Neues EU-Strategiepapier: „Wenn es eng wird, muss man lügen!“ (2)

Gestern habe ich Ihnen nicht nur das Zitat von EU-Kommissions-Präsident Juncker „Wenn es eng wird, muss man lügen“ aufgezeigt. Sondern auch den sogenannten „Fünf-Präsidenten-Bericht“.

Dies ist ein Strategiepapier für die zukünftige Ausrichtung der Europäischen Union. Vorgelegt von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, Europarats-Präsident Donald Tusk, dem Euro-Gruppen-Vorsitzenden Jeroen Dijsselbleom, EZB-Präsident Mario Draghi und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz.

Mehr Befugnisse für die EU gefordert

Darin werden mehr „Entscheidungsbefugnisse“ für die EU gefordert. Sowie (indirekt) eine Vergemeinschaftung der Schulden durch eine Bankenunion.

Auf gut deutsch: Einschnitte in die Souveränität der nationalen Parlamente und Regierungen.

Aber das begreifen, sinngemäß nach Juncker, wohl die allerwenigsten. Und wenn doch, dann ist es zu spät.

Das Strategie-Papier für die Neuausrichtung der EU hält jedoch noch mehr Überraschungen parat.

Falsche Ausgangslage

Schon alleine die Ausgangslage des Berichts ist falsch. Denn wörtlich heißt es dort: „Europa lässt gerade die schwerste Finanz- und Wirtschaftskrise der letzten sieben Jahrzehnte hinter sich.“

Wie bitte?

Die „Katastrophen“-EU

Denken Sie mal an die soziale Katastrophe in Griechenland.

An die Millionen Arbeitslosen in Spanien, Italien und Frankreich.

An die exorbitanten Staatschuldenquote innerhalb der EU.

An die hunderte von Milliarden an faulen Krediten, die als Zeitbomben in den europäischen Banken schlummern.

Und, und, und …

Die EU ist mitten drin im Chaos

Auf gut deutsch: Die EU lässt keine Krise hinter sich, sondern ist mitten im schwersten Finanztaifun ihres Bestehens.

Ganz abgesehen vom Ukraine- und Russlandkonflikt sowie der Flüchtlings-Problematik.

Demnach klingen auch die folgenden Worte aus dem „Fünf-Präsidenten-Bericht“ wie Hohn: „Eine vervollständigte Währungsunion ist kein Selbstzweck. Sie ist ein Mittel, um ein besseres und faireres Leben für alle Bürger zu schaffen …“

So sollen die Parlamente ihre Entscheidungshoheit verlieren

Offen wird auch verklausuliert, wie die nationalen Parlamente ihre Entscheidungshoheit verlieren sollen.

Aber lesen Sie selbst: „Die zunehmende gemeinsame Entscheidungsfindung über Teile ihrer nationalen Budgets und Wirtschaftspolitik, die die Mitgliedstaaten akzeptieren müssten, …müsste begleitet werden von stärkerer Teilhabe und Rechenschaftslegung auf nationaler und auf europäischer Ebene …“

Dazu gehört auch: „Die Eurogruppe hat eine zentrale Rolle zu spielen bei der Diskussion, Förderung und Repräsentation der Interessen des Euroraums.“

Na wenn das kein EU-Zentralismus in Reinform ist, dann weiß ich auch nicht!

Noch mehr Macht für ein „undemokratisches“ Gremium?

Erinnern Sie sich bitte: Als der griechische Premierminister Alexis Tsipras noch vor wenigen Wochen ein Referendum über die neuen Spardiktate aus Brüssel ankündigte, wurde sein Finanzminister kurzerhand aus der Euogruppen-Sitzung ausgeladen.

Einfach so. Ohne Legitimität.

Und dieses undemokratische Gremium soll noch mehr Macht bekommen?

Das ist ein No go, sage ich Ihnen!

Im 3. Teil entlarve ich Unwahrheiten, die den „Fünf-Präsidenten-Bericht“ ad absurdum führen.

Denken Sie immer daran: Sie haben ein Recht auf die Wahrheit!

 

Quelle: Guido Grandt

Neues EU-Strategiepapier: „Wenn es eng wird, muss man lügen!“ (1)

Ganz bewusst habe ich das Zitat „Wenn es eng wird, muss man lügen“, an den Anfang dieses Artikels gestellt.

Denn kein anderer als Jean-Claude Juncker, seines Zeichens Präsident der Europäischen Union hat diese Worte zum Besten gegeben.

Das sollte Sie wahrlich aufschrecken. Denn unter dieser Prämisse müssen Sie die weitere EU-Politik tatsächlich sehen. Und damit auch Ihre eigene Zukunft. Und die Ihrer Kinder.

Neue EU-Prämisse

Unter Prämisse versteht man in der Logik eine Voraussetzung, eine Annahme, eine Aussage. Aus dieser wird letztlich eine logische Schlussfolgerung gezogen.

Mit „Wenn es eng wird, muss man lügen“ haben Sie nun eine solche Schlussfolgerung. Mit „eng“ meinte Juncker sicher die aktuelle EU-Politik-Verdrossenheit der Europäer. Ebenso das Erstarken der Anti-Euro-Kräfte. Und deshalb muss nun „gelogen“ werden.

Doch über was?

Ich deutete es Ihnen bereits an: Über die Zukunft der EU.

Das „Fünfgestirn“ der EU

Dazu passt der sogenannte „Fünf-Präsidenten-Bericht“ der auf dem Treffen der Staats- und Regierungschef der Europäischen Union im Juni vorgelegt wurde.

Und zwar von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. In enger Zusammenarbeit mit Europarats-Präsident Donald Tusk, dem Euro-Gruppen-Vorsitzenden Jeroen Dijsselbleom, EZB-Präsident Mario Draghi und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz.

Das Fünfgestirn der EU also.

Nur am Rande sei hier erwähnt, dass es bis dahin noch keine Frau geschafft hat …

Das Strategie-Papier der fünf Präsidenten

Der „Fünf-Präsidenten-Bericht“ soll der „Vervollständigung“ und „Vertiefung“ von Europas Wirtschafts- und Währungsunion dienen.

Also zu nichts anderem, als zur künftigen Ausgestaltung der Eurozone. Damit sollen die offensichtlichen Fehlentwicklungen in den Krisen behoben werden.

Mehr Entscheidungsgewalt für die EU gefordert

Der wichtigste Satz kommt aber noch, den ich Ihnen natürlich nicht vorenthalten möchte:

„Langfristig erfordert das auch neue Entscheidungsbefugnisse für die EU-Ebene“.

Sie wissen, was das konkret heißt: Mehr Macht für die EU. Weniger für die nationalen Parlamente.

Ein Schelm, wer Böses denkt.

Bürger sollen für die EU „zurückgewonnen“ werden

Zudem soll die „Akzeptanz der Menschen für Europa durch konkretes Handeln zurückgewonnen werden. Erst dann kann die Eurozone institutionell gestärkt werden“.

Hört, hört …

Mehr Europa und mehr gemeinschaftliche Schulden

Gleichzeitig offenbart das Papier weiter interessantes.

Demnach kann eine gemeinsame Eurowährung nur funktionieren, wenn weitere „Politikbereiche auf europäischer Ebene durch verbindliche Entscheidungen mit einbezogen werden“.

Wissen Sie, was das konkret heißt?

Ich sage es Ihnen: Die Vollendung der Bankenunion. Also die Vergemeinschaftung der Schulden.

Die Entscheidungen gehen wieder einmal an den Bürgern vorbei

„Neue Impulse“ für Europa also.

Dass ich nicht lache.

Übrigens: Der „Fünf-Präsidenten-Bericht“ wurde nicht nur vorgelegt, sondern auch verabschiedet.

(Fast) keiner hat es mitbekommen. Und gleich gar nicht begriffen.

„Die meisten begreifen gar nicht, was beschlossen wurde“

Dazu passt ein weiteres Zitat von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL berichtete darüber:

„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“

Verstehen Sie jetzt, was ich Ihnen sagen will?

Lesen Sie morgen, was konkret geplant ist, damit die nationalen Parlamente und Regierungen ihre Entscheidungshoheit verlieren. Seien Sie gespannt.

Denken Sie immer daran: Sie haben ein Recht auf die Wahrheit!

 

Quelle: Guido Grandt

Ihr Vermögen im Feuer! – Die neue Geldordnung!

Die neue europäische Geldordnung hat nur ein Ziel: Sie neben Staatspleiten auch an den Verlusten der Banken sowie an ihrer Rettung mit Ihrem Vermögen zu beteiligen.

Ich habe Ihnen bereits aufgezeigt, dass dies durch den sogenannten „Bail-In“ möglich ist. Längst beschlossen, in der Öffentlichkeit falsch dargestellt und vom Mainstream größtenteils verschwiegen.

Doch die Haftungs- und Enteignungspläne des Sparers gehen weiter. Bei einem Blick in unser Nachbarland Österreich müssen alle Alarmglocken bei Ihnen anschlagen!

Erstes EU-Mitgliedsland: Staatliche Einlagensicherung wird abgeschafft!

Ende März 2015 platzt im wahrsten Sinne des Wortes die Bombe! Ihre Explosion ist gewaltig, dennoch verzichten die Medien groß darüber zu berichten. Und dies – obwohl es jeden von uns betreffen kann!

Denn in Österreich wird die staatliche Einlagensicherung abgeschafft! Zukünftig haften nur noch Banken für die Guthaben der Sparer. Im Juni 2015 soll das Gesetz in Kraft treten.

Es wird also keine Sicherung der Spareinlagen mehr durch staatliche Garantien bestehen. Solchen also, wie sie Angela Merkel in Deutschland einst gemacht hat!

Ich sage Ihnen: der Abschied aus der Einlagensicherung hat mit der maroden Lage der österreichischen Banken zu tun. Allen voran der Hypo Alpe Adria mit ihren Milliardenverlusten.

Zudem sind die Austria-Banken überproportional in Ost-Europa und damit auch in dem von Sanktionen überhäuften Russland engagiert.

Österreich ist die Blaupause für die EU

Noch einmal: Österreich wird das erste Land sein, in dem der staatliche Einlagenschutz wegfällt!

Ich prophezeie Ihnen, dass nicht nur der Sparer mit höheren Bankgebühren dafür bezahlt.

Nein, dies ist auch ein Modell, das in der EU Beispiel machen wird.

Denn die gesetzlichen Grundlagen hierfür sind schon längst gegeben!

Wie, Sie wissen das nicht? Dann werde ich Sie darüber aufklären!

Die Enteignung ist Gesetz!

Bereits vor zwei Jahren wurde eine EU-Richtlinie beschlossen, die für alle EU-Staaten verpflichtend ist. Und im Zuge der Bankenunion umgesetzt werden muss.

Auch hierzulande. In Deutschland.

Dieses Gesetz verpflichtet Banken zur Einrichtung einer Einlagensicherung von 1,5 Milliarden Euro. Damit sollen sie Sparern in Notfällen Einlagen bis zu 100.000 Euro ersetzen.

Zudem wurde der Bail-In beschlossen. Demnach sollen nicht mehr die Steuerzahler, sondern die Gläubiger im Fall einer Banken-Pleite haften.

Was dies konkret heißt, habe ich Ihnen bereits erklärt: Vor allem „nachrangige“ Gläubiger sollen zur Kasse gebeten werden. Und das sind Kleinanleger und Kleinaktionäre. Also Sie!

Angela Merkels PR-Gag

Im Zuge der Finanzkrise garantierten Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr damaliger Finanzminister Peer Steinbrück die Spareinlagen der Deutschen. Diese seien sicher.

Angesichts des beschlossenen „Bail-In“ sowie der „Blaupause“ in Österreich sind diese Worte nichts weiter als eine PR-Nummer.

Denn diese Garantie gibt es nicht! Niemand kann den Sparern seine Einlagen garantieren, wenn systemrelevante Banken crashen. Das ist absolut realitätsfern.

Die neue Geldordnung: Risiko-Abwälzung

Nach diesen Informationen müssen Sie nun klarer sehen! Die neue Geldordnung beinhaltet nicht mehr und nicht weniger, als eine Abwälzung des finanziellen Risikos auf Sie!

Zudem lag bislang der Ball noch bei den Staaten, die Spareinlagen zu sichern. Nun aber macht Österreich den Vorreiter: Künftig werden nur noch die Banken dafür haften.

Aber gerade viele von jenen sind es eben, die riesige Probleme haben. Wie sollen sie da noch für Ihre Spareinlagen garantieren?

Deshalb der „Bail-In“, der Sie mit ins Boot holt.

Glauben Sie mir – früher oder später werden sich alle EU-Staaten als Garanten von Sparguthaben verabschieden.

Und dann stehen Sie mit Ihrem Vermögen (fast) alleine im Feuer!

Schöne neue (Finanz-)Welt.

 

Quelle: Guido Grandt