Das sind die wichtigsten Folgen eines Crashs

Crash ist ein großes Wort – doch ich stelle immer wieder fest, dass viele Anleger hier vor allem die völlig falschen Schlüsse ziehen. Mit dem Wort „Crash“ verbinden die meisten eine „Hyperinflation“ oder meinen dass „das Geld morgen nicht mehr gilt“. Doch was passiert denn wirklich, wenn es zu einem Crash kommt?

Zuerst einmal muss man sich darüber klar werden, was Geld eigentlich ist – denn vieles wird heute mit dem Wort „Geld“ bezeichnet, was gar keines darstellt. Geld sind ausschließlich die emittierten Münzen und Banknoten.

Demgegenüber sind Guthaben auf Bankkonten nur Versprechen auf die Auszahlung von Bargeld. Bankguthaben sind damit also kein Geld, sondern nur Geldversprechen! Wenn nun ein Crash kommt, dann sind sehr schnell immer mehr Banken zahlungsunfähig.

Darüber hinaus ist die Bargeldmenge mehr als 10 mal kleiner als die Buchgeldmenge – das Bargeld kann also gar nicht sofort von der Bank ausgezahlt werden, sollten einmal die besorgten Sparer dieses abrufen wollen.

Dem vorhandenen Warenangebot steht dann nämlich nur noch die kleine Bargeldmenge gegenüber, da das Buchgeld bzw. Geldversprechen nicht mehr eine Geldeigenschaft ausüben können und nicht mehr für Zahlungszwecke mangels Vertrauens genutzt werden können.

Wenn im Crash Geldversprechen nicht mehr ausgezahlt werden (geschlossene Bankschalter), dann kann es keine Hyperinflation oder gar Verschwinden der Währung geben – denn die Geldmenge verringert sich und das bedeutet eine Deflation.

Nach dem Crash kommt die Deflation

Eine Deflation jedoch hat vollkommen andere, sogar viel gravierendere Auswirkungen auf den Einzelnen als eine Inflation. In der Deflation müssen Sie damit rechnen, bspw. nicht mehr an Ihr Vermögen auf der Bank zu kommen, da die Bankschalter geschlossen sind. Anders als in einer Inflation werden Ihre Schulden in der Deflation aufgewertet – das heißt, Sie müssen immer mehr für die Bedienung der Kredite arbeiten.

Während Sie in der Inflation keineswegs sofort Ihren Arbeitsplatz verlieren, da eine Geldmengenaufblähung sogar die Wirtschaft zusätzlich anheizt, sind in einer Deflation in kurzer Zeit sehr viele verschuldete Unternehmen bankrott und stellen die Produktion ein. Gold und andere Edelmetalle nutzen Ihnen da auch wenig, da alle Sachgüter im Wert verfallen.

Die heutigen Vorstellungen der meisten Leute und auch der „Crash-Propheten“ gehen von falschen Vorstellungen aus. Das liegt daran, dass die Geldbegriffe verwechselt werden, es wird nicht zwischen richtigen Geld und bloßen Buchforderungen bzw. Geldversprechen unterschieden.

Da in jedem Crash jedoch Geldversprechen ungültig werden und diese heute 90% unseres Geldbegriffes ausmachen, schrumpft deshalb in einer Wirtschaftskrise zwangsläufig die Geldmenge. Eine Inflation kann deshalb nach einem Finanzcrash niemals sofort entstehen und war auch in der ganzen Geschichte noch nie so beobachtet worden.

Womit gerechnet werden muss, ist vielmehr eine Deflation. Vor allem Schuldner werden in der Deflation dann massiv getroffen, da deren Kredite deflationär aufgewertet werden. Eine Deflation erfordert völlig andere Schutzmechanismen als es heute lautschreiend von „Crash-Propheten“ propagiert wird.

 

Quelle: Günter Hannich

Eurokrise: Schweiz bereitet sich auf Zerfall der EU vor

Das Thema Griechenland beherrscht in diesen Tagen die Medien. Dabei kommen immer wieder sehr spannende Dinge an die Oberfläche, die mir vor allem eins zeigen: Die Lage ist sehr viel ernster, als uns die Politiker immer wieder klarmachen wollen.

Um auf diese Dinge zu stoßen, ist es aber auch mal nötig, fernab der ausgetretenen Pfade zu schauen. Das habe ich getan und so bin ich jetzt auf eine sehr beunruhigende Nachricht aus der Schweiz gestoßen.

Wie die Deutschen Wirtschafts-Nachrichten berichten, plant die Schweiz im September ein Militärmanöver, in dem die Reaktion auf einen Zerfall der EU geprobt wird. In dem zugrunde liegenden Szenario geht die Militärführung davon aus, dass eine schwere Wirtschaftskrise zu neuen Grenzen in Europa mit Plünderungen, Kriminalität, Unruhen und ethnischen Spannungen führen wird.

Solche möglichen Krisenszenarien zeigen Ihnen, dass die Schweizer Führung einen Zerfall des Euros und einer Auflösung der EU bereits ernsthaft in ihre Überlegungen einbezieht und sich auf daraus resultierende mögliche Entwicklungen einzustellen versucht.

Das Ende des Euros wird auch der Beginn vom Ende der EU sein

Auch ich gehe davon aus, dass nicht nur der Euro seinem Ende entgegengeht, sondern die EU insgesamt bei der dadurch entstehenden Wirtschafts- und Finanzkrise zerfallen wird. Das wird mit gewaltigen gesellschaftlichen Umstürzen und Verwerfungen für den gesamten europäischen Kontinent verbunden sein. Einen Euroaustritt Griechenlands ohne massive Folgen für den gesamten Kontinent halte ich für sehr unwahrscheinlich.

Für Sie heißt das nach wie vor, dass Sie sich nicht von den trügerischen Hoffnungen, die von der Politik verbreitet werden, einlullen lassen sollten. Der Euro ist letztlich nicht zu retten, weil die an ihm teilnehmenden Staaten ökonomisch überhaupt nicht zusammenpassen.

Eine Lösung des Problems ist nicht möglich, weshalb es nur eine Frage der Zeit ist, bis der Euroverbund zerbricht. Deshalb sollten Sie sich auch weiterhin aktiv auf einen Eurozerfall vorbereiten. Das tun Sie, indem Sie in sichere Fremdwährungen, Edelmetalle oder auch wirklich sichere Aktien investieren.

 

Quelle: Günter Hannich

Der nächste Crash wird größer als 2008

Geschichte wiederholt sich. Davon sind Sie doch auch überzeugt – oder? Dieser an sich einleuchtende Gedanke spielt jedoch bei unseren Politikern fast keine Rolle mehr. Wir sollen glauben, dass es dieses Mal ganz anders sein wird.

Ganz bestimmt wird es dieses Mal bei der bevorstehenden Krise anders sein: Die kommende Krise wird sehr viel heftiger ausfallen. Gegen das was uns bevorsteht, wird selbst die Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre wie ein kleiner Unfall aussehen.

Auch wenn Ihnen diese Prognose düster erscheinen mag – die harten Fakten sprechen eine klare Sprache.

Der Grund für das immense Ausmaß der kommenden Krise ist klar: Die Summen um die es geht, werden immer größer – und fast unvorstellbar: Seit der Finanzkrise 2008/09 sind die globalen Schulden um 40% angestiegen.

Diese Zahl ist nur schwer zu fassen. Doch was sagen Sie dazu: Ende 2014 sind die Schulden der Staaten, der Unternehmen und der privaten Haushalte erstmals auf 200 Billionen Dollar gestiegen.

Weltweite Schulden außer Kontrolle – das treibt den nächsten Crash voran

200 Billionen Dollar entsprechen der weltweiten Wirtschaftsleistung von mehr als 3 Jahren. Dieser enorme Schuldenberg muss zusammenbrechen – und er wird zusammenbrechen. Noch niemals in der Geschichte sind gigantische Schuldenkrisen ohne einen massiven Zusammenbruch zu Ende gegangen.

In den Jahren nach 1929 stürzte die gesamte westliche Welt in eine Wirtschaftskrise von bis dahin noch nie dagewesenen Ausmaßen.

Jetzt leben wir im Jahr 2015. Das bedeutet:

  • Die gesamte Welt ist vernetzt.
  • Der Welthandel läuft auf Hochtouren.

Krisen in wirtschaftlich bedeutenden Ländern haben somit heute noch sehr viel größere Folgen als in der Vergangenheit. Auch hier gilt: Geschichte wiederholt sich – aber es wird sogar noch schlimmer werden. Nicht ohne Grund heißt es: „Wenn die Wall Street einen Schnupfen hat, bekommt der Rest der Welt eine Grippe.“

2008 standen Banken am Abgrund- jetzt stehen ganze Staaten am Abgrund

In diesen Wochen verfliegen sehr viele Illusionen der vergangenen Monate. Die harte Realität hält wieder Einzug an den Börsen.

Jetzt rächt sich der Zweckoptimismus an den Börsen der letzten Jahre. Was nun droht, ist sogar noch viel schlimmer als die Finanzkrise 2008: Damals ging es nur um den Finanzsektor, während heute eine ganze Reihe ungelöster Probleme anstehen.

Da sind zum einen die massiven Schulden, die immer weiter steigen. Gleichzeitig sind wir heute mit enormen geopolitischen Risiken wie dem Konflikt mit Russland konfrontiert – solch eine Bedrohung gab es unter der Finanzkrise nicht.

Sehen Sie hier die massiven Gefahren? Es ist eben doch so: Geschichte wiederholt sich und Schulden verschwinden nicht von alleine.

Die aufgestauten ungelösten Probleme kumulieren sich jetzt und es droht ein massiver Crash an den Börsen.

 

Quelle: Günter Hannich