Notwendigkeit von Bargeld: Fehlbuchungen bei der Deutschen Bank

Wie wichtig Bargeld für Sie ist, wurde Ihnen erst kürzlich wieder einmal an einem plastischen Beispiel demonstriert. Bei der Deutschen Bank gab es durch eine IT-Panne Mehrfachabbuchungen von den Kundenkonten. In einigen Fällen waren die Beträge so groß, dass der den betroffenen Kunden eingeräumte Disporahmen gesprengt wurde und sie damit unverschuldet ins Minus rutschten.

Ob das wirklich nur eine Computerpanne war, oder ob mehr dahintersteckt, was man jedoch der Öffentlichkeit nicht mitteilen will, bleibt für mich unklar. Auffällig ist jedenfalls, dass sich solche Computerpannen und auch Hackerangriffe in den letzten Monaten häufen. Schon im Februar wurden der Zentralbank von Bangladesch durch einen Hackerangriff 80 Millionen Dollar entwendet. Auch das Zahlungssystem SWIFT warnte bereits davor, dass es zu noch größeren Angriffen kommen könne.

Mir zeigt das, wie fragil das Buchgeldsystem in Wirklichkeit ist, und belegt meinen Ratschlag an Sie, sich ausreichend mit Bargeld einzudecken. Bei umfangreicheren Computerpannen und Hackerangriffen als die aktuell vorgekommenen, wäre es durchaus auch denkbar, dass die Banken bis zur Bereinigung des Problems für Tage oder gar Wochen geschlossen bleiben.

Persönlicher Bargeld-Vorrat hilft bei Bankenkrisen

Wenn Sie dann kein Bargeld haben, würden Sie buchstäblich auf dem Trockenen sitzen. Wie in der Zypern-Krise 2013 werden dann z. B. in Supermärkten oder Tankstellen keine Kreditkarten mehr akzeptiert und Sie können nur noch bar bezahlen. Deshalb ist es für Sie wichtig, dass Sie einen Vorrat an Euro-Bargeld besitzen, der mindestens 2 Monate Ihres Lebensstandards abdeckt.

Diese Reserve sollten Sie in einer möglichst kleinen Stückelung bis maximal zur 50 Euro-Banknote halten. Besser wären allerdings 20-, 10- und 5-Euro-Scheine sowie Münzen. Stückelungen in Form der 100- und 200-Euro-Scheine könnten in einer Krise größeren Ausmaßes von einem Bargeldverbot bedroht sein, wie es in letzter Zeit ja bereits immer häufiger diskutiert wird. Hier sehen Sie deutlich: Mit der richtigen Vorbereitung können Sie auch handfeste Krisen überstehen.

 

Quelle: Günter Hannich

Deflationsgefahr bleibt hoch

Seit Jahren versucht mittlerweile die europäische Zentralbank die Inflation in der Eurozone wieder anzutreiben. Wie Sie vielleicht wissen, verfolgen die europäischen Währungshüter das Ziel, eine Inflation von 2 % zu erreichen.

Doch davon sind wir nicht nur derzeit weit entfernt. Defacto erleben wir aktuell ein Nullwachstum bei den Preisen. Zeitweise ging es sogar in leicht deflationäres Terrain mit sinkenden Preisen.

Für viele Beobachter und Wirtschaftsexperten kommt diese Entwicklung total überraschend. Nach der gängigen Lehrmeinung müsste es doch eigentlich auch anders aussehen. Seit Jahren flutete die europäische Zentralbank die Märkte mit frischer Liquidität. Das sollte eigentlich die Kreditvergabe und die Wirtschaft zur Erholung antreiben. Doch die Realität sieht anders aus. Für mich hingegen ist das keine Überraschung.

Lesen Sie hier meine Warnung aus dem Frühjahr 2012 – sie gilt noch immer

Also schrieb ich schon vor knapp vier Jahren an dieser Stelle:

“Doch mir ist nach wie vor unverständlich, warum es in Europa plötzlich so rasant aufwärts gehen sollte. Im Gegenteil: Die derzeitigen massiven Sparprogramme kürzen gerade deutlich die Massenkaufkraft. Wenn die Menschen jedoch real immer weniger verdienen, und gleichzeitig zunehmende Abgaben und Steuern schultern müssen, dann bleibt für den Konsum immer weniger übrig – woher soll da eine Erholung und Inflation kommen?

Auch die Geldpolitik der EZB sehe ich als nicht inflationär an: Die vor einigen Monaten an die Banken vergebenen Kredite im Volumen von 1 Billionen Euro bleiben rein im Bankensystem und werden nicht an die Wirtschaft weitergereicht. Wenn das Geld jedoch nicht in der Wirtschaft und beim Verbraucher ankommt, kann es auch nicht inflationär wirken.

Ich sehe im Gegensatz dazu nach wie vor die Deflationsgefahr als viel größer an: Gerade die Sparpolitik in den schwachen Euroländern führt zu einer Abnahme beim Konsum und damit zu einem Preisdruck auf die Unternehmen. Das wird auch bei uns, mit unserer extrem hohen Exportlastigkeit, Bremsspuren zeigen.“

Soweit meine Ausführungen aus dem Frühjahr 2012. Gerade beim letzten Punkt mit den negativen Auswirkungen auf die deutsche Export Tätigkeit lag ich komplett richtig. In diesem Jahr sind die deutschen Exportdaten klar zurückgegangen im Vergleich zum Vorjahr. Das zeigt Ihnen einmal mehr auf wie akut die Deflationsgefahr immer noch ist und welche massiven Folgen sie auch für unsere Konjunktur hat.

 

Quelle: Günter Hannich

„EZB-Bargeldschutz“ – Retten Sie Ihr Geld – die Banken tun es auch!

Nichts ist unmöglich! So heißt es im Volksmund. Das trifft nun auch auf das Agieren vieler Finanzinstitute zu, die genau das tun wollen, was sie Ihnen eigentlich madigmachen.

Darüber kann ich nicht nur den Kopf schütteln. Denn es ist geradezu empörend! Wenn Sie weiterlesen, dann werden Sie erfahren, weshalb!

Sparkassen retten ihr eigenes Geld vor der EZB

Die Sparkassen sind (wohl) die ersten Finanzinstitute, die ihr Geld vor der raffgierigen Europäischen Zentralbank schützen wollen. Als regelmäßiger Leser von Unangreifbar Leben wissen Sie, dass die Geldhäuser, die Kapital bei der EZB parken, Strafzinsen bezahlen müssen. Genau um die geht es nämlich.

Die Sparkassen wollen nun viel lieber ihre Kohle in den eigenen Tresoren bunkern. Das Ganze nennen sie salopp: „EZB-Bargeldschutz!“

Auf gut deutsch: Aufgrund der Wirtschaftlichkeit beabsichtigen die Sparkassen hohe Bargeldwerte nicht, wie bisher, bei der Zentralbank einlagern, sondern selbst verwahren. Um sich damit vor den EZB-Strafzinsen zu schützen.

EZB-Bargeldschutz

Und so sieht die Rechnung aus:

Für größere Bargeldmengen müssen die Banken je 1.000 Euro etwa 1,50 Euro Versicherungsschutz zuzüglich Versicherungssteuer berappen. Das macht 0,1785 Prozent an Kosten aus.

Der Strafzins der EZB liegt bekanntlich bei 0,3 Prozent.

Das „Eigenbunkern“ ist demnach für die Sparkassen weitaus Kostengünstiger.

Erhöhung des Einlagenzinses?

Hintergrund ist sicher auch das, was hinter verschlossenen EZB-Türen durchgesickert ist: Dass der Einlagenzins noch weiter erhöht werden soll!

Vermutlich auf minus 0,4 bis minus 0,5 Prozent.

Deshalb also versuchen die Sparkassen als erstes so schnell wie möglich ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen.

Unglaubwürdige Banker!

Wissen Sie, was mich daran so aufregt? Genau dieses Verhalten, das die Sparkassen nun an den Tag legen wollen, ist es nämlich, was sie ihren eigenen Kunden strikt abraten!

Bankkunden, die Angst vor Negativzinsen haben, die auf Ihre Giro- und Sparkonten erhoben werden könnten, sollen weiterhin ihr Vermögen dort parken, wo der Zugriff quasi über Nacht erfolgen kann.

Das ist – gelinde gesagt – ungeheuerlich!

Ich rate Ihnen deshalb: Machen Sie das, was die Banken auch tun – retten Sie Ihr Vermögen vor Negativzinsen oder anderen Abgaben, die auf EU-Ebene bereits heftig diskutiert werden.

Schützen Sie Ihr Vermögen

Und so geht’s:

– Verabschieden Sie sich davon, Ihr gesamtes Geld auf einem unverzinsten Girokonto zu parken, sondern gerade so viel, wie Sie für den alltäglichen Zahlungsverkehr benötigen. Zudem ist es dort völlig schutzlos einer Inflation ausgeliefert. Ganz abgesehen von den hohen Gebühren und/oder Verwaltungskosten, die dafür anfallen.

– Finger weg vom Sparbuch! Mickrige Zinsen oder gar (geplante) Strafzinsen (Negativzinsen) führen zu einem drastischen Kaufkraftverlust, der Ihr Guthaben regelrecht auffrisst. Wenn auch schleichend.

– Schließen Sie weder eine Lebensversicherung noch einen Bausparvertrag als Geldanlage oder zur Finanzierung ab. Diese lohnen nicht, entwickeln sich stattdessen immer mehr zu einem Minusgeschäft. Verabschieden Sie sich von Ihren früheren Renditevorstellungen.

 

Quelle: Guido Grandt

Dauerkrise in Japan: Jetzt auch noch Negativzinsen

Wenn Sie wissen wollen, wie lange eine Krise dauern kann, müssen Sie nach Japan schauen. Dort herrscht seit nahezu 20 Jahren ein deflationäres Umfeld. Die japanische Notenbank möchte wie auch die europäischen Währungshüter ein Inflationsziel von 2 % erreichen. Doch das liegt in weiter Ferne.

Die harte Realität sieht anders aus. Daher sehen sich jetzt japanischen Währungshüter dazu gezwungen, zu ungewöhnlichen Maßnahmen zugreifen. Ab jetzt gelten Negativzinsen. Faktisch müssen die japanischen Banken nun der japanischen Zentralbank 0,1 % Zinsen zahlen, damit das Geld weiterhin bei der Notenbank geparkt werden darf.

Damit reihen sich die Japaner ein. Schon etliche Notenbanken weltweit haben auf die Einlagezinsen eine Gebühr erhoben. Dazu zählt auch die europäische Zentralbank. Doch anders als in Europa dauert die Krise in Japan schon sehr viel länger.

Dort begann der Abstieg mit dem Platzen der Aktienblase im Jahr 1989. Danach folgt nicht nur ein rasanter Abstieg am Aktienmarkt. Auch die eigene Währung verlor zwischenzeitlich massiv an Wert. Auch hier hatte die Notenbank aktiv die Hände im Spiel. Die Idee dahinter ist einfach: Durch Abwertung der eigenen Währung sollen die Exporte angekurbelt werden.

Japan steckt seit mehr als 20 Jahren in der Dauerkrise

Zudem legten die japanischen Währungshüter immer wieder neue Konjunkturprogramme auf. Ein Ergebnis hatten diese Programme auf jeden Fall. Der Abstieg wurde aufgehalten. Doch die Trendwende zum Besseren blieb aus. Japan befindet sich nun schon seit zwei Jahrzehnten in diesem deflationären Umfeld.

Der Ausweg daraus ist extrem schwierig und der nun bekanntgegebene Negativzins ist ein weiterer Schritt, um das Land wieder in die Erfolgsspur zurück zu bringen. Wie Sie sich vorstellen können, reagierten die japanischen Staatsanleihen direkt auf diese Ankündigung. Aktuell liegt die Rendite für zehnjährige japanische Anleihen bei nur noch 0,185 %. Das ist ein neues Rekordtief. Bei japanischen Anleihen mit einer Laufzeit bis zu vier Jahren ist die Rendite sogar negativ.

Auch für uns in der Euro-Zone sehe ich die Gefahr eines starken deflationären Umfelds als sehr wahrscheinlich an. Die Maßnahmen der EZB zur Ankurbelung der Inflation laufen ja auch schon seit längerer Zeit ins Leere. Hierbei müssen Sie Ihr Vermögen flexibel halten. Wie das geht, erfahren Sie regelmäßig an dieser Stelle.

 

Quelle: Günter Hannich

MACHT UND MYTHOS – Goldpreis: 4000 Euro bis 2020

Uwe Bergold, Partner beim Edelmetallhändler Pro Aurum, verrät, warum der Goldpreis bis Ende des Jahrzehnts abhebt, Minenaktien die günstigste Anlage auf dem Planeten sind und Anleger die Zinswende nicht fürchten müssen

FOCUS-MONEY: Ende vergangenen Jahres gaben Sie die Prognose aus, dass der Preis für die Unze Gold bis 2020 bei 5000 US-Dollar beziehungsweise 4000 Euro stehen wird. Halten Sie Ihre Prognose aufrecht?

Uwe Bergold: Ja, absolut. Trotz der stark negativen Stimmung im Goldmarkt hat der Preis seitdem um 15 Prozent zugelegt.

MONEY: Doch trotz der jüngsten Verwerfungen an den Märkten, zum Beispiel durch den drohenden Grexit, stieg der Goldpreis nicht spürbar an. Wie ist das zu erklären, wo doch Gold stets als Krisenwährung gilt?

Bergold: Durch Interventionen am Devisenterminmarkt. Zum Beispiel durch die Schweizer Zentralbank oder die US amerikanische Federal Reserve Bank (Fed). Das sind allerdings nur kurzfristige Eingriffe. Ich denke, an der guten Langfrist-Perspektive für Gold wird das nichts ändern. Was aber viel wichtiger für ein Investment in Gold ist, ist, dass es nicht isoliert betrachtet werden sollte, sondern im Kontext des gesamten Rohstoffmarkts. Schließlich ist Gold ein Rohstoff, aber zur gleichen Zeit der einzige Rohstoff, der eine Devise ist.

MONEY: Gut, aber der Rohstoffmarkt liegt am Boden. Klingt nicht nach positiven Aussichten für das Edelmetall.

Bergold: Der Rohstoffmarkt wird bereits seit vier Jahren vom Bären gefressen. Steigen die Rohstoffe nicht, wird es Gold auch nicht gelingen auszubrechen, um eine neue Rally zu starten.

MONEY: Wann startet denn dann die Rally bis zu den 4000 Euro je Unze?

Bergold: Seit etwa 3000 Jahren ist Gold ein Seismograf für die Inflation. Ist die Inflation hoch, steigt der Goldpreis. Zwar ist offiziell… weiterlesen

Quelle: Focus.de

Das ist die dunkle Seite der Nullzinsen

Die Phase der Nullzinsen geht nicht zu Ende. Das sind die aktuellen Signale der Notenbanken an die Finanzmärkte. EZB-Chef Mario Draghi hat erst vor wenigen Tagen angekündigt das Aufkaufprogramm für Anleihen weiter laufen zu lassen. Gleichzeitig senkt beispielsweise auch China die Zinsen immer stärker. So will die chinesische Zentralbank Anreize für die heimische Wirtschaft schaffen.

Und dann ist da noch die US-Notenbank Fed. In dieser Woche kommt die Chefetage der US-Notenbank wieder zu einer Sitzung zusammen, dabei geht es auch um den Zinssatz. Doch hier ist auch klar: Bei dieser Sitzung wird es mit an Sicherhit grenzender Wahrscheinlichkeit noch eine Zinswende in den USA geben. Dafür waren auch die letzten Signale aus der Wirtschaft zu schwach.

Ein spannender Indikator sind hier beispielsweise die aktuellen Daten von Wal Mart, dem weltweit größten Handelskonzern. Wenn bei diesem US-Giganten der Gewinn schrumpft und das auch noch im kommenden Jahr tun wird, steht es nicht gut um die US-Konjunktur.

Negativzinsen sind die Steigerung – mit massiven Folgen für die Finanzmärkte

Nullzinsen sind insgesamt ein Thema. Noch schlimmer sind aber Negativzinsen. In der Praxis bedeutet das: Sie zahlen der Bank Geld dafür, dass dort Ihr Geld aufbewahrt wird. Diesen Gedanken muss man erst einmal einen Moment sacken lassen. Zunächst klingt es absurd.

In einigen Ländern ist das aber schon seit längerer Zeit Realität. Ein Beispiel dafür ist Dänemark. Dort sorgt dieses Szenario der Negativzinsen für einen unangenehmen Effekt – der abgemildert auch bei uns zu erkennen ist. So hat sich in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen zuletzt eine klare Immobilienblase gebildet. Das hat jetzt die größte dänische Hypothekenbank Nykredit gemeldet.

Seit 2012 sind die Preise in Kopenhagen zwischen 40 und 60% angestiegen. Laut Nykredit sind allein im ersten Halbjahr des laufenden Jahres die Preise um 11% gestiegen. Für die nahe Zukunft erwarten die dänischen Experten weiter steigende Preise – weil Immobilien nahezu alternativlossind in diesem angespannten Finanzumfeld in Dänemark.

Auch in Deutschland ist die Gefahr für eine Blasenbildung in etlichen Metropolen sehr groß. Persönlich sehe ich aber auch bei faktischen Nullzinsen noch sehr gute Alternativen zu Immobilien. Welche das sind, erfahren Sie regelmäßig an dieser Stelle.

 

Quelle: Günter Hannich

„Armenhaus Griechenland“ – Wie die EU-Troika Hellas zerstört! (1)

Griechenland steht mit im Mittelpunkt der europäischen Flüchtlingspolitik. Kommen hier doch die meisten Flüchtlinge aus dem Mittleren Osten und der Türkei als erstes an, um dann über die Balkanroute weiterzuziehen.

Die Bedingungen, die sie in Hellas vorfinden, sind alles andere als optimal.

Humanitäre Katastrophe

Doch das, was über Griechenland weitläufig verschwiegen wird, ist eine humanitäre Katastrophe. Und zwar nicht nur für die ankommenden Migranten, sondern auch für die einheimische Bevölkerung.

Nur keiner spricht darüber. Weil es ein Armutszeugnis der EU-Politik ist.

Neues Sparprogramm für die Hellenen

Sie werden sich erinnern: die wiedergewählte Syriza-Regierung unter Alexis Tsipras musste das dritte Bailout durchs Parlament bringen. Dies geschah mit einer äußerst knappen Mehrheit. Denn immer mehr Kritik wird laut. Beziehungsweise versiegt nicht. Und zwar an der Politik der Troika.

Wie Sie wissen, besteht diese aus Vertretern des Internationalen Währungsfonds, der Europäischen Kommission und der Europäischen Zentralbank.

Verheerende Troika-Bilanz

Fünf Jahre lang zwang diese Troika, die über Gedeih und Verderb der Hellenen wachte, diese in einen bislang einmaligen Sparkurs.

Die dahingehende Bilanz ist nicht nur traurig, sondern geradezu entsetzlich.

Wissen Sie, wie diese lautet?

Ich sage es Ihnen!

Armenhaus Griechenland

Jetzt ist es amtlich: Noch nie ging es den Griechen so schlecht, wie heute!

Nach den beiden vorhergehenden Bailouts ist Hellas verarmt wie niemals zuvor.

Denn sage und schreibe 36 Prozent der Griechen sind von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Das ist jeder Dritte.

Rund 8 Prozent mehr als vor der Krise 2008, als die Armutszahl noch bei 28,1 Prozent lag.

Oder anders ausgedrückt: Die Einkommensarmut ist gestiegen, bei der die Menschen nach Zahlung von Sozialleistungen von Armut bedroht sind. Sie leiden unter erheblicher materieller Entbehrung. Oder müssen in einem Haushalt mit sehr niedriger Erwerbstätigkeit leben.

Höchste Armutsquote in der Eurozone

In Griechenland gibt es also die höchste Armutsquote in der gesamten Eurozone. Sogar noch vor Bulgarien und Rumänien Der Durchschnitt in der Eurozone liegt bei 24,4 Prozent.

Zu Ihrer Info: In Deutschland ist mehr als jeder Fünfte von Armut bedroht (20,6 %).

Damit ist Griechenland nach fünf Jahren im Würgegriff der Troika zum Armenhaus der EU verkommen. In keinem anderen Mitgliedsstaat ist die Situation so dramatisch.

Das ist sprichwörtlich und tatsächlich ein Armutszeugnis! Für die EU. Für die Eurokraten und ihre verheerende Wirtschafts- und Finanzpolitik.

Morgen zeige ich Ihnen auf, wie schlecht es den Griechen wirklich geht. Vor allem den Rentnern. Und auch, was Immobilienbesitzern droht.

 

Quelle: Guido Grandt

Deflationsgefahren nehmen weiter massiv zu

Schon seit Jahren warne ich hier an dieser Stelle vor dem Abrutschen in eine Deflationskrise. Jetzt ist genau dieser Fall eingetreten, denn im Euro-Raum fiel die Preissteigerungsrate ins Negative.

Völlig unerwartet von den Experten ist im September die Preissteigerungsrate im Euro-Raum auf -0,1 Prozent gesunken, nachdem sie im August noch bei plus 0,1 Prozent gelegen hatte.

Damit zeigt sich einmal mehr: Gegen deflationäre Tendenzen sind der Geldpolitik die Hände gebunden. Trotz Anleihenkäufen auf Rekordniveau gelingt es der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht, die Inflationsrate zu erhöhen. Das bestätigt meine Befürchtung, dass die EZB machen kann, was sie will, es hat letztlich keinen Einfluss auf die Preisentwicklung.

Die gesamte so von der Zentralbank geschaffene Liquidität verbleibt nur im Finanz- und Bankenbereich, ohne die reale Wirtschaft bzw. die Verbraucher zu erreichen, die am Ende der Kette stehen. Solange jedoch Unternehmen und Verbraucher nicht mehr Finanzmittel zur Verfügung haben und diese auch verwenden, kommt es zu keiner Inflation.

Lockere Geldpolitik der EZB läuft ins Leere

Diese Tatsache spielt jedoch in der öffentlichen Darstellung keine Rolle. Hier wird immer wieder gerne von der lockeren Geldpolitik geschwärmt. Doch das genau diese lockere Geldpolitik nicht wirklich funktioniert, wird dann auch gerne verschwiegen.

Es bleibt dabei: Die EZB ist jedoch nicht in der Lage, die Liquidität direkt in den Wirtschaftskreislauf einzuspeisen. Sie hat damit keine Möglichkeit, um eine Deflation aufzuhalten.

Wie sehr Sie hier jedoch durch Politik und Medien in die Irre geführt werden, sehen Sie daran, dass beispielsweise noch vor knapp zwei Jahren das Institut für Wirtschaftsforschung (IfW) gerade für das Jahr 2015 mit 2,5 Prozent die höchste Inflationsrate seit der Finanzkrise 2008 prognostizierte.

Dies zeigt Ihnen, dass solche Prognosen oft daneben liegen, weil sie von völlig falschen Annahmen ausgehen.

Deshalb bleibe ich dabei: Nicht Inflation, sondern Deflation ist das eigentliche Problem für Sie. Hier ist es extrem wichtig, dass Sie Ihr Vermögen gegen diese deflationären Tendenzen schützen.

Grundsätzlich tun Sie das, in dem Sie Ihr Vermögen breit streuen und den flexiblen Zugriff darauf behalten. Welche konkreten Anlageklassen dafür in Frage kommen, erkläre ich regelmäßig an dieser Stelle.

 

Quelle: Günter Hannich

Rettet sich wer kann! – Das EU-Banken-Desaster (2)

Alle Welt spricht von Griechenland und einem möglichen Grexit. Völlig ausgeblendet wird dabei, dass sich viele Banken in Europa in einem Desaster befinden.

Denn in Ihnen schlummern jede Menge faule Kredite. Also Darlehen, die mit einem sehr hohen Ausfallsrisiko verbunden sind oder komplett ausfallen (können).

1 Billion fauler Kredite in EU-Banken

Beim Bankenstresstest stellte sich nämlich heraus, dass sich die faulen Kredite in den geprüften EU-Banken auf 880 Milliarden Euro belaufen.

Dahingehend spricht die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC im vergangenen Sommer noch davon, dass in den europäischen Banken – sage und schreibe – 1,2 Billionen Euro an notleidenden Krediten schlummern.

Nehmen wir also den Schnitt, dann wären das rund 1000 Milliarden Euro. Also eine Billion fauler Kredite in den Kellern der europäischen Finanzinstitute.

Faule Kredite fast doppelt so hoch wie der ESM

Eine unglaubliche Zahl, wenn man bedenkt, dass beispielsweise der Umfang des ESM-Rettungsschirmes gerademal 700 Milliarden Euro beträgt.

Deutschland haftet dabei mit 190 Milliarden Euro.

Doch wie Sie wissen: Sollte Deutschland die Anteile der Krisenstaaten Portugal, Griechenland, Irland, Spanien und Italien übernehmen müssen, erhöht sich die deutsche Haftung auf 303 Milliarden Euro.

Bankenvertuschung der faulen Kredite

Bislang haben Banken versucht, einen Teil dieser faulen Kredite regelrecht zu „vertuschen“, weil sie unterschiedlich bewertet wurden.

Doch der Bankenstresstest vereinheitlichte die Definition dafür. Machten damit die Portfolios der einzelnen Kreditinstitute vergleichbar. So erst wurde kam das gesamte Ausmaß des Desasters ans Licht der Öffentlichkeit.

Und wurden zusätzlich 136 Milliarden Euro an Risikodarlehen „entdeckt“!

Hier schlummern faule Kredite

Und wissen Sie, wo die meisten faulen Kredite schlummern?

Ich sage es Ihnen: Bei Schiffsfinanzierungen, privaten und gewerblichen Immobilienkrediten, Firmen- und Geschäftskundenkrediten sowie Projektfinanzierungen.

Genauer: Die faulen Finanzierungen für gewerbliche Immobilien stiegen um fast 13 Prozent. Bei Unternehmenskrediten sogar um fast 16 Prozent. Faule Schiffskredite stiegen um rund 27 Prozent. Insbesondere deutsche, italienische, griechische und niederländische Finanzinstitute sind davon betroffen.

Das Thema mit den faule Krediten wird verschwiegen

Zusammengefasst mussten Banken Ende 2014 eine Wertberichtigung für faule Kredite in Höhe von 48 Milliarden Euro machen.

Das alles ist mehr oder weniger an Ihnen „vorbeigegangen“. Niemand hat groß darüber gesprochen. Gleich gar nicht die Finanzinstitute oder die Politik.

Sie stehen mit Ihrem Vermögen „im Feuer“!

Noch einmal: Rund 1 Billion Euro an faulen Krediten schlummern in den EU-Banken. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis diese Risikodarlehen komplett ausfallen und damit abgeschrieben werden müssen.

Den Banken drohen sehr massive Verluste. Und dann brennt die Hütte. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn Sie und Ihr Vermögen stehen mit im Feuer!

EU-Kommission in Panik wegen fauler Kredite

Ende Mai 2015 forderte die EU-Kommission noch elf (verbliebene) EU-Mitgliedsstaaten auf, innerhalb von zwei Monaten die „Bail-in-Gesetze“ zu beschließen.

Das sind Frankreich, Italien, Litauen, Bulgarien, Tschechien, Luxemburg, die Niederlande, Malta, Polen, Rumänien und Schweden.

Sollten sie dieser Aufforderung nicht nachkommen, könnte sie an den Europäischen Gerichtshof verwiesen werden. So die unverblümte Drohung.

Die EU-Kommission ist in Panik. Anderes kann man sich das nicht erklären.
Gerade deshalb sollten Sie sehr wachsam sein. Und die nachfolgenden Zeilen mit großer Aufmerksamkeit lesen.

Vermögensenteignung und Bankenrettung

Die „Bail-in-Gesetze“ sind eine Regelung zur Gläubigerbeteiligung bei einer Bankpleite. Sie sehen vor, dass dann Sparguthaben über 100.000 Euro rasiert werden.

Eigentümer und Geldgeber der Banken werden bei der Rettung somit als Erste zur Kasse gebeten. In Zypern haben wir bereits gesehen, wie das funktioniert. Das war der Probelauf, die Blaupause.

Angst vor faulen Krediten in EU-Banken

Hintergrund ist, dass sich die EU-Kommission um den Zustand der Banken in verschiedenen Ländern sorgt.

Wie beispielsweise in Italien oder Frankreich.

Denn gerade hier sitzen jede Menge faule Kredite.

Italien im „Zwielicht“

Alleine in Italien sind das rund 175 Milliarden Euro! So viele wie noch niemals zuvor.
Aufgrund der schrumpfenden Wirtschaft platzen immer wieder Kredite.

Zudem werden immer weniger Darlehen an private Haushalte und Firmen vergeben.

Spanien im Feuer

Aber auch in Spanien sieht es nicht viel besser aus. Dort betragen die Risiko-Darlehen zirka 165 Milliarden Euro. Der höchste Wert, seit die spanische Zentralbank vor 50 Jahren mit der Aufzeichnung dieser Daten begann.

Die Spanier haben das Problem, dass nach dem Platzen der Immobilienblase 2008 die nicht bedienten Kredite immens angestiegen sind. Denn die Banken erhielten statt Kapital das Wohnungseigentum übertragen. Doch die Immobilien lassen sich kaum verkaufen, weil sie zum einen stark an Wert verloren. Und zum anderen, weil der Immobilienmarkt praktisch zusammengebrochen ist.

Und noch eine Information für Sie: Deutschlands Banken besitzen rund 180 Milliarden Euro an notleidenden Krediten.

 

Quelle: Guido Grandt

Feindbild Bargeld! (4. u letzter Teil) – Warum Ökonomen und Banker Geldnoten abschaffen wollen und was das für Sie bedeutet

Um Sie in der globalen Krise zur Kasse zu bitten, ist den Politik- und Finanzeliten nichts zu schade.

Der neue perfide Plan dafür ist die phasenweise Abschaffung des Bargelds. Der Zahlungsverkehr soll nur noch über Plastikgeld, über Chips, Karten und Online vor sich gehen.

Die vielfältigen Gründe hierfür habe ich Ihnen bereits ausführlich beschrieben.

Fakten statt Verschwörung

Doch mitnichten ist dies eine Verschwörungstheorie, sondern harter Fakt.

Wie Sie wissen, wird Frankreich bereits im September 2015 das Bargeldgeschäft massiv verschärfen und kontrollieren.

Doch es gibt noch ein weiteres Land in der EU, in dem die Abschaffung von Bargeld massiv vorangetrieben wird. Sozusagen als Vorreiter gilt.

Schweden – EU-Vorreiter in der nationalen Bargeldabschaffung

Kein anderer Staat treibt die Bargeldabschaffung so weit voran, wie Schweden.
Treppenwitz der Geschichte: Die Skandinavier waren das erste Land, das 1661 Banknoten in Europa eingeführt haben!

In Schweden wird nicht nur über die Abschaffung der Geschlechter („er“ und „sie“ zu „es“) diskutiert. Sondern auch über den endgültigen Cut beim Bargeld.

Erschreckend: 2012 wurden dort nur noch 2,7 Prozent aller Geldgeschäfte mit Papiergeld getätigt. Selbst Obdachlosenzeitungen können auf Kreditkarte gekauft werden. Ist das nicht verrückt?

Viele Banken geben erst gar keine Bargeldeinzahlungen mehr aus und nehmen auch keines mehr entgegen.

Wie gesagt: Schweden soll das erste Land werden, in dem das Bargeld komplett abgeschafft wird.

Gefahren des bargeldlosen Zahlungssystems

Die Abschaffung des Papiergelds birgt jedoch immense Gefahren. Nämlich dann, wenn nur noch auf bargeldlose Zahlungssysteme gesetzt wird.

Welche das sind? Ich sage es Ihnen:

– Computer-Crash,

– Hackerangriffe,

– Stromausfälle.

All dies kann dazu führen, dass das bargeldlose Zahlungssystem nicht nur zeitweise gestört wird, sondern gar zusammenbricht.

Und was dann? Dafür gibt es sicher noch keine Krisenpläne der Verantwortlichen. Doch genau solche sollten vorliegen.

Meinen Sie nicht auch?

Weitere Vorschläge, damit Sie kein Bargeld mehr horten können

Es gibt aber auch noch andere Wege, wie verhindert werden kann, dass Sie Bargeld horten.

Auch dazu gibt es schon einen Vorschlag. Und zwar von Miles Kimball, einem US-amerikanischen Wirtschaftsprofessor.

Kimball spricht von einer „stetig steigenden Einlagengebühr auf Bargeld“. Zunächst sollen Banken diese bezahlen, wenn sie Bargeld bei der Zentralbank einzahlen wollen.

Glauben Sie mir, dies ist nur der erste Schritt. Der zweite wird sein, auch Ihnen die Einlagerung von Papiergeld unprofitabel zu machen.

Eben mit einer solchen Einlagengebühr auf Bargeld.

Verabschieden Sie sich langsam vom Papiergeld

Verstehen Sie endlich: Bargeld/Papiergeld ist ein Hindernis für die Erhöhung der Negativ-Zinsen. Und gerade mit diesen soll zukünftig richtig Kasse gemacht werden.

Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise hat die US-Notenbank sogar erwogen, Negativzinsen zeitweise von vier oder fünf Prozent einzuführen. So sollte verhindert werden, dass die Bürger das zusätzliche Geld horten.

Das ist Sinn und Zweck der ganzen Sache: Mit Negativ-Zinsen können Sie noch weiter abgezockt werden.

Und mit einem Bargeldverbot fehlt Ihnen die Möglichkeit mit dem Abheben Ihrer Bankeinlagen darauf zu reagieren. So sind Sie also in mehrerlei Hinsicht der Verlierer.

Sparen als ein „Akt des zivilen Ungehorsams“

Die Zeiten, wo Sie noch Zinsen auf Ihre Einlagen bekommen haben, rücken in immer weiterer Ferne. Im Gegenteil – Sie werden zukünftig sogar dafür bestraft! Sparen wird damit geradezu zu einem Akt des zivilen Ungehorsams.

Erinnern Sie sich in diesem Zusammenhang nur an die Bundesbank, die erklärte: Es gäbe kein Recht auf Zinsen für Sparguthaben.

Ich sage Ihnen: Die Abschaffung des Bargelds ist Enteignung pur!

So sieht also das neue globale Finanzszenario aus: Durch die Abschaffung von Bargeld und der Erhebung von Negativ-Zinsen auf Spareinlagen erhält das System direkten Zugriff auf den Sparer. Sie haben also keine Alternativen mehr. Und das Beste für die Regierungen: Sie müssen dafür nicht einmal mehr enteignet werden, damit Sie Ihr Erspartes verlieren.

 

Quelle: Guido Grandt