Wann kommt der große Knall?

Nur mit Müh und Not gelingt es den Notenbanken, das Finanzsystem noch zusammen zu halten. Doch seit der letzten Krise krachts global an allen Ecken und Enden. Besonderes Problem: Reiche werden immer reicher und unten bleibt nur noch das Hamsterrad.

2016 haben wir es mit einer zunehmend ungerechten Welt zu tun. Das liegt nicht zuletzt an einer massiven, insbesondere zins- bzw. renditebedingten, Vermögens(um)verteilung. Diese hat eine immer stärker zunehmende Vermögens- und Machtkonzentration an der Spitze der Gesellschaft zur Folge.

Der Oxfam-Bericht Anfang 2015 legte offen, dass ein Prozent der Weltbevölkerung mittlerweile mehr als die Hälfte des weltweiten Vermögens besitzt. Gerade die Deregulierung der Finanzmärkte in den USA führte dazu, dass die oberen 10 Prozent der Bevölkerung seither einen überdurchschnittlichen Einkommenszuwachs verzeichnen konnten, während der Großteil der Menschen sich immer schneller im Hamsterrad des Wirtschaftssystems drehen muss um die exorbitanten Renditen weniger Reicher zu erwirtschaften. Wir befinden uns in einer Situation, da der Anteil der oberen 10 Prozent am Gesamteinkommen genauso groß ist wie 1929 – kurz vor der Großen Depression.

Noch deutlicher wird diese Ungleichheit, wenn man betrachtet, dass 146 multinationale Konzerne über mehr als die Hälfte des weltweit zirkulierenden Kapitals verfügen. Damit haben wenige Unternehmen ein Machtgefüge errichtet, dem sich die Politik ob dessen Dominanz nur unterwerfen kann. Heute bestimmt die Weltwirtschaft das politische Geschehen deutlicher als je zuvor und ein Ende dieser Entwicklungen ist nicht in Sicht. Vielmehr ist zu erwarten, dass sich die Situation weiter zuspitzt.

Worin liegen aber tiefere Ursachen der Krisen, die in ständig neuen Worthülsen gekleidet, jedoch stets gleichen Mustern an zerstörerischer Kraft gewinnen und immer wiederkehren?

Wir haben uns auf die Suche der wahren Gründe der Schulden- und Finanzkrise begeben. Die Erkenntnisse waren für studierte Ökonomen nicht einfach zu verdauen. Schließlich bewiesen sie, dass ein wesentlicher Bestandteil, das Fundament der Wirtschaftslehre und insbesondere der Geldpolitik, während des Studiums der Volkswirtschaftslehre – vielleicht sogar ganz bewusst vergessen wurde.

Die wichtigste Erkenntnis war, dass jeder Geldschein, der jemals gedruckt wurde, nichts anderes als einen Schuldschein oder Schulden darstellt. Geld entsteht in unserem Wirtschaftssystem und zwar von Beginn an, ausschließlich durch Schulden bzw. Kreditaufnahme. Schon Privatbanken leihen sich bei der Zentralbank Geld gegen Zinsen und geben es dann an Staaten im Austausch gegen Staatsanleihen weiter.

Denkt man einen Schritt weiter sind Guthaben und Schulden lediglich zwei Seiten derselben Medaille. Zwei Billionen Euro Schulden des deutschen Staates (bzw. der Bürger des deutschen Staates, schließlich bilden sie den Staat) bedeuten, dass auf der anderen Seite zwei Billionen Euro Guthaben stehen.

Unglücklicherweise können diese Schulden lediglich durch neue immer höhere Kredite kurzfristig ausgeglichen werden. Diese sind jedoch erneut mit Zinsen versehen. Das führt in eine unaufhaltsame Spirale der Geldproduktion die die Europäische Zentralbank seit ca. einem Jahr mit dem Aufkauf fauler Staatsanleihen weiter befeuert hat. Einzige Profiteure dieser hochriskanten Strategie sind die Teilnehmer der Finanzmärkte, da der Großteil dieses Geldes niemals dem „einfachen Griechen“ erreichen wird, sondern auf der Suche nach der maximalen Rendite in den nebulösen Sphären der Aktienmärkte spurlos verschwindet.

Alte Schulden können also nur mit neuen „zinsbelasteten“ Schulden „begleichen“ werden. Die Zinsen auf Schulden, in diesem Falle Zinsen auf Staatsanleihen – die Schuldscheine des deutschen Staates -, zahlen wir alle indirekt mit unseren Steuern. De facto sind Zinsen auf Staatsanleihen der zweitgrößte Posten im Bundeshaushalt! Im Jahr 2010 hat der Bund 319,5 Milliarden Euro ausgegeben. 2010 entfielen knapp 39 Milliarden Euro auf Zinsen. Damit übersteigen sie die anderen Ausgabenposten im Bundeshaushalt wie z.B. Verkehr (26 Milliarden), Gesundheit (16 Milliarden) und Familie (6,5 Milliarden) bei weitem!

Neben bedenklichen sozialen Konsequenzen verschlimmert diese problematische Funktionsweise des Geldsystems auch eine bereits stark angeschlagene Ökologie. Schließlich müssen die Zinsen für die Schulden immerzu erarbeitet werden, um einen Wirtschaftskollaps zu vermeiden. Außerdem bedeutet eine immer weiter zunehmende Gesamtzinslast, dass sich auch die Wirtschaft immer weiter beschleunigen muss, um dem exponentiellen Charakter des Zinses beizukommen.

In der Kombination der Funktionsweise, dass Geld ausschließlich per Kredit entstehen kann und immer mit Zins versehen ist der sich zu einem Zinseszins akkumulieren kann, liegt eine wesentliche Ursache für die dauerhafte Proklamation von Wirtschaftswachstum. Nur so sind die Zinszahlungen auch weiterhin gewährleistet. Doch unendliches Wirtschaftswachstum in einer endlichen Welt hat schon der Club of Rome schon vor 44 Jahren, 1972, für unmöglich bezeichnet. Dies verdeutlicht eine Grafik aus „Tag auf Tag im Hamsterrad“ (S. 77) sehr deutlich. Während die Wirtschaft nämlich höchstens linear wachsen kann, beschreibt das ökologische Wachstum einen logarithmischen Verlauf und das Zinswachstum einen exponentiellen.

Es ist an der Zeit aufzuwachen und dieser Tatsache ins Auge zu sehen. Es herrscht lediglich ein Informationsdefizit in der Bevölkerung angesichts eines Geldsystems, das eine Halbwertszeit besitzt. Je mehr Menschen sich jedoch auf die Suche nach nachhaltigeren und ethisch und sozial gerechteren Wirtschaftssystemen begeben, umso schneller werden wertvolle Erkenntnisse auf Gesamtgesellschaftlicher oder gar Globaler Ebene Realität.

 

Quelle: Christopher Klein und Jens Helbig

Bargeldeinschränkung: Minister fordert Grenze von 5.000 Euro

Das Bargeld befindet sich auf dem Rückzug. Immer mehr Bundesbürger zahlen mit Giralgeld und setzen EC-und Kreditkarten zum Einkaufen ein. Dennoch ist der Anteil des Bargeldeinsatzes in Deutschland noch deutlich höher als in vielen anderen wie beispielsweise den USA. Dennoch ist das Thema Bargeldabschaffung noch lange nicht vom Tisch.

Das zeigte sich erneut in der Forderung des saarländischen Finanzministers Stephan Toscani, eine Grenze von 5.000 Euro für Zahlungen mit Bargeld einzuführen. Zwar solle Bargeld an sich beibehalten werden, aber diese Grenze sei wegen angeblich zunehmender Geldwäscheaktivitäten bei uns notwendig.

Von der Einschränkung zum Verbot

Meiner Ansicht nach dient diese ganze Diskussion über Bargeldeinschränkungen nur dazu, um letztlich eine Bargeldabschaffung durchzusetzen. Solch eine Grenze von 5.000 Euro kann dann sukzessive abgesenkt werden, bis am Ende nur noch Kleinbeträge bar bezahlt werden dürfen. Eine Grenze zur Bargeldnutzung ist deshalb auch gleichzeitig der erste Schritt zu dessen Abschaffung.

Doch eine Bargeldabschaffung hätte für Sie fatale Konsequenzen. Sie sind dann völlig an das Bankensystem gebunden und bei einer Bankenkrise könnten Sie Ihre Bankeinlagen durch Abhebungen nicht mehr in Sicherheit bringen, sondern müssten zusehen, wie Ihr Geld mit der Bank untergeht.

Außerdem können Sie dann keinen Negativzinsen mehr ausweichen. Genau darum geht es den Bargeldgegnern. Jeder soll voll im System integriert sein und bei einer Krise keine Möglichkeit mehr haben, seine Geldeinlagen zu retten. Dazu kommt dann noch die Überwachung, der Sie dann ausgesetzt sind. Jeder Ihrer Käufe würde festgehalten und es wird gespeichert, wann Sie was, wo und zu welchem Preis gekauft haben. Sie werden damit zum „Gläsernen Bürger“.

Meine Empfehlungen: Setzen Sie vermehrt Bargeld ein

Deshalb lautet meine Empfehlung an Sie: Nutzen Sie schon heute so oft wie möglich Bargeld zum Bezahlen. So zeigen Sie den Verantwortlichen am besten, dass Sie nicht bereit sind, auf das sicherste und anonymste Zahlungsmittel zu verzichten. Legen Sie sich dazu noch einen Bargeldvorrat an, mit dem Sie im Fall geschlossener Bankschalter mindestens zwei Monate Ihren Lebensstandard finanzieren können.

 

Quelle: Günter Hannich

Rentenvorsorge: IW-Studie warnt vor Verlusten bei Rentenversicherungen

Die viel zitierte Rentenlücke kann für viele Bundebürger sehr viel höher ausfallen als bisher angenommen. Eine neue Studie liefert hier erschreckende Ergebnisse – für Millionen Sparer die regelmäßig in gängige Produkte zur privaten Rentenvorsorge einzahlen.

Viele Rentenprodukte lohnen sich nicht

So hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer neuen Studie herausgefunden, dass sich viele Rentenvorsorgeprodukte überhaupt nicht lohnen. Durch die später anfallende Abgeltungs- und Einkommenssteuer fallen dermaßen hohe Kosten an, dass gerade in Niedrigzinsphasen weniger als 100 Prozent vom eingezahlten Kapital übrigbleiben. Das ist eine erschreckende Bilanz: Nutzer dieser Produkte bekommen vielleicht am Ende sogar weniger heraus als sie eingezahlt haben.

Der Staat lenke zudem die Anleger oft in Produkte, die am Ende nichts brächten, so die Studie weiter. Wer nach der Studie als Besserverdiener sein Geld beispielsweise in nicht Riester-zertifizierte Fondssparpläne steckt, erhalte am Ende nach Abzug aller Steuern und Kosten nur rund 67 Prozent seiner Ansparsumme. Normalverdiener kämen auf nur knapp 80 Prozent und selbst Geringverdiener erhalten netto weniger Geld zurück, als sie brutto eingezahlt haben.

Vorsicht bei Lebensversicherungen und Fondssparplänen ohne Förderung

Am schlechtesten schneiden dabei Lebensversicherungen oder nicht geförderte Fondssparpläne ab: Dabei bleibt selbst Normalverdienern nach allen Abgaben gerade noch die Hälfte übrig. Das bestätigt meine Meinung über private Altersvorsorge: Sinnvolle Altersvorsorge betreiben Sie nicht, indem Sie Versicherungen mit Ihrem Geld füttern, sondern dann, wenn Sie Ihr Erspartes selber anlegen und vor allem aktiv vor dem nächsten Crash retten.

Nur auf Geld, das Sie selber investieren, haben Sie auch jederzeit Zugriff und können es selber bei Bedarf umschichten. Deshalb rate ich dazu, auf solche Rentenvorsorgeprodukte völlig zu verzichten und Ihr Geld aktiv vor dem Crash zu schützen. Welche Anlageklassen sich dafür besonders gut eignen, erfahren Sie regelmäßig an dieser Stelle.

 

Quelle: Günter Hannich

Goldgeld bleibt ungeeignet als Zahlungsmittel

Die Vorliebe für ein Goldgeld kommt von einer völlig falsch verstandenen Funktion des Geldes. Viele Leute meinen, Geld an sich müsse einen stofflichen Wert haben, übersehen jedoch, dass die dem Geld gegenüberstehenden Waren die einzige “Deckung sind.

Geld ist ein Gutschein, der den Erwerb von beliebigen Waren/Dienstleistungen ermöglichen soll. Im Endeffekt geht es in jeder Wirtschaft nur darum, dass Waren und Dienstleistungen gegeneinander ausgetauscht werden – Geld ist nichts weiter als ein Tauschvermittler.

Geld dient als Tauschvermittler – mehr nicht

Stellen Sie sich folgendes Beispiel vor:

Ein Staat überlegt sich, eine Währung einzuführen. Zweck ist der möglichst reibungslose Austausch von Waren und Dienstleistungen über das Zwischentauschmittel Geld. Man überlegt sich drei grundsätzliche Möglichkeiten:

a) Goldgeld (Goldwert entspricht dem aufgedruckten Nennwert)

b) Papiergeld mit unbegrenzter Laufzeit

c) Papiergeld mit begrenzter Laufzeit von 4 Wochen – nach 4 Wochen muss das Geld gebührenpflichtig aufgewertet werden.

Wie wird das ganze wohl ablaufen?

  1. Das Goldgeld verschwindet immer mehr im Keller, unter der Erde, im Tresor… Nur ein kleiner Bruchteil wird überhaupt von Hand zu Hand gegeben. So ein glitzerndes, funkelndes Stück gibt niemand so gerne wieder aus der Hand und wenn dann nur, wenn ihm eine “Belohnung, ein Zins dafür geboten wird – das Zinssystem ist geboren!.
  2. Das Papiergeld mit unbegrenzter Gültigkeit wird zwar viel schneller als das Goldgeld weitergegeben, jedoch lassen sich die Besitzer mit dem Ausgeben Zeit – es ist ja unbegrenzt gültig. Dadurch entsteht in der Wirtschaft ein permanenter Mangel an Zahlungsmitteln. Durch diesen Mangel lassen sich die Geldbesitzer die Herausgabe der Währung “angemessen entlohnen – mit Zins und Zinseszins!
  3. Einzig das Geld mit begrenzter Laufzeit wird gerne und freiwillig (auch ohne Zins zu fordern) von Hand zu Hand weitergegeben, weil niemand Lust hat, Aufwertungsgebühren zu zahlen.

Allein bei diesen einfachen Überlegungen sollte es doch jedem normal denkenden Menschen klar sein, wie eine Währung gestaltet sein muss, damit sie reibungslos funktionieren kann. Goldgeld ist dabei das schlechteste Geld und in der Praxis ungeeignet.

 

Quelle: Günter Hannich

Gold – keine absolut sichere Geldanlage

Vielfach wird heute angenommen, dass Gold eine “absolut sichere Geldanlage wäre. Genau wie vor einigen Jahren für Investments in Aktien geworben wurde, wird nun weltweit für ein Engagement in Gold geworben. Dabei wird von den Goldjüngern gerne vermittelt, dass es bei dem Edelmetall von jetzt an nur noch nach oben gehen kann.

Diese Meinung vertraten die Goldjünger auch schon 2001/2012. Doch in den Folgejahren stürzte der Goldpreis über etliche Jahre ab. Erst Anfang 2016 kam hier die Trendwende zum Besseren. Doch bei einem Goldpreis von rund 1.300 Dollar hat Gold noch viel Luft bis zum Rekordhoch von über 1.900 Dollar pro Unze.
Gold hilft nur in der Inflation – aber die wird nicht kommen

Tatsächlich ist Gold nur in einer Inflation von Nutzen, in einer Deflation verliert es (wie alle anderen Metalle auch) an Wert. Das Szenario für den kommenden Crash sieht dann folgendermaßen aus:

Ein Crash erschüttert das Vertrauen der Menschen in die Märkte. Jeder ist deshalb bestrebt seine Ersparnisse so schnell wie möglich nach Hause zu holen (bevor die Banken bankrottgehen).

Weil damit Geld in der Wirtschaft fehlt, steigt der Geldwert, bzw. fallen die Preise für alle Waren. Geld wird also wertvoller. Schnell merken die Goldbesitzer, dass sie eigentlich Geld bräuchten um die täglichen Einkäufe zu tätigen. Sie erkennen, dass an der Kasse der Kaufhäuser zwar Bargeld mit Handkuss genommen, Gold jedoch nicht akzeptiert wird. Infolgedessen sind sie dazu gezwungen Gold zu jedem Preis zu verkaufen. Da dies dann im großen Stil geschieht, fällt der Goldpreis plötzlich und das Edelmetall verliert seinen Glanz.

Gold ist damit zwar zur Risikostreuung zu empfehlen, keinesfalls jedoch als ausschließliche Geldanlage.

Gefährliche Diskussion um Goldgeld

Die Diskussion um Goldgeld ist in diesem Zusammenhang sehr gefährlich. Damit werden uninformierte Leute mit psychologischen Mitteln gefangen und eine eigentliche Problemlösung durch eine grundlegende Geldreform wird verhindert. Es ist deshalb heute sehr wichtig, dass die Bevölkerung über die Bestrebungen interessierter Kreise aufgeklärt wird, welche an der Einführung einer Goldwährung (zum eigenen Nutzen!) arbeiten.

Quelle: Günter Hannich

„Alarmstufe Rot“ – Globales Finanzsystem vor dem Kollaps! (3)

Während der Brexit weiter die Diskussionen beherrscht, zeichnet sich am Horizont ein viel größeres Problem ab. Ein wahrer Hurrikan, der alles hinwegfegen wird, was Ihnen lieb und heilig ist: Der Kollaps des globalen Finanzsystems!

Weltwirtschaft im Abgrund

Sie wissen inzwischen, dass die Zentralbanken und die Politik der Liberalisierung der Märkte den „Raubtierkapitalismus“ erst erschaffen haben. Auch Bundesregierungen haben ihn mit politischen Entscheidungen „hoffähig“ gemacht.

Vorerst gipfelte der ausufernde Kasinokapitalismus in den Krisenjahren 2007/2008. Sie rissen die Weltwirtschaft in einen tiefen Abgrund. Reihenweise gingen Investmentbanken Pleite. Das führte zu einer globalen Rezession.

Der Tanz um das Goldene Kalb war vorbei – vorerst!

Plötzlich war die Musik verstummt, nach der alle in einem zig-Milliardenschweren Traum getanzt hatten. Der Traum vom freien, grenzenlosen Markt. Er hatte die Finanzmärkte erst ausufern lassen.

Der Tanz um das Goldene Kalb war vorbei. Aber nicht nur das: Der unkontrollierte Raubtierkapitalismus hatte zu einer noch größeren Konzentration des Reichtums in immer weniger Händen geführt.

Deregulierung der Finanzmärkte ist unmoralisch

Im Zuge des deregulierten Kapitalismus vergrößerte sich die Kluft zwischen Arm und Reich immer mehr. Bis heute.

Maßgebliche Entscheidungsmacht liegt in den Händen einiger weniger Politiker. Und diese lassen sich ihr Handeln von den Forderungen des Finanzmarktes diktieren. Vor allem von den großen Investmentbanken, wie beispielsweise die allmächtige Goldman Sachs. Und natürlich von den Zentralbanken.

Mit der Deregulierung des Finanzsystems wurde uns allen auf drastische Weise vor Augen geführt: Eine auf Gewinn orientierte Wirtschaftsgemeinschaft kann keinem moralischen Gesetz folgen!

Quelle der Katastrophe: Die Transformation der Global Player Banken

Ich behaupte an dieser Stelle: Die Ursache für die wiederholten globalen Krisen liegt in der Transformation der Banken von reinen Dienstleistungsunternehmen zu „Spielcasinos“! Unterstützt von den Zentralbanken (in Europa die EZB), des IWF und von Regierungsvertreten. Diese reden oft nichts anderes, als den Finanzoligarchen nach dem Munde.

Eine finanzorientierte Gesellschaftsordnung, die auf Geld als dem einzigen Wert aufgebaut ist, muss letztlich versagen. Nicht der Weg zu einem „guten Leben“ für alle bestimmt die Politik. Sondern die „Anbetung“ des Wirtschaftswachstums.

Die Schuldigen werden nicht bestraft, sondern belohnt

Und wie reagierte die Politik auf den ausgeträumten Traum? Auf die „Master of the Universe“, die kurz nach der Katastrophe erneut anfingen, um das Mammon-Kalb zu tanzen?

Ich sage es Ihnen: Sie wurden keineswegs für ihre Gier bestraft oder in die Pflicht genommen. Nein, ganz im Gegenteil: Sie wurden von den Staaten mit über 1,5 Billionen Euro (zirka 2 Billionen Dollar) gerettet, um den völligen Zusammenbruch des Finanzsektors zu verhindern!

In Teil 4 zeige Ihnen auf, welches das größte Deregulierungsprogramm der Wirtschaftsgeschichte war! Und welche enormen Risiken der sich verselbständigte Finanzsektor aufweist!

 

Quelle: Guido Grandt

„Alarmstufe Rot“ – Globales Finanzsystem vor dem Kollaps! (1)

Dieses Mal geht es um nichts anderes, als um die globale Finanzwirtschaft. Und ihrem bevorstehenden Kollaps!

Zentralbanken bringen Finanzmärkte in Gefahr

Sie wissen: Die Zentralbanken machen inzwischen weltweit die Musik. Zusammen mit ihren historisch niedrigen Zinssätzen und den hohen Schuldenständen der Industriestaaten haben Sie die Finanzmärkte weltweit in eine gefährliche Schieflage gebracht.

Der Grund für diese Schieflage ist schnell ausgemacht: In den letzten Jahren ist das Finanzsystem geradezu außer Kontrolle geraten. Und wissen Sie warum? Ich sage es Ihnen: Wegen der „Deregulierung“ des gesamten Finanzsektors! Historisch kann diese eindeutig nachgewiesen werden.

Beginn der Katastrophe

Das Chaos begann im Jahr 1971, als die Golddeckung des Dollars aufgehoben wurde. Der Druck der Banken nahm zu, immer mehr zu deregulieren. Und die Finanzeliten wurden erhört.

Vielleicht wissen Sie noch, was im Oktober 1986 geschah? Da machte die damalige britische Premierministerin Margaret Thatcher den Weg für den „Raubtierkapitalismus“ frei! Sie sagte wortwörtlich: „Lasst uns die Regeln wegwerfen, die den Erfolg bremsen.“

Diese neun Worte veränderten die Welt. In der Folge wurde ein Großteil der Regeln für den Handel an den Börsen in Großbritannien gestrichen. Damit löste Thatcher geradezu ein globales Wettrennen um die Deregulierung der Finanzmärkte aus.

Der „Fluch“ der Liberalisierung der Finanzmärkte

Ich sage Ihnen: Diese Liberalisierung sorgte für den Abbau staatlicher Eingriffe in den Finanz- und Kapitalmärkten. Ebenso von Handelsschranken. Und das mit verheerenden Auswirkungen vor allem auf kleine Schwellenländer.

Die Wirtschaft gebärdete sich wie ein wildes Tier, das jahrelang eingesperrt in einem Käfig dahinvegetiert hatte. Und plötzlich in die Freiheit entlassen wurde!

„Raubtierkapitalismus“ ist ein „politisches Programm“

Wissen Sie, was damit angerichtet wurde? Die modernen, westlichen Gesellschaften wurden auf „Eigentümergesellschaften“ umgestellt.

Ich behaupte: Es ging bei der Liberalisierung der Finanzmärkte nicht nur um ein „ökonomisches Projekt“, wie es ab und an angedeutet wurde. Sondern um den Umbau von Gesellschaften als politisches Programm!

Der Kollaps „von Allem“

Auch US-Präsident Ronald Reagan folgte dem politischen Programm der Finanzmarktliberalisierung. Genauso wie später Bill Clinton, der 1999 den so genannten Glass-Steagall Act aufhob. Dabei handelte es sich um ein Gesetz, welches die strikte Trennung von Geschäfts- und Investmentbanken beinhaltete.

Jetzt konnten Spekulanten nicht mehr nur mit dem eigenen Vermögen, sondern auch mit dem Guthaben der Sparer zocken. Oder anders ausgedrückt: Eigenhandel mit dem Geld der anderen betreiben.

Damit war ein weiterer großer Schritt zum endgültigen Kollaps „von Allem“ getan!

Im 2. Teil meiner neuen Unangreifbar leben-Reihe verrate ich Ihnen, wie selbst Bundesregierungen den Schritt in die Katastrophe noch beschleunigten. Und weshalb westliche Demokratien in der jetzigen Form nicht mehr zu halten sind.

 

Quelle: Guido Grandt

„Vorsicht Falle!“ – Damit der Traum vom Eigenheim nicht zum Albtraum wird (2)

Vielleicht überlegen auch Sie in diesen Krisenzeiten, sich eine Immobilie als Altersvorsorge zuzulegen. Die Baukreditzinsen sind ja so niedrig, wie niemals zuvor. Doch Vorsicht! Es gibt viele Fallen, die auf Sie lauern.

Ich habe Ihnen bereits aufgezeigt, dass Sie Ihre Hände davon weglassen sollten, wenn Sie bestimmte Grundvoraussetzungen nicht erfüllen. Dazu gehört, dass Sie nicht nur ein gutes, sondern auch ein sicheres Einkommen haben. Und Maklercourtage, Notarkosten und Grunderwerbsteuer bezahlen können.

Achtung: Immobilienpreise außer Rand und Band!

Beachten Sie auch, dass die Immobilienpreise kräftig gestiegen sind. Manche Experten sprechen schon von einer „Überwertung“, gar einer Immobilienblase, die sich da bildet. Wie beispielsweise Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank. So sind in Großstädten die Häuserpreise in den letzten 6 Jahren um knapp 30 Prozent stärker gestiegen als die Mieten. Und fast um ein Drittel stärker als die verfügbaren Einkommen der Bürger.

Auch die Bundesbank warnt vor einer Überbewertung. In vielen Großstädten nimmt diese bereits Dimensionen um die 25 Prozent an! Das heißt nichts anderes, als dass Sie für Ihre Immobilie einen höheren Preis bezahlen – sprich finanzieren – als diese definitiv wert ist.

Doch das ist noch längst nicht alles, was Sie bedenken sollten!

Falle 4: Neue „Spielregeln“ für Immobilien-Kredite

Seit dem 11. März 2016 ist alles nicht mehr so einfach, wie es einmal war. Ich meine damit, Ihren Traum vom Eigenheim zu verwirklichen. Denn für diesen brauchen Sie in der Regel eine Bank, die zumindest einen stattlichen Teil davon finanziert.

Am 11. März jedoch ist das sogenannte „Gesetz zur Umsetzung der Wohn-Immobilien-Kredit-Richtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften“ in Kraft getreten. Seitdem dürfen weder Banken, Bausparkassen noch Versicherungen dieselben Maßstäbe wie bisher bei der Kreditvergabe anlegen. Sondern weitaus strengere. Und die haben es in sich.

Nach den neuen Kreditrichtlinien werden viele von Ihnen „leer“ ausgehen!

Diese neuen Spielregeln sind nicht nur eine Katastrophe für die Geldinstitute, sondern auch für Sie! Ich sage Ihnen auch warum: Wenn den Banken nachgewiesen werden, dass sie Geld an zukünftige Immobilienbesitzer vergeben, die nicht in der Lage sein werden, dieses zurückzubezahlen, müssen sie den Kredit abschreiben. Das heißt: Für Sie wird es trotz Mini-Zins viel schwerer werden, Ihr Eigenheim zu finanzieren!

Bei der Kreditwürdigkeit spielt der Wert der Immobilie keine zentrale Rolle mehr. Dafür aber Ihr Vermögen und Ihr Einkommen. Bei vielen Berechnungen, nach denen Sie früher locker einen Kredit bekommen haben, wird dies nun anders aussehen. Oder anders ausgedrückt: Sie werden „leer“ ausgehen.

In Teil 3 zeige Ihnen weitere Fallen auf, die Sie vor oder bei der Finanzierung einer Immobilie erwarten können.

 

Quelle: Guido Grandt

„Money Control!“ – Totale Finanzkontrolle & Ihr Vermögen (5)

Hinter verschlossenen Türen planen die Finanzeliten bereits die nächsten Schritte, wie sie das Privatvermögen weiter beschneiden können. Denn durch die Nullzinspolitik der EZB schrumpfen die Gewinne der Banken.

Ich habe Ihnen bereits aufgezeigt, wie diese Schritte aussehen werden: Die Abschaffung des Bargelds ist der erste. Strafzinsen auf Sparguthaben der zweite.

Gebühren auf Bargeldabhebungen

Es werden weitere Schritte folgen, um die Kosten der Banken an Sie weiterzugeben. Den dritten habe ich Ihnen bereits auch verraten: Gebühren für die Abhebung von Bargeld.

Auf gut deutsch: Zukünftig sollen Sie dann auch noch dafür löhnen, wenn Sie Ihr eigenes Geld von Ihrem Konto abheben. Das ist wirklich unglaublich!

Alternativen sollen Ihnen verwehrt werden

Aber was geschieht in diesem Fall? Viele werden versuchen Ihr Geld in Sicherheit zu bringen. Deshalb soll Bares weitgehend abgeschafft werden.

Andere wiederum werden nach Alternativen suchen. Beispielsweise Gold kaufen. Doch was ist die nächste Konsequenz davon? Richtig: Auch der Besitz von Gold wird beschränkt werden! Zumindest aber überwacht. Sie können sich schon jetzt darauf einstellen.

Die Fakten sprechen für sich

Natürlich höre ich jetzt schon wieder die Schreie von sogenannten Experten, die das alles in die Verschwörungsecke schieben.

Doch ich verlasse mich bei Unangreifbar Leben viel mehr auf Fakten und Hintergründe, als auf leeres Geschwätz. Damit habe ich bisher immer recht behalten.

Unheilvolle Vorzeichen in Griechenland

Werfen Sie nur mal einen Blick nach Griechenland. Ich sage Ihnen auch gleich, warum: Dort existiert bereits ein Gesetzentwurf, wonach Bargeld, Gold und Schmuck, das außerhalb der Bank verwahrt wird, anmeldepflichtig werden soll!

Wissen Sie, was das heißt? Dass Sie alles, was Sie an Wertsachen besitzen angeben müssen, damit der Staat nachprüfen kann, was Sie tatsächlich zu Hause haben.

Schlimmer geht es nicht!

Griechenland ist der „Versuchsballon“

Ich frage Sie: Glauben Sie wirklich, dass dieser Gesetzentwurf nur in Griechenland in den Schubladen liegt? Dann sind Sie bei Gott ein wirklich positiv denkender Mensch.

Genau das Gegenteil wird der Fall sein. Griechenland dient lediglich als Versuchsballon, so wie damals Zypern bei der großangelegten Enteignung der Bankkunden.

„Money Control“ ist unausweichlich

Egal wie Sie es drehen und wenden: Am Schluss sind Sie wieder einmal der Dumme, werden noch mehr zur Kasse gebeten, als bisher. Und müssen damit leben, dass Ihr komplettes Vermögen durchleuchtet, kontrolliert und notfalls auch teilweise konfisziert wird. Durch höhere Bankgebühren, Strafzinsen auf Sparguthaben, Gebühren auf Bargeldabhebungen etc.

 

Guido Grandt

Böse Vorahnungen – In den USA geht es bergab

Die niedrigen Zinsen, die Negativ-Zinsen und die Mengen an Geld, mit denen die Märkte überflutet verfolgt die Politik in Europa und Amerika vor allem ein Ziel:

Die Wirtschaft soll angekurbelt werden. Die Unternehmen sollen Investitionen vereinfacht werden. Depression und Deflation sollen verhindert werden. Wie „erfolgreich“ diese Strategie ist, das zeigt ein Blick auf die aktuellen Daten der USA:

  • Der Auftragseingang in den USA geht zurück. Nach der aktuellen Statistik bekamen die US-Unternehmen im Februar 2016 0,8% weniger Aufträge. Mit anderen Worten: Statt Wachstum steht Schrumpfung auf dem Programm. Die Politik des billigen Geldes funktioniert nicht. Ein Wirtschaftseinbruch wird damit nicht zu verhindern sein.


Unbehagen und böse Vorahnungen dürften die schlechten Zahlen aus den USA auch hierzulande auslösen: Nachdem China als ehemals wichtigstes Abnehmerland ins Straucheln geraten, wankt mit den USA ein weiterer Großkunde. Nach den Problemen in China hatten die deutschen Maschinenbauer darauf gesetzt, in den USA vermehr Abnehmer zu finden. Wenn es bei den negativen Zahlen aus den USA bleibt – und alles sieht danach aus –, wird es damit nichts. Rezession, Deflation, Depression sind dann nicht mehr weit entfernt …

Entsprechend düstere Befürchtungen hatten wahrscheinlich die Verantwortlichen bei der Europäischen Zentralbank (EUB) bereits in diesem März als sie überraschend den Leitzins auf 0,0% senkten, den Geldhahn noch einmal weiter aufgedreht hatte und ankündigte, Anleihen im Wert von jetzt 80 Milliarden statt bisher „nur“ 60 Milliarden Euro im Monat zu kaufen.

Wie die Zahlen aus den USA zeigen: All das hilft wenig. Viele ernsthafte Beobachtet befürchten deshalb schon das Schlimmste für die bevorstehende Berichtssaison in den USA, bei der die großen Aktienunternehmen ihre Zahlen offenlegen:

Die Zeitung Financial Times prognostiziert aktuell, dass die Gewinn der Unternehmen aus dem S&P 500-Index im ersten Quartal 2016 um rund 7,6% gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen sind.

Wir müssen den Tatsachen in die Augen sehen: Es geht abwärts!

 

Quelle: Günter Hannich