Dauerkrise in Japan: Jetzt auch noch Negativzinsen

Wenn Sie wissen wollen, wie lange eine Krise dauern kann, müssen Sie nach Japan schauen. Dort herrscht seit nahezu 20 Jahren ein deflationäres Umfeld. Die japanische Notenbank möchte wie auch die europäischen Währungshüter ein Inflationsziel von 2 % erreichen. Doch das liegt in weiter Ferne.

Die harte Realität sieht anders aus. Daher sehen sich jetzt japanischen Währungshüter dazu gezwungen, zu ungewöhnlichen Maßnahmen zugreifen. Ab jetzt gelten Negativzinsen. Faktisch müssen die japanischen Banken nun der japanischen Zentralbank 0,1 % Zinsen zahlen, damit das Geld weiterhin bei der Notenbank geparkt werden darf.

Damit reihen sich die Japaner ein. Schon etliche Notenbanken weltweit haben auf die Einlagezinsen eine Gebühr erhoben. Dazu zählt auch die europäische Zentralbank. Doch anders als in Europa dauert die Krise in Japan schon sehr viel länger.

Dort begann der Abstieg mit dem Platzen der Aktienblase im Jahr 1989. Danach folgt nicht nur ein rasanter Abstieg am Aktienmarkt. Auch die eigene Währung verlor zwischenzeitlich massiv an Wert. Auch hier hatte die Notenbank aktiv die Hände im Spiel. Die Idee dahinter ist einfach: Durch Abwertung der eigenen Währung sollen die Exporte angekurbelt werden.

Japan steckt seit mehr als 20 Jahren in der Dauerkrise

Zudem legten die japanischen Währungshüter immer wieder neue Konjunkturprogramme auf. Ein Ergebnis hatten diese Programme auf jeden Fall. Der Abstieg wurde aufgehalten. Doch die Trendwende zum Besseren blieb aus. Japan befindet sich nun schon seit zwei Jahrzehnten in diesem deflationären Umfeld.

Der Ausweg daraus ist extrem schwierig und der nun bekanntgegebene Negativzins ist ein weiterer Schritt, um das Land wieder in die Erfolgsspur zurück zu bringen. Wie Sie sich vorstellen können, reagierten die japanischen Staatsanleihen direkt auf diese Ankündigung. Aktuell liegt die Rendite für zehnjährige japanische Anleihen bei nur noch 0,185 %. Das ist ein neues Rekordtief. Bei japanischen Anleihen mit einer Laufzeit bis zu vier Jahren ist die Rendite sogar negativ.

Auch für uns in der Euro-Zone sehe ich die Gefahr eines starken deflationären Umfelds als sehr wahrscheinlich an. Die Maßnahmen der EZB zur Ankurbelung der Inflation laufen ja auch schon seit längerer Zeit ins Leere. Hierbei müssen Sie Ihr Vermögen flexibel halten. Wie das geht, erfahren Sie regelmäßig an dieser Stelle.

 

Quelle: Günter Hannich

„Staatliches Raubrittertum?“ – Wenn Flüchtlinge zur Kasse gebeten werden (1)

In den letzten beiden Tagen habe ich Ihnen bei Unangreifbar Leben aufgezeigt, dass ein Flüchtlings-Soli kommen wird. Und zwar mit ziemlicher Sicherheit. Damit sollen europaweit die horrenden Kosten des Asyl-Dramas bezahlt werden.

Flüchtlinge werden zur Kasse gebeten

Es gibt jedoch noch andere europäische Länder, die dafür nicht ihre Bürger zur Kasse bitten. Sondern die Flüchtlinge selbst. Wie moralisch verwerflich dies ist oder nicht, will ich an dieser Stelle nicht entscheiden. Und dennoch möchte ich Ihnen aufzeigen, was dahingehend bereits Praxis ist oder noch werden soll.

Nach dem Motto, dass ohnehin nur Flüchtlinge kommen, die es sich leisten können, handelt unser nördliches Nachbarland und EU-Mitgliedstaat Dänemark.

Dänemark – Flüchtlinge sollen ihren eigenen Lebensunterhalt sichern

So plant das Königreich, schon bei der Ankunft der Schutzsuchenden, dass diese nur noch Geld und Wertgegenstände in einer bestimmten Höhe behalten dürfen. Und zwar lediglich solche Werte, die zur „Sicherung eines bescheidenen Lebens“ genügen. Das jedenfalls erklärt das dänische Ministerium für Ausländer und Integration.

Konkret heißt das: kleinere, persönliche Gebrauchsgegenstände wie beispielsweise Eheringe, Uhren oder Mobiltelefone. Diese sind von der Beschlagnahmung ausgenommen. Ebenso kleinere Barschaften unter 3000 Kronen, umgerechnet etwa 350 Euro.

„Wohlhabende“ Flüchtlinge fliehen – die Armen bleiben zurück

Dänische Politiker rechtfertigen diesen Schritt damit, dass in der Regel diejenigen Menschen fliehen, die es sich auch leisten könnten. Die anderen, also die ärmeren, würden zurück bleiben.

Das ist in der Tat zumeist so, wie ich in meinem aktuellen Buch Das Asyl-Drama – Deutschlands Flüchtlinge und die gespaltene EU ausreichend belegt habe.

Dänische Steuerzahler aus der Pflicht?

Zudem finden viele Dänen es scheinbar nicht in Ordnung, wenn die einheimischen Steuerzahler die Kosten der Asylsuchenden bezahlen sollen, die Vermögen mit sich führen. Deshalb sollen jene, die es sich leisten können, auch für ihren eigenen Lebensunterhalt aufkommen.

Bedenken Sie: nicht nur dänische rechtspopulistische Politiker sind für dieses neue Asylpaket, sondern auch die Sozialdemokraten. Sie erklären, dass sich das Land durch den Flüchtlingszuzug in einer außergewöhnlichen Situation befinde, in der außergewöhnliche Entscheidungen gebraucht würden.

Lediglich die Sozialisten stellen sich dagegen, mit dem Argument: Falls tatsächlich Flüchtlinge mit Geld in der Tasche nach Dänemark kommen, würden diese es ohnehin in der heimischen Gesellschaft ausgeben.

Sie sehen also: dieses Thema ist ein zweischneidiges Schwert. Und mit äußerster Vorsicht zu behandeln, um Rechtspopulisten nicht nach dem Munde zu sprechen.

Im 2. Teil zeige ich Ihnen auf, dass nicht nur die Dänen die Flüchtlinge an ihren Kosten zur Sicherung des Lebensunterhalts beteiligen wollen. Sondern, dass diese Praxis längst in einem anderen deutschen Nachbarland gang und gebe ist. Und zwar noch viel extremer, als in Dänemark geplant.

 

Quelle: Guido Grandt

„Gier-Minister“ Schäuble & der Flüchtlings-Soli – Die ganze Wahrheit! (1)

Sie erinnern sich vielleicht: Anfang Oktober 2015 erteilte Bundeskanzlerin Angela Merkel Steuererhöhungen zur Finanzierung der Flüchlingskrise eine klare Absage.

Merkel: definitiv keine Steuererhöhungen wegen Flüchtlingskrise

Wortwörtlich sagte sie damals: „Wir können uns freuen, dass wir seit Jahren gut gewirtschaftet haben und unsere Wirtschaftslage zurzeit gut ist.“ Daher werde es weder einen Steuer-Soli noch Steuererhöhungen geben.

Und dann wurde sie noch gefragt, ob sie ihr Wort gebe, dass es im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise keine Steuererhöhung gebe. Darauf antwortete sie mit „Ja, definitiv.“

Ja, definitiv.

Genau diese Worte scheinen nun, ein paar Wochen später, völlig in Vergessenheit geraten zu sein.

Schäuble: EU-Flüchtlings-Soli

Nun kommt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, neben Merkel der wichtigste Mann in der CDU, daher und sagt genau das Gegenteil! Er hat eine EU-weite Sonderabgabe vorgeschlagen. Sozusagen eine europäische Flüchtlingsabgabe in allen 28 Mitgliedsstaaten. Vorausgesetzt die Mittel in den nationalen Haushalten und dem europäischen Etat würden nicht ausreichen, die Flüchtlingskrise zu bewältigen.

Wie diese Flüchtlingsabgabe aussehen soll, verrät er auch gleich: durch eine Sonderabgabe auf jeden Liter Benzin.

Mit diesem Geld sollen die Schengen-Außengrenzen gesichert werden, die nicht an einer Begrenzung der Mittel scheitern dürfe, meint Schäuble weiter.

„Bürger-Abzocke“ reloaded

So also soll sie aussehen, die neue Bürger-Abzocke. Neben einem Solidaritätszuschlag für das längst wiedervereinigte Deutschland, nun auch noch ein Flüchtlings-Soli.

Jeder wird sich nun selbst die Frage stellen müssen, ob er dazu bereit ist oder nicht. Mit der traurigen Gewissheit, dass er dies, egal was er denkt, tun muss. Jedenfalls dann, wenn die Sonderabgabe eingeführt wird.

Alexander Graf Lambsdorff, der FDP-Vizepräsident des Europäischen Parlaments kritisiert diesen Vorschlag scharf, nennt Schäuble angesichts von Rekordsteuereinnahmen gar einen „Gier-Minister“. Durch eine solche Europa-Abgabe würde der wirtschaftliche Aufschwung in Südeuropa gleich wieder abgewürgt.

Vorschlag eines Flüchtlings-Solis ist nicht neu!

Ich sage Ihnen etwas: der Vorschlag eines neuen Solidaritätszuschlags, um die Kosten für die Flüchtlingshilfe zu stemmen, ist nicht neu. Schon im September 2015 forderte der frühere sächsische CDU-Ministerpräsident Kurt Biedenkopf einen solchen. Im Wortlaut: „Ich hätte nichts gegen einen Soli für Flüchtlinge.“

Offiziell lehnten in der Folge CDU/CSU, SPD und FDP einen solchen Soli jedoch ab. Vielmehr schlug Dietmar Bartsch, Fraktionsvorsitzender der Linken eine „Einmalabgabe auf Privatvermögen über 10 Millionen Euro“ vor. Oder eine „Sonderabgabe der Rüstungsindustrie.“

Im November 2015 goss der thüringische Linken-Ministerpräsident Bodo Ramelow noch mehr Öl ins Feuer. Er forderte nicht nur den Erhalt des 2019 auslaufenden Solidaritätszuschlags, sondern auch die Erweiterung der Abgabe zu einem Integrationssoli.

Natürlich gaben sich fast alle Parteien erbost über einen solchen Vorschlag. Denn dieser kam aufgrund des nicht abebbenden Flüchtlingszustroms wahrlich zu falschen Zeit.

Morgen verrate ich Ihnen, dass der Flüchtlings-Soli längst schon beschlossene Sache ist. Und zwar zwischen Berlin und Brüssel. Seien Sie gespannt.

 

Quelle: Guido Grandt

China-Börse: 2016 beginnt mit einem Crash

Das neue Börsenjahr beginnt gleich mit einem Paukenschlag: Ausgelöst durch Marktturbulenzen in China sacken die Börsenkurse massiv ab. An der Spitze der Verlierer steht der DAX mit einem Minus von 3,5 %. Damit setzt sich hier die schwache Tendenz weiter fort.

Global gesehen war 2015 ein wirklich schwaches Börsenjahr. Das zeigt beispielsweise der Blick in die USA, den wichtigsten Aktienmarkt der Welt. Dort erlebt der Dow-Jones-Index als wichtiger Börsenindikator das schwächste Jahr seit 2008. Doch auch bei den anderen maßgeblichen Indices fällt die Bilanz ähnlich schwach aus.

Doch die moderaten Verluste bei den Aktienindices waren noch sehr viel besser als die Verluste in vielen anderen Anlageklassen im vergangenen Jahr. So erlebten die Industriemetalle einen regelrechten Crash. Kupfer, Nickel oder Zink mussten Preiseinbrüche von 30 % und mehr verkraften. Der Ölpreis rauscht erneut in den Keller und notierte zum Jahreswechsel auf neuen Tiefständen.

Bei diesen Vorgaben ist das Ergebnis einer Umfrage aus Amerika nicht erstaunlich: Demnach haben 2015 in den USA 70 % aller Investoren Geld verloren. Dabei haben nicht nur einfache Investoren ihr Geld verloren. Auch die Vorstandsboss US-Unternehmen mussten massiven Verlust zu Positionen erreichen nehmen.

Schwache Bilanz: 70% der US-Investoren haben 2015 Geld verloren

5 Vorstandschefs haben insgesamt mehr als 20 Mrd. Dollar Verlust bei ihren Aktienpositionen erlitten. Jeder einzelne dieser fünf CEOs hat mehr als 1 Mrd. Dollar oder sogar mehr verloren auf Basis des persönlichen Aktienbesitzes.

Dazu zählen so bekannte Namen wie der Chef des Kameraherstellers GoPro oder auch der legendäre Investor Warren Buffett mit seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway. Warren Buffett musste einen Verlust von 7,8 Mrd. Dollar verkraften – das war der mit Abstand größte Wert.

Doch der erste Handelstag des Jahres 2016 zeigt ganz klar, dass die Probleme in diesem Jahr weitergehen. Und wie von mir erwartet, gehen die größten Probleme jetzt von China aus. Dort rauschen jetzt zu Beginn des neuen Jahres die Kurse so stark nach unten, dass die Börsenaufsicht dort den Handel zwischenzeitlich ausgesetzt hat.

Das lässt den weiteren Verlauf dieser Handelswoche noch einige starke Kursausschläge erwarten. Vor allen Dingen zeigt Ihnen das ganz klar: Nach den vielen starken Aktienjahren müssen sich jetzt die klassischen Aktieninvestoren wohl auf magere Zeiten einstellen.

 

Quell: Günter Hannich

„Schicksalsjahr 2016 – Zerfällt Europa?“ Das Schreckensszenario und seine Auswirkungen (3)

Auch an Silvester haben Sie das Recht auf die Wahrheit! Deshalb rede ich auch heute Klartext. Denn nur so können Sie die Situation für das bevorstehende Jahr richtig einschätzen, ohne sich von schönen Neujahrsworten aus der Politik einlullen zu lassen. Denn diese Situation ist weitaus bedrohlicher, als Ihnen erzählt wird!

Das bevorstehende Schicksalsjahr

So prognostizieren Experten 2016 als ein Schicksalsjahr für Europa. Sie warnen eingehend vor einem Zerfall Europas. So wie ich es schon seit vielen Monaten in Unangreifbar Leben und meinem Buch 2018 – Deutschland nach dem Crash getan habe.

Schuld daran ist nicht nur die bis heute ungelöste Finanz- und Wirtschaftskrise, sondern auch das Flüchtlingsdrama.

Die Flüchtlingskrise zerreißt die EU endgültig

Längst sind die Probleme der Euro-Zone nicht mehr nur mit Geld zu lösen. Denn, wie bereits angeführt, ist ein weiteres hinzugekommen: die Flüchtlingsströme, die unvermindert über die Balkanroute und das Mittelmeer in die EU anhalten.

Eine dahingehend einheitliche Lösung auf europäischer Ebene ist nicht in Sicht. Die einzelnen Mitgliedsstaaten haben eine höchst unterschiedliche Auffassung über die Lösung des Flüchtlingsdramas.

Während einige Länder Kerneuropas für eine liberale Flüchtlingspolitik sind, wollen die Südländer eine Eindämmung der Migrantenströme. Die Osteuropäer am liebsten gar keine mehr.

EU-Zerfalls-Szenario: Die Katastrophe tritt ein

Die vorhergesagte Katastrophe tritt im theoretischen Zerfall der EU ein: Der Eurowährungsflucht folgt ein Abwertungskampf, der den europäischen Binnenmarkt vollends in den Abgrund reißt. Die Investoren geraten in Panik. Die Märkte sind außer Rand und Band.

Schließlich kollabiert das Finanzsystem. Aus Angst um ihr erspartes Geld plündern Bankkunden Konten und Sparbücher. Alle bisherigen Abwehrmaßnahmen von Bank-Runs erweisen sich als Papiertiger. Beziehungsweise treten nicht mehr rechtzeitig in Kraft. Die meisten börsennotierten Banken crashen. Dies wiederum führt zu einem Flächenbrand: Die nationalen Wirtschaften brechen zusammen und mit ihnen auch die Euro-Zone und damit auch die Europäische Union.

Staatsbankrotte & EZB-Pleite

Tausende Unternehmen gehen Pleite. Millionen Verträge und Beteiligungen aus Geschäftsbeziehungen und Handelsverflechtungen müssen neu gestaltet werden. Ebenso die der noch existierenden grenzüberschreitend tätigen Großbanken. Die (einstigen) südeuropäischen Krisenländer wie Griechenland, Italien, Spanien und Portugal erklären den Staatsbankrott, verkünden deshalb die Einstellung ihrer Schuldenzahlungen. Damit kommt es zum bisher größten Zahlungsausfall von souveränen Staaten in der Geschichte.

Die EZB, die in den vergangenen Jahren hunderte Milliarden Euro an faulen Staatskrediten aus diesen Ländern aufkaufte, wird aufgelöst. Ihr Goldbestand wird im Verhältnis der zu den ursprünglichen Beiträgen an die Mitgliedsstaaten zurückgegeben.

Staatsverschuldungen, Steuererhöhungen & Hyperinflation

Trotzdem müssen die Regierungen neue Milliarden-Kredite im Ausland aufnehmen. Zudem reduzieren sie ihr militärisches Auslandsengagement, also ihre Auslandseinsätze, auf ein Minimum, um Geld zu sparen. Jetzt erweist es sich als falsch, sich an den Kriegen in Afghanistan, Syrien oder in Afrika beteiligt zu haben, die Milliarden verschlingen.

Manche Staaten erhöhen drastisch die Steuern. Andere wiederum enteignen die Bürger mit einer Hyperinflation und schmälern so die Staatsschulden. Die früheren Mitgliedsländer der EU kehren zu ihren einstigen nationalen Währungen zurück, die allerdings erheblich von ihrer früheren Kaufkraft verloren haben.

Flucht aus den Euro-Ländern

Immer mehr Menschen wollen den von Bürgerkrieg, Hungersnot und Arbeitslosigkeit bedrohten und kollabierten Euro-Ländern den Rücken kehren: die Armen, um dem Chaos zu entfliehen und woanders vielleicht Arbeit und eine Zukunft zu finden. Die Reichen, um ihr Vermögen zu retten.

Auch das Vereinigte Königreich von Großbritannien rückt in den Fokus der „neuen“ Wirtschaftsflüchtlinge.

Großbritannien wird zum „gelobten Land“

Investoren wollen riesige Summen Bargeld (in stabilen ausländischen Währungen) auf die britische Insel bringen. Dadurch würde jedoch innerhalb kurzer Zeit die heimische Währung, das britische Pfund, stark im Kurs steigen und Großbritannien eine schmerzliche Rezession bescheren. Deshalb – und aufgrund des ungebrochenen Ansturms von mittellosen Immigranten – macht die Insel ihre Grenzen dicht. Großbritannien, der frühere Zankapfel in der EU, wird plötzlich zu einem neuen „gelobten Land“.

Im 4. und letzten Teil meiner Betrachtungen über den möglichen Zerfall der EU gehe ich nicht nur auf die Auswirkungen auf die ehemalige Eurozone ein, sondern auch auf die auf die globale Wirtschaft.

 

Quelle: Guido Grandt

China-Crash kommt näher: Autoabsatz bricht ein

Wovor ich Sie schon seit Monaten warne, nimmt immer konkretere Formen an: Die „Wachstumslokomotive“ China kommt immer mehr in Bedrängnis.

Wie massiv das Land inzwischen in eine Krise schlittert, zeigt jetzt auch der landesweite Autoabsatz. Schon seit drei Monaten ist der Verkauf von Autos in China rückläufig. Das heißt: Die Chinesen haben immer weniger Geld, um Autos zu kaufen.

Für mich ist das nur ein weiterer Faktor der die Probleme der chinesischen Wirtschaft klar unter Beweis stellt. Ebenso wichtig sind die Handelsdaten aus China. Dort sind zuletzt die Exporte um 7% und die Importe um fast 9% eingebrochen. Ich frage Sie: Wenn das keine Krisenanzeichen sind – was sollen dann Krisenzeichen sein?

Die Wirtschaft dort verliert immer mehr an Schwung und die angepeilten sieben Prozent Wachstum sind eher Wunschdenken der kommunistischen Regierung als Realität. Zudem hat sich die chinesische Führung auch schon kürzlich vom Wachstumsziel 7% verabschiedet. Wenn das schon von offizieller Seite getan wird, zeigt Ihnen das doch ganz klar, dass es realistisch betrachtet schon sehr viel schwächer in China aussieht.

China-Crash wird massive Folgen haben für die Weltwirtschaft

Daran sehen Sie, wie massiv sich die Wirtschaftslage in China in Wirklichkeit verschlechtert. Deshalb bleibe ich dabei: Dort droht in nächster Zeit eine massive Wirtschaftskrise, die den Aktienmarkt in China und den in anderen Schwellenländern weiter deutlich einbrechen lassen wird. Zudem ist die wirtschaftliche Bedeutung Chinas mittlerweile so groß, dass die Folgen eines China-Crash auch massiv bei uns zu spüren sein werden.

Dabei ist China nur ein Krisenherd. In Südamerika leidet die Konjunktur in Brasilien schon seit einiger Zeit – da hat auch die Fußball WM im vergangenen Jahr nur wenig daran geändert. Nun stehen die Olympischen Spiele in Rio 2016 auf dem Programm.

Schon tauchen wieder viele optimistische Meldungen zur möglichen Belebung der Konjunktur auf. Doch diese Prognosen sind meiner Meinung nach das Papier nicht wert auf dem sie geschrieben sind. Dieses singuläre Sportereignis hat einfach nicht die Kraft tatsächlich etwas in einem Land zu verändern.

Sie sehen hier ganz klar: Die Schwellenländer stecken schon jetzt in der Krise und eine schnelle Änderung der Lage ist kaum in Sicht. Das bedeutet für 2016 weiter unruhige Zeiten.

 

Quelle: Günter Hannich

„Schlimmer geht’s nimmer!“ – So greift der Staat nach den Auslandsrenten! (1)

Fliegen Sie bald in Ihren wohlverdienten Weihnachtsurlaub? Vielleicht sogar ins Ausland, um endlich mal von Eurokrise, Terrorangst und Flüchtlingskrise auszuspannen? Vielleicht finden Sie es dort ja sogar so toll, dass sie am liebsten dort bleiben würden?

Na dann …

Altersruhesitz im Ausland

Viele vor Ihnen haben dieses Vorhaben bereits in die Tat umgesetzt. Sie sind in einem anderen Land geblieben, vor allem im Rentenalter. Ich selbst bin vielen Ruheständlern in allen Teilen der Welt begegnet. Etwa in Thailand, in den USA, in Australien, in Spanien …

Wenn Sie auch nur ansatzweise mit einem solchen Gedanken spielen, dann sollten Sie meinen neuen Unangreifbar Leben-Newsletter weiter lesen. Selbst auf die Gefahr hin, dass ich Ihnen damit die Vor-Weihnachtslaune verderbe. Nichtsdestotrotz sollten Sie auch über Unerfreuliches informiert sein, bevor Sie einen Fehler machen.

Der Staat braucht Geld

Die Bundesregierung braucht angesichts der riesigen Kosten, die die Flüchtlingsströme verursachen natürlich Geld. So werden neben den bekannten Szenarien – Steuererhöhungen, Flüchtlingssoli, Anhebung des Rentenalters, neue Staatsschulden usw. – alle Möglichkeiten durchgespielt. Also all jene, bei denen es noch etwas von Ihnen zu holen gibt.

Und wissen Sie was: so hat das Bundesfinanzministerium auf Empfehlung des Bundesrechnungshofes die „Sicherung des Steueraufkommens von Rentnerinnen und Rentnern mit ausländischem Wohnsitz“ aufgegriffen.

Die große Unverschämtheit

Verstehen Sie richtig: Steuern werden normalerweise fällig, weil der Bürger damit den Staat für dessen Leistungen entschädigt. Doch wenn Sie in Timbuktu, Honolulu oder sonst wo leben, nehmen Sie diese Leistungen vom deutschen Staat ja gar nicht mehr in Anspruch.

Somit hätte er, wenn Sie mich diesen Gedanken zu Ende bringen lassen, überhaupt kein Recht, Ihnen in die Reisetasche zu greifen. Finden Sie nicht auch?

Renten – ein kümmerliches Abbild der individuellen Lebensleistung

Ich sage Ihnen: Renten sind ein Abbild der individuellen Lebensleistung. Wenn auch ein recht kümmerliches. Aber dennoch, wenn Sie Rente bekommen, dann haben Sie auch etwas geleistet. Sprich: gearbeitet und dafür auch schön und brav Ihre Steuern bezahlt. Und damit etwas für die Solidargemeinschaft erwirtschaftet.

Und das reichlich, das brauche ich Ihnen nicht zu sagen. Schauen Sie nur mal Ihre Abzüge an. Ob als Selbstständiger, als Angestellter oder Arbeiter.

Die doppelte staatliche Ausbeutung

Schon alleine der Umstand, dass die mickrigen Renten, die nachher von Ihrer Schufterei übrig bleiben, noch besteuert werden, ist – gelinde gesagt – eine Frechheit!

Nein, das ist staatliche Ausbeutung, denn so bezahlen Sie doppelt Steuern: Während Ihrer aktiven Arbeitszeit. Und während ihres passiven Ruhestandes.

Das wird einem so gar nicht richtig bewusst, wenn man das nicht irgendwann mal gesagt bekommt!

Morgen zeige ich Ihnen auf, warum der deutsche Staat bei der Eintreibung der Rentensteuer im Ausland versagt hat. Und welches neue effektive Instrument er nun benutzt, um die Rückstände einzutreiben.

 

Quelle: Guido Grandt

Das ist der sicherste Ort für Ihr Geld

Wo sind denn Ihre Ersparnisse wirklich sicher aufgehoben? Auf diese Frage gibt es verschiedene Antworten. Sie können Ihr Geld unter der heimischen Matratze lagern. Das fällt bestimmt nicht in die Kategorie sicher.

Dann ist es schon eher angesagt, das Geld zu Bank zu bringen. Doch wenn Ihr Geld auf einem Konto ist, besteht die Gefahr einer Beschlagnahmung. Wie schnell das gehen kann, mussten die Sparer in Zypern im März 2013 schmerzhaft erfahren.

Also bringen Sie Ihr Geld doch zur Bank – und lagern es dann in einem Schließfach. Da ist es wirklich sicher. Zumindest in den meisten Fällen. Aber eine wirklich absolute Sicherheit gibt es auch da nicht.

In Großbritannien wurden von staatlicher Seite im Jahr 2008 immerhin 7.000 Schließfächer geöffnet. Dabei waren die Behörden nicht zimperlich, denn es kam zur gewaltsamen Öffnung mit dem Winkelschleifer. Das produzierte abschreckende Bilder.

Die Polizei wollte mit dieser Aktion gegen die organisierte Kriminalität vorgehen. In britischen Medien wurde damals diese Aktion auch gefeiert. Es herrschte die Meinung vor: Wer etwas in ein Schließfach packt, hat auch etwas zu verbergen.

Im Vorfeld waren die Besitzer der Schließfächer gebeten worden, die Herkunft der Dinge im Schließfach den Behörden mitzuteilen. Wer darauf nicht einging, musste dann mit der Öffnung seines Schließfaches rechnen.

Aufbruch von Schließfächern hat es schon gegeben

Im Endeffekt kamen bei dieser Aktion Vermögenswerte im Gesamtwert von 35 Mio. Euro zusammen. Dabei befanden sich in den Schließfächern größere Mengen Gold und auch jede Menge Bargeld.

Mit diesem Beispiel will ich Ihnen nur eins zeigen: Auch wenn Sie meinen, Ihr Vermögen sei sicher – es gibt im Krisenfall immer Möglichketen für die Behörden auch an diese Vermögensgüter zu kommen.

Daher laut mein Ratschlag dieser Stelle auch an Sie: Wenn es um größere Summen Bargeld geht, verteilen sie das Geld auf verschiedenen Konten bei unterschiedlichen Banken. In Zypern fand hier eine Grenze von 100.000 Euro Anwendung. Das sollte auch die maximale Summe sein, die Sie auf einem Konto haben sollten.

Schließfächern bei einer Bank sollten Sie aus dem Weg zu gehen. Konkret haben Sie hier auch die Möglichkeit, privat einen hochwertigen Tresor anzuschaffen. Das kostet zunächst einmal mehr Geld als ein Schließfach – bietet Ihnen aber auch die absolute Sicherheit, dass Sie dauerhaft Zugriff auf ihre Vermögenswerte haben.

 

Quelle: Günter Hannich

US-Konsum tritt auf der Stelle – das wird auch bei uns für Probleme sorgen

In der Adventszeit kennt der Konsumrausch kaum Grenzen – das gilt für uns in Deutschland. Das gilt aber noch sehr viel stärker für die Vereinigten Staaten. Dort gehört der private Konsum noch stärker zum Lifestyle als bei uns.

Der jährliche Höhepunkt ist der Black Friday. An dem Freitag nach dem US-Feiertag Thanksgiving locken die großen Einzelhändler und Kaufhäuser in den USA mit massiven Angeboten. Die Preise sind so verlockend, dass sich an vielen Standorten schon in den frühen Morgenstunden lange Schlangen vor den Konsumtempeln bilden.

Hier muss ich einschränken und sagen: Bildeten. Nach Angaben aus US-Medien ist es in diesem Jahr deutlich ruhiger gewesen in vielen Malls und Einkaufszentren im ganzen Land. Viele Beobachter vergleichen den Betrieb in den Einkaufszentren mit einem normalen Samstagsgeschäft.

Meiner Einschätzung nach hat diese Kaufzurückhaltung einen einfachen Grund: Die US-Bürger haben deutlich weniger Geld zur Verfügung für den Konsum. Hierfür habe ich nur ein kleines Beispiel für Sie.

So müssen laut einer aktuellen US-Studie die Mitarbeiter in mittleren und großen Firmen in den USA immer mehr Geld für die Krankenversicherung ausgeben. Lag der jährliche Durchschnitt vor zehn Jahren noch bei 2.000 Dollar sind es nach etlichen Reformen in diesem Sektor mittlerweile mehr als 4.700 Dollar. Das entspricht einem Anstieg der Gesundheitskosten von 135% in nur zehn Jahren.

Konsumkredite wachsen wieder deutlich in den USA

Bis vor kurzem sah es so aus, als ob die Finanzkrise in den USA doch ein Umdenken bewirkt hat. Während in den Jahren bis 2008 die US-Konsumenten ohne Rücksicht auch auf persönliche Folgen die privaten Kredite immer weiter nach oben geschraubt haben, stieg das Volumen in den vergangenen Jahren nur noch moderat an.

Aber seit 2014 geht es wieder deutlich hier wieder nach oben mit den Krediten. Zuletzt legte das Volumen der Konsumentenkredite auf Jahressicht wieder um enorme 10% zu und erreichte das höchste Niveau seit dem Ende der Finanzkrise.

Im Grunde ist es doch so bei vielen Dingen des Konsums: Viele US-Bürger haben mit Geld was sie nicht hatten, Dinge gekauft, die sie nicht gebraucht haben. Dies ist ein Kennzeichen der heutigen Zeit.

Doch dieser grenzenlose Konsum stößt an seine Grenzen – und das ist aktuell eben in den USA zu erkennen. Doch das dortige Wirtschaftswachstum basiert sehr stark auf dem persönlichen Konsum. Daher sind die aktuellen Schwächen ein klares Zeichen für einen größeren Zusammenbruch, der uns bevorsteht.

 

Quelle: Günter Hannich

Auch das noch: Deutsche Sparer sollen für EU-Spareinlagen aufkommen

Die EU weitet ihren Einfluss immer mehr aus. Politisch ist es mittlerweile ja schon so, dass kaum noch Gesetze die in Deutschland gelten tatsächlich in Deutschland auf den Weg gebracht werden. Zu viele EU-Vorgaben müssen erfüllt werden. Das engt den Spielraum der Politik gewaltig ein.

Aber nun geht es noch deutlich darüber hinaus. Der zentrale Punkt einer weiteren Verschärfung von EU-Richtlinien bezieht sich auf die Einlagensicherung. Bislang ist die national geregelt. Das ist eine sehr gute Regelung. So ist jedes EU-Land dafür verantwortlich, die Sicherung der Bankeinlagen vorzunehmen und im Notfall eben auch zu gewährleisten, dass die Bürger ihr Geld bekommen.

Aber mit dieser nationalen Lösung soll bald Schluss sein. Ziel ist es eine EU-Einlagensicherung zu schaffen. Wenn diese Regelung tatsächlich kommen sollte, werden finanzielle Probleme von Banken in den jetzt schon schwachen Ländern sofort auch für uns in Deutschland wirksam.

Diese Planungen sorgen für großen Widerstand in Teilen der deutschen Finanzbranche. Ganz besonders die deutschen Sparkassen und Genossenschaftsbanken wehren sich gegen dieses Vorgehen. Nach Angaben des Deutschen Sparkassen und Giroverbandes (DSGV) plant die EU-Kommission einen Angriff auf den Sparerschutz in Deutschland.

Bis jetzt ist es ja so, dass in Deutschland die Sparkassen und Genossenschaftsbanken nicht am allgemeinen System der Einlagensicherung teilnehmen. Es gibt vielmehr ein eigenes Einlagen-Sicherungssystem dieser Finanzinstitute. Doch das soll auch im Rahmen der EU-Planung schon bald der Vergangenheit angehören.

Starke Länder sollen schwache Länder retten

Für mich sieht diese Planung ganz klar danach aus, dass einmal mehr die starken Euroländer in die Pflicht genommen werden sollen, um den schwachen Euro Länder aus der Chat zu helfen. Wichtig ist allerdings auch, dass bis jetzt noch nichts wirklich beschlossen worden ist. Aktuell sind es nur Pläne die in Brüssel vorliegen. Realität werden können diese Pläne dann nur, wenn das EU-Parlament und der europäische Rat diesen Vorschlägen tatsächlich zustimmt, die von Seiten der EU-Kommission kommen.

Mit der europäischen Einlagensicherung taucht ein komplett neues Problemfeld auf, was bislang noch keine Rolle in der Öffentlichkeit spielt. Für mich ist es der nächste große Angriff auf die deutschen Spareinlagen und hier gilt es für Sie Ihr Vermögen aktiv zu schützen. Wie das geht, erfahren Sie regelmäßig an dieser Stelle.

 

Quelle: Günter Hannich