Geldpolitik: OECD sieht Ende des Machbaren erreicht

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat jetzt darauf hingewiesen, dass die Grenze des Machbaren bei der Liquiditätspolitik der Notenbanken erreicht ist. Trotz der lockersten Geldpolitik aller Zeiten ist es weltweit nicht gelungen, die Produktivität und das Wachstum zu verbessern. Insbesondere gilt das für Europa und China.

Die aktuelle Geldpolitik ist nach Meinung der OECD keine Lösung, sondern die Ursache neuer Probleme. Während das Geld heute in Aktien und Immobilien fließt, fehlt es gleichzeitig für wirkliche Innovationen, die mit entsprechenden Investitionen verbunden wären. Diese wiederum würden dann zur Schaffung neuer Arbeitsplätze führen.

Wo ich der OECD Recht gebe, ist der Punkt, dass die derzeitige Form der Geldpolitik der Notenbanken überhaupt nichts für die reale Wirtschaft bringt. Stattdessen hat sie nur zur Bildung neuer Blasen bei den Aktien- und Immobilienmärkten geführt. Worin ich nicht mit ihr übereinstimme, ist die Vorstellung, die Wachstumsprobleme durch eine schärfere Geldpolitik in den Griff zu bekommen.

Ich bin sicher: Crash lässt sich nicht mehr vermeiden

Das inzwischen erreichte Ausmaß der globalen Wirtschaftsprobleme ist meiner Ansicht nach schon viel zu groß, als dass man den Crash noch vermeiden könnte. Die niedrigen Zinsen sind kein Kennzeichen einer gesunden Wirtschaft, sondern Auswüchse eines Finanzsystems, das sich in der Endphase befindet.

Auch kurz vor der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre waren die Zinssätze extrem gering. Was dann folgte, war jedoch kein weiterer Boom, sondern ein massiver Crash. Genau das erwarte ich auch heute wieder.

Die Geldpolitik ist bereits jetzt schon am Ende und der nächste Knall wird deutlich heftiger ausfallen als die Finanzkrise von 2008. Deshalb ist es für Sie wichtig, dass Sie Ihr Vermögen sturmfest machen. Das tun Sie, indem Sie Ihr Kapital breit streuen, den Aktienanteil mit 25 Prozent klein halten und vor allem sich mit Short-Investments gegen den Crash versichern.

 

Günter Hannich

Crashindikator: Immer mehr Hedgefonds müssen schließen

Selbst die Investment-Profis kommen in der aktuellen Marktphase immer mehr an ihre persönlichen Grenzen. Das zeigen neue Zahlen zur Entwicklung bei den Hedgefonds.

Wie die Financial Times berichtet, hat es seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr so viele Schließungen von Hedgefonds gegeben wie letztes Jahr. Im Jahr 2015 mussten 979 Hedgefonds weltweit schließen. Hedgefonds sind Fonds, welche das Ziel haben durch hohe spekulative Risiken große Gewinne zu erwirtschaften.

Wenn selbst diese Branche jetzt zunehmend in Schwierigkeiten gerät, dann zeigt das Ihnen, wie instabil inzwischen der Finanzmarkt geworden ist. Gleichzeitig sehen Sie daran, dass im heutigen Niedrigzinsumfeld nur noch mit extremen Risiken überhaupt Gewinne zu erwirtschaften sind.

Wichtig für Ihr Verständnis: Hedgefonds können auf die verschiedensten Anlageklassen setzen. Oft setzen die Profis auf fallende Kurse – aber auch ganz normal auf steigende Kurse bei Aktien. Doch insgesamt ist es eben immer schwieriger geworden, überhaupt noch Renditen am Markt zu erzielen. Wenn nun immer mehr Profis mit ihren Spekulationen scheitern, ist das kein gutes Zeichen.

Niedrigzinsphasen dauern nicht sehr lange – danach droht ein Crash

Das sind für mich eindeutige Indizien die für einen baldigen Crash sprechen. Es ist ein großer Irrtum vieler Anleger davon auszugehen, die heutige Lage würde noch Jahrzehnte so weitergehen. Im Gegenteil zeigt die Geschichte, dass Niedrigzinsen niemals mehr als wenige Jahre haltbar sind, bis das Finanzsystem crasht.

So fielen die Zinsen auch vor der Weltwirtschaftskrise 1930 massiv bis auf nur noch ¼ Prozent – bis es dann im Oktober 1929 durch den Crash an der Wallstreet zum Kollaps kam. Die Weltwirtschaftskrise dauerte dann in den USA ganze 10 Jahre und endete direkt im Zweiten Weltkrieg.

Was dann kommt, sind heute nicht noch weiter fallende Zinsen, sondern der Zins steigt sprunghaft an, weil die Risikozuschläge zum Zins zunehmen. Je größer das Marktrisiko wird, umso mehr gehen die Zinssätze dann in der Krise nach oben. Für Sie ist daher die Absicherung extrem wichtig. Wie Sie das am besten machen, erfahren Sie regelmäßig an dieser Stelle.

 

Quelle: Günter Hannich

Das ist die größte Gefahr bei einem neuen Goldstandard

Keine Frage: Gold ist eben eine ganz besondere Anlageklasse. Aber Gold wird auch immer häufiger als Lösung für unsere Finanzprobleme propagiert. Diese Rolle kann das Edelmetall mal besser und mal schlechter einnehmen.

Gold als ultimativer Krisenschutz wird in der öffentlichen Diskussion gerne zusammen mit einem neuen Goldstandard genannt. Sogar der ehemalige Weltbank-Chef Robert Zoellick hat sich vor einiger Zeit für ein neues Goldstandard-Währungssystem ausgesprochen, das an die Bretton-Woods-Ordnung von 1945 bis 1971 anknüpft.

In diesem neuen Weltwährungssystem könne Gold – seiner Meinung nach – seine alte Funktion als Wertanker wieder einnehmen. In diesem damaligen System war der US-Dollar goldgedeckt und andere Währungen waren es durch die Bindung an den Dollar als Weltleitwährung indirekt ebenfalls.

Goldstandard war ein Auslöser der Weltwirtschaftskrise

Was sich oberflächlich betrachtet als stabile Alternative zu heute anhört, ist beim näheren Blick jedoch eine Katastrophe: Wie die Geschichte zeigt, waren die schlimmsten Krisen gerade unter einer goldgedeckten Währung. So wurde der Goldstandard beispielsweise 1926 weltweit wieder eingeführt und nur 4 Jahre später entstand daraus die Deflation der Weltwirtschaftskrise, die später indirekt zum Zweiten Weltkrieg führte.

Der Fehler eines Goldstandards liegt darin, dass die Geldmenge nicht vernünftig an die Entwicklung der Wirtschaft angepasst werden kann – daraus folgt dann eine ständige deflationäre Entwicklung, bis hin zu schweren Wirtschaftskrisen. Führte dieser Goldstandard schon damals zur größten Krise der Menschheit, so würde es heute bei unserer viel größeren Wirtschaftsleistung noch viel schneller und massiver zum Kollaps gehen.

An was auch niemand denkt: Wird eine neue Goldbindung eingeführt, dann bedeutet das beinahe automatisch, dass privater Goldbesitz verboten wird – anders wäre es kaum möglich, genügend Gold für den Goldstandard zusammen zu bekommen und die Goldmenge stabil zu halten. Auch unter dem Bretton Woods System war deshalb in den USA privater Goldbesitz bei hohen Gefängnisstrafen verboten.

Weder für die Wirtschaft, noch für uns Anleger ist deshalb eine Goldwährung ein Vorteil, sondern im Gegenteil eine noch viel größere Gefahr als unser heutiges System. Was jedoch an diesen Äußerungen des Weltbank-Präsidenten deutlich wird ist, dass offenbar unsere „Elite“ nach wie vor lieber in der Mottenkiste der Geschichte wühlt, als an ein wirklich stabiles Geldsystem zu denken. Unter solchen Voraussetzungen ist es kein Wunder, dass die Krisen immer schlimmer und häufiger werden.

Deshalb fahren Sie auch weiterhin gut damit, nicht auf die Verantwortlichen zu vertrauen, sondern im Gegenteil, Ihre Vorsorgeanstrengungen weiter auszubauen. Dabei werde ich Sie als Krisenexperte auch weiterhin unterstützen.

 

Quelle: Günter Hannich

China: Handelsdaten brechen ein

Wenn Sie an die Börse schauen, können Sie den Andruck erhalten, das alles völlig in Ordnung ist. Doch die Wahrheit über den wirtschaftlichen Zustand erfahren Sie nicht an der Börse. Hierzu müssen Sie auf andere Zahlen zurückgreifen.

Bei meinen Analysen schaue ich beispielsweise extrem häufig auf Handelsdaten. Wenn der Handel zwischen verschiedenen Staaten deutlich zurückgeht, ist das ein klares Zeichen für eine wirtschaftliche Schwäche. Dieser Zusammenhang ist einfach erklärbar und vor allen Dingen auch einfach nachvollziehbar.

Daher erschrecken mich aktuell die Daten der Volksrepublik China bezogen auf die Handelsaktivitäten doch gewaltig. Wie Sie wissen, schaue ich schon seit Monaten mit kritischen Augen auf die wirtschaftliche Entwicklung in China. Doch was jetzt dort an Zahlen veröffentlicht worden ist, gibt noch einmal heftige neue Warnsignale aus. So sind die Exporte im Februar auf Jahresbasis um 25,4 % (!!!) eingebrochen. Bei den Importen fiel der Rückgang mit 13,8 % zwar heftig aber nicht so hoch aus.

Solche Daten hat es zuletzt in den 1930er Jahren gegeben

Die Importe sind damit nun 16 Monate lang infolge eingebrochen. Solche Entwicklung bei einer großen Wirtschaftsnation hat es seit der großen Weltwirtschaftskrise in den 1930 er Jahren nicht mehr gegeben. Dabei ist für Sie ganz wichtig zu verstehen: China ist nicht irgend ein Staat auf der Welt. China ist die Nation mit dem größten Anteil am Welthandel. Sie lässt sogar die Europäische Union und auch die USA hinter sich. Wenn nun in einem solchen Land die Handelsdaten einbrechen, ist das ein absolutes Warnsignal. Damit sinkt auch der Handelsüberschuss Chinas.

Wie kaum anders zu erwarten bleibt die chinesische Führung nicht tatenlos. Jetzt kamen Meldungen heraus, wonach der Abbau von 5 bis 6 Millionen Arbeitsplätzen geplant ist innerhalb der nächsten 2-3 Jahre. Sollte dies tatsächlich so kommen, wäre es das heftigste Programm zum Arbeitsplatzabbau seit zwei Jahrzehnten.

Um die soziale Stabilität aufrechtzuerhalten und keine Unruhen aufkommen zu lassen, wird die chinesische Führung wohl in dieses Programm allein bei der Stahl und Kohleindustrie rund 20 Mrd. Euro innerhalb der nächsten 2-3 Jahre investieren müssen.

Eins müssen Sie dabei bedenken: Bislang lebte das chinesische Wirtschaftswunder auch von immer neuen Jobs. Wenn nun massiv Jobs in Kernbereichen wie der Stahl- und Kohleindustrie abgebaut werden, wird dies wohl kaum ohne größere Probleme abgehen.

Durch die enge Verflechtung der Weltwirtschaft können Sie davon ausgehen, dass die aktuellen Probleme in China auch bei uns deutliche Folgen haben werden von denen sie sich schützen müssen. Wie das geht, erfahren Sie regelmäßig an dieser Stelle.

 

Quelle: Günter Hannich

Börsencrash 1929: Die Folgen wirken bis heute nach

Kaum ein Ereignis hat so massive Auswirkungen gehabt wie der Börsencrash von 1929 und die darauf folgende Weltwirtschaftskrise. Wie so oft in der Geschichte hatte vor dem Zusammenbruch auch hier einen deutlichen Börsenanstieg gegeben – der dann abrupt endete.

Dazu müssen Sie eins wissen: Solange dieser scheinbare Aufschwung anhält, sehen die meisten Menschen nicht, dass dieser Effekt bereits das Endstadium im Zinssystem andeutet. So glaubte die Bevölkerung damals vor allem in den USA tatsächlich an einen ewigen Wohlstand. Die Börsenkurse begannen ab 1924 zu steigen und im Jahre 1927 erreichte die Spekulation ein deutliches Ausmaß.

Weil die Kurse scheinbar unaufhörlich kletterten, erfasste das Spekulationsfieber weite Bevölkerungsteile. Im Januar 1928 erklärte der Präsident sogar, es bestehe kein Anlass zur Sorge, da die Börsenkredite nicht zu hoch seien.

Der Zuwachs bei den Aktien wurde mit der Verbreitung von Radioapparaten und Autos begründet. Durch den Aktienanstieg dieser Unternehmen wurde der Boom an der Börse eingeleitet. Rückschläge ignorierten die Anleger einfach und in den Nachrichten erschienen Börsenmeldungen an erster Stelle.

Doch weiterhin war eine Verharmlosung der Entwicklung von offizieller Seite zu vernehmen. Herbert Hoover erklärte beispielsweise in seiner Rede zur Nominierung als republikanischer Kandidat, dass Amerika kurz vor dem endgültigen Sieg über die Armut stehe – das Armenhaus werde verschwinden. Inzwischen versuchte die Federal Reserve Bank die Kreditausweitung für Aktienkäufe zu beschränken, indem langfristige Kredite hierfür gesperrt wurden.

Die Anleger stiegen deshalb fatalerweise auf die noch riskantere kurzfristige Verschuldung um, wobei die Zinssätze schnell von 12 auf 20% stiegen. Wie heute, so glaubten die Amerikaner damals, dass es nur darauf ankomme, bei Kursverlusten nicht zu verkaufen, da der Rückgang schnell wieder aufgeholt werde.

Die Regierung hat die Spekulation sogar nach angefeuert

Von offizieller Seite wurde die Spekulation immer weiter angeheizt: Zunehmend widersprachen sich die Experten bezüglich der weiteren Wirtschaftsentwicklung. Ängste wurden jedoch weiterhin beruhigt. So hielt zum Beispiel Professor Irving Fisher noch am 17. Oktober 1929 eine Ansprache, in der er betonte, dass in wenigen Monaten der Aktienmarkt eine noch bessere Anlage, höher als heute sein werde.

Es gab keine Erholung mehr und am 22. Oktober begannen die Kurse ohne Grund plötzlich zu fallen. An diesem Tag hatte die Weltwirtschaftskrise begonnen und die Börsenkurse verloren innerhalb weniger Jahre über 90%. Deshalb brach die Kaufkraft der Bevölkerung ein und Unternehmens- und Bankpleiten vernichteten das Vermögen der Sparer.

Das Geldkapital zog sich, wegen steigender Unsicherheiten, aus der Wirtschaft zurück, was einen starken Abfall des Preisniveaus nach sich zog. Weil die Preise verfielen (Deflation), ging sofort der Absatz von Gütern zurück, weil jeder auf noch günstigere Preise wartete und seinen Kauf verschob.

Damit kamen die Unternehmen in Bedrängnis und waren gezwungen Arbeitskräfte zu entlassen, womit die Kaufkraft noch mehr einbrach. Zunehmend mussten Banken schließen, da Kredite uneinbringbar waren. Die Lage endete in einer hoffnungslosen Situation. In diesem Umfeld entwickelte sich, wie vor dem Ersten Weltkrieg, wieder weltweit eine gespannte Situation, welche im Zweiten Weltkrieg gipfelte.

Bei diesem Blick in die Geschichte sehen Sie einmal mehr, wie auch offensichtliche Gefahren nicht erkannt wurden und so eine Krise erst möglich gemacht haben. Diese Gefahr sehe ich auch heute wieder.

 

Quelle: Günter Hannich

Kredite als Inflationsschutz ungeeignet

Die niedrigen Zinsen sorgen auch dafür, dass sich immer mehr Bundesbürger verschulden. Diese Tendenz wird zusätzlich durch die von den Medien geschürte Inflationsangst verstärkt.

Die Hoffnung dabei ist, dass die Inflation den Kredit entwertet und die „cleveren“ Anleger dann eine Immobilie – oder ein anderes Sachgut – besonders günstig bekommen, weil sie den Kredit quasi mit Inflationsabschlag tilgen können.

Doch diese Logik ist meiner Ansicht nach zu einfach, als dass sie aufgehen könnte. Die Zinsen sind heute gerade deshalb so niedrig, weil wir kaum eine Inflation haben und auch die Märkte in Wirklichkeit keine befürchten. Würde eine Inflation drohen, dann müssten dies die Banken sofort in den Zins als Inflationszuschlag einpreisen. Inflationen gehen deshalb stets mit deutlich steigenden Kreditzinsen einher. Keine Bank ist so naiv und gibt heute billige Kredite, die sie in Zukunft nur noch entwertet zurückerhält.

Die Zinsen sind so niedrig weil eben keine Inflation droht

Wir haben heute nur deshalb so niedrige Kreditzinsen, weil keine Inflation droht. Ich erwarte daher genau das Gegenteil, nämlich eine Deflation. Gerade in einem Crash besteht die Gefahr, dass Kredite zurückgefordert werden. Dann fließt immer mehr Geld in den Schuldendienst und fehlt für den Konsum. Deshalb erzeugt jeder wirkliche Crash eine deflationäre Tendenz.

Das beste Beispiel dafür ist der Crash von 1929 und die darauffolgende Deflation in der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre. Und genau dann sieht es für die vermeintlich „cleveren“ Schuldenmacher ganz fatal aus. In einer Deflation werden Kredite real aufgewertet, da der Kaufwert des Geldes steigt. Sie müssen also immer mehr Geld beschaffen, um den Schuldendienst sicherstellen zu können.

Ist Ihnen das nicht mehr möglich, schreitet die Bank sehr schnell zur Zwangsvollstreckung des Pfandgutes. Doch selbst wenn Sie den Schuldendienst noch leisten können, reicht es für Banken oftmals aus, wenn sich Ihre Lebensumstände ändern, um den Kreditvertrag zu kündigen. Da kann es schon genügen, dass Sie arbeitslos werden. Die Angst vor Verlusten veranlasst Banken dazu, Kredite zu kündigen, deren Sicherheit nach ihrer Auffassung zweifelhaft ist, auch wenn dies keinen realen Hintergrund hat.

Eine andere Gefahr kann sich aus der Wertentwicklung des Pfandguts ergeben. Fällt in einer Deflation der Wert Ihrer Immobilie unter die Höhe der noch ausstehenden Kreditsumme und sichert er damit den Kredit nicht mehr ab, dann kann die Bank ebenfalls den Darlehensvertrag kündigen und die Zwangsversteigerung betreiben.

Verzichten Sie deshalb auf Schulden, oder zahlen Sie diese so schnell wie möglich zurück! Noch nie ist jemand bankrottgegangen, weil er keine Schulden machte – sehr viele aber wurden durch Schulden völlig ruiniert.

 

Quelle: Günter Hannich

Halten Sie Ihre Dollar-Investitionen gering

Immer wieder schauen die Akteure an den Finanzmärkten auf die Entwicklung der Zinsen in den USA. Im Endeffekt ist es doch so, dass die globale Finanzelite an den Lippen des Fed-Chefs oder aktuell der Fed-Chefin Janet Yellen hängt.

Zuletzt gab es noch keine Zinsanhebung der Notenbank. Damit verbleibt der Zinssatz in den USA weiterhin bei 0,25%. Doch Yellen will noch in diesem Jahr an der Zinsschraube drehen. Da wird die Zeit knapp, denn das letzte Quartal hat schon begonnen. Klar ist aber: Die Unsicherheit bezüglich der USA bleibt hoch.

In der Konsequenz sollten Sie auf jeden Fall Ihre Investments im Dollar-Raum gering halten. Denn für mich ist klar: Sollte die Fed die aktuelle Politik noch längere Zeit fortsetzen, ist die Rolle des US-Dollars als globaler Leitwährung massiv gefährdet.

Und die Fed tut meiner Meinung nach wirklich alles, um den Dollar zu gefährden. Die eigentlich zu Neutralität verpflichtete Notenbank greift nun aktiv in den Wirtschaftskreislauf ein. Sie kreiert mehr oder weniger einen Vermögenseffekt. Das ist gut für die Menschen, die ohnehin schon Aktien im Depot haben. Sie fühlen sich wohlhabender und sind deshalb vielleicht auch bereit, mehr Geld auszugeben.

Doch dieser Vermögenseffekt wird teuer erkauft und spart die Masse der Bevölkerung völlig aus. Gleichzeitig treibt dieser Vermögenseffekt die Konjunktur keineswegs an.

Wirkliche Gefahren werden unter den Teppich gekehrt

Reale Gefahren für die US-Konjunktur sehe ich gerade dort, wo die Medien derzeit einen Mantel des Schweigens ausbreiten: Etwa in dem Rekordanteil an Aktien, die derzeit auf Kredit gekauft werden. Gerade der extrem hohe Anteil von Aktienkäufen auf Kredit, verbunden mit neuen Rekordhochs an der Börse, hat ein großes Potenzial für einen Crash.

Die Situation erinnert an das Jahr 1929 kurz vor dem großen Aktiencrash und dem Beginn der Weltwirtschaftskrise. Auch damals wurden sowohl neue Rekordhochs als auch immer größere Anteile von Wertpapierkäufen auf Kredit erreicht. Das zeigt Ihnen, wie wichtig es für Sie ist, nicht nur das zu sehen, was Ihnen die Massenmedien präsentieren, sondern die wirklichen Hintergründe zu kennen.

 

Quelle: Günter Hannich

Die Wall Street ist ein Pulverfass – und kann jeden Moment explodieren

Jetzt kommt es an den Börsen so, wie ich es schon seit längerer Zeit prognostiziert habe: Die Kurse geben deutlich nach. Der DAX hat heute erstmals seit Februar wieder die Marke von 11.000 Punkten unterschritten. Die Euphorie der vergangenen Monate ist verflogen.

Vom Rekordhoch im April ist der deutsche Leitindex sogar jetzt schon um weit mehr als 10 % zurückgekommen. An dieser Stelle sage ich Ihnen: Die Gefahr geht gar nicht vom europäischen Aktienmarkt aus. Sehr viel höhere Bewertungen bringt derzeit die Wall Street.

Das lässt sich an einigen Kennziffern schnell belegen. An dieser Stelle schaue ich beispielsweise auf das sogenannte Shiller-KGV. Was steckt dahinter? Diese spezielle Bewertungskennziffer für Aktien geht auf den US Professor Robert Shiller zurück

Er gehört zu den wenigen Experten, die sowohl das Platzen der Internetblase als auch den Zusammenbruch am US-Immobilienmarkt prognostiziert haben. Schon damals setzte er auf eine spezielle Bewertungskennziffer von Aktien. Sein persönliches Shiller-KGV.

Aktien an der Wall Street extrem überbewertet

Während ein normales Kurs-Gewinn-Verhältnis nur auf Basis des aktuellen oder des erwarteten Gewinns für das kommende Jahr berechnet wird, geht Shiller bei seiner Berechnung sehr viel weiter. Er setzt den durchschnittlichen Gewinn der vergangenen zehn Jahre an und rechnet auch noch die Inflationseffekte heraus.

Das Ergebnis ist ein Wert, der sehr viel besser die aktuelle Gewinnsituation eines Unternehmens wiedergibt als das normale KGV. Bei seiner Berechnungen ist Shiller nun darauf gestoßen, dass ein Wert von 16 aus historischer Sicht eine angemessene Bewertung darstellt. Der Durchschnittswert für US Aktien liegt aktuell aber bei 27.

So hoch ist das Shiller-KGV nur in absoluten Krisenjahren. Dazu zählen die Jahre 1929 mit der Weltwirtschaftskrise, 2000 dem Platzen der Internetblase und die Zeit 2007 vor dem Zusammenbruch des US Immobilienmarktes.

An dieser Auflistung erkennen Sie ganz klar: Aktuell ist die Gefahr am Aktienmarkt wieder extrem. Doch es gibt eine Einschränkung. Der deutsche Aktienmarkt weist laut Schiller noch keine Überbewertung auf und bewegt sich noch am historischen Durchschnitt.

Sollte aber an der Wall Street der Trend massiv drehen (wonach es derzeit aussieht), würde sicherlich auch der deutsche Aktienmarkt massiv belastet werden. Und dann sind die aktuellen Kursrückgänge nur der Beginn.

 

Quelle: Günter Hannich

Kontraindikator: Börsianer weiterhin extrem optimistisch

Die Geschichte hat immer wieder gezeigt, dass man in ganz bestimmten Marktphasen immer ganz besonders vorsichtig sein sollte. Genau eine solche Marktphase erleben wir aktuell wieder an den internationalen Börsen.

Wenn alle nur noch optimistisch sind, dann ist das für mich ein sicheres Zeichen, dass der Boom bald ein Ende hat. Den Optimismus an der Börse bestätigte jetzt wieder das Konjunkturbarometer der Investmentberatung Sentix. Mit einem Stand von fast zwanzig Punkten zeigt es, dass Anleger und Börsianer auch weiterhin extrem optimistisch sind.

Die Lage der Wirtschaft werde demnach so gut eingeschätzt, wie seit vier Jahren nicht mehr. Daran sehen Sie, wie viele Anleger und Börsianer auch weiterhin davon ausgehen, dass der Boom an den Börsen noch lange Zeit anhalten wird. Die Haltung, dass es „immer so bleiben werde, wie es derzeit läuft“, gewinnt also immer mehr an Gewicht.

Aber wie die vielen Crashs der Vergangenheit immer wieder gezeigt haben, geht es an der Börse nicht immer nur nach oben. Es liegt in der Natur der Sache, dass die Kurse immer mal wieder massiv abstürzen.

Vor den meisten Abstürzen herrschte grenzenloser Optimismus – so wie heute

Wer also heute noch massiv optimistisch eingestellt ist, macht meiner Ansicht nach einen fatalen Fehler. Die Erfahrung zeigt, dass genau dann abrupte Änderungen nahe sind, wenn alle glauben, es werde sich nie mehr etwas ändern. Das war vor der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre so, und auch im Jahr 2000, als fast alle Anleger meinten, die Aktienkurse kennen nur noch eine Richtung, nämlich die nach oben.

Auch 2008 glaubten viele an den angeblichen „Aufschwung“, der medial groß angekündigt wurde. Jedes Mal ging es jedoch nicht so weiter, wie man es erwartet hatte, sondern es folgte ein Crash. Für mich sind deshalb solche Meldungen über einen extremen Optimismus an der Aktienbörse ein deutlicher Kontraindikator dafür, dass es bald anders kommen wird und ein Crash bevorsteht.

Für den Crash ist eine Sache aber ganz entscheidend für Sie: Die richtige Absicherung. Bei Aktienpositionen sollten Sie mit Stopp-Loss Marken den Verlust direkt begrenzen.