US-Zinsen steigen – „echtes“ QE-Programm unvermeidbar

Im Zuge der Euphorie an den Aktienmärkten schichten Investoren aus Anleihen in Aktien um und treiben so die US-Zinsen am Kapitalmarkt nach oben.

US-Zinsen steigen am langen Ende an


Freiheit durch Gold: Sklavenaufstand im Weltreich der Papiergeldkönige

Die aktuelle Zinsentwicklung am US-Kapitalmarkt sollten Anleger aufmerksam verfolgen. Vor allem der Anstieg der Zinsen für langlaufende Staatsanleihen birgt enorme Risiken für die US-Wirtschaft, die insgesamt mit 74 Billionen US-Dollar verschuldet ist (US Total Debt), was 280 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung entspricht. Damit hat die historisch höchste US-Verschuldung in Friedenszeiten …. weiterlesen

Quelle: finanzmarktwelt.de

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Bundesbank warnt vor Risiken für die Banken

Wegen dem seit vielen Jahren anhaltenden Wachstum und den niedrigen Zinsen gehen die Geldhäuser höhere Risiken ein. Dreht sich die Situation, kann das teuer werden.

Auch wenn die deutsche Wirtschaft derzeit schwächelt, steckt sie noch immer in einer der längsten Wachstumsphasen der Nachkriegszeit. Seit 2009 legt sie Jahr für Jahr ununterbrochen zu. Die Bundesbank sieht durch das lange Wachstum und die historisch niedrigen Zinsen jedoch die Gefahr, dass sich immer größere Risiken im Finanzsystem aufbauen.


Der größte Crash aller Zeiten: Wirtschaft, Politik, Gesellschaft. Wie Sie jetzt noch Ihr Geld schützen können

„Die Verwundbarkeit hat zugenommen“, sagte Bundesbank-Vizepräsidentin Claudia Buch bei der Präsentation des Finanzstabilitätsberichts. „Ein unerwarteter Konjunktureinbruch und abrupt steigende Risikoprämien könnten das deutsche Finanzsystem empfindlich treffen.“ Gefahren sieht Buch in diesem Fall vor allem auf die Banken zukommen.

Der Bericht verweist darauf, dass die Banken in ihren Risikomodellen …. weiterlesen

Quelle: handelsblatt.com

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Schuldenberg wächst weltweit weiter

Die weltweiten Schulden steigen immer mehr an – das ist ein massives Problem was nicht mehr verschwinden wird. Laut aktueller Daten haben die weltweiten Schulden jetzt ein Niveau von 188 Billionen USD erreicht. Und die Schulden steigen immer weiter an. Damit hat sich der Schuldenstand seit dem Ende der Finanzkrise 2009 mehr als verdoppelt.

Nun ist diese Zahl nicht wirklich zu greifen und entzieht sich unserer Vorstellungskraft. Aber es lohnt sich doch einmal auf die kleinen Ebenen zu schauen, woher denn diese massive Verschuldung kommt. Nehmen wir beispielsweise einen US-Bürger, der mit mehreren Kreditkarten verschuldet ist. Das ist in den USA ganz normal. Wenn das maximale Schuldenniveau bei einer Kreditkarte erreicht ist, nehmen viele US-Bürger einfach eine neue Kreditkarte und lassen auch dort wieder Konsumschulden auflaufen.

Durch die hohen Zinsen auf die Kreditkartenschulden ist es bei kleinen monatlichen Rückzahlungen sogar sehr gut möglich, dass sich der Schuldenbetrag, der dann zurückgezahlt wird, auf mehr als das Doppelte der eigentlichen Schuldensumme beläuft.

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Das Erschreckende dabei: Wenn man einmal in einer Art Schuldenspirale gefangen ist, wird es immer schwerer der zu entgehen. Insofern kann ich nur meinen Appell noch mal an Sie erneuern: Halten Sie die Konsumschulden so gering wie möglich oder nehmen Sie am besten erst gar keine Schulden auf. Ausnahmen sind natürlich der Kauf von Immobilien, der anders gar nicht zu bewerkstelligen ist. Doch wenn es um reinen Konsum geht für die Anschaffung von Autos oder sogar Reisen, dann sollten Sie hier die Finger von kostspieligen Finanzierungen lassen.
Staaten sind die großen Schuldenmacher – mit massiven Konsequenzen für uns alle

Aber die großen Schuldenmacher sind natürlich die Staaten weltweit. Und da wir jetzt schon seit zehn Jahren mehr oder weniger Null-Zinsen an den großen Märkten haben, nutzen die Staaten dieses für sie günstige Niveau auch weiterhin aus.

Im Umkehrschluss bedeutet es natürlich für uns alle, dass wir so gut wie gar keine Zinsen mehr auf das Ersparte bekommen. Und genau hier sind Sie gefragt. Nehmen Sie Ihre Finanzen selbst in die Hand und sorgen Sie für die Rendite. Mit Staatsanleihen wie das früher normal war, ist es eben nicht mehr möglich, persönliches Vermögen aufzubauen. Das bezieht sich vor allen Dingen auf sichere Staatsanleihen aus stabilen Industrieländern. In Deutschland notiert beispielsweise die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen schon seit geraumer Zeit im negativen Bereich.

Das ist alles andere als sinnvoll und hier sollten Sie lukrative Alternativen nehmen, die es natürlich gibt. Eine Möglichkeit ist es hier auf Dividenden starker Qualitäts-Aktien zu setzen. Die bieten Ihnen zum einen die Chance auf Rendite und zum anderen natürlich die stabilen Dividendenzahlungen jedes Jahr.

Quelle: Günter Hannich


Der größte Crash aller Zeiten: Wirtschaft, Politik, Gesellschaft. Wie Sie jetzt noch Ihr Geld schützen können

Schock für Sparer: Bei 15 Volksbanken zahlen Sie jetzt schon Negativzinsen

Die ersten Volksbanken erheben jetzt Negativzinsen für Sparer mit wenig Guthaben. Teilweise greifen die Strafen ab dem ersten Euro, sagt eine Auswertung. Doch selbst wenn Ihre Bank noch positive Zinsen verspricht, zahlen Sie wahrscheinlich drauf.

Weltsystemcrash: Krisen, Unruhen und die Geburt einer neuen Weltordnung

  • Ein Sparer mit 5.000 Euro Guthaben zahlt schon 160 Euro im Jahr
  • Zwölf Volksbanken erheben Negativzinsen
  • Regionale Genossenschaftsbanken sind am stärksten betroffen

Die Volksbank Reutlingen ist die erste in Deutschland, bei der es keine Ausnahmen mehr gibt. Wer hier heute ein neues Girokonto eröffnet, der zahlt für jeden Euro Strafzinsen. 0,5 Prozent pro Jahr erhebt…. weiterlesen

 

 

Quelle: FOCUS online

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Platzt endlich die gigantische Blase am Anleihenmarkt?

Nachdem die US-Zinsen Mitte 2016 auf neue Rekordtiefs gesunken waren, hat sich gerade nach dem Wahlsieg von Donald Trump der Zinsanstieg kräftig beschleunigt. Etliche Investoren warnen daher, dass beim Erreichen bestimmter Marken die Blase am Anleihenmarkt endgültig platzen würde. Das hätte erhebliche Folgen, nicht zuletzt für den Aktienmarkt.


Weltsystemcrash: Krisen, Unruhen und die Geburt einer neuen Weltordnung

Der Dow Jones hat erstmals die Marke von 20.000 Punkten geknackt, der S&P500 ist auf neue Rekordhochs geklettert: Für Euphorie bei Investoren sorgen die neuesten Maßnahmen von Donald Trump: Zuerst hatte er Schritte angekündigt, um den Bau der Pipelines Keystone XL und Dakota Access voranzutreiben. Zudem hat Trump gesagt, dass innerhalb weniger Monate mit dem Bau der Mauer zwischen den USA und Mexiko begonnen werden solle. Investoren setzen darauf, dass Trump’s Politik die US-Wirtschaft deutlich ankurbeln und die Inflation kräftig anheizen wird. Deswegen flüchten Investoren aus den Anleihen, weshalb die Zinsen nach oben schießen. Zuletzt sind die Zinsen für zehnjährige US-Anleihen auf 2,53 Prozent geklettert. Verschärft wird der Zinsanstieg….. weiterlesen

 

Quelle: Egmond Haidt (finanzen100.de)

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Wann kommt der große Knall?

Nur mit Müh und Not gelingt es den Notenbanken, das Finanzsystem noch zusammen zu halten. Doch seit der letzten Krise krachts global an allen Ecken und Enden. Besonderes Problem: Reiche werden immer reicher und unten bleibt nur noch das Hamsterrad.

2016 haben wir es mit einer zunehmend ungerechten Welt zu tun. Das liegt nicht zuletzt an einer massiven, insbesondere zins- bzw. renditebedingten, Vermögens(um)verteilung. Diese hat eine immer stärker zunehmende Vermögens- und Machtkonzentration an der Spitze der Gesellschaft zur Folge.

Der Oxfam-Bericht Anfang 2015 legte offen, dass ein Prozent der Weltbevölkerung mittlerweile mehr als die Hälfte des weltweiten Vermögens besitzt. Gerade die Deregulierung der Finanzmärkte in den USA führte dazu, dass die oberen 10 Prozent der Bevölkerung seither einen überdurchschnittlichen Einkommenszuwachs verzeichnen konnten, während der Großteil der Menschen sich immer schneller im Hamsterrad des Wirtschaftssystems drehen muss um die exorbitanten Renditen weniger Reicher zu erwirtschaften. Wir befinden uns in einer Situation, da der Anteil der oberen 10 Prozent am Gesamteinkommen genauso groß ist wie 1929 – kurz vor der Großen Depression.

Noch deutlicher wird diese Ungleichheit, wenn man betrachtet, dass 146 multinationale Konzerne über mehr als die Hälfte des weltweit zirkulierenden Kapitals verfügen. Damit haben wenige Unternehmen ein Machtgefüge errichtet, dem sich die Politik ob dessen Dominanz nur unterwerfen kann. Heute bestimmt die Weltwirtschaft das politische Geschehen deutlicher als je zuvor und ein Ende dieser Entwicklungen ist nicht in Sicht. Vielmehr ist zu erwarten, dass sich die Situation weiter zuspitzt.

Worin liegen aber tiefere Ursachen der Krisen, die in ständig neuen Worthülsen gekleidet, jedoch stets gleichen Mustern an zerstörerischer Kraft gewinnen und immer wiederkehren?

Wir haben uns auf die Suche der wahren Gründe der Schulden- und Finanzkrise begeben. Die Erkenntnisse waren für studierte Ökonomen nicht einfach zu verdauen. Schließlich bewiesen sie, dass ein wesentlicher Bestandteil, das Fundament der Wirtschaftslehre und insbesondere der Geldpolitik, während des Studiums der Volkswirtschaftslehre – vielleicht sogar ganz bewusst vergessen wurde.

Die wichtigste Erkenntnis war, dass jeder Geldschein, der jemals gedruckt wurde, nichts anderes als einen Schuldschein oder Schulden darstellt. Geld entsteht in unserem Wirtschaftssystem und zwar von Beginn an, ausschließlich durch Schulden bzw. Kreditaufnahme. Schon Privatbanken leihen sich bei der Zentralbank Geld gegen Zinsen und geben es dann an Staaten im Austausch gegen Staatsanleihen weiter.

Denkt man einen Schritt weiter sind Guthaben und Schulden lediglich zwei Seiten derselben Medaille. Zwei Billionen Euro Schulden des deutschen Staates (bzw. der Bürger des deutschen Staates, schließlich bilden sie den Staat) bedeuten, dass auf der anderen Seite zwei Billionen Euro Guthaben stehen.

Unglücklicherweise können diese Schulden lediglich durch neue immer höhere Kredite kurzfristig ausgeglichen werden. Diese sind jedoch erneut mit Zinsen versehen. Das führt in eine unaufhaltsame Spirale der Geldproduktion die die Europäische Zentralbank seit ca. einem Jahr mit dem Aufkauf fauler Staatsanleihen weiter befeuert hat. Einzige Profiteure dieser hochriskanten Strategie sind die Teilnehmer der Finanzmärkte, da der Großteil dieses Geldes niemals dem „einfachen Griechen“ erreichen wird, sondern auf der Suche nach der maximalen Rendite in den nebulösen Sphären der Aktienmärkte spurlos verschwindet.

Alte Schulden können also nur mit neuen „zinsbelasteten“ Schulden „begleichen“ werden. Die Zinsen auf Schulden, in diesem Falle Zinsen auf Staatsanleihen – die Schuldscheine des deutschen Staates -, zahlen wir alle indirekt mit unseren Steuern. De facto sind Zinsen auf Staatsanleihen der zweitgrößte Posten im Bundeshaushalt! Im Jahr 2010 hat der Bund 319,5 Milliarden Euro ausgegeben. 2010 entfielen knapp 39 Milliarden Euro auf Zinsen. Damit übersteigen sie die anderen Ausgabenposten im Bundeshaushalt wie z.B. Verkehr (26 Milliarden), Gesundheit (16 Milliarden) und Familie (6,5 Milliarden) bei weitem!

Neben bedenklichen sozialen Konsequenzen verschlimmert diese problematische Funktionsweise des Geldsystems auch eine bereits stark angeschlagene Ökologie. Schließlich müssen die Zinsen für die Schulden immerzu erarbeitet werden, um einen Wirtschaftskollaps zu vermeiden. Außerdem bedeutet eine immer weiter zunehmende Gesamtzinslast, dass sich auch die Wirtschaft immer weiter beschleunigen muss, um dem exponentiellen Charakter des Zinses beizukommen.

In der Kombination der Funktionsweise, dass Geld ausschließlich per Kredit entstehen kann und immer mit Zins versehen ist der sich zu einem Zinseszins akkumulieren kann, liegt eine wesentliche Ursache für die dauerhafte Proklamation von Wirtschaftswachstum. Nur so sind die Zinszahlungen auch weiterhin gewährleistet. Doch unendliches Wirtschaftswachstum in einer endlichen Welt hat schon der Club of Rome schon vor 44 Jahren, 1972, für unmöglich bezeichnet. Dies verdeutlicht eine Grafik aus „Tag auf Tag im Hamsterrad“ (S. 77) sehr deutlich. Während die Wirtschaft nämlich höchstens linear wachsen kann, beschreibt das ökologische Wachstum einen logarithmischen Verlauf und das Zinswachstum einen exponentiellen.

Es ist an der Zeit aufzuwachen und dieser Tatsache ins Auge zu sehen. Es herrscht lediglich ein Informationsdefizit in der Bevölkerung angesichts eines Geldsystems, das eine Halbwertszeit besitzt. Je mehr Menschen sich jedoch auf die Suche nach nachhaltigeren und ethisch und sozial gerechteren Wirtschaftssystemen begeben, umso schneller werden wertvolle Erkenntnisse auf Gesamtgesellschaftlicher oder gar Globaler Ebene Realität.

 

Quelle: Christopher Klein und Jens Helbig

Niedrigzinsen führen zum System-Crash

Die Banken befinden sich derzeit in Europa in einer massiven Krise. Das gilt nicht nur für die strauchelnden italienischen Finanzinstitute. Das gilt auch für die Deutsche Bank. Bei der größten deutschen Bank reißen die schlechten Nachrichten nicht ab. Jetzt ist die Aktie auch noch aus dem wichtigen europäischen Index Stoxx 50 geflogen. Der Börsenwert ist mittlerweile einfach zu gering.

Ein wesentlicher Aspekt, warum die Banken derzeit so massiv unter Druck stehen, ist das von den führenden Zentralbanken geschaffene Zinsumfeld. Die Niedrigzinsen sind heute der Hautgrund dafür, warum die Aktien- und Immobilienpreise dermaßen irrational nach oben gehen – es gibt schlicht keine rentable Anlagealternative mehr.

Niedrigzinsen passen nicht in unser Zinssystem

Doch Niedrigzinsen sind nichts, was dauerhaft funktionieren kann, denn unser System ist von vornherein auf ausreichend positive Zinsen angelegt. Genau das habe ich Ihnen schon letztes Jahr in meiner Sonderstudie „Eiszeit bei den Zinsen“ dargelegt, als ich schrieb:

„Niedrigzinsen sind keineswegs ein Zeichen dafür, dass die Wirtschaft floriert und steigende Aktienkurse gerechtfertigt wären, sondern im Gegenteil: Niedrigzinsen zeigen an, dass sich das Finanzsystem in der Endphase befindet und die Zinsen sind nur deshalb so niedrig, weil gerade die Wirtschaft stagniert und es keine rentablen Investitionen mehr gibt.

Die Niedrigzinsen führen jedoch dazu, dass parallel zum sinkenden Zinsniveau Spekulationsblasen sich ausbilden, auf der Suche nach der letzten Renditemöglichkeit. Das gilt vor allem für den Aktien- und Immobilienmarkt, der durch Niedrigzinsen völlig spekulativ aufgeblasen wird.“

Diese durch die niedrigen Zinsen entstandenen Blasen auf dem Aktien- und dem Immobilienmarkt werden platzen und dann wird sich daraus – wie in der Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre – eine deflationäre Abwärtsspirale entwickeln. Das bedeutet, dass dann reihenweise Banken kollabieren, viele Vermögen damit verloren sind, der Geldkreislauf stockt und die entstandene Massenarbeitslosigkeit zu einem Einbruch der Massenkaufkraft und damit zu Unternehmenskonkursen führt.

Es droht der Crash

Im Crash explodieren die Zinsen, die Aktien- und Anleihenkurse brechen ein. Die so entstandene Unsicherheit führt zu steigenden Zinsen, weil die kreditgebenden Banken zu enormen Risikoaufschlägen greifen. Durch diese Entwicklung lösen sich dann die euphorischen Erwartungen optimistischer Börsianer in Luft auf und es droht der Crash.

Sie sehen hier ganz deutlich, dass Niedrigzinsen ein klares Krisensignal sind, welches von Ihnen nicht unterschätzt werden sollte.

 

Quelle: Günter Hannich

„Am Abgrund“ – Was die EU von Island lernen kann! (4)

Die EU versinkt immer mehr im Chaos! Nicht nur die Flüchtlingskrise und der drohende Brexit sind daran schuld. Sondern auch die private Vermögensvernichtung durch die Nullzins-Politik der EZB.

Einst zeigte das kleine Island auf, wie eine neue, eine bürgerfreundliche Politik ein Land aus der Krise führen kann. Allerdings unterscheidet diese sich vehement von der in der EU praktizierten.

Raffgierige Banker produzierten eine riesige Blase, die platzte und Island an den Rand des Chaos führte. Die Regierung verstaatlichte die Banken, musste aber trotzdem zurücktreten. Die neue isländische Politik führte dazu, das Land zu retten, ohne die Bürger dafür zu bestrafen. Ganz im Gegenteil.

So half die isländische Regierung ihren Bürgern nach dem großen Bankencrash

– Die Schuldenlast für Haushalte und für Mittelstandsunternehmen sollte verringert werden. Und zwar so: Autokredite und Unternehmenskredite, die an ausländische Währungen gebunden waren, wurden vom Obersten isländischen Gerichtshof für ungültig erklärt. Das Parlament entschied ähnlich für Hypotheken-Darlehen. Diese Kredite wurden in die heimische Währung konvertiert. Dadurch wurden die ausstehenden Zinsen deutlich reduziert, die Zinssätze vereinzelt sogar rückwirkend neu errechnet.

– Hausbesitzern, deren Kredite höher waren als die gesunkenen Immobilienwerte, wurden Abschreibungen ihrer Schulden angeboten. Sofern das Negativ-Kapital 110% des Immobilienwertes überschritt.

– Eine Subventionierung der Hypothekenzinsen wurde angeboten.

– Angeboten bzw. eingeführt wurde ein Moratorium für die Kündigung von Hypothekendarlehen.

–  Ebenso eine zeitlich begrenzte Aufhebung der Rückzahlung von Krediten, die an Fremdwährungen gebunden waren.

– Sowie eine Umschuldung dieser Kredite.

– Weitläufige Abschreibungen von Krediten für Firmen und Privatpersonen wurden vorgenommen.

– Menschen mit geringerem Einkommen, geringeren Immobilienwerten oder mit mehreren Kindern wurden staatlich unterstützt.

– Nicht Normalverdiener, sondern die Wohlhabenden wurden mit Steuererhöhungen bedacht. So konnten Kürzungen im Sozialbereich verhindert werden. Die Binnennachfrage wurde stabilisiert.

Islands „bürgerfreundliche“ Politik

Lesen Sie noch einmal in Ruhe durch, was ich Ihnen zuvor aufgelistet habe. So also half die isländische Regierung ihren Bürgern.

Durch diese bürgerfreundliche Politik verhinderte die Regierung, dass die Banken – vor allem Familien – Immobiliendarlehen aufkündigten und sie dadurch ihre Eigenheime verloren. Dies hätte erneut einen Einbruch des Immobilienmarktes zur Folge gehabt.

Island half den Bürgern, die EU „bestraft“ sie!

Während also Island seine Bürger in und nach der Krise unterstützte, sieht die Politik in der EU ganz anders aus. Die Verantwortlichen pressen ihre durch die Finanzkrise in Not geratenen Menschen, noch mehr mit Sparprogrammen aus. Knechten sie mit noch höheren Steuern und Abgaben, während Sozialleistungen weiter einstampft werden. Und dazu noch ihr Vermögen und die Altersvorsorge durch den Nullzins vernichtet wird.

Diese „bürgerfeindliche“ Linie gipfelt in dem Credo der Europäischen Zentralbank, dass keine Bank Pleite gehen darf. Somit sollen auch keine Anleihenbesitzer/Gläubiger Verluste erleiden! Was mit Ihnen und Ihrem Vermögen geschieht, ist den Verantwortlich der EZB sowie den Regierungen völlig egal.

Erkennen Sie den Unterschied!

 

Guido Grandt

„Am Abgrund“ – Was die EU von Island lernen kann! (1)

In Zeiten, in denen der Finanztsunami unaufhaltsam auf die EU zukommt, gibt es wenig Lichtblicke. Dennoch: Ein kleines Land hat in der Vergangenheit gezeigt, wie eine Finanzkrise wirksam bekämpft werden kann. Das entscheidende dabei: Nicht zum Nachteil, sondern zum Vorteil seiner Bürger!

Wirtschaftswunderland Island

Ich möchte sie zum Anfang der 1990er Jahre zurückführen. Wie Sie vielleicht wissen, gab es um diese Zeit in vielen westlichen Ländern Liberalisierungs- und Privatisierungsstrategien. So auch in Island. Diese Expansionen führten bei verschiedenen isländischen Banken zu Wachstum, das hauptsächlich durch Kredite finanziert wurde. Dieses wiederum artete jedoch zu extremen Blasen an den Aktien- und Immobilienmärkten aus.

Zunächst allerdings boomte die Wirtschaft. Zwischen 2003 und 2007 lag das Wachstum des Landes bei 5,5 Prozent. Die Arbeitslosigkeit sank von gerade mal 3,4 % auf 1 %. Sogar der Internationale Währungsfonds (IWF) erklärte, dass Island das drittreichste Land der Welt (in pro Kopf-Zahlen) sei. Ein Traum, der für die Isländer verwirklicht wurde und für die Welt zu einem Vorbild geworden war.

Das unheilige Spiel der Banken

Doch jede Medaille hat eine Kehrseite. Jene bei Island war, dass dieses Wirtschaftswunder durch die kreditfinanzierte Expansion der drei größten Banken (Kaupthing, Landsbanki, Glitnir) angetrieben wurde. Die Banker gingen dabei völlig verantwortungs- und rücksichtslos vor, denn sie wollten den größtmöglichen Anteil an der boomenden Wirtschaft.

Wissen Sie wie? Sie konkurrierten nicht nur untereinander, sondern kooperierten sogar miteinander. Und zwar so: Die Banken verwendeten Aktien anderer Geldhäuser als Sicherheit, um große Kredite bei diesen aufzunehmen. Mit diesem Kapital kauften sie weitere Aktien, um die Preise hochzutreiben.

So tricksten die isländischen „Raffgier-Banker“

An einem Beispiel mache ich Ihnen klar, wie die isländischen „Raffgier-Banker“ tricksten: Bank A lieh Aktionären von Bank B Geld. Diese kauften damit vermehrt Aktien der Bank B und trieben so den Kurs in die Höhe. Bank B wiederum lieh den Aktienbesitzern von Bank A Kapital, die wiederum Wertpapiere bei Bank A erwarben.

Wissen Sie, was das heißt? Ganz einfach: Die Aktienpreise von Bank A und Bank B gingen durch die Decke. Und – jetzt kommt das entscheidende – ohne, dass dadurch neue Werte geschaffen wurden!

So ging das damals in Island. Verrückt, finden Sie nicht auch?

Aufgeblähte Wirtschaft außer Rand und Band

Doch das ist noch nicht alles: Internationale Banken, Fonds und Kleinanleger, die durch hohe Zinsen angelockt wurden, pumpten Milliardensummen in dieses Bankensystem außer Rand und Band.

Die Bilanzsumme der drei größten isländischen Geldhäuser betrug das Neunfache der Wirtschaftskraft des Landes! Stellen Sie sich diesen Irrsinn einmal vor. Das das nicht gut gehen kann, liegt auf der Hand!

In Teil 2 dokumentiere ich Ihnen den tiefen Fall Islands und mit welchem Trick die Regierung das Land rettete.

 

Quelle: Guido Grandt

„Vorsicht Falle!“ – Damit der Traum vom Eigenheim nicht zum Albtraum wird (4)

Jeder Mensch hat wohl schon einmal in seinem Leben darüber nachgedacht, ein eigenes Häuschen oder ein eigene Wohnung zu besitzen. Gerade in Zeiten von günstigen Baukrediten. Doch es gibt jede Menge Risiken und Fallen dabei.

Risiko Immobilienfinanzierung

In den letzten drei Unangreifbar leben-Newsletter habe ich Ihnen aufgezeigt, dass Sie als angehender Bauherr auf jeden Fall ein gutes und sicheres Einkommen haben sollten. Sowie Maklercourtage, Notarkosten und Grunderwerbsteuer bezahlen können. Ich habe Sie vor einer „Überbewertung“ Ihrer zukünftigen Immobilie gewarnt.

Und Sie darauf hingewiesen, dass seit in Kraft treten des sogenannten „Gesetzes zur Umsetzung der Wohn-Immobilien-Kredit-Richtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften“ am 11. März 2016 viel strengere Maßstäbe zur Kreditvergabe gelten. Dadurch wird bei einigen von Ihnen der Traum vom Eigenheim ein solcher bleiben.

Ferner habe ich Ihnen klar gemacht, dass Sie mindestens 20 Prozent des Kaufpreises Ihrer Immobilie zur Verfügung haben sollten, bevor Sie an eine Finanzierung denken. Zudem noch genügend Geld für Nebenkosten sowie eine „eiserne Reserve“.

Doch es gibt noch andere Risiken, die Sie bedenken sollten.

Falle 7: Risiko „Vollfinanzierung“

Viele künftige Bauherren müssen den vollen Kaufpreis finanzieren, weil die eigenen Mittel gerade Mal für die Nebenkosten reichen.

Bedenken Sie: So wird Ihre Monatsrate zwischen 30 und 50 % höher, als bei einer 80-Prozent-Finanzierung.

Ich gebe Ihnen ein Beispiel. Ein UAL-Leser schrieb mir, dass er bei einer Bank ein Darlehen von 200.000 Euro für den Kauf einer Eigentumswohnung aufgenommen hat. Also 100 Prozent finanziert mit einer Zinsbindung für 20 Jahre. Dafür will die Bank einen Zinssatz von 3,22 %. Hätte der Leser nur eine 80-Prozent-Finanzierung, würde dieser bei 2,15 % liegen.

Der künftige Wohnungseigentümer muss für die 20.000 Euro mehr an Kredit im ersten Jahr etwa 2.500 € zusätzliche Zinsen berappen. Die Kreditsumme steigt dadurch um 11 Prozent. Die Bank kassiert insgesamt rund 12 Prozent mehr an Zinsen im Jahr.

Stellen Sie sich das einmal vor! Das sind Zinsen wie für einen Dispokredit.

Falle 8: Kreditlaufzeit und ihre Folgen

Viele Hypotheken haben eine lange Laufzeit. Durchschnittlich etwa 25 bis 35 Jahre. Je nachdem, in welchem Alter Sie sind, wenn Sie sich eine Immobilie anschaffen wollen, könnten Sie am Ende der Hypothek bereits im fortgeschrittenen Alter sein. Sprich: In Rente. Das ist tückisch. Ich sage Ihnen auch, warum.

Keine seriöse Bank sieht es gerne, wenn Kreditnehmer noch im Rentenalter Schulden abstottern müssen. Die Risiken dafür sind einfach zu groß. Denken Sie nur daran, dass Sie noch nicht einmal wissen, ob das Altersruhegeld überhaupt gesichert ist. In ein paar Jahren wird zudem noch die Vollversteuerung der Rente kommen und das Rentenniveau erheblich absinken. So wird Ihre Rente noch mehr reduziert. Das wissen natürlich auch die „schlauen“ Banker.

Deshalb begrenzen die Geldinstitute die Laufzeiten der Kredite. Eventuell auf 25 Jahre. Und wissen Sie, was das für eine Auswirkung auf Sie hat? Ich sage es Ihnen: Dadurch wird die monatliche Rate für Zins und Tilgung in die Höhe getrieben. Viele werden solche dann nicht mehr bezahlen können.

Im 5. und letzten Teil meiner aktuellen Unangreifbar leben-Reihe verrate ich Ihnen, was das Ende der Zinsbindung für Sie bedeuten kann. Und wann der Hauskauf zum „Worst Case“ wird!

 

Quelle: Guido Grandt