„Vorsicht Falle!“ – Damit der Traum vom Eigenheim nicht zum Albtraum wird (3)

Günstige Baukredite verleiten viele zur Finanzierung einer Immobilie. Gerade in Krisenzeiten wie diesen. Grundsätzlich empfehle ich Ihnen in Ihrem Portfolio eine(n) Immobilien(anteil) zu halten. Allerdings gibt es einige Dinge zu beachten, die leicht zu einer Falle für Sie werden können.

Ich habe Ihnen bereits aufgezeigt, dass Sie als angehender Bauherr auf jeden Fall ein gutes und sicheres Einkommen haben sollten. Sowie Maklercourtage, Notarkosten und Grunderwerbsteuer bezahlen können. Ich habe Sie davor gewarnt, dass Ihre zukünftige Immobilie „überbewertet“ sein könnte und was das letztlich für Sie bedeutet.

Neue Kreditrichtlinien: Für viele wird der Traum vom Eigenheim ein solcher bleiben

Außerdem haben sich seit dem 11. März 2016 wesentliche Maßstäbe zur Kreditvergabe geändert. Denn das sogenannte „Gesetz zur Umsetzung der Wohn-Immobilien-Kredit-Richtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften“ trat in Kraft. Seitdem dürfen weder Banken, Bausparkassen noch Versicherungen dieselben Maßstäbe wie bisher bei der Kreditvergabe anlegen. Sondern weitaus strengere. Dadurch wird bei einigen von Ihnen der Traum vom Eigenheim nicht mehr als ein solcher bleiben.

Doch es gibt noch weitaus mehr Risiken und Fallen.

Falle 5: Zu wenig Eigenkapital

Bei der Finanzierung einer Immobilie sollten Sie mindestens 20 Prozent des Kaufpreises zur Verfügung haben. Hinzukommen noch die Nebenkosten. An einem Beispiel möchte ich Ihnen das mal verdeutlichen:

In einer guten und teuren Lage müssen Sie für eine 100-Quadratmeter-Wohnung etwa 300.000 Euro hinlegen. 20 % Eigenkapital davon sind 60.000 €. Die Nebenkosten belaufen sich auf rund 45.000 €. Das ergibt bereits 105.000 €, was etwas mehr als 30 % des Kaufpreises entspricht. Rechnen Sie jetzt noch eine „eiserne Reserve“ hinzu, die Sie für unvorhergesehene Ausgaben zurücklegen sollten, kommen Sie locker auf 150.000 €. Das sind 50 % des Kaufpreises. Doch genau so sollten Sie rechnen, damit Ihnen später ein böses Erwachen erspart bleibt!

Falle 6: Nebenkosten werden mit Zusatzkrediten finanziert

Ich rate Ihnen von einem Immobilienerwerb ab, wenn Sie die Nebenkosten nicht selbst bezahlen können! Sondern den Fehler machen, diese ebenfalls auf Kredit zu finanzieren.

Einige Geldinstitute, die den Hauptkredit vergeben, lehnen die Finanzierung der Nebenkosten ab. Dafür gibt es „Spezialbanken“, die sogenannte „Eigentümerdarlehen“ anbieten, um den Rest zu finanzieren. Eine Art Ratenkredit, vergleichbar mit einem herkömmlichen Verbraucherkredit.

Aber Achtung: Die „Eigentümerdarlehen“ sind teuer! Bei einem Kredit von 20.000 Euro mit einer Zinsbindung von zehn Jahren können Sie mit bis zu 8 Prozent Effektivzinsen rechnen. Also: Finger weg davon!

Im 4. Teil gehe ich speziell darauf ein, auf was Sie bei einer Vollfinanzierung Ihrer Immobilie unbedingt achten sollten. Und wie Sie dabei in den Ruin getrieben werden können!

 

Quelle: Guido Grandt

USA: Die nächste Mega-Krise steht bevor – das zeigt dieser Indikator

Gleich zu Beginn der neuen Woche blicke ich einmal mehr in die Vereinigten Staaten. Das Land ist immer noch extrem für die globale wirtschaftliche Entwicklung. Dort ziehen aber jetzt dunkle Wolken am Horizont auf.

In den vergangenen Wochen bin ich schon regelmäßig auf die wirtschaftliche Entwicklung in den USA eingegangen. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Dort deutet sich die nächste Mega-Krise der Wirtschaft an. Ich scheue mich noch vom Crash zu sprechen – obwohl die Anzeichen immer mehr in diese Richtung deuten.

Erst jetzt bin ich bei meinen Recherchen auf einen weiteren wichtigen Indikator gestoßen, der die akute Schwäche in den USA klar anzeigt. Dieses Mal geht es um die Zahlungsausfälle von Unternehmen. In der Praxis bedeutet das: Ausstehende Unternehmensschulden sind bis zu 30 Tage nach der Fälligkeit noch immer nicht bezahlt worden.

Die Unternehmen sind an dieser Stelle noch nicht pleite. Aber wenn Firmen ihre eigenen Anleihengläubiger nicht mehr bezahlen können, ist das ein massives Alarmsignal – zunächst einmal für das Unternehmen.

Immer mehr Unternehmen können Ihre Schulden nicht mehr bezahlen

Wenn so etwas aber gehäuft auftritt, sorgt das auch für größere Probleme bei der gesamten Konjunktur. Genau das passiert aktuell in den USA. Dort steigen die Zahlungsausfälle auf ein extrem hohes Niveau an. Bis 2014 war hier die Lage in Ordnung.

Doch seitdem ist das Volumen der nicht bezahlten Unternehmensschulden um 137% auf jetzt knapp 28 Mrd. Dollar angestiegen. Zunächst sorgten Anfang 2015 vor allem zahlreiche Öl- und Gasfirmen mit zahlungsausfällen für Negativschlagzeilen. Mittlerweile hat sich das Negativszenario aber auch auf viele andere Branche ausgedehnt.

Was glauben Sie wohl, wie die Banken darauf reagieren? Genau, die Banken in den USA schränken die Kreditvergabe an Unternehmen ein. Wenn es erst einmal so weit ist, hat das auch extreme Wirkungen auf die Gesamtkonjunktur. Das Signal solcher Maßnahmen ist fatal.

Für mich ist klar: Die USA befinden sich in einer Abwärtsspirale und nehmen klaren Kurs auf die nächste Mega-Krise. Das werden wir auf jeden Fall auch spüren.

 

Quelle: Günter Hannich

IWF warnt vor neuer Finanzkrise

Während die Aktienbörsen Ihnen derzeit wieder suggerieren, dass alles in bester Ordnung wäre, gärt es im Hintergrund weiter. Die seit der Finanzkrise 2008 bestehenden Probleme wurden nicht nur nicht gelöst, sondern man hat die Sprengkraft der Zeitbombe, auf der wir sitzen, noch vergrößert.

Die weltweite Verschuldung ist heute um mehr als 40 Prozent höher als 2008. Deshalb sehen inzwischen auch die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) genau diese Entwicklung sehr kritisch.

IWF warnt vor neuer Finanzkrise

Im aktuellen Finanzstabilitätsreport interpretiert der IWF die Turbulenzen an den Aktienbörsen in den letzten Monaten als Zeichen dafür, dass mehr getan werden muss, um eine neue Finanzkrise abzuwenden. Nur so ließe sich beim derzeitigen brüchigen Vertrauen, niedriger Inflation, schwachem Wachstum und steigender Verschuldung eine weltweite Stagnation und eine daraus entstehende Krise verhindern.

Besonders die Verschuldung soll noch dieses Jahr für die Industrieländer auf fast 108 Prozent im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) steigen. Das sei ein neuer Nachkriegsrekord. Und das in einer Zeit, wo es nicht darum gehe, Länder wie vor 70 Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufzubauen.

Aktienanteil daher gering halten

Vor allem die Banken bergen nach Einschätzung des IWFs große Risiken. Insbesondere deren schwache Kapitalkraft sei mit dafür verantwortlich, dass die weltweite Kreditvergabe an Unternehmen nicht anspringe. Nach Meinung des IWFs könnte es deshalb ohne weiteres in den nächsten 2 Jahren an den Aktienmärkten der USA, Großbritanniens, der Euro-Zone und Chinas um bis zu 20 Prozent nach unten gehen.

Daran sehen Sie, dass Aktien derzeit alles andere als eine gute und sichere Anlageform sind. Zwar können die Kurse spekulationsbedingt durchaus kurzfristig nochmals zulegen, aber die zunehmend lahmende Weltkonjunktur setzt diesem Aufschwung Grenzen und führt meiner Ansicht nach vielmehr dazu, dass Aktien immer häufiger als überbewertet erkannt und deshalb verkauft werden. Deshalb rate ich Ihnen Ihre Aktienquote strikt begrenzt zu halten.

 

Quelle: Günter Hannich

Deflationsgefahr bleibt hoch

Seit Jahren versucht mittlerweile die europäische Zentralbank die Inflation in der Eurozone wieder anzutreiben. Wie Sie vielleicht wissen, verfolgen die europäischen Währungshüter das Ziel, eine Inflation von 2 % zu erreichen.

Doch davon sind wir nicht nur derzeit weit entfernt. Defacto erleben wir aktuell ein Nullwachstum bei den Preisen. Zeitweise ging es sogar in leicht deflationäres Terrain mit sinkenden Preisen.

Für viele Beobachter und Wirtschaftsexperten kommt diese Entwicklung total überraschend. Nach der gängigen Lehrmeinung müsste es doch eigentlich auch anders aussehen. Seit Jahren flutete die europäische Zentralbank die Märkte mit frischer Liquidität. Das sollte eigentlich die Kreditvergabe und die Wirtschaft zur Erholung antreiben. Doch die Realität sieht anders aus. Für mich hingegen ist das keine Überraschung.

Lesen Sie hier meine Warnung aus dem Frühjahr 2012 – sie gilt noch immer

Also schrieb ich schon vor knapp vier Jahren an dieser Stelle:

“Doch mir ist nach wie vor unverständlich, warum es in Europa plötzlich so rasant aufwärts gehen sollte. Im Gegenteil: Die derzeitigen massiven Sparprogramme kürzen gerade deutlich die Massenkaufkraft. Wenn die Menschen jedoch real immer weniger verdienen, und gleichzeitig zunehmende Abgaben und Steuern schultern müssen, dann bleibt für den Konsum immer weniger übrig – woher soll da eine Erholung und Inflation kommen?

Auch die Geldpolitik der EZB sehe ich als nicht inflationär an: Die vor einigen Monaten an die Banken vergebenen Kredite im Volumen von 1 Billionen Euro bleiben rein im Bankensystem und werden nicht an die Wirtschaft weitergereicht. Wenn das Geld jedoch nicht in der Wirtschaft und beim Verbraucher ankommt, kann es auch nicht inflationär wirken.

Ich sehe im Gegensatz dazu nach wie vor die Deflationsgefahr als viel größer an: Gerade die Sparpolitik in den schwachen Euroländern führt zu einer Abnahme beim Konsum und damit zu einem Preisdruck auf die Unternehmen. Das wird auch bei uns, mit unserer extrem hohen Exportlastigkeit, Bremsspuren zeigen.“

Soweit meine Ausführungen aus dem Frühjahr 2012. Gerade beim letzten Punkt mit den negativen Auswirkungen auf die deutsche Export Tätigkeit lag ich komplett richtig. In diesem Jahr sind die deutschen Exportdaten klar zurückgegangen im Vergleich zum Vorjahr. Das zeigt Ihnen einmal mehr auf wie akut die Deflationsgefahr immer noch ist und welche massiven Folgen sie auch für unsere Konjunktur hat.

 

Quelle: Günter Hannich

„Der Weltensturm“(2)

Das Flüchtlingsdrama ist allgegenwärtig. Vergessen werden dabei die globalen ökonomischen Katastrophen, die sprichwörtlich die Welt in Brand setzen können.

Ich habe Ihnen bereits aufgezeigt, welche Risiken bestehen: Hinsichtlich der Zinserhöhung der amerikanischen Notenbank, des überbewerteten chinesischen Aktienmarktes sowie des Kreditfinanzierte Bau- und Immobilienmarktes. Und auch aufgrund des trudelnden Yuan und des Billig-Öls.

Doch das ist noch längst nicht alles. Zunächst möchte ich mich den Schwellenländern zuwenden, bevor ich auf die Situation in Europa eingehe.

Währungsstürze in den Schwellenländern

Nicht ohne Grund fallen die Währungen einiger Schwellenländer steil nach unten. Denken Sie an den Russischen Rubel, den Argentinischen Peso, den Brasilianischen Real oder den Südafrikanischen Rand. Auch das setzt den dortigen Aktienmärkten schwer zu.

Die Kreditrisiken dieser Schwellenländer werden fast explosiv ansteigen. Vergessen Sie in diesem Zusammenhang nicht, dass der Privatsektor hoch verschuldet ist. Und das fast ausschließlich in US-Dollars. Dies wiederum betrifft vor allem amerikanische und europäische Banken.

Die Folge werden hohe Abschreibungen sein, die die betroffenen Finanzinstitute in Kauf nehmen müssen und ihr jeweiliges Eigenkapital reduziert. Ich brauche Ihnen nicht extra zu sagen, dass dies bis ins Inland durchschlägt. Und zwar bei der Kapazität der Kreditvergabe, die dadurch massiv eingeschränkt werden wird.

Damit sind wir bereits in Europa.

Europa bleibt weiterhin gefährdet

Sie wissen vielleicht: EZB-Chef Mario Draghi beruhigt die Europäer mit hehren Worten, dass die EZB weitere Werkzeuge habe, die finanzpolitischen Turbulenzen zu beruhigen. Viele schütteln darüber die Köpfe. Denn die Negativzinsen fressen nicht nur Konjunkturaussichten, sondern auch das Vertrauen der Bankkunden und vor allem deren Ersparnisse. Und zwar extrem.

Ob der EZB-Leitzins wie in den USA angehoben wird, steht noch in den Sternen. Doch auch die Europäer halten schon viel zu lange an der Nullzinspolitik fest.

Probleme an den Aktienmärkten

Die Augen sollten auch nicht vor den Problemen der hiesigen Aktienmärkte verschlossen werden. Seit einiger Zeit sind vor allem Finanzwert-Titel, die Banken, im freien Fall.

Ebenso Probleme haben Autohersteller, an denen auch die Sanktionen gegen Russland nicht ganz unschuldig sind. Ebenfalls erfährt der Energiebereich eine Verschlechterung.

Manch einer spricht schon davon, dass die markante Wachstumsverlangsamung des Aktienmarkts der Vorbote einer Rezession sei.

Schicksalsjahre 2016/2017

Sie sehen: 2016 bringt eine Rezession im rasenden Galopp. Zusätzlich eine Schwellenländerkrise und ein unberechenbares China.

Keine guten Aussichten also. Besorgen Sie sich deshalb am besten meine Unangreifbar Leben-Studie „2016 – Diese Szenerien bedrohen Sie und Ihr Vermögen“. Darin informiere ich Sie über weitere globale Risiken. Aber auch, wie Sie Ihr Vermögen schützen können.

 

Quelle: Guido Grandt