Kriegsgefahr nimmt weiter zu: Große Spannungen zwischen Russland und der Türkei

In der vergangenen Woche wurde es für Sie wieder deutlich: Die Kriegsgefahr zwischen dem Westen und Russland ist noch lange nicht behoben – ganz im Gegenteil. Dabei kam es an der syrisch-türkischen Grenze zu einem Zwischenfall, als die Türkei ein russisches Kampfflugzeug abschoss, das sich offenbar ohne Genehmigung im türkischen Luftraum bewegte.

Schon Anfang Oktober protestierte die NATO gegen mehrfache Luftraumverletzungen Russlands und sprach von einer „extremen Gefahr“. Die Türkei kündigte damals an, keine Luftraumverletzung mehr hinzunehmen. Russland dagegen behauptet, das Flugzeug sei über syrischem Gebiet abgeschossen worden.

Russland will aufgrund dieses Vorfalls die diplomatischen Beziehungen zur Türkei einschränken. Gleichzeitig rief der russische Außenminister Bürger seines Landes dazu auf, die Türkei zu verlassen, und warnte vor Reisen in die Region.

Der jetzige Vorfall gilt als einer der schwersten Konflikte zwischen der NATO und Russland in den letzten fünfzig Jahren. Das bestätigt meine Erwartung, dass sich zwischen dem Westen und Russland ein großer Konflikt anbahnt.

Noch reagieren die Börse nur moderat – doch das wird sich ändern

Gleichzeitig konnten Sie an der Reaktion der Aktienbörse sehen, welche Folgen solche noch kleinen Konflikte auf den Finanzmarkt haben. Der DAX sank direkt nach der Bekanntgabe der Meldung am Dienstag durch die ausgelöste Unsicherheit um über 1,4 Prozent. Zwar ging es danach wieder nach oben, aber die Lage kann sehr schnell eskalieren und dann kann sich auch die Aktienbörse dem nicht mehr entziehen.

Das zeigt Ihnen, wie schnell ein externer Auslöser zu einem Crash an den Aktienbörsen führen kann. Sie sehen also: Nicht nur die sich insgesamt drastisch verschlechternde weltwirtschaftliche Situation, sondern auch geopolitische Einflüsse gefährden den Finanzmarkt. Die aktuelle Häufung von kriegerischen Konflikten und immer neuen Terrorattacken zeigen ganz klar, wie groß die Gefahr wirklich ist.

Das bestätigt meine Strategie in solch unsicheren Zeiten wie heute, keinesfalls in großem Stil auf zyklische Aktien wie Automobilwerte zu setzen. Sie sollten deshalb Ihren Aktienanteil strikt begrenzen und nur in ausgewählte Qualitätsaktien aus sicheren Branchen investieren.

 

Quelle: Günter Hannich

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