Wirtschaftlicher Aufschwung? 13 der größten Handelsketten in Amerika schließen hunderte Filialen

Kürzlich sagte Barack Obama, dass jeder der behaupte Amerikas Wirtschaft schwäche sich ab, »mit reinen Mutmaßungen hausieren« gehe. Nun, wenn die Wirtschaft in so großartiger Verfassung ist, warum schließen die größten Handelsketten dann hunderte von Filialen im ganzen Land?

Vergangenen Monat schrieb ich über die »Einzelhandels-Apokalypse«, welche die ganze Nation erfasst, aber seitdem ist es sogar noch schlimmer geworden. Die Schließung von Filialen ist im Einzelhandel zum »heißen neuen Trend« geworden und Schilder mit der Aufschrift “Räumlichkeiten verfügbar“ werden in Einkaufszentren in den Vereinigten Staaten in immer mehr Fenstern aufgehängt.

Barack Obama kann sich darüber auslassen, wie gut es der Mittelklasse geht, wie er will, aber die Wahrheit ist, dass die kalten und harten Fakten, die von den Einzelhandelsketten berichtet werden, eine vollkommen andere Geschichte erzählen.

Am frühen 25. Februar veröffentlichte der Vorstandschef von Sears, Eddie Lampert, einen Brief an die Aktionäre, der mit jeder Menge schlechten Neuigkeiten gespickt war. In diesem Brief machte Sears »tektonische Veränderungen« bei den Verbraucher-Ausgaben für die furchtbaren Ergebnisse der jüngsten Vergangenheit verantwortlich:

In einem Brief an die Aktionäre schrieb Lampert am Donnerstag, dass der Einfluss »tektonischer Veränderungen« bei den Verbraucher-Ausgaben sich bei den Einzelhandelsketten im vergangenen Jahr deutlich bemerkbar gemacht hätten, »die sich vorher noch relativ immun gegen solche Veränderungen gezeigt hatten.«

»Walmart, Nordstrom, Macy’s, Staples, Whole Foods und viele andere… weiterlesen

 

Quelle: n8waechter (Michael Snyder)

Inflationsgefahren werden von Verbraucher klar überschätzt

Deutschland ist ein ganz besonderes Land: Die Angst vor einer Inflation ist extrem groß. So hat eine Studie der Universität Hohenheim ergeben, dass die Hälfte der Deutschen Angst vor einer hohen Inflation hat.

Dies ist schon erstaunlich. Aktuell liegt ja die offizielle vermeldete Inflationsrate nur bei 0,2%. Dennoch sind 42% der Deutschen immer wieder der Meinung, dass die allermeisten Produkte ständig teurer werden.

Eine Zahl hat mich noch mehr erstaunt: 17% der Befragten gaben sogar an, dass „alles“ teurer wird. Die Experten begründen den großen Unterschied zwischen der messbaren und der gefühlten Inflation mit dem Alltag vieler Bundesbürger.

Es ist eben so, dass Produkten des täglichen Bedarfs wie Brot oder Gemüse sehr viel mehr Bedeutung geschenkt wird, als Gütern die zwar im Preis sinken wie beispielweise Fernsehern. Das liegt einfach daran, dass diese Güter eben nur alle paar Jahre mal erworben werden.

Inflationsrate ist sehr umfassend – das vergessen viele Verbraucher

Doch eins muss Ihnen klar sein: Die Inflationsrate umfasst eben sehr viel mehr als die steigenden Preise für Brötchen bei Ihrem Bäcker um die Ecke. Als Basis wird eben ein Warenkorb herangezogen, der eine breite Mischung an Produkten erhält.

Zudem wird ein wichtiger Punkt bei der Inflation oft beiseitegeschoben. So ist die Inflation gleichzeitig auch noch an die Lohnentwicklung gekoppelt. Was heißt das für die Praxis? Nur bei einer Lohn-Preis-Spirale kann es dauerhafte Inflation geben. Davon sind wir aktuell aber extrem weit entfernt.

Doch die Wirtschaft hat ohne Frage ein Interesse daran, dass Sie als Verbraucher Angst vor einer Inflation haben. Wenn dieser Glaube vorherrscht, werden Sie als Verbraucher eben ermuntert, Ihre Ersparnisse aufzugeben und auch zu konsumieren.

Dies ist auch einer der Gründe, warum in den meisten Medien die Angst vor einer Inflation deutlich mehr Raum einnimmt, als die Berichterstattung vor einer möglichen Deflation. Im Grunde ist es ganz einfach: Sowohl die Politik als auch die Wirtschaft wollen einen Absatzeinbruch und eine Rezession verhindern. Daher kommt diesen Akteuren das Inflationsargument gerade recht, um eine mögliche Konsumrückhaltung der Verbraucher zu verhindern.

Grundsätzlich erwarte ich eine Deflation. Warum die aber sehr viel gefährlicher für Sie und Ihr Vermögen ist, werde ich Ihnen an dieser Stelle in der kommenden Woche näher erläutern.

 

Quelle: Günter Hannich