Auch Bankaktionäre müssen bei Schieflage haften

Nun müssen sich viele Investoren in der EU warm anziehen. Jetzt hat der Gerichtshof der EU (EuGH) entschieden, dass die Gläubigerbeteiligung bei der Bankenrettung rechtens ist.

Im Kern ging es bei dem Verfahren eben darum, ob kriselnden Banken auch Bankaktionäre und Besitzer von nachrangigen Anleihen zur Rettung heranziehen können.

Bankensanierung mit Hilfe der Aktionäre und Anleihenbesitzer ist rechtens

Auslöser für dieses Urteil war die Sanierung von slowenischen Banken im Jahr 2013. Auch die slowenische Regierung hatte damals schon eingegriffen und bis zu 3 Mrd. Euro an Hilfsgeldern zur Verfügung gestellt. Zudem mussten eben auch Bankaktionäre und Anleihenbesitzer für die Rettung der Bank mit einstehen. Diese Praxis hat sich in der EU weiter fortgesetzt. Erst kürzlich wurden eben auch Investoren von italienischen Banken so belastet.

Da nun der EuGH diese Praxis für rechtens erklärt hat, öffnet dies Tür und Tor für weitere Aktionen – wen zukünftig wieder Banken unter Druck geraten sollten. Das dies geschieht, ist für mich auf jeden Fall klar. Aktuell stehen eben nicht nur italienische Banken unter Druck. Auch in vielen anderen Ländern schieben eben Banken große Mengen an notleidenden Krediten vor sich her.

Aber Italien ist hier ohne Frage der größte Krisenherd mit einem Volumen der notleidenden Kredite von rund 350 Mrd. Euro. Insofern ist es auch naheliegend, die Investoren der Bank in solchen Krisenzeiten für Rettungszahlungen heranzuziehen.

Diese zwei Auswirkungen hat das aktuelle Urteil

Für Sie als Investor hat das gleich zwei Auswirkungen: Zunächst einmal sage ich schon seit Jahren, dass Sie Bankaktien meiden sollten. Daraus ergibt sich die einfache Schlussfolgerung: Wer keine Bankaktien oder Bankanleihen im Depot hat, kann auch nicht zur Rettung herangezogen werden. Doch so einfach ist es nun in dieser Hinsicht.

Schwieriger wird es schon bei der Auswahl einer Bank, die Sie für Ihre Transaktionen einsetzen. Hier können Sie im schlimmsten Fall auch Ihre Einlagen verlieren – wenn eine Bank in Schieflage gerät. Das mussten Sparer in Zypern erleben, als dort im Jahr 2013 die Banken in eine akute Krise gerieten.

Sie sehen hier ganz klar: Banken sind nun einmal ein Risiko, an dem Sie als Investor nun sogar richterlich abgesegnet beteiligt werden dürfen. Hier ist auf jeden Fall Vorsicht angesagt.

 

Quelle: Günter Hannich

Bankaktien steigen – das ist nicht mehr als ein Strohfeuer

Zu Wochenbeginn springen die Kurse der meisten Bankaktien massiv an. Die Aktien der Deutschen Bank schaffen dabei einen Zuwachs von mehr als 5%. Auch der europäische Bankenindex Stoxx 600 Banks gelingt ein guter Wochenstart mit einem Zuwachs von rund 4%.

Was ist passiert? Im Endeffekt sind nur einige neue Umfrageergebnisse aus Großbritannien zum Brexit veröffentlicht worden. Nun sieht es so aus, als ob die Brexit-Gegner klar die Oberhand haben und das Rennen um den britischen EU-Austritt schon gelaufen ist.

Diese Hoffnungen lassen die Bankaktien massiv ansteigen. Dabei vergessen aber viele Investoren, dass gerade die Bankaktien bislang in diesem Jahr zu den großen Verlierern an der Börse gehören. So hat der Bankenindex seit Jahresanfang fast 30% (!!) an Wert verloren.

Die Banken aus Europa holen also jetzt nur kleine Teile des Verlustes aus diesem Jahr wieder auf. Zudem bleibt das Risiko in dieser Anlageklasse weiterhin hoch. Bei der Deutschen Bank lauern noch etliche Prozessfallen, bei denen noch hohe Strafzahlungen möglich sind. Das ist aber nur ein Krisenherd für den Finanzsektor. In Italien mussten in diesem Jahr schon etliche Banken aus dem neuen Rettungsfonds mit frischem Kapital versorgt werden – sonst wären diese Banken  bankrottgegangen.

Die EU als Modell steht vor dem Aus

Mit zeigt die Entwicklung an der Börse aber eins ganz klar: Die EU als Modell hat ausgedient. Die Diskussionen über einen möglichen Austritt werden auch nach der Brexit-Abstimmung in anderen Ländern nicht verstummen.

So stehen auch extrem viele Italiener und Franzosen der EU kritisch gegenüber. Die Regierungen dieser Länder werden sich nur eine begrenzte Zeit dem Willen des Volkes widersetzen können. Gerade in Frankreich kann das sehr schnell gehen mit dem Stimmungsumschwung. Dort stehen im kommenden Jahr Wahlen auf dem Programm, bei denen der EU kritische Front Nationale gute Chancen eingeräumt werden.

Wenn aber ein Land wie Frankreich eine ähnliche Initiative starten sollte wie jetzt Großbritannien, wird das Projekt Europa nicht mehr zu retten sein. Und dann gilt: Zerbricht die EU zerbricht in der Folge auch der Euro.

 

Quelle: Günter Hannich

Crashindikator: Immer mehr Hedgefonds müssen schließen

Selbst die Investment-Profis kommen in der aktuellen Marktphase immer mehr an ihre persönlichen Grenzen. Das zeigen neue Zahlen zur Entwicklung bei den Hedgefonds.

Wie die Financial Times berichtet, hat es seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr so viele Schließungen von Hedgefonds gegeben wie letztes Jahr. Im Jahr 2015 mussten 979 Hedgefonds weltweit schließen. Hedgefonds sind Fonds, welche das Ziel haben durch hohe spekulative Risiken große Gewinne zu erwirtschaften.

Wenn selbst diese Branche jetzt zunehmend in Schwierigkeiten gerät, dann zeigt das Ihnen, wie instabil inzwischen der Finanzmarkt geworden ist. Gleichzeitig sehen Sie daran, dass im heutigen Niedrigzinsumfeld nur noch mit extremen Risiken überhaupt Gewinne zu erwirtschaften sind.

Wichtig für Ihr Verständnis: Hedgefonds können auf die verschiedensten Anlageklassen setzen. Oft setzen die Profis auf fallende Kurse – aber auch ganz normal auf steigende Kurse bei Aktien. Doch insgesamt ist es eben immer schwieriger geworden, überhaupt noch Renditen am Markt zu erzielen. Wenn nun immer mehr Profis mit ihren Spekulationen scheitern, ist das kein gutes Zeichen.

Niedrigzinsphasen dauern nicht sehr lange – danach droht ein Crash

Das sind für mich eindeutige Indizien die für einen baldigen Crash sprechen. Es ist ein großer Irrtum vieler Anleger davon auszugehen, die heutige Lage würde noch Jahrzehnte so weitergehen. Im Gegenteil zeigt die Geschichte, dass Niedrigzinsen niemals mehr als wenige Jahre haltbar sind, bis das Finanzsystem crasht.

So fielen die Zinsen auch vor der Weltwirtschaftskrise 1930 massiv bis auf nur noch ¼ Prozent – bis es dann im Oktober 1929 durch den Crash an der Wallstreet zum Kollaps kam. Die Weltwirtschaftskrise dauerte dann in den USA ganze 10 Jahre und endete direkt im Zweiten Weltkrieg.

Was dann kommt, sind heute nicht noch weiter fallende Zinsen, sondern der Zins steigt sprunghaft an, weil die Risikozuschläge zum Zins zunehmen. Je größer das Marktrisiko wird, umso mehr gehen die Zinssätze dann in der Krise nach oben. Für Sie ist daher die Absicherung extrem wichtig. Wie Sie das am besten machen, erfahren Sie regelmäßig an dieser Stelle.

 

Quelle: Günter Hannich

„Provision, Provision, Provision!“ – So werden Sie von Ihrer Bank aufs Kreuz gelegt! (2)

Unter dem Eindruck der schrecklichen Terroranschläge in Brüssel vergessen wir, dass nicht nur unsere eigene Sicherheit immer mehr gefährdet ist. Sondern auch unser Vermögen.

Die Nullzins-Politik der EZB enteignet die Sparer zunehmend. Selbst die Banken leiden darunter. Und greifen dafür noch tiefer in die Tasche ihrer Kunden. Und damit meine ich nicht nur die höheren Gebühren, die Sie bezahlen müssen.

Schlechte Bankberatung

Trotz neuer gesetzlicher Regelungen hat sich die Qualität der Beratungen durch die Banksacharbeiter kaum verbessert. Und das ist noch gelinde ausgedrückt. Denn jene sind in vielen Fällen nach wie vor unzureichend und schlecht!

Der Grund hierfür ist einfach: Der Bankmitarbeiter ist zu einem reinen „Verkäufer“ degeneriert, der nichts anderes als die Produkte aus seinem Haus an den Mann, also an Sie, bringen will. Natürlich handelt es sich dabei um solche, für die er am meisten Provision erhält.

Ich behaupte, dass gerade daran eine effiziente Beratungsqualität leidet!

Unheilvoller Zusammenhang zwischen Risiko und Provision

Sie müssen wissen, dass die Faustregel lautet: Je riskanter ein Produkt, desto höher die Provision. Na, hören Sie es klingeln?

Ihr Berater, pardon, Ihr Verkäufer steht also unter gewaltigem Druck, Ihnen gerade solche riskanten Produkte anzudrehen. In der Regel sind diese jedoch nicht nur teuer, sondern werfen für Sie auch wenig Rendite ab.

Provision bestimmt die Beratung

Und noch etwas: Viele „Bankverkäufer“ drängen Ihre Kunden zur Kündigung bestehender Produkte. Warum? Weil sie natürlich gleich neue zur Hand haben, die besser, effektiver oder rentabler sein sollen.

Dreimal dürfen Sie raten, wie es dahingehend mit seiner Provision aussieht.

Warum werden hierzulande nicht ganz einfach Provisionen im Finanzvertrieb verboten? So wie etwa in Großbritannien oder in den Niederlanden? Damit hätten wir doch das Übel an der Wurzel gepackt, finden Sie nicht auch?

Falsche Beratung gefährdet Ihr Vermögen

Außerdem empfiehlt ein solcher „Bankverkäufer“ Ihnen zumeist nicht – was richtig wäre – ein breit gestreutes Aktienportfolio anzulegen, bei dem auch günstige Anlagebedingungen berücksichtigt werden. Sondern vielmehr teure Garantieprodukte. Oft getarnt als fondsgebundene Versicherungen oder verpackt als (Garantie-)Zertifikate.

Gerade solche machen jedoch für Ihre Altersvorsorge und Ihren langfristigen Vermögensaufbau alles andere als Sinn. Ebenfalls wird der „Bankverkäufer“ Ihnen wenig über die Kosten und Nachteile dieser Garantien erzählen.

Na klar, er will diese ja an den Mann bringen und seine fette Provision verdienen.

Ich bleibe dabei: Durch die provisionsgesteuerte „Beratung“ der Bankmitarbeiter wird nicht nur Ihre Altersvorsorge, sondern Ihr gesamter Vermögensaufbau gefährdet.

Nehmen Sie Ihre Vermögenssicherung selbst in die Hand!

Deshalb sollten Sie sich selbst um den Schutz Ihres Vermögens kümmern. Sparbücher, unverzinste Girokonten mit hohen Gebühren, Lebensversicherungen und Bausparverträge lohnen sich längst nicht mehr. Ganz im Gegenteil: sie sind zu einem Minusgeschäft geworden.

 

Quelle: Guido Grandt

„Provision, Provision, Provision!“ – So werden Sie von Ihrer Bank aufs Kreuz gelegt! (1)

Die ersten 3 Monate des Jahres 2016 stehen unter keinem guten Stern. Nach den verheerenden Terroranschlägen in Brüssel hat sich die Sicherheitslage in Europa weiter verschärft.

Auch finanziell sind Sie so stark gefährdet, wie selten zuvor: Durch die Abschaffung der Zinsen hat es die EZB fertig gebracht, die Sparer weiter von Ihrem Vermögen zu enteignen.

Gewitterwolken über den Bankentürmen

Auch in der Bankenbranche selbst sieht es trotz vieler neuer Vorschriften und Gesetze nicht allzu rosig aus. Das gibt jüngst sogar die oberste Bankenaufseherin der EZB, Daniele Nouy, unumwunden zu.

Wissen Sie, was sie gesagt hat? Dass die aktuell sehr niedrigen Zinsen im Euro-Raum die Gewinnstärke mancher Geldhäuser eintrüben könnte. Und warnt: „Mittelfristig könnte dies die Tragfähigkeit einiger Geschäftsmodelle beeinflussen“. Auf gut deutsch: gefährden!

Doch das ist noch längst nicht alles.

Meine Einschätzung ist bestätigt

In Unangreifbar Leben habe ich immer und immer wieder darauf hingewiesen, wie schlecht es um die Banken tatsächlich steht. Nun ist es sozusagen amtlich.

Denn die Geldhäuser in der Euro-Zone bunkern in ihren Tresoren einen unglaublich hohen Berg an faulen Darlehen. Diese notleidenden Kredite bedrohen nicht nur die Profitabilität, sondern vor allem auch die Stabilität der Banken. Das musste nun auch EZB-Bankenaufseherin Daniele Nouy zugeben.

Der „Banken-Griff“ in Ihre Tasche

Aus diesen Gründen ist es kaum verwunderlich, dass die Banken alles daran setzen, um ihren durch die Nullzinsen entgangenen Profit wieder reinzuholen. Ganz abgesehen davon, dass sie dies bereits mit der Erhöhung Ihrer Gebühren tun.

Die Geldjongleure haben noch ganz andere Mittel und Wege, Ihnen noch tiefer in die Tasche zu greifen.

Wenn Sie weiterlesen, verrate ich Ihnen, wie!

Die Banken nutzen die Unsicherheit der Kunden aus

Natürlich nutzen die Banken die Tatsache aus, dass es für den einfachen Sparer nur noch Null-Zinsen – bald vielleicht sogar Negativ-Zinsen – gibt. Und damit ihre Altersvorsorge und ihr Vermögensaufbau dahin sind.

Und gerade jetzt sollen Sie Ihrem Bankberater (weiter) vertrauen? Wenn Sie das tun, dann können Sie im sprichwörtlichen Sinne gewaltig auf die Nase fallen!

Die Politik schaut zu, wie Sie aufs Kreuz gelegt werden!

Ich sage Ihnen: Noch immer unternimmt die Politik nicht genügend gegen Finanzprodukte, die für den normalen Anleger ein großes Risiko darstellen.

Trotz zahlreicher auf den Weg gebrachter Gesetze zum Anlegerschutz. Trotz Beratungsprotokolle, den sogenannten Produktinformationsblättern und erweiterten Informationspflichten bei verschiedenen Produkten.

Sie selbst sind nach wie vor im Fokus von Provisionsgesteuerten Bankberatern, die sich regelrecht an Ihrem Vermögen vergehen. Und das, ohne mit der Wimper zu zucken!

Im 2. Teil zeige ich Ihnen auf, wie die Banken Ihre Kunden abzocken. Das ist alles andere als lustig!

 

Quelle: Guido Grandt

Kriegsgefahr: Risiko eines Atomkriegs heute so groß wie seit 1953 nicht mehr

Gestern kündigte Russlands Präsident Putin an, ein Großteil seiner Truppen aus Syrien wieder abzuziehen. Doch eins ist klar: damit ist der Konflikt in Syrien nicht beendet. Die Luftschläge der russischen Streitkräfte sollen weitergehen.

Syrien ist dabei nur ein Beispiel für einen militärischen Konflikt der Zeit. Weltweit Flammen an immer mehr Stellen neue kriegerische Auseinandersetzungen auf. Schlank konzentriert sich alles auf konventionelle militärische Konflikte.

Doch auch die Gefahr eines Atomkriegs wird immer größer. Es ist nicht mehr 5 vor 12 – es sind nur noch 3 Minuten vor 12 auf der „Weltuntergangs-Uhr“ des Fachblattes „Bulletin of the Atomic Scientists“. Dieses Fachmagazin veröffentlichte jetzt seine neuesten Analysen zur weltweiten Kriegsgefahr.

Schon seit 1947 bewerten die Experten, ein Gremium aus Wissenschaftlern (darunter zahlreiche Nobelpreisträger) und Fachautoren, das Risiko für einen weltweiten Atomkrieg. Anfang 2015 rückte deren „Weltuntergangs-Uhr“ auf 3 Minuten vor 12 – ein extremes Risikoniveau, das seit 1953 nicht mehr erreicht wurde.

Ursache dafür sind die stark zunehmenden Hochrisiko-Zwischenfälle zwischen der NATO und Russland, die schnell eskalieren und in einen Krieg der Supermächte münden könnten. Daran sehen Sie, dass die heute von der breiten Öffentlichkeit angenommene Sicherheit überhaupt nicht vorhanden ist und im Gegenteil die Kriegsgefahr eher zu- als abnimmt.

Weitere militärische Eskalation jederzeit möglich – mit massiven Folgen

Doch auch wenn es nicht gleich zu einem Atomkrieg zwischen den Supermächten kommt, ist bei der jetzigen geopolitisch angespannten Lage jederzeit eine weitere militärische Eskalation möglich. Solche Ereignisse, die von den Finanzmärkten überhaupt nicht einkalkuliert werden können, führen zu einem sofortigen massiven Crash.

Dies könnte der Fall sein, wenn beispielsweise Russland das Baltikum angreift oder die Lage in Syrien und dem Nahen Osten weiter eskaliert. Das bestätigt ganz klar meine Strategie von vornherein nur begrenzt auf riskante Wertpapiere wie Aktien zu setzen und den Großteil des Vermögens lieber in sichere Werte wie Edelmetalle und Fremdwährungen zu investieren.

Aktien sind die ersten Wertpapiere, die crashen werden. Deshalb sollten Sie nur maximal 25 Prozent Ihres Vermögens in diese Anlageklasse investieren – wenn Sie deutlich darüber liegen, ist das Risiko einfach zu groß.

 

Quelle: Günter Hannich

„Der Weltensturm“(1)

Die aktuelle Flüchtlingskrise verdrängt die ökonomischen Katastrophen, vor der die ganze Welt steht. Auch wenn Ihnen Politiker, vor allem in Europa, in Deutschland, immer wieder das Gegenteil erzählen.

Lesen Sie weiter, wenn Sie den Mut dazu haben!

Schlechter Jahresstart

Wahrscheinlich wissen Sie nicht, dass die ersten drei Januarwochen 2016 für die Märkte die schlechtesten seit Jahrzehnten waren.

Vor allem der starke Dollar macht in Europa Probleme. Denn dieser drückt die Gewinne der Auslandsgesellschaften der Konzerne, die international tätig sind, weiter nach unten. Das schlägt sich zum Teil auch auf die Gewinne der Exportunternehmen nieder.

Hinzu kommt eine sich wohl auch weiter abschwächende Konjunktur. Insbesondere in den Vereinigten Staaten aber auch in der Industrie allgemein.

Weitere Zinserhöhungen durch die Fed?

Sorgen bereiten auch die von der US-Notenbank angedeuteten weiteren Zinserhöhungen. Mitte Dezember 2015 hat die Fed die Zinsen um 0,25 Prozent angehoben. In diesem Jahr sollen vier weitere Zinsschritte folgen. Also eine vierteljährliche Zinsanpassung.

Das sorgt für Unruhe an den Märkten, auch wenn gerade das Gegenteil erreicht werden soll. Denn eine weitere Dollaraufwertung, mit all seinen verschiedenen Auswirkungen, wird erwartet.

China: Überbewerteter Aktienmarkt

Aber auch in Asien schrillen sämtliche Alarmglocken.

Nehmen Sie China: Der dortige Aktienmarkt ist hoffnungslos überbewertet.

Zumeist sind die „großen Brocken“ im Index Staatsunternehmen. Und diese haben kaum Aussicht auf eine positive Gewinndynamik. Zumindest nicht mittelfristig.

Risiko chinesische Bausektor

Auch die chinesischen Banken könnten ins Trudeln geraten und damit einen Tsunami an den Finanzmärkten auslösen. Ich sage Ihnen auch, warum: Seit einigen Jahren gibt es im Land der Mitte einen kreditfinanzierten Boom im Bau und Immobiliensektor. Doch rund 70 Millionen Wohnungen stehen leer. Und damit meine ich jene in den Provinzen und nicht etwa in den Großstädten. Zum Teil befinden sich Staatsunternehmen im Infrastruktur- und im Zulieferbereich bereits vor der Zahlungsunfähigkeit.

Ein weiteres Problem: Banken haben ihre Kredite auf diese Kundensegmente ausgerichtet. Jetzt schlummert in ihnen geradezu eine Zeitbombe mit faulen Krediten. Wenn diese in die Luft geht, dann wird der Bankensektor kollabieren.

Trudelnder Yuan

Um dies zu verhindern wird die chinesische Zentralbank nicht umhin kommen, die Zinsen zu senken. Das wiederum übt massiven Druck auf den Yuan aus, der – wie Sie vielleicht wissen – vom Dollar abgekoppelt wurde. Doch er befindet sich in einer Abwertungsspirale. Seit Sommer 2015 fiel er um rund 6 Prozent gegenüber dem Dollar. 10 bis 15 Prozent werden noch folgen, geht es nach verschiedenen Experten.

Was geschieht? Die Kapitalflucht in China wird sich rasant beschleunigen. Und dafür müssen auch die anderen Industrieländer einen bitteren Preis bezahlen. Exportorientierte Mittelständler aber auch Großunternehmen können schon jetzt Gebete sprechen.

Risiko Billig-Öl

Ein weiteres Damoklesschwert, das über der Weltwirtschaft hängt, ist der Zerfall des Erdölpreises. Dieser hat eine wahre Auseinandersetzung um Markanteile entfacht. Vor allem in Asien und Europa.

Die Öllager sind voll. Hinzukommt der Iran, der nach Aufhebung der Sanktionen ebenfalls den Markt überschwemmt. Auch der milde Winter – abgesehen vom schweren Wintereinbruch in den USA in den letzten Tagen – tut sein übriges dazu. Alles Faktoren, die nicht etwa die Nachfrage nach Erdöl schlagartig steigert. Der Preis wird wohl dementsprechend noch einige Zeit am Boden bleiben.

Das alles führt dazu, dass die stark verschuldeten Erdölproduzierenden Schwellenländer in große Probleme kommen. Der Absturz des Ölpreises und die Aufwertung des Dollars ist sprichwörtliches Gift für sie. Ihre Fähigkeit die Schulden zu bedienen sinkt daher immer weiter.

Im 2. Teil gehe ich auf die immensen Risiken in den Schwellenländern ein. Vor allem aber auf die in Europa. Seien Sie gespannt!

 

Quelle: Guido Grandt

Terroralarm als Normalzustand – Gefahr der Abnutzung

Erst Braunschweig, dann Frankfurt, Hannover und München – Anschlagswarnungen häufen sich. Die Dienste müssen bei aller Vorsicht darauf achten, dass sich der Effekt in der Bevölkerung nicht abnutzt.

Der Bundesinnenminister meidet dieses Wort mittlerweile. Noch vor einem Jahr sprach Thomas de Maizière von einer hohen „abstrakten“ Gefahr durch Terroristen. Seit ein paar Monaten aber kommt der CDU-Politiker auf den Punkt: Die Lage in Europa und auch in Deutschland sei ernst, sagt de Maizière nun. Die Sicherheitsbehörden gingen weiterhin von einer hohen Gefährdung durch den internationalen Terrorismus aus, erklärte de Maizière jetzt auch am Neujahrstag. Jeder soll verstehen, dass ein Anschlag auch vor seiner Haustür passieren könnte. Und zwar jederzeit.

Das ist zumindest die Auffassung der deutschen Sicherheitsbehörden. Die Terrorgefahr ist demnach zum neuen Normalzustand geworden – und damit wohl auch der Alarm. Jedenfalls dann, wenn drei Dinge so wie nun in München zusammenkommen: konkrete Informationen, zu wenig Zeit für eine Überprüfung und Verantwortliche, die kein unnötiges Risiko eingehen wollen.

Das Bundeskriminalamt (BKA) erhielt bereits vor Weihnachten den ersten Hinweis eines ausländischen Geheimdienstes zu einer erhöhten Terrorgefahr für europäische Haupt- und Großstädte. In Österreich löste das eine verstärkte Polizeipräsenz in Wien aus. In Deutschland hielten sich die Behörden eher bedeckt, im Hintergrund aber arbeiteten Staatsschützer der Landeskriminalämter und des BKA daran, sich ein konkreteres Bild der Lage zu verschaffen. Die islamistischen Gefährder wurden intensiver unter die Lupe genommen. Jedoch ohne Ergebnis.

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Hinweise auf Anschlag zunächst für 5. bis 8. Januar

Im Laufe der Woche gab es einen weiteren Hinweis. Nach Informationen der „Welt“ meldete eine Polizeiquelle aus Süddeutschland einen möglichen Anschlagsplan für München. Konkret ging es um ein Anschlagsszenario… weiterlesen

 

Quelle: welt.de

Aktienmärkte: Blasenbildung bei einzelnen Aktien

Immer wieder lese ich Einschätzungen von Experten wonach aktuell die wirtschaftliche Lage sehr viel besser ist als die Stimmung. Die Unsicherheit der Investoren würde nur medial aufgebauscht. Eigentlich wäre alles in Ordnung – doch die Masse der Investoren würde einfach das Risiko scheuen und Aktien meiden.

Hier kann ich nur sagen: So ist es auf gar keinen Fall. Wir erleben aktuell an den Finanzmärkten verschiedene Signale für eine Blasenbildung. Das hat nichts mit schlechter Stimmung – sondern mit völlig überzogenen Bewertungen an den Börsen zu tun.

Ein besonders drastisches Beispiel ist hier für mich eine Modeaktie wie Facebook. Auf Basis des zuletzt erzielten Gewinns wird die Facebook-Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von mehr als 50 gehandelt. Das ist jenseits von Gut und Böse. Eigentlich müssten hier die Alarmglocken aller erfahrenen Investoren schrillen – sie tun es aber nicht.

Das hat einen einfachen Grund. Auch jetzt erklären Experten wieder: „Dieses Mal ist alles anders“. Das haben wir auch schon 1999 und 2000 gehört, bevor sich die Aktienkurse mehr als halbierten, viele Geschäftsmodelle als nicht tragbar zusammenbrachen und Millionen Anleger Milliarden Dollar und Euro verloren haben.

Die Masse der Investoren hat aus den vergangenen Krisen nichts gelernt

Und hat die Masse der Investoren etwas aus der verheerenden Finanzkrise 2008/09 gelernt? Ich sage hier ganz klar: Nein. Das liegt aber auch gar nicht im Interesse der Banken – denn die wollen weiterhin ihre Produkte an den Mann und die Frau bringen. Dass aber viele Banken erst durch die Steuerzahler vor dem Zusammenbruch gerettet wurden, wird sehr gerne übersehen.

Ich verfahre hier eher nach dem Motto: Nach der Krise ist vor der Krise. Dabei gehe ich wachsam vor und halte genau jetzt Ausschau nach attraktiven Anlageklassen – denn die gibt es. Nicht alles befindet sich in einer Blase. Bei manchen Investments ist die Blase schon geplatzt. Doch genau das sind die richtigen Momente, um große Vermögen aufzubauen.

Aktien gehören meiner Einschätzung nach in der breiten Masse auf jeden Fall zu einer völlig überbewerteten Anlageklasse. Die Gefahr weiterer heftiger Korrekturen bleibt extrem hoch.

 

Quelle: Günter Hannich

Börsen stürzen immer weiter ab

Heute ist ein ganz besonderer Tag für den DAX: Heute sackt der DAX ins Minus auf zwei wichtigen Zeitebenen. So ist der deutsche Leitindex jetzt ins Minus gerutscht im Vergleich zum Jahresstart 2015.

Gleichzeit hat der DAX auch auf Sicht der 12-Monats-Performance jetzt ins negative Terrain gedreht. Noch vor wenigen Wochen war ein DAX-Niveau von 9.600 Punkten für viele Experten undenkbar – doch jetzt ist es da.

Die vergangenen Wochen haben ganz klar gezeigt: Die Stimmung an den internationalen Börsen hat gedreht. Immer mehr Investoren wechseln ins Lager der Bären und erwarten damit weiter sinkende Kurse. Für mich kommt diese Entwicklung nicht überraschend. Derzeit erleben wir eine ganz logische Entwicklung. Nach der übertriebenen Euphorie im Frühjahr hat such jetzt diese Euphorie mächtig abgekühlt.

Der entscheidende Faktor dabei ist die Risikoeinschätzung an den internationalen Börsen. Im Frühjahr spielten viele Risiken überhaupt keine Rolle. Doch spätestens seitdem in China die Konjunkturaussichten nach unten deuten, hat sich das klar geändert: Jetzt rücken die Risiken wieder in den Fokus. Zudem ist die Zahl der Krisenherde auch wieder deutlich angestiegen.

Griechenland wird wohl bald wieder in den Fokus der Investoren rücken. Nachdem schon gestern Alexis Tsipras erneut als Ministerpräsident Griechenlands vereidigt worden ist, verschärft der linke Politiker zugleich den Ton gegenüber den Geldgebern.

Autowerte ziehen die Märkte nach unten

Wir stark die Kursrückgänge bei einigen Aktien jetzt schon sind, zeigt der Blick auf die deutschen Autowerte. Hier sorgt sicherlich der Volkswagen-Skandal für heftige Abschläge. Doch damit beschleunigt sich nur der ohnehin schon schwache Trend.

Seit dem Jahreshoch haben eben nicht nur Volkswagen sondern auch die Konkurrenz von BMW und Daimler deutlich an Wert verloren. Volkswagen schießt aber mit einem Verlust von knapp 60% den Vogel ab. BMW hat aber auch 35% und Daimler immerhin 31% eingebüßt.

Mir war diese Schwäche schon längerer Zeit klar. Daher mache ich auch einen Bogen um Automobilaktien – die sind viel zu konjunkturanfällig. Gerade in Krisenzeiten gehören diese Aktien zu den großen Verlieren. Das zeigt sich auch jetzt wieder.

Noch locken hohe Dividenden bei Aktien wie Volkswagen oder Daimler. Doch ich bin mir sicher, dass hier massive Kürzungen kommen werden, wenn erst die Umsätze in den wichtigen Märkten wie den USA oder vor allem auch in China deutlich zurückgehen. Das Risiko für weitere Kurskorrekturen bleibt hoch.

 

Quelle: Günter Hannich