Weltbank-Prognose: Es kommen harte Zeiten auf uns zu

Was ich schon seit längerer Zeit erwartet habe passiert genau jetzt: Die großen Konjunkturprognosen müssen nach und nach angepasst werden. Jetzt hat die Weltbank die aktuellen Konjunkturprognosen veröffentlicht und in vielen Fällen deutlich nach unten angepasst.

So erwarten die Experten der Weltbank für das laufende Jahr nur noch ein Wachstum der globalen Wirtschaft von 2,4 % anstatt der noch im Januar prognostizierten 2,9 %. Gleichzeitig wurde auch der Ausblick für das kommende Jahr von bisher 3,1 % auf 2,8 % gesenkt.

Ab 2018 erwarten dann die Weltbank Experten wieder ein stärkeres Wachstum der Weltwirtschaft von immerhin 3 %. Als Begründung dienen die dann wieder höheren Rohstoffpreise, die vor allen Dingen in den Schwellenländern wieder eine Stabilität bringen sollen.

Sehr deutlich hat die Weltbank die Prognose für die größte Volkswirtschaft der Welt die USA gesenkt. Hier soll es im laufenden Jahr nur noch um 1,9 % und nicht wie vorher erwartet um 2,7 % nach oben gehen. Auch im kommenden Jahr ist die Prognose nun mit 2,2 % klar niedriger als vorher mit 2,4 %.

Brasilien und Russland bleiben die Sorgenkinder

Keine Veränderung gab es für die Europäische Union wo die Weltbank sowohl in diesem Jahr als auch im nächsten Jahr die Prognose nicht verändert hat und hier ein Wachstum von 1,6 % erwartet.

Auch in China bleiben die Prognosen unangetastet mit seinem Wachstum von 6,7 % für das laufende Jahr und 6,5 % im nächsten Jahr. Hier trauen die Experten der Weltbank der chinesischen Politik so viel Einfluss zu, das sich das Wachstum auf dem Niveau stabilisiert.

Größere Gefahren gehen allerdings weiterhin von Brasilien und Russland aus. Beide Länder sind laut Weltbank weiterhin in einer Rezession gefangen. Dies soll sogar noch schärfer ausfallen als in der Prognose im Januar.

Laut Weltbank bleiben die Risiken für die Weltwirtschaft hoch und insbesondere in den Schwellenländern ist weiterhin mit einer schwachen wirtschaftlichen Entwicklung zu rechnen. Genauso sehe ich es auch – nur erwarte ich auch in China deutliche Einbußen beim Wirtschaftswachstum, die dann massive Auswirkungen auch auf die Weltkonjunktur haben werden.

 

Quelle: Günter Hannich

Böse Vorahnungen – In den USA geht es bergab

Die niedrigen Zinsen, die Negativ-Zinsen und die Mengen an Geld, mit denen die Märkte überflutet verfolgt die Politik in Europa und Amerika vor allem ein Ziel:

Die Wirtschaft soll angekurbelt werden. Die Unternehmen sollen Investitionen vereinfacht werden. Depression und Deflation sollen verhindert werden. Wie „erfolgreich“ diese Strategie ist, das zeigt ein Blick auf die aktuellen Daten der USA:

  • Der Auftragseingang in den USA geht zurück. Nach der aktuellen Statistik bekamen die US-Unternehmen im Februar 2016 0,8% weniger Aufträge. Mit anderen Worten: Statt Wachstum steht Schrumpfung auf dem Programm. Die Politik des billigen Geldes funktioniert nicht. Ein Wirtschaftseinbruch wird damit nicht zu verhindern sein.


Unbehagen und böse Vorahnungen dürften die schlechten Zahlen aus den USA auch hierzulande auslösen: Nachdem China als ehemals wichtigstes Abnehmerland ins Straucheln geraten, wankt mit den USA ein weiterer Großkunde. Nach den Problemen in China hatten die deutschen Maschinenbauer darauf gesetzt, in den USA vermehr Abnehmer zu finden. Wenn es bei den negativen Zahlen aus den USA bleibt – und alles sieht danach aus –, wird es damit nichts. Rezession, Deflation, Depression sind dann nicht mehr weit entfernt …

Entsprechend düstere Befürchtungen hatten wahrscheinlich die Verantwortlichen bei der Europäischen Zentralbank (EUB) bereits in diesem März als sie überraschend den Leitzins auf 0,0% senkten, den Geldhahn noch einmal weiter aufgedreht hatte und ankündigte, Anleihen im Wert von jetzt 80 Milliarden statt bisher „nur“ 60 Milliarden Euro im Monat zu kaufen.

Wie die Zahlen aus den USA zeigen: All das hilft wenig. Viele ernsthafte Beobachtet befürchten deshalb schon das Schlimmste für die bevorstehende Berichtssaison in den USA, bei der die großen Aktienunternehmen ihre Zahlen offenlegen:

Die Zeitung Financial Times prognostiziert aktuell, dass die Gewinn der Unternehmen aus dem S&P 500-Index im ersten Quartal 2016 um rund 7,6% gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen sind.

Wir müssen den Tatsachen in die Augen sehen: Es geht abwärts!

 

Quelle: Günter Hannich

Aktuelle Kursrückgänge sind nur der Vorbote – der große Absturz kommt noch

Der Zwischenspurt an den Börsen ist schon wieder vorbei. Heute sackten die Kurse erst einmal wieder ab. Während noch zum Wochenanfang die Marke von 10.000 Punkten im DAX zum Greifen nahe schien, sind jetzt einmal mehr die 9.500 Punkte Marke das Ziel.

Wir erleben derzeit noch keine Panik. Wir erleben derzeit aber eine große Verunsicherung vieler Investoren. Die zeigt sich immer wieder in kurzen Aufwärtsphasen und dann raschen Abschwüngen. Dabei gilt das nicht nur für den deutschen Aktienmarkt. Auch international deuten die Zeichen hier auf Krise.

Grundsätzlich lohnt sich immer wieder ein Blick auf den wichtigsten Aktienmarkt der Welt: Die vereinigten Staaten. Dort tauchen immer mehr Indikatoren auf, nach denen die wirtschaftliche Aktivität im Land weiter zurückgeht. Ende der Woche wird es noch Zahlen zu Wirtschaftsentwicklung im vierten Quartal 2015 geben. Zuletzt war es hier mit einer Jahresrate von 2,0 % nach oben gegangen. Laut Prognose ist das Wachstum nun jedoch auf 0,9 % gesunken.

Deutlich dramatischere Zahlen liefert beispielsweise ganz aktuell Texas. Dort kamen gestern neue Daten zum Texas General Business Activity Index. Dieser Index hat gerade jetzt ein neues Sechs Jahrestief erreicht. Zudem fiel der Indexstand mit -34,6 Punkten deutlich schlechter aus als von den Analysten im Vorfeld erwartet.

Texas leidet besonders unter dem niedrigen Ölpreis – das wird sich auf die USA ausbreiten

Nun mag man im Ölstaat Texas so etwas noch erwarten, wenn der Ölpreis deutlich abstürzt. Aber ein anderes Beispiel liefert auch Wal Mart, der größte Einzelhändler der Vereinigten Staaten. Das Unternehmen hat nicht nur im vergangenen Jahr ein Kursminus von 30 % erzielt. Nun hat Wal Mart auch verkündet 269 Standorte in den USA zu schließen. 10.000 Arbeitsplätze sind davon betroffen.

Damit gehört Wal Mart zu einer Reihe von Unternehmen, die derzeit massiv Stellen abbauen. Erst kürzlich hat beispielsweise Union Pacific, die größte US-Eisenbahngesellschaft, 3.900 Arbeitsplätze abgebaut. Die Geschäfte laufen alles andere als rund bei dem Unternehmen, das auf Güterverkehr spezialisiert ist.

So sackte der Umsatz um 15 % ein und beim Nettogewinn musste das Unternehmen einen Rückgang von 22 % hinnehmen. In allen maßgeblichen Geschäftsbereichen ging es bei Union Pacific nach unten. Besonders drastisch fiel der Rückgang beim Öl aus. Hier sackte der Umsatz um 42 % ab.

In den kommenden Wochen und Monaten erwarte ich weiteren negativen Nachrichten nicht nur zum Zustand der US-Wirtschaft. In den kommenden Wochen wird die Berichtssaison sicherlich einige böse Überraschungen liefern. Zusammen mit der ohnehin schon angespannten Lage wird das die Aktienkurse weiter massiv belasten.

 

Quelle: Günter Hannich

„Armenhaus Griechenland“ – Wie die EU-Troika Hellas zerstört! (2)

Die meisten der hunderttausenden Flüchtlinge, die zu uns kommen, haben gewiss ein schreckliches Schicksal hinter sich.

Aber auch mitten in Europa, in der EU gibt es ein Land, das vor einer humanitären Katastrophe steht. Die Rede ist von Griechenland.

Dort sind mehr als 36 Prozent von Armut und sozialer Abgrenzung bedroht. Jeder Dritte also.

Das ist die höchste Armutsquote in der EU!

50 Milliarden BIP-Verlust

Stellen Sie sich vor: Griechenland verlor in nur vier Jahren – von 2010 bis 2014 – fast 50 Milliarden seines Bruttoinlandsprodukts (BIP). Während die Schulden des Staates an den Privatsektor bis 2015 auf rund 6 Milliarden Euro stiegen.

Die größten Verbindlichkeiten sind die an die Sozialversicherungsträger (2,6 Milliarden Euro) und die Krankenhäuser mit Schulden von 1,3 Milliarden Euro.

Keine rosigen Aussichten

Durchschnittlich ging der Konsum der Haushalte um 5,1 Prozent zurück. Die der privaten Investitionen um 14,05 %.

Trotz der neuen Einsparungen schätzt der IWF ein schwarzes Loch im Jahr 2015 von 450 Millionen Euro. Für 2016 sollen sogar noch weitere 900 Millionen Euro dazu kommen.

Und so sieht es tatsächlich im Flüchtlingstransitland Griechenland aus. Und zwar trotz erhöhter steuerlicher Plünderung der Bürger, sprich Steuererhöhungen, dramatischer Sozial- und Einkommenskürzungen.

Zwangsräumungen stehen an

Rund 300.000 Haushalten droht nun die Zwangsräumung. Denn auf Druck der Gläubiger sollen Zwangsversteigerungen bisher geschützter Hauptwohnungen wegen „leistungsgestörter Bankkredite“ forciert werden.

Bisher wurden Immobilieneigentümer durch ein Gesetz mit dem Namen Lex Katseli bis zu einem Wert von 375.000 Euro geschützt. Doch diese Schutzgrenze soll auf 80.000 Euro gesenkt werden, um die Immobilien zu versteigern.

Griff in die Rentenkassen

Hinzu kommt, dass sich der griechische Staat aus Geldmangel an den Rücklagen der Rentenkassen vergreift.

Was zu einem bösen Erwachen der demographisch überalterten Gesellschaft führen wird.

Griechische Hungerrenten

Schon jetzt erhalten die alten Menschen nur noch Hungerrenten von etwa 400 Euro, was zu einer weiteren Verelendung der überwältigenden Mehrheit der Rentner führen wird. Die meisten von ihnen können nicht einmal mehr ihre Medikamente bezahlen, die sie benötigen.

Hinzu kommt die äußerst mangelhafte Krankenpflege. Kurzum: das Lebensniveau der Alten wird kontinuierlich abgewertet, wo es doch nach einem Leben voller Arbeit ganz anders sein sollte.

Skandal-Vorschlag für Rentner

Ein neuer Vorschlag ist aufgetaucht, der nicht nur eine Schande, sondern auch ein handfester politischer Skandal ist: die Renten sollen an persönliche Vermögenswerte oder sogar an die Lebenserwartung gekoppelt werden.

Soweit sind wir also schon in einem EU-Mitgliedsland!

Währenddessen gehen die Finanzbehörden und die Banken des Landes weiter auf die Jagd. Verfolgen jede Art von Abzocke, um an das dringend benötigte Kapital zu kommen.

Griechenland als „Negativbeispiel“

Sie sehen also: Griechenland ist das Negativbeispiel für eine verheerende EU-Politik. Statt Wachstum und soziale Sicherheit hat sie genau das Gegenteil gebracht.

Armut. Rentenverelendung. Wirtschaftlicher Absturz.

Wollen Sie Politikern immer noch glauben, die Ihnen ein X für ein U vormachen?

 

Quelle: Guido Grandt

Deflationsgefahr bleibt weiter hoch

Wie die Europäische Zentralbank (EZB) ankündigte, will sie ihr Aufkaufprogramm für Anleihen ausweiten. Dazu soll das Volumen von 60 Milliarden Euro im Monat voll ausgeschöpft werden. Außerdem ist beabsichtigt, den aufzukaufenden Anteil vom Gesamtbestand einer Anleihe von 25 auf 33 Prozent zu erhöhen. Diese Maßnahme betrifft hauptsächlich Staatsanleihen von Euro Pleitestaaten.

Hintergrund sind neue Gefahren für das Wachstum und die Befürchtung, dass die Inflationsrate ins Minus geraten könnte. Dies zeigt sich daran, dass die EZB ihre Inflationsprognose für dieses Jahr von 0,3 auf nur noch 0,1 Prozent gesenkt hat.

Daran sehen Sie, dass diese ganzen EZB-Aktionen schon bisher real gar nichts bringen. Trotz Anleihenaufkäufen auf Rekordniveau sinkt die Inflationsrate weiter. Das bestätigt meine Erwartung, dass die EZB gegen eine aufkommende Deflation machtlos ist. Sie kann zwar dem Finanzmarkt und den Banken Geld zur Verfügung stellen, hat aber keinerlei Kontrolle darüber, ob dieses Geld auch beim Verbraucher und der realen Wirtschaft ankommt.

Insofern erleben wir aktuell auch eine trügerische Ruhe an den Finanzmärkten. Das Thema Euro-Krise taucht in den Massenmedien kaum noch auf. Dabei sind die Gefahren weiterhin groß. Im Endeffekt ist die Wahrscheinlichkeit für eine starke wirtschaftliche Korrektur sogar deutlich gestiegen.

Von der Deflation geht die große Gefahr aus – nicht von einer Inflation

Wenn es jetzt tatsächlich zu einem Crash kommt, dann wird die Wirtschaft durch den Konsumeinbruch deutlich in die Deflation abrutschen. Dann ist es eben auch egal, was die EZB dann macht. So wie heute auch wird das Aufkaufprogramm der EZB dann mehr oder weniger wirkungslos verpuffen – und das trotz der Milliardensummen die dort investiert werden.

Als einer der wenigen Experten für Deflation habe ich die Leser meines Börsendienstes schon frühzeitig auf die Gefahren einer Deflation hingewiesen. Diese Gefahr erkennen nur wenige Investoren – doch die Folgen sind deutlich heftiger als bei einer Inflation.

Zunächst ist es für Sie als Investor wichtig, hier Ihr Vermögen flexibel zu halten. So können Sie schnell umschichten, wenn es nötig ist. Zudem ist es wichtig sich einen Vorrat an Bargeld zuzulegen, um mindestens zwei Monate Ihres Lebensstandards damit finanzieren zu können.

 

Quelle: Günter Hannich

„Armut, Perspektivlosigkeit, Nationalismus!“ – Der Ausverkauf der Ukraine und die Politik des Westens am Beispiel von Odessa (2)

Schuldenschnitt und neue Hilfskredite

Ich habe Ihnen bereits aufgezeigt, dass die Ukraine nur mit einem 20-prozentigen Schuldenschnitt und weiteren internationalen Krediten den Staatsbankrott abwenden konnte. Aber dennoch weiter am Rande eines solchen steht.

Ehemals ausländische Investmentbanker dominieren die ukrainische Wirtschaft: die Finanzministerin und der Wirtschaftsminister.

Nachfolgend werde ich einen näheren Blick auf diese Minister werfen. Sie werden überrascht sein.

Finanzministerin mit US-amerikanischen Interessen

Natalie Jaresko ist eine US-Amerikanerin ukrainischer Abstammung. Flux wurde sie (im Eilverfahren) in die Ukraine eingebürgert.

Jaresko arbeitete früher im US-Außenministerium und bei Investmentfonds. Zudem leitete sie die Wirtschaftsabteilung der US-Botschaft in Kiew sowie das Finanzunternehmen Horizon Capital.

Sie ist also dazu auserkoren das Land vor der Staatspleite zu retten.

Vergessen Sie in diesem Zusammenhang jedoch die Vorwürfe nicht, dass die Finanzministerin in dubiose Machenschaften verwickelt sein soll. Und zwar hinsichtlich der Verwendung von amerikanischen Steuergeldern in der Ukraine.

Ehemaliger Fondsmanager als Wirtschaftsminister

Auch der Litauer Aivaras Abromavicius wurde schnell eingebürgert.

Der Grund für die Eile: Er wurde zum Wirtschaftsminister der Ukraine ernannt.

Zuletzt war Abromavicius Topmanager bei East Capital, einem schwedischen Investmentfonds.

Nachtigall ick hör dir trapsen!

Amerikanisches Milliarden-Engagement in der Ukraine

Wie Sie vielleicht wissen, soll sich das finanzielle Engagement der Amerikaner in der Ukraine schon vor dem Machtwechsel Anfang 2014 auf 5 Milliarden Dollar belaufen haben. Investiert für den Aufbau von „Demokratie“ und „Wachstum“.

Erinnern möchte ich Sie außerdem daran, dass Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk auch Stellvertreter des Vorstandsvorsitzenden der AT Aval Bank war. Eine der größten ukrainischen Banken.

Ausverkauf ukrainischer Staatsbetriebe

Nicht nur in Griechenland, sondern auch in der Ukraine haben die internationalen Geldgeber darauf gedrungen, Staatseigentum zu veräußern.

Jetzt im Sommer begann Jazenjuk den Ausverkauf ukrainischer Staatsbetriebe voranzutreiben. Vor allem in die USA.

Grundlage dafür war, dass die Rada, das ukrainische Parlament, im Mai 2015 diesem Verkauf zugestimmt hat.

Insgesamt 1.200 Betriebe werden verscherbelt

Zunächst sollen 300 Betriebe betroffen sein. Und zwar aus den Bereichen chemische Industrie, Bergbau, Maschinenbau, Transportwesen, Baugewerbe, Finanzwesen sowie Land- und Energiewirtschaft.

Doch dabei soll es nicht bleiben.

Insgesamt sollen es 1.200 Betriebe werden, die privatisiert und dann verscherbelt werden.

Ein Beispiel für den Ausverkauf

Ein Beispiel, an dem Sie am besten erkennen, wie dieses perfide „Spiel“ läuft:

In der Westukraine beginnt bereits der Verkauf fruchtbarer Agrarflächen.

Erraten Sie einmal an wen?

An internationale Saatgutkonzerne natürlich.

Und das geradezu für einen „Appel und ein Ei“.

Der Regierung ist es egal, was das Volk denkt

Dass dieser Staatseigentums-Ausverkauf für Kleingeld an die überwiegend amerikanischen Investoren nicht ohne Wirkung bleibt, rechnet Jazenjuk mit ein.

Es „juckt“ ihn nicht. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn die Umfragewerte der Regierung seien ohnehin im Keller, meinte er dahingehend.

Wieder mal ein Beispiel dafür, dass Politiker tun und lassen was sie wollen. Egal, was das Volk will.

Beschämend ist, dass der amerikanische und europäische Steuerzahler dafür auch noch Pate steht.

Die Angst vor russischer Kontrolle

Hintergrund für Jazenjuk & Co. ist die Angst, dass Russland teilweise die Kontrolle über die ukrainische Wirtschaft durch den Aufkauf von Schlüsselunternehmen erlangen könnte.

So nimmt man also alles in Kauf. Sogar die Verelendung des eigenen Volkes.

 

Quelle: Guido Grandt

Industrierohstoffe: Stärkster Preisverfall seit der Finanzkrise 2008

Die Börsen werden in diesen Tagen kräftig durcheinander gewirbelt. Dabei fällt ein Sektor ganz besonders auf: Das sind die großen Minenkonzerne.

Der Grund dafür ist einfach: Im letzten Monat ist der Bloomberg Commodity Index so stark eingebrochen, wie seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr. Dieser Index umfasst 22 verschiedene Futures, die an Warenterminbörsen gehandelt werden.

Dazu gehören u. a. Futures aus dem Energiesektor wie z. B. verschiedene Rohölsorten und Erdgas, sowie Futures auf die Industriemetalle Nickel, Kupfer, Aluminium und Zink. Darüber hinaus gehören auch Terminkontrakte auf Edelmetalle und verschiedene Agrargüter zum Portfolio.

Damit ist der Index ein Gradmesser für die Preisveränderungen in diesen für die Entwicklung der Weltwirtschaft wichtigen Marktsegmenten. Der Index fiel innerhalb von vier Wochen um sage und schreibe 14 Prozent. Dabei verzeichneten fast alle enthaltenen Rohstoffpositionen ein Minus, darunter also auch sämtliche Industriemetalle.

Crash der Industrierohstoffe zeigt Krise der Wirtschaft an

Der Index steht jetzt auf einem 13-Jahrestief und es geht weiter nach unten. Für mich ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass die Nachfrage nach Industrierohstoffen stark rückläufig ist. Das bedeutet, dass auch das Wachstum der produzierenden Wirtschaft weltweit immer mehr zurückgeht.

Solche Entwicklungen hat es in der Vergangenheit immer wieder gegeben. Mich erinnert der aktuelle Absturz sehr stark an die Entwicklung im Jahr 2008. Sie erinnern sich? In dem Jahr begann die weltweite Finanzkrise im September mit dem Zusammenbruch der US-Bank Lehman Brothers.

Auch damals war es so, dass zuerst die Rohstoffe einbrachen und dann im Oktober die große Finanzkrise ausbrach. Genau dieses Risiko besteht jetzt wieder. Schon seit einigen Monaten habe ich i Übrigen einen solchen Einbruch bei den Industriemetallen erwartet.

Daraus habe ich für die Leser meines Börsendienstes „Crash Investor“ eine lukrative Empfehlung abgeleitet: Seit Ende April hat diese erfolgreiche Depotposition bis jetzt schon ein Plus von deutlich über 30% gebracht.

Dabei müssen Sie eins wissen: Hierbei handelt es sich um eine Absicherungsposition, die genau in solchen Krisenphasen an der Börse zum Tragen kommt und die beste Performance erzielt. Doch die Masse der Investoren setzt eben immer nur auf steigende Kurse. Das sorgt in diesen Tagen für massive Verluste in vielen Depots. Wenn Sie Ihr Vermögen jedoch breit aufstellen und auch aktiv absichern, gehören Sie langfristig zu den Gewinnern und können der nächsten Krise gelassen entgegenblicken.

 

Quelle: Günter Hannich

„Leben auf Pump“ – Die vorprogrammierte Katastrophe! (1)

In der aktuellen Diskussion um das 3. Hilfspaket für Griechenland müssen wir eingestehen: nicht nur die Hellenen leben auf Pump.

Sondern wir alle.

Die ganze Welt.

Die Welt versinkt in Schulden

Die meisten Staaten auf dem Globus versinken geradezu in Schulden.

Damit sind wir alle gemeint: die Staaten und Regierungen. Die Unternehmen und die privaten Haushalte. Also die Bürger.

So beläuft sich die globale Kreditlast auf annähernd 200 Billionen Dollar. Eine astronomisch hohe Zahl.

Schuldenstand der Staaten wächst beständig

So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Wachstumsrate bei der öffentlichen Verschuldung zumeist stabil über dem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegt.

Der Schuldenstand der Staaten erhöht sich also beständig weiter.

Deutsche Schulden: 2,2 Billionen Euro!

Alleine Deutschland ist mit über 2,2 Billionen Euro verschuldet. Oder anders ausgedrückt: Mit 2.200 Milliarden Euro.

1987 waren das noch „läppische“ 43 Milliarden Euro.

In nicht einmal 30 Jahren also haben die deutschen Staatsschulden um das (rund) 51-fache zugenommen!

Und pro Sekunde kommen 1.556 € hinzu!

Haben Sie das gewusst?

McKinsey-Studie enthüllt das Schulden-Desaster

Eine Studie der weltweit führenden Unternehmensberatung McKinsey untersuchte nicht nur die Staatsschulden, sondern auch jene von Unternehmen, Privathaushalten sowie des Finanzsektors.

Und zwar in den 22 größten und in den 25 aufstrebenden Volkswirtschaften.

Diese Schulden-Gesamtübersicht ermöglicht ein realistisches Bild auf die Lage eines Landes.

Der Auswertungszeitraum lag zwar beim 2. Quartal 2014, also vor einem Jahr. Zeigt aber dennoch ziemlich gut auf, wohin die „Reise“ geht.

EU-Musterland Deutschland = Schuldenland

Demnach beträgt die Gesamtverschuldung des EU-Musterlandes Deutschland sage und schreibe 258 %!

Zusammengesetzt aus:

Staat: 80 %

Finanzsektor: 70 %

Unternehmen: 54 %

Private Haushalte: 54 %

Doch wie sieht es mit den anderen Ländern aus?

Unglaubliche Schuldenquote in der EU

Nachfolgend die Schuldenquoten einiger ausgewählter EU-Mitgliedsstaaten:

Schuldenquote

Statt nachhaltiger Finanzierung – Leben auf Pump!

Wo bleibt da die vielgelobte „nachhaltige“ Finanzierung, frage ich da?

Ich sage Ihnen: Genau das Gegenteil ist der Fall, wenn immer mehr Länder das Mehrfache ihrer jährlichen Wirtschaftsleistung auf Pump finanzieren!

„Getürkte“ Staatsschuldenquoten

Vergessen Sie mit den wichtigsten Aspekte dieser Thematik nicht: Bei den meisten Staatsschuld-Statistiken fehlen die immensen Sozialversicherungskosten.

Für Renten, Pensionen, Arbeitslosen- und Krankenversicherungen sowie Sozialhilfe (z.B. in Deutschland) gibt es kaum staatliche Rücklagen.

Wenn doch, dann stehen diese zumeist in keinem Verhältnis zu den Kosten.

Das kann nicht gut gehen.

Meinen Sie nicht auch?

 

Quelle: Guido Grandt

Eurokrise: Musterland Finnland kommt in die Krise

Während alle Medien nach Griechenland schauen, kommt mit Finnland ein ehemaliges Musterland im Euroverbund zunehmend in die Krise.

Trotz seiner ausgezeichneten Standortbewertungen in Bezug auf Ausbildung, Infrastruktur und Innovation war 2014 das dritte Rezessionsjahr in Folge (BIP -0,1 Prozent). Und auch für 2015 wird nur ein geringes Wachstum von 0,3 Prozent erwartet.

Die Euro-Krise, die seit 2008 herrscht, die schwache russische Konjunktur und die Abwertung des Rubels haben die finnische Wirtschaft in den letzten Jahren schwer belastet. Russland war bis 2013 immerhin Finnlands wichtigster Handelspartner. Die Krise in der Ukraine und die in diesem Zusammenhang vom Westen verhängten Russland-Sanktionen haben den Abwärtstrend noch beschleunigt.

Hinzu kommen hausgemachte Probleme. Das Land hat im Euro-Raum das höchste Preisniveau (23,5 Prozent über dem EU-Durchschnitt). Die Industrie befindet sich mitten in einem Strukturwandel. Dies betrifft insbesondere den Bereich der Elektronik-, Informations- und Kommunikationstechnologieindustrie (Stichwort Nokia).

Finnische Wirtschat hat aktuell eine Exportschwäche und noch keine Lösung dafür

Der daraus resultierende Exporteinbruch konnte bislang noch nicht anderweitig kompensiert werden. Hinzu kommen die hohe Inflexibilität des Arbeitsmarkts und eine zunehmend alternde Bevölkerung. Beim letztgenannten Faktor werden sogar Vergleiche mit Japan gemacht.

Insgesamt befindet sich die Wirtschaft des Landes also in zunehmend stürmischem Fahrwasser. Die verschlechterten wirtschaftlichen Aussichten Finnlands spiegeln sich auch darin wider, dass die Ratingagentur Standard & Poor’s die Bewertung seiner Kreditwürdigkeit von „AAA“ auf „AA+“ gesenkt hat.

Daran sehen Sie: Mit dem Euro kommen nicht nur die schwachen Südländer unter Druck, auch ehemals starke Staaten stehen zunehmend vor wachsenden Problemen. Ursache dafür ist der Verlust einer eigenen Währung, mit der man durch Auf- oder Abwertung auf veränderte internationale Wettbewerbsbedingungen reagieren kann.

Während früher jedes Land mit einer angepassten Politik seiner Notenbank bei einer Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit durch eine Währungsabwertung gegensteuern konnte, ist dies mit der Einheitswährung Euro nicht mehr möglich.

Das ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die am Euro beteiligten Länder einfach nicht zusammenpassen und damit das Europrojekt letztlich zum Scheitern verurteilt ist. Umso wichtiger ist es für Sie, dass Sie diesem Eurocrash vorbauen, indem Sie Ihr Vermögen breit streuen und sich mit Fremdwährungen sowie Edelmetallen absichern.

 

Quelle: Günter Hannich

„Schwarzes Szenario“ – Wie die EU mit Griechenland in den Abgrund taumelt!

Machen wir uns nichts mehr vor: Die rigorose Sparpolitik in Europa ist gescheitert. Und zwar mit einem Tusch!

Am Sonntag entscheidet sich Griechenlands Schicksal

Spätestens am Sonntag entscheidet sich die Schicksalsfrage für Griechenland. Kommt es zu einer Einigung mit der Troika? Oder wird ein Grexit eingeleitet?

Das Ausscheiden Griechenlands aus der Währungsunion wird inzwischen von den Eurokraten als „schwarzes Szenario“ bezeichnet.

Über EU-Recht hinweg

Hier bei Unangreifbar Leben habe ich Ihnen gesagt, dass ein Euro-Austritt Griechenlands rechtlich nicht möglich ist.

Wissen Sie, was der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann dazu sagt?

Genau das: „Da werden sich die Juristen noch in 20 Jahren drüber streiten. Jetzt werden Fakten geschaffen.“

Auf gut deutsch – vergesst das Recht, wir tun was wir wollen.

So einfach ist das also.

Drohungen aus Brüssel

Die Drohkulissen für einen Grexit sind längst aufgebaut. Selbst EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker warnte die Griechen mit dem Exit aus der Eurozone. Alles dafür sei vorbereitet.

Zudem entlarvt Juncker die „innere Demokratie“ der EU, wenn er sagt: Wenn Griechenland nicht das tue, worum es gebeten worden sei, dann könne man einen Grexit nicht verhindern.

Na, wenn das keine hausgemachte Drohung ist, dann weiß ich auch nicht!

„Gnadengesuch“ von Tsipras

Hellenen-Premier Alexis Tsipras muss heute detaillierte Reformvorschläge machen.

Die EU will dieses Gesuch dann prüfen, ob es für neue Finanzhilfen reicht.

Das hört sich an, wie wenn Tsipras ein Gnadengesuch einreicht.

Das Aufbegehren Davids gegen Goliath

So ist das also, wenn sich das kleine Griechenland mit seiner linken Regierung wagt, sich gegen den EU-Goliath zu stellen.

Es hat ein Referendum durchgeführt, ob sein Volk weiterhin bereit ist, noch mehr Sparreformen zu erdulden. Und genau dem hat es eine deutliche Absage erteilt.

Sozusagen den Eurokraten den „Varoufakis-Finger“ gezeigt.

Es geht nicht nur um Griechenland, sondern um den Fortbestand der EU

Doch eigentlich geht es nicht nur um Griechenland.

Es geht um das Ganze. Um die Europäische Union an für sich.

Denn Griechenland macht – im wahrsten Sinne des Wortes – die Achillesferse der EU deutlich.

Die EU-Mitgliedsstaaten sind zu unterschiedlich

Südeuropa und Nordeuropa passen nicht zueinander. Auch wenn mit einer gemeinsamen Währung versucht wurde, diese Unterschiede fast schon gewaltsam auszumerzen.

Die viel beschworene Einheit besteht mitnichten! Jeder hat eine andere Meinung. Selbst die Osteuropäer zu den Nord- und Südeuropäern.

Schauen Sie: Neben Griechenland sind die akutesten Problemfälle Italien und Frankreich. Auch Spanien gehört noch dazu.

Die einen wollen Austerität, also Sparpolitik. Die anderen Wachstum.

Darüber wird immer heftiger gestritten. Zu unterschiedlich sind die Meinungen und Befindlichkeiten.

Merkel im Dilemma

Angela Merkel, die „eiserne Kanzlerin“ jedoch, wird von ihrem Kurs nicht abweichen.

Ich sage Ihnen auch warum: Weil sie Ihnen, den Wählern und Steuerzahlern, nicht nur hundertmal gesagt, sondern auch versprochen hat, dass Griechenland auf einem „guten Weg“ sei.

Dabei sind die als Hilfsprogramme getarnten Steuergelder innerhalb der griechischen Seilschaften versickert. So als hätte sie es nie gegeben.

Das alles ist ein einziges Desaster.

Griechenland-Rettung ändert nichts

Selbst wenn noch in letzter Minute ein Kompromiss zwischen Athen und Brüssel gefunden wird, es ändert nichts an der Tatsache: Die EU-Sparpolitik bringt kein Wachstum, sondern Zerstörung.

Denken Sie nur an die zusammenbrechenden Rentensysteme in den Krisenländern. Die hohe Arbeitslosigkeit, die bei der Jugend teilweise über 50 Prozent liegt.

Das System hat versagt.

Kläglich.

Die EU zerbricht

Nicht zum ersten Mal sage ich Ihnen, dass die technokratische EU immer mehr auseinanderbricht.

Zunächst jedoch steht sie vor einer Spaltung.

Und Sie sind mitten drin.

Rette sich wer kann!

Deshalb sage ich Ihnen immer wieder:

Legen Sie kein Geld auf die Bank. Außer für den täglichen Zahlungsbedarf. Minizinsen können ohnehin nicht mehr locken.

Streuen Sie Ihr Vermögen möglichst breit. Investieren Sie vor allem auch in Sachwerte.

 

Quelle: Guido Grandt