„Europa geht vor die Hunde!“ – Elitenherrschaft, ungerechte Steuersysteme, soziale Ungleichheit & Armut (3)

Auch wenn Sie sich inzwischen vielleicht überfordert fühlen, aber die Flüchtlingsdebatte wird uns noch lange beschäftigen.

Denn Europa kann dadurch im wahrsten Sinne des Wortes „vor die Hunde gehen“, wie es unlängst Vize-Kanzler Sigmar Gabriel ausdrückte.

Die Flüchtlingsfrage zeigt auf, wie „unsolidarisch“ die so vielgepriesene EU-Wertegesellschaft ist.

Uneinigkeit bei der Flüchtlingsfrage

Die einen bauen Grenzzäune gegen den Flüchtlingsstrom. Andere schicken die Asylbewerber unkontrolliert weiter.

Dann gibt es die, die gar keine Migranten aufnehmen wollen.

Und schließlich jene, die geradezu alle „Willkommen“ heißen.

Deutschland und die EU haben sich durch ihre grundverschiedene Flüchtlingspolitik bereits stark verändert.

Erschreckende EU-Analyse

Dabei zeigt die eine aktuelle Analyse der Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam (Oxford Committee for Famine Relief), wie verheerend die Zustände in Europa wirklich sind.

Als Leser von Unangreifbar Leben wissen Sie bereits, dass 50 Millionen Menschen in Europa das Geld fehlt, ihre Wohnungen zu heizen. Oder unvorhergesehene Ausgaben zu bestreiten.

25 Prozent der europäischen Bürger leben an der Armutsgrenze. Das sind 123 Millionen Menschen.

Im gleichen Zeitraum haben sich die Milliardäre mehr als verdoppelt. Ihr Nettovermögen ist von 214 auf 296 Milliarden US-Dollar gestiegen.

In Deutschland hat sich die Zahl der von Armut Bedrohten von 12 auf 16 Prozent erhöht.

Eliten kontrollieren die Politik

Doch nicht nur die soziale Ungleichheit und Armut läuft in Europa, in Deutschland aus dem Ruder.

Reiche Einzelpersonen, Unternehmen und private Interessensgruppen kontrollieren die Entscheidungsprozesse der Politik.

Die Steuersysteme nutzen nur den Reichen. Nicht aber der Mehrheit der Bevölkerung.

Denn die werden geradezu „geknechtet“.

EU-Sparpolitik zu Lasten der Ärmsten

Zudem ging und geht die Sparpolitik in der Finanz- und Wirtschaftkrise zulasten der Ärmsten. Und zwar „ausschließlich“!

Auch das kann begründet werden.

So wurden Mindestlöhne auf Druck der Gläubiger, sprich der Banken oder der Troika gekürzt.

Der Kündigungsschutz abgeschafft. Der öffentliche Sektor, zudem auch die Gesundheitsbehörden gehören, verkleinert.

In den EU-Krisenländern Spanien, Portugal und Griechenland sind nationale Tarifverhandlungen gekappt und durch Gespräche auf „Firmenebene“ ersetzt worden.

Na, fühlen Sie sich immer noch wohl in Merkel (& Co.s) „Mutti-Händen“?

Ungerechte Steuersysteme

Doch damit nicht genug.

Auch die Steuersysteme sind ungerecht.

In vielen europäischen Ländern wächst dadurch die Diskrepanz zwischen Arm und Reich.

Und zwar exorbitant.

Dabei sollten die Steuersysteme Einkommensungleichheiten verringern.

Arbeit und Konsum stark besteuert

Der Grund dafür: Arbeit und Konsum werden stärker besteuert als Kapital.

So können reiche Einzelpersonen und große Unternehmen ihren Steuerverpflichtungen entgehen.

Beispiel gefällig?

Bitte schön.

Spanien bezieht 90 Prozent seiner Steuereinnahmen aus Steuern auf Arbeit, Einkommen und Konsum.

Unternehmenssteuern machen nur 2 Prozent aus.

Alles klar?

Eine Billion Verlust durch „Steuervermeidung“

An dieser Stelle rufe ich Ihnen ins Gedächtnis, dass die EU rund 1.000 Milliarden Euro durch Steuervermeidung verliert.

Eine Billion Euro!

Und das jedes Jahr!

 

Quelle: Guido Grandt

„Europa geht vor die Hunde!“ – Elitenherrschaft, ungerechte Steuersysteme, soziale Ungleichheit & Armut (2)

Die Flüchtlingsfrage ist das beherrschende Thema der letzten Wochen. Und wird uns auch noch lange beschäftigen.

Denn Deutschland wird dadurch „verändert“. Und zwar gravierend.

Viele Fragen bleiben offen, auf die die hilflose Politik keine Antwort findet.

Gabriel: „Europa geht vor die Hunde!“

Kein anderer als Vize-Kanzler Sigmar Gabriel äußerte sich bezüglich der schwierigen Flüchtlings-Thematik, die die EU beherrscht so klar:

„Entweder die Europäer kommen zur Vernunft, oder Europa geht vor die Hunde!“

Damit hat er den Nagel auf den Kopf getroffen.

Deutschland gespalten, die EU wackelt

Gabriel weiß natürlich längst, dass die Flüchtlingsfrage auch Deutschland gespalten hat.

Die einen sind für weitere Aufnahmen und Integration der Migranten. Die anderen dagegen.

Die EU wankt. Aber nicht nur durch den oftmals unkontrollierten Zustrom von Asylbewerbern. Sondern auch durch ihr eigenes Politikversagen an anderer Stelle.

Verheerende EU-Analyse

Die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam (Oxford Committee for Famine Relief) legte jüngst einen aktuellen Bericht über den Zustand Europas vor.

Diese Analyse ist, gelinde gesagt, „verheerend“.

Millionen EU-Bürger können Wohnungen nicht heizen

Ich habe Ihnen bereits aufgezeigt, dass 50 Millionen Menschen in Europa das Geld fehlt, ihre Wohnungen zu heizen.

Genauso wie unvorhergesehene Ausgaben zu bestreiten.

Ihre Zahl ist exorbitant gestiegen

Aber das ist bei weitem noch nicht alles.

25 Prozent von Armut bedroht

Es wird noch schlimmer.

Denn fast ein Viertel der europäischen Bürger lebt an der Armutsgrenze.

Oder sogar darunter.

Das sind 123 Millionen Menschen!

Mehr Reiche in Europa

Dahingehend haben sich die Milliardäre in Europa mehr als verdoppelt.

Ihre Zahl ist auf 342 gestiegen.

Schon diese Fakten dokumentieren, welche Schere sich da auftut.

Und wie sieht es eigentlich in Deutschland aus, werden Sie sich zu Recht fragen.

Auch dahingehend kann ich Ihnen eine Antwort geben.

„Armes“ Deutschland

Die Zahl der von Armut bedrohten Menschen hat sich hierzulande zwischen 2005 und 2013 von 12 auf 16 Prozent erhöht!

Und erraten Sie mal, was sich noch erhöht hat?

Richtig: Das Nettovermögen der Milliardäre in Deutschland stieg von 214 auf 296 Milliarden US-Dollar.

Sie sehen also, dass soziale Ungleichheit und Armut stetig wachsen.

In Europa.

In Deutschland.

Eliten kontrollieren die europäische Politik

Zudem kontrollieren reiche Einzelpersonen, Unternehmen und private Interessensgruppen die Politik. Genauer: ihre Entscheidungsprozesse.

Auch das sagt der Oxfam-Bericht aus.

Und wissen Sie, was die Folgen davon sind?

Ich sage es Ihnen: Die Einkommens- und Vermögensungleichheit steigt.

Weil Steuersysteme und die Regierungspolitik einigen wenigen nützt.

Nicht aber der Mehrheit der Bevölkerung.

So sieht’s aus, meine Damen und Herren.

 

Quelle: Guido Grandt