Coronavirus: Warum die Krise für Finanzsystem und Politik ein Glücksfall ist

Warum soll das Coronavirus ein Glücksfall sein für unser Finanzsystem und für unsere Politik? Wie bitte? Gleich vorab. Es geht mir an dieser Stelle nicht um die kurzfristige Betrachtung der aktuellen Situation. Es geht mir um das große Ganze, den Ausblick auf die nächsten Jahre, und von der Zukunft aus gesehen um den Rückblick auf die aktuelle Situation! Und die ist dramatisch, keine Frage. Der Dax ist gerade sogar ganz frisch unter die Marke von 10.000 Punkten gerutscht. Die Fed hat erst letzte Nacht gigantische Geldsummen in den Markt gepumpt, Donald Trump verhängt einen 30-tägigen Einreisestopp für Europäer in die USA (hier dazu der aktuellste Kommentar von Markus Fugmann). Fluggesellschaften, Hotels, Messebauer, Industrieunternehmen, Gastronomie uvm werden massive Umsatzverluste erleiden. Unternehmenspleiten und eine Rezession sind in vielen Ländern wohl unausweichlich. Also, was soll daran bitteschön gut sein?


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Blick zurück auf die letzte Finanzkrise

Dazu lohnt es sich einen Blick zurück auf die letzte Finanzkrise rund um das Jahr 2008. Alles lief vorher doch bestens. Zumindest dachte man das, denn die Wirtschaft lief bestens, jeder Amerikaner war in Lohn und Brot, hatte ein großes Haus, drei Autos, fünf Fernseher usw. Auch in Europa lief es doch ganz gut? Aber es gab eine Hand voll Spinner, die rum nörgelten und vor dem großen …. weiterlesen

Quelle: finanzmarktwelt.de

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Industrieproduktion bricht ein in Italien, Griechenland, Slowakei – die Börse interessiert es nicht

Die Industrieproduktion für Italien, Griechenland und Slowakei wurde heute aber so richtig schlecht vermeldet. Der Dax interessiert sich dafür überhaupt nicht. Er notiert aktuell genau da, wo er Freitag Abend ins Wochenende ging, ebenso der Eurostoxx 50. Also, alles Eitel Sonnenschein? Da mag man als kritischer Beobachter meinen, dass die Börsianer die grottenschlechten Daten einfach ignorieren, und mit Begründungen wie den abgeschafften Zinsen im Rücken die Aktienkurse einfach immer weiter in die Höhe jagen.


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Als Optimist könnte man sagen: Ja, ach Gott, der Coronavirus wird schon bald überstanden sein, dann muss entgangene Produktion nachgeholt werden, und dann geht es schon wieder bergauf. Außerdem handelt die Börse ja immer …. weiterlesen

Quelle: finanzmarktwelt.de

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Die Wall Street ist ein Pulverfass – und kann jeden Moment explodieren

Jetzt kommt es an den Börsen so, wie ich es schon seit längerer Zeit prognostiziert habe: Die Kurse geben deutlich nach. Der DAX hat heute erstmals seit Februar wieder die Marke von 11.000 Punkten unterschritten. Die Euphorie der vergangenen Monate ist verflogen.

Vom Rekordhoch im April ist der deutsche Leitindex sogar jetzt schon um weit mehr als 10 % zurückgekommen. An dieser Stelle sage ich Ihnen: Die Gefahr geht gar nicht vom europäischen Aktienmarkt aus. Sehr viel höhere Bewertungen bringt derzeit die Wall Street.

Das lässt sich an einigen Kennziffern schnell belegen. An dieser Stelle schaue ich beispielsweise auf das sogenannte Shiller-KGV. Was steckt dahinter? Diese spezielle Bewertungskennziffer für Aktien geht auf den US Professor Robert Shiller zurück

Er gehört zu den wenigen Experten, die sowohl das Platzen der Internetblase als auch den Zusammenbruch am US-Immobilienmarkt prognostiziert haben. Schon damals setzte er auf eine spezielle Bewertungskennziffer von Aktien. Sein persönliches Shiller-KGV.

Aktien an der Wall Street extrem überbewertet

Während ein normales Kurs-Gewinn-Verhältnis nur auf Basis des aktuellen oder des erwarteten Gewinns für das kommende Jahr berechnet wird, geht Shiller bei seiner Berechnung sehr viel weiter. Er setzt den durchschnittlichen Gewinn der vergangenen zehn Jahre an und rechnet auch noch die Inflationseffekte heraus.

Das Ergebnis ist ein Wert, der sehr viel besser die aktuelle Gewinnsituation eines Unternehmens wiedergibt als das normale KGV. Bei seiner Berechnungen ist Shiller nun darauf gestoßen, dass ein Wert von 16 aus historischer Sicht eine angemessene Bewertung darstellt. Der Durchschnittswert für US Aktien liegt aktuell aber bei 27.

So hoch ist das Shiller-KGV nur in absoluten Krisenjahren. Dazu zählen die Jahre 1929 mit der Weltwirtschaftskrise, 2000 dem Platzen der Internetblase und die Zeit 2007 vor dem Zusammenbruch des US Immobilienmarktes.

An dieser Auflistung erkennen Sie ganz klar: Aktuell ist die Gefahr am Aktienmarkt wieder extrem. Doch es gibt eine Einschränkung. Der deutsche Aktienmarkt weist laut Schiller noch keine Überbewertung auf und bewegt sich noch am historischen Durchschnitt.

Sollte aber an der Wall Street der Trend massiv drehen (wonach es derzeit aussieht), würde sicherlich auch der deutsche Aktienmarkt massiv belastet werden. Und dann sind die aktuellen Kursrückgänge nur der Beginn.

 

Quelle: Günter Hannich