Bill Holter: »Der Kollaps spielt sich direkt vor unseren Augen ab!«

Die häufigste Frage die ich höre ist: »Wann?« Wann kollabiert das System? Wann werden wir einen Reset erleben?

Ich finde, das ist eine sehr seltsame Frage. Seltsam, weil wenn man mit genügend Abstand schaut, dann sollte man in der Lage sein zu erkennen: »Wir beobachten, wie es gerade passiert!«

Wir sind alle so nah dran und beobachten die täglichen Bewegungen, dass wir Gefahr laufen, das große Bild verpassen. Verstehen Sie mich nicht falsch, viele wissen, dass wir systemisch gesehen Pleite sind, aber das tägliche Suchen nach dem Moment, an dem die Lichter ausgehen, geht weiter. Der Punkt ist, der Kollaps spielt sich direkt vor unseren Augen ab. »Wann« ist ein laufender Vorgang und Sie schauen gerade zu, wie Geschichte geschrieben wird!

Die globale Realwirtschaft befindet sich in einem ernsthaften Abschwung. Man benötigt keine weiteren Beweise dafür, als den rückläufigen Handel und die fallenden Ölpreise. Wenn Sie mehr Beweise dafür haben möchten, dann lesen Sie die Liste, die Michael Snyder kürzlich für Sie zusammengestellt hat. Was aktuell ist und was bereits geschehen ist, ist beispiellos. Nochmal, warum sollte man nach dem »Wann?« fragen, wenn man dabei zuschauen kann, wie es gerade geschieht?

Aus finanzieller Sicht beobachten wir ebenfalls, wie sich der Kollaps entfaltet. Die Gewinne kollabieren in vielen verschiedenen Branchen. Genau wie es beim Crash 1987, in 2000 und wieder 2008 geschehen ist, beobachten wir, das tägliche Gemetzel nach der Veröffentlichung von schwachen Ergebnissen oder Prognosen.

Credit Default Swaps lösen sich in vielen Branchen in Luft auf, wobei die offensichtlichen und vermutlich auch wichtigsten die Sektoren Energie und Banken sind. Die weltweiten Kreditmärkte erleben, wie diverse Unternehmensanleihen regelmäßig um 5 und 10 % kollabieren und dies branchenunabhänig! Auch hier beobachten wir, wie sich der Kollaps unmittelbar vor unseren Augen abspielt, aber die Frage ist immer noch »Wann«?

Natürlich sind wir an diesem Finanz-/Wirtschaftspunkt der Geschichte quasi mit den Zentralbankern als Busfahrer angekommen. Wenn man auf 1987, 2000 und 2008 zurückblickt, dann können wir sehen, dass die Reaktion jeweils “Lockerung“ hieß.

Die letzte Episode 2008 bedurfte mehr als $ 20 Billionen, um das System vor dem Infarkt zu bewahren. Seitdem haben sich Zentralbanken auf der ganzen Welt und die Staatsschulden bis zum Punkt der Insolvenz überzogen und trotzdem glauben manche, dass sie noch einmal die Kurve kriegen. Das einzig verbliebene Werkzeug ist das einzige Werkzeug, was ihnen jemals zur Verfügung gestanden hat: “das Gaspedal“ noch weiter durchzudrücken.

Das Problem ist jetzt das “noch weiter“. Das kann nur Negativzinsen bedeuten, was das System in einzelnen Bereichen und letztlich in Gänze in den Bankrott treibt. Es gibt keine logische Erklärung für Negativzinsen oder warum sie… weiterlesen

 

Quelle: Bill Holter (N8Waechter)

Wann fliegt uns das Rentensystem um die Ohren?

Dass unser System der Alterssicherung auf tönernen Füßen steht, wissen Sie wahrscheinlich selbst. Möglicherweise müssen auch Sie bitter lachen, wenn Sie an den klassischen Ausspruch von Norbert Blüm denken: „Denn eins ist sicher: Die Rente“. 1986 hatte der damalige Minister Blüm den Spruch auf Plakate drucken lassen. Heute gibt er zu, dass sich unser Rentensystem von selbst erledige. Die Schulden steigen, die Einnahmen werden sinken – wenn die geburtenstärksten Jahrgänge um das Geburtsjahr 1964 herum in Rente gehen, werden die Lasten ins Unermessliche steigen …

Doch nicht nur die staatlichen Renten- und Pensionskassen zittern … zunehmend wird auch klar, dass Arbeitnehmer, die mit einer Betriebsrente rechnen, in eine fatale Falle laufen.

Das Nachrichtenmagazin „Focus“ spricht bereits jetzt offen von einer „Pensions-Zeitbombe“ und fragt: „Müssen Angestellte jetzt auch um ihre Betriebsrente fürchten?“

Hintergrund sind die niedrigen Zinsen bzw. die Null-Zins-Politik. Die Unternehmen bekommen für das zurückgelegte Geld keine Zinsen mehr. Deshalb müssen sie Ihre Rücklagen für die versprochenen Betriebsrenten heute stark. Und das jetzt bereits in einem Umfang, der erschreckend ist. Nur eine Zahl:

1,2 Milliarden Zusatzbelastung in einem halben Jahr – schon jetzt

ThyssenKrupp musste die Pensionsrückstellungen aktuell um 1,2 Milliarden € erhöhen – und das nur für das erste halbe Jahr seines aktuellen Geschäftsjahres.

Wozu das führen kann zeigte 2013 der traditionsreiche Strumpfhersteller Kunert: Der musste Insolvenz anmelden, weil die Pensionsversicherung des Pleiteunternehmens einspringt. Doch was, wenn die Zinsen niedrig bleiben, die Rezession angesichts des weltweiten wirtschaftlichen Niedergangs kommt und dann immer mehr Unternehmen Insolvenz anmelden müssen?

Dann wird eine Versicherung nicht mehr reichen …

Dann heißt es: Adieu, meine Rente!

Beginnen Sie spätestens jetzt, Ihr persönliches Rettungsboot zu bauen und Ihr Vermögen zu 100% krisensicher zu machen. Wirklich sicher und unangreifbar ist nur ein krisensicheres Vermögen, das Sie selbst aufbauen und über das Sie selbst die 100%ige Kontrolle haben.

 

Quelle: Günter Hannich