„Der Terror-Schock“ – Diesen Preis müssen Sie bezahlen! (2)

Die barbarischen Pariser Terroranschläge wirken sich nicht nur politisch und militärisch aus, sondern auch ökonomisch.

Nachfolgend verrate ich Ihnen, wie!

Das müssen Sie wissen, wenn Sie im Besitz von Aktien von Reiseveranstaltern oder Hotelketten sind!

Frankreich ist ein sehr beliebtes Touristenziel. Um die 80 Millionen Besucher weltweit wollen vor allem Paris und seinen Eifelturm sehen. Die Wirtschaftsleistung aus dem Tourismus beträgt satte sieben Prozent.

Doch alleine die Ankündigung, dass zukünftig viele Touristen das beliebte Ferienland meiden könnten, führte dazu, dass Aktien großer Hotelketten nachgaben.

Verluste in Millionenhöhe drohen.

Das müssen Sie wissen, wenn Sie im Besitz von Aktien aus der Luftfahrtbranche sind!

Nach den verheerenden Anschlägen auf das World Trade Center 2001 gab es einen rasanten Kursverfall fast aller Fluggesellschaften an amerikanischen und europäischen Börsen. Dahingehende Aktien wurden zu „aggressiven Aktien“, deren systemisches Risiko sich mehr als verdoppelte.

Sie wissen, was das bedeutet: Die betreffenden Firmen müssen mit einem höheren Risiko höhere Renditen erwirtschaften, umso das zusätzliche Risiko der Aktien zu kompensieren.

Ein gefährlicher Drahtseilakt.

In Frankreich sah es nach den Pariser Terroranschlägen nicht viel besser aus. So gaben beispielsweise die Aktien der Fluglinie Air France nach.

Ich sage es Ihnen noch einmal, ohne besserwisserisch klingen zu wollen: Unsicherheit ist Gift für die Börse. Für die Anleger, die Investoren.

Unsichere Gastronomie und Unterhaltungsbranche

Vergessen Sie dabei auch nicht die anderen Wirtschaftszweige. Wie etwa die Gastronomie, mit Cafés, Restaurants und Bars. Glauben Sie, dass diese immer noch so voll sein werden, wie zuvor?

Oder auch die Unterhaltungsbranche. Konzerthallen, Musikveranstalter – Sie alle bangen um Ihre Einnahmen.

Noch was anders kommt hinzu: Für viele dieser Geschäfte verteuern sich die Versicherungen. Denn die Versicherer werden höhere Prämien verlangen, als in einer ungefährdeten Stadt. Auch das kann bei vielen – vor allem kleineren – Firmen zu einem Fiasko führen.

Rückgänge bei Luxusartikeln

So werden wohl auch die Bürger weniger Geld ausgeben. Sicher nicht hinsichtlich der Alltagseinkäufe. Essen und Trinken muss man schließlich immer.

Aber bestimmt hinsichtlich des gehobenen Segments des Einzelhandels. Gemeint sind Luxusartikel.

So schätzen Experten aktuell, dass teure Modegeschäfte in Paris in den ersten sechs Monaten nach den Terroranschlägen zwischen 20 und 30 Prozent weniger Umsatz machen werden.

Schwindendes Verbrauchervertrauen

Wenn Verbraucher im Ungewissen über die politischen und/oder ökonomischen Folgen von Terrorismus bleiben, schwindet ihr Vertrauen. Ebenso, wenn nicht klar ist, wie die eigene Sicherheitslage ist und wie die Gegenreaktion der Regierung ist.

Das alles wirkt sich natürlich auf das Konsumverhalten aus. Das entweder zurückgehen kann oder sich verändert. Die Anschläge vom 11.9. in New York jedenfalls waren eine Wachstumsbremse, die eine weltweite negative Konjunkturentwicklung nach sich zog.

Hinzu kommt, dass vor allem die US-amerikanische Anti-Terror-Politik versagte.

In Teil 3 gehe ich auf die volkswirtschaftlichen Auswirkungen des Terrorismus ein. Und was diese für Sie bedeuten. Seien Sie gespannt!

 

Quelle: Guido Grandt

Eurokrise: Euro soll zur Transferunion werden

Das Euro-Projekt steht massiv unter Druck. Die Gemeinschaftswährung hat die in sie gesteckten Erwartungen nur bis zu ersten wirklichen Krise erfüllen können. Trotz großer Mühen gelingt es aber seit Jahren nicht ein einzelnes Land wie Griechenland nachhaltig zu stützen und so den gesamten Währungsraum wieder mehr Stabilität zu geben.

Daher machen sich jetzt viele schlaue Köpfe in Europa Gedanken, was verändert werden müsste. So hat jetzt Frankreichs Wirtschaftsminister Emmanuel Macron eine grundlegende Erneuerung von EU und Eurozone gefordert. Unter anderem schlug er vor, einen neuen EU-Kommissar einzusetzen, der ausschließlich für den Euro zuständig sein und über große Etatmittel verfügen soll.

Nach Einschätzung des französischen Finanzministers hätte die Eurokrise gezeigt, dass man nicht wie bisher weitermachen könne. Deshalb solle der neue Euro-Kommissar Investitionsmittel vergeben und bei der Arbeitsmarktpolitik der Mitgliedsstaaten mitreden können. Damit soll offen eine noch viel größere als bisher schon vorhandene Transferunion geschaffen werden.

Wer sich auf die Euro-Politik verlässt – der ist verlassen

Macron sagte weiter, dass es eine Währungsunion ohne Finanzausgleich nicht geben könne und die Starken den Schwachen helfen müssten. Auf diese Weise würde genau das geschaffen werden, was bei der Einführung des Euros strikt ausgeschlossen wurde, nämlich eine Transferunion, in der die wirtschaftlich starken Staaten an die schwächeren Staaten einen Finanzausgleich leisten.

Daran sehen Sie, dass der Euro von Anfang an ein Projekt war, das nie funktionieren konnte. Eine solche Transferunion würde erst recht zu neuen Streitereien um Gelder und zu neuen Krisen führen. Gerade die starken Länder wie Deutschland werden eben nicht unbegrenzt beriet sein, für die Schieflage in den schwachen Euroländern aufzukommen. Das Beispiel Griechenland ist hier meiner Einschätzung nach auch nur der Anfang.

Deshalb ist es wichtig für Sie, dass Sie sich nicht auf die Politik verlassen. Die Eurokrise ist letztlich nicht lösbar, weil die am Euro beteiligten Länder schlicht ökonomisch nicht zusammenpassen und deshalb nicht mit einer gemeinsamen Währung wirtschaften können.

Stattdessen sollten Sie sich auch weiterhin aktiv gegen den zwangsläufig kommenden Eurokollaps absichern. Das tun Sie in erster Linie mit Fremdwährungen und einem Anteil an Edelmetallen. Wichtig ist dabei, dass der Goldanteil hier nicht 10% überschreiten sollte und Silber nur 5% des gesamten Depots ausmachen sollte.

 

Quelle: Günter Hannich

„Die Neugründung Europas“ – Und was das für Sie bedeutet! (2)

Das Flüchtlingsthema beschäftigt die Medien in ganz Europa.

Daher treten andere wichtige Nachrichten in den Hintergrund.

So habe ich Ihnen aufgezeigt, dass der französische Wirtschaftsminister Emmanuel Macron eine „Neugründung Europas“ will.

Und das aus gutem Grund.

Die „Selbstzerstörung“ Europas

Und wissen Sie, was Macron noch gesagt hat?

Halten Sie sich fest, bevor Sie weiterlesen.

Macron: „Der Status Quo führt in die Selbstzerstörung. Die Fliehkräfte sind zu groß, politisch wie ökonomisch!“

Führen Sie sich diese drastische Aussage noch einmal vor Augen.

Denn damit sagt der französische Wirtschaftsminister nicht mehr und nicht weniger, als dass sich die Union am Festhalten der bisherigen EU-Politik selbst zerstören wird.

Und zwar politisch wie auch ökonomisch.

„Neugründer“ oder „Totengräber“

Macron wird aber noch deutlicher. So stellt er polemisch die Frage, ob „wir“ die „Neugründer Europas“ sein wollen, oder seine „Totengräber.“

So klar und deutlich hat hierzulande noch kein Politiker gesprochen. Oder erinnern Sie sich daran, dass Merkel oder Gabriel jemals etwas in dieser Richtung verlauten ließen?

Ich nicht.

Alternative: Die EU-Wirtschaftsregierung

Aber was für Alternativen gibt es denn, werden Sie sich nun fragen? Der französische Wirtschaftsminister hat auch davon klare Vorstellungen.

So soll in der Euro-Zone eine „Wirtschaftsregierung“ etabliert werden“!

Samt einem Euro-Kommissar, der die Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik der 19 Euro-Währungsländer koordiniert. Dieser soll weitreichende Kompetenzen erhalten.

Eine Art „Euro-Finanzminister“ also.

Mehr Geld für mehr Europa

Und natürlich soll ein solcher EU-Finanzminister auch mehr Finanzmittel bekommen.

Für was?

Um die EU-Mitgliedsländer vor weiteren Finanzschocks zu schützen. Und in den Krisenländern vermehrt Investitionen zu fördern.

Die Transferunion soll kommen!

Wissen Sie, was das im Klartext heißt?

Ich sage es Ihnen: Nichts anderes als eine Transferunion!

Das heißt für den deutschen Steuerzahler, dass er noch mehr berappen soll als bisher.

Also Sie!

Die „Starken“ sollen den „Schwachen“ helfen

So erklärt Emmanuel Macron unverblümt, wie die Neugründung Europas aussehen soll.

Die „Starken“ müssen helfen. Damit meint er natürlich die wirtschaftlich starken EU-Länder. Allen voran Deutschland.

Denn ohne Finanzausgleich, würde es auch keine Währungsunion geben. Wenn die Mitgliedstaaten dazu nicht bereit wären, könne man den Euro und die Eurozone vergessen!

EU-Reform bis 2019

Dieser radikale Schnitt, hin zu einer „Neugründung“ Europas, soll mit einer Reform bis spätestens 2019 in einem neuen EU-Vertrag verankert werden.

Bis dahin soll Europa auf einem „besseren“ Fundament stehen.

Dafür soll schon jetzt der bisherige EU-Vertrag auf die Änderungen vorbereitet werden.

 

Quelle: Guido Grandt