärker mit Krediten zu verschulden.

Für Sie wird aber deutlich: Wenn die immer stärker wachsenden Vermögen, die auf Zinsgewinnen basieren keine rentablen Anlagemöglichkeiten mehr finden, wandert das Geld in die Spekulation. Und genau hier lauern dann große Gefahren für die meisten Vermögen. Was da hinter steckt, erfahren Sie in einer weiteren Ausgabe zum Thema.

 

Quelle: Günter Hannich