Verschwiegene Reindustrialisierung: „Massenarbeitslosigkeit droht!“ (2)

Nächstes Jahr sind Bundestagswahlen. Schon jetzt wird nur darüber berichtet, wer Kanzlerkandidat werden wird, wie etwa bei der SPD. Dabei gibt es viel wichtigere, viel dringendere Probleme: Beispielsweise den Erhalt Ihres Arbeitsplatzes!

Ich habe Ihnen aufgezeigt, dass durch die Automatisierung immer mehr Maschinen die menschliche Arbeitskraft ersetzen werden. Laut einer Studie der Volkswirte der Direktbank ING-Diba wird dies dramatische Folgen auf den deutschen Arbeitsplatz haben.

Über 18 Millionen Menschen werden ihren Job verlieren

In der ING-Diba-Untersuchung wurden rund 31 Millionen sozialversicherungspflichtige und geringfügig Beschäftigte berücksichtigt (das sind 81 % aller), die einen Arbeitsplatz haben. Von diesen werden in den kommenden Jahren – sage und schreibe – 59 Prozent abgebaut!

Das entspricht etwa 18,3 Millionen Beschäftigte, die durch Maschinen und Software ersetzt werden. Stellen Sie sich das einmal vor! Wer dabei das höchste „Abbau-Wahrscheinlichkeits-Risiko“ trägt, verrate ich Ihnen nachfolgend.

Ranking der in Zukunft von der Automatisierung betroffenen Berufe

  1. 86 %: Bürokräfte und verwandte Berufe
  2. 85 %: Hilfsarbeitskräfte
  3. 69 %: Anlagen- und Maschinenbediener und Montageberufe
  4. 68 %: Dienstleistungs- und Verkaufsberufe
  5. 64 %: Facharbeiter in Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei
  6. 63 %: Handwerks- und verwandte Berufe
  7. 51 %: Technische und gleichrangige nichttechnische Berufe
  8. 12 %: Akademische Berufe
  9. 11 %: Führungskräfte
  10. 1 %: Ärzte

Über 6 Millionen Arbeitsplätze werden alleine in 5 Berufsbranchen abgebaut

Um es noch einmal klar zu sagen: Die meisten Arbeitsplätze, die robotisiert werden, sind diejenigen von Büro- und Sekretariatskräften (1,9 Millionen). Dann folgen jene von Post- und Zustellungsdiensten sowie der Lagerwirtschaft (1,5 Millionen). Von Verkäufern (1,2 Millionen), von Hilfskräften in der Reinigung (1,1 Millionen) und von Servicekräften in der Gastronomie (662.000).

Alleine von diesen Berufen sind 6,3 Millionen Arbeitsplätze wegen Automatisierung gefährdet. Ärzte, Führungskräfte und Akademiker in wissenschaftlichen und kreativen Berufen besitzen dagegen das geringste Automatisierungsrisiko.

Die Reindustriealisierung führt zu Massenarbeitslosigkeit

An dieser Stelle möchte ich auch nicht verschweigen, dass viele Arbeitsplätze durch die Reindustriealisierung gefährdet sind, aber auch neue entstehen werden. Allerdings in Richtung IT-Tätigkeiten. Und das betrifft die wenigsten. Sie sehen also, dass sich der deutsche Arbeitsmarkt fundamental verändern wird.

Verabschieden Sie sich vor allem von dem Gedanken, dass Beschäftigte, die durch Automatisierung betroffen sind, in andere Bereiche eingesetzt werden können. Untersuchungen haben gezeigt, dass dies zumeist nicht der Fall ist.

Die Zukunft der Menschheit wird hinter verschlossenen Türen besprochen

Unterm Strich also kostet die Reindustrialisierung den meisten Beschäftigten ihren Arbeitsplatz. Sie produziert also weitaus mehr Verlierer als Gewinner. Warum spricht darüber kein Politiker?

Wer darüber spricht, sind die Eliten hinter verschlossenen Türen. Wie beispielsweise bei der „Global Conference“ in Beverly Hills Anfang des Monats. Natürlich nur für geladene Gäste. Das Thema war nicht mehr und nicht weniger die „Zukunft der Menschheit“. Besprochen wurde nicht nur der Klimawandel und die Überalterung der Gesellschaft, sondern auch die Technologisierung der Arbeitswelt. Mit erschreckenden Erkenntnissen.

Welche das sind, verrate ich Ihnen im 3. Teil. Seien Sie gespannt!

 

Quelle: Guido Grandt

„Enthüllt!“ – Was die Panama Papers nicht aufzeigen! (3)

Verschiedene Politiker und Könige, Banker und Wirtschaftsbosse, Kriminelle und Terroristen wickeln ihre dunklen Geschäfte über Briefkastenfirmen ab. Das jedenfalls zeigen die sogenannten Panama Papers auf. Einige Namen habe ich Ihnen bei Unangreifbar Leben bereits verraten, darunter auch deutsche.

Was die die Panama Leaks nicht aufzeigen und was weitläufig verschwiegen wird, sind andere Aspekte. Beispielsweise, dass immer mehr Millionäre dem sinkenden EU-Schiff den Rücken kehren.

Millionärsflucht aus der EU

Im Jahr 2015 wanderten aus Frankreich 10.000 Millionäre aus. Aus Italien 6.000, aus Griechenland 3.000 und aus Spanien 2.000. Sie „flohen“ samt ihren Vermögensgütern vor allem in die USA, nach Kanada, Australien, Neuseeland oder in die Arabischen Emirate.

Nach einem Bericht der Organisation New World Wealth (NWW) soll es in den nächsten 10 Jahren auch zu einer beschleunigten Millionärsabwanderung aus Deutschland, Belgien, Schweden und Großbritannien kommen. Aus EU-Ländern also, in denen es einen hohen Migrantenanteil gibt.

Denn damit hängen die Gründe für die Millionärsauswanderung unmittelbar zusammen, die da sind: Ethnische Spannungen zwischen Christen und Muslimen, steigende Terrorgefahr und wirtschaftliche Probleme.

Doch es gibt noch weitere dunkle Vorzeichen, die Ihnen vorenthalten werden.

Der Rententsunami

Es geht um Ihre Rente. Wieder einmal. Während hierzulande alle Politiker beteuern, wie sicher Ihre staatliche Altersvorsorge ist, sieht das eine Berechnung der Citigroup ganz anders.

Demnach kommt auf die OECD-Staaten ein wahrer Rententsunami zu. Zur Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gehören 34 Mitgliedsländer. Darunter Deutschland, viele europäischen Staaten, die USA, Kanada, Japan, Australien, Südkorea, die Türkei und andere.

In den Rentenkassen der OECD-Staaten wird in den kommenden Jahren eine Lücke von 70 Billionen Euro klaffen. Ich sage Ihnen, das ist eine tickende Zeitbombe, die aus ungedeckten oder unterfinanzierten Zusagen für die Ruheständler besteht. Und sie toppt sogar noch die kumulierten Staatsschulden der OECD-Länder von derzeit rund 40 Billionen Euro.

In den USA existiert ein Loch zwischen versprochenen Rentenzusagen und ihrer Finanzierung von 14 Billionen US-Dollar. Wahrscheinlich wird dieses sogar noch auf 26 Billionen US-Dollar ausgeweitet. So jedenfalls der amerikanische Rentenexperte Laurence Kotlikoff von der Boston University.

Deutschland selig Rentnerland?

In vielen OECD-Ländern sind die Rentenkassen also in einem erbärmlichen Zustand. Und das ist noch gelinde ausgedrückt. Auch hierzulande ist die Lage ernst. Sie werden nun einwerfen, dass dies angesichts der geplanten Rentenerhöhung ab 1. Juli 2016 von 4,25 Prozent (im Westen) und 5,95 Prozent (im Osten) ein Widerspruch ist.

Ich gebe Ihnen Recht. Aber nur auf den ersten Blick. Ganz sicher nicht auf den zweiten. Denn garantiert wird die hier praktizierte Rentenfinanzierung nicht bis in alle Ewigkeit stabil bleiben. Ganz im Gegenteil. Schon jetzt überweist der Bund fast 86 Milliarden Euro Steuergelder an die Rentenkasse, um sie zu füllen. Damit wird die Rente umlagefinanziert, sonst hätte schon längst der Rentenkollaps gedroht. So einfach ist das.

Das „neue“ Rentenmärchen

Erinnern Sie sich noch an die Riesterrente, in die viele Bundesbürger geradezu getrieben wurden? Heute wissen wir, dass diese nicht viel taugt. Verdient haben Provisionsjongleure. Und das satt.

Das alles wissen die Politiker natürlich auch. Deshalb haben sie ein neues Rentenmärchen erfunden: dass die Flüchtlinge zukünftig Ihre Altersvorsorge bezahlen werden. Doch angesichts ihrer geringen Bildung und aufgrund mangelnder beruflicher Qualifizierung haben sie wenige Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Die überwiegende Mehrheit von ihnen wird die Sozial- und Rentenkassen nicht ent-, sondern belasten.

Glauben Sie also dieser neuen Rentenlüge nicht! Sondern sorgen Sie vor.

Im 4. und letzten Teil berichte ich Ihnen von einem „Demokratie-Putsch“ in der EU. Seien Sie gespannt.

 

Quelle: Guido Grandt

„Enthüllt!“ – Was die Panama Papers nicht aufzeigen! (2)

Die sogenannten Panama Papers zeigen einmal mehr, dass viele Politiker, Banker und Wirtschaftsbosse, Kriminelle und Terroristen ihre zumeist dunklen Geschäfte heimlich abwickeln. Und zwar über Offshore-Firmen, also Briefkastenfirmen, die an ihren offiziellen Firmensitzen keine echten Angestellten haben. Sondern – wie es der Name schon sagt – nur einen Briefkasten.

Panama Papers und die Deutschen

Ich habe Ihnen bereits einige Namen der insgesamt zwölf Staatsoberhäuptern und 128 Politikern aufgezeigt. Auch Deutsche tauchen in den Panama Papers auf, wie etwa Ex-Finanzminister und CDU-Bundesschatzmeister Helmut Linssen, der frühere BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky oder der ehemalige Siemens-Vorstand Jürgen Radomski.

Doch trotz aller medialer Euphorie, die die Panama Leaks weltweit ausgelöst haben: Es gibt vieles andere, was in diesen nicht auftaucht.

Schockierende Enthüllungen

Diese Aspekte machen weit weniger Wirbel, betreffen sie doch nicht nur die Eliten und ihre desaströse Politik, sondern auch den normalen Bürger.

Sie werden sich jetzt vielleicht fragen, warum das so ist. Und ich sage Ihnen: weil vieles nicht an die große Glocke gehängt wird!

Deshalb habe ich Ihnen Details zusammengetragen, die wahrlich schockierend sind.

Lesen Sie weiter und Sie erfahren die ganze Wahrheit.

Die Eliten verlassen das sinkende Schiff

Es ist wohl kein Geheimnis, dass die Eliten, bestehend aus Politikern, Bankern und Wirtschaftsoligarchen am Schlamassel in Europa eine Mitschuld tragen. Sie haben das Schiff an die sprichwörtliche Wand gefahren und tun jetzt genau das, was sie Ihnen am liebsten verbieten würden: sie retten sich und ihr Vermögen. Und das, weil Sie es können!

Wissen Sie dass 2015 10.000 französische Millionäre ihrem Land den Rücken gekehrt haben? Dass 6.000 italienische Millionäre ihre Heimat verließen? Dass 3.000 Millionäre aus Griechenland ausgewandert sind? Und 2.000 aus Spanien? Samt ihren Vermögensgütern natürlich.

Millionärsflucht aus der EU

Nein, das ist beileibe keine Verschwörungstheorie. Deshalb muss ich alle Kritiker enttäuschen, die mit diesem hanebüchenen Argument kontern wollen. Diese Zahlen stammen aus einem Bericht der Organisation New World Wealth (NWW) und nicht etwa aus einem Verschwörungsbuch.

Als Grund für die „Millionärsflucht“ aus der EU werden vor allem die ethnischen Spannungen zwischen Muslimen und Christen angegeben. Sicher spielen auch die steigende Terror-Gefahr und die wirtschaftlichen Probleme mit eine Rolle bei diesen Entscheidungen.

All dies wird in den kommenden zehn Jahren zu einer weiteren beschleunigten Abwanderung der reichen Eliten führen. Auch aus Deutschland, Belgien, Schweden und Großbritannien. EU-Ländern also, in denen der Migrantenanteil hoch ist.

Die abwandernden Millionäre siedeln sich vor allem in den USA, Kanada, Australien, Neuseeland oder in den Arabischen Emiraten neu an.

Handeln Sie endlich!

Ich sage Ihnen: Wenn diejenigen, die am meisten zu verlieren haben, das sinkende Schiff verlassen, dann sollten Sie ernsthaft ins Grübeln kommen! Und zwar über das, was die Politiker Ihnen tagein und tagaus über das so tolle Europa weismachen wollen. Vor allem aber über Ihre eigene persönliche und finanzielle Sicherheit.

In Teil 3 zeige ich Ihnen auf, dass ein wahrer Rententsunami auf Sie zurollt. Auch wenn Politiker Ihnen etwas ganz anders erzählen!

 

Quelle: Guido Grand

„Enthüllt!“ – Was die Panama Papers nicht aufzeigen! (1)

Die sogenannten Panama Papers beherrsch(t)en die mediale Berichterstattung. Damit werden rund 11,5 Millionen Dokumente bezeichnet, die den Medien zugespielt wurden. Hauptsächlich E-Mails, PDFs, Kontoauszügen, Fotodateien und Unterlagen aus internen Datenbanken aus den Jahren 1970 bis 2016.

Die Eliten und die „verborgene“ Welt

Die Panama Papers belegen das, was schon längst vermutet wird: Besitztümer vieler Politiker, Funktionäre, Prominenter, Milliardäre aber auch Krimineller werden im Verborgenen von Banken, Anwaltskanzleien und anderen über Briefkastenfirmen verwaltet.

Bei Briefkastenfirmen handelt es sich um Unternehmen, die an ihren offiziellen Firmensitzen keine echten Angestellten haben. Sondern – wie es der Name schon sagt – nur einen Briefkasten. So können in einem einzigen Gebäude Tausende Firmen ihren Sitz haben. Beispielsweise in einer Steueroase wie Panama.

Panama Papers und kriminelle Machenschaften

Generell ist der Besitz einer Offshore-Firma nicht illegal. Wohl aber, wenn es um Steuerbetrug und andere kriminelle Machenschaften geht, wie etwa der Finanzierung von Drogengeschäften oder Terrorgruppen. Das ist oft der Grund, warum die wahren Inhaber dieser Firmen – oft über Strohmänner – verschleiert werden.

So finden sich in den Panama Papers Mitglieder von Mafia-Banden und Hinweise zu Bestechungsskandalen sowie korrupten Staats- und Regierungschefs.

„Liste der Schande“

Beispielsweise verschleier(t)en folgende Präsidenten, Premierminister, Könige und andere ihre Offshore-Geschäfte:

– Muricio Macri (Präsident Argentiniens)

– Petro Poroschenko (Präsident der Ukraine)

– Sigmundur Davíð Gunnlaugsson (Ex-)Premierminister Islands)

– Salman bin Abd al-Asis (König Saudi-Arabiens)

– Khalifa bin Zayid bin Sultan al-Nahyan (Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate)

– Iyad Allawi (ehemaliger Premierminister des Irak)

– Ali Abu al-Ragheb (ehemaliger Premierminister Jordaniens)

– Ahmad Ali al-Mirghani (ehemaliger Präsident des Sudan)

– Hamad bin Khalifa bin Hamad al-Thani (ehemaliger Emir Katars)

– Bidsina Iwanischwili (ehemaliger Premierminister Georgiens)

– Die Familie des aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Alijew

Insgesamt tauchen in den Panama Papers zwölf Staatsoberhäupter und 128 weitere Politiker auf.

Panamaischer Offshore-Provider und deutsche Banker und Politiker

Im Fokus der Recherchen des Internationalen Konsortiums Investigativer Journalisten (ICIJ), bestehend aus rund 370 Journalisten in 80 Ländern, steht der panamaische Offshore-Dienstleister Mossack Fonseca, der weltweit Briefkastenfirmen samt Verschleierungsmethoden verkauft. Und damit auch Beihilfe zur Steuerhinterziehung oder Sanktionsbrüchen in Kauf nimmt.

In den Unterlagen tauchen außerdem Namen von deutschen Politikern und Banker auf, wie etwa: Ex-Finanzminister und CDU-Bundesschatzmeister Helmut Linssen, der frühere BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky oder der ehemalige Siemens-Vorstand Jürgen Radomski.

Lesen Sie im 2. Teil meiner neuen Unangreifbar Leben-Reihe,  was in den Panama Papers nicht auftaucht: Wie etwa die Eliten das sinkende Schiff verlassen, das sie selbst in „Seenot“ gebracht haben und vieles mehr…

 

Quelle: Guido Grandt

Das 3. Hilfspaket für Griechenland ist zum Scheitern verurteilt

Jetzt erreicht die Griechenland-Hilfe die nächste Stufe. Morgen stimmt der Bundestag über das dritte Hilfspaket für das krisengeschüttelte Euroland ab. Immerhin lernen unsere Politiker hinzu.

Die vollmundigen Versprechungen beim zweiten Hilfspaket sind jetzt nicht mehr zu hören. Damals erklärten sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch Bundesfinanzminister Minister Wolfgang Schäuble, dass es kein drittes Hilfspaket für Griechenland geben werde.

Im Vorfeld der aktuellen Abstimmung lässt sich Finanzminister Schäuble nicht mehr auf solche Äußerungen ein. Er schließt jetzt ein viertes Hilfspaket für Griechenland nicht mehr aus. Damit passt er sich nur der vorherrschenden Realität an.

Sehr spannend ist aktuell allerdings der große Widerstand in der eigenen Fraktion gegen das Griechenland Hilfspaket. Es wird wirklich spannend sein zu sehen, wie viele Abgeordnete der Unionsfraktion aus CDU und CSU tatsächlich gegen das Hilfspaket stimmen werden.

Die ersten Versuche der Einschüchterung durch den Fraktionsvorsitzenden der Union Volker Kauder liefen auf jeden Fall ins Leere.

Weitere 86 Mrd. Euro für Griechenland – das kann nicht funktionieren

Im Grunde sind es auch nur kleine politische Strategiespielchen die wir derzeit erleben. Auf europäischer Ebene sind die Verantwortlichen nun einmal gewillt, Griechenland zu helfen – koste es was es wolle. Schon weit mehr als 300 Mrd. Euro an Hilfsgeldern sind nach Griechenland geflossen.

Und anstatt den Deckel auf dieses Fass ohne Boden zu machen und dem Land keine neuen Hilfsgelder zu geben, werden nun weitere 86 Mrd. Euro ins krisengeschüttelte Griechenland transferiert.

Und dieses Mal soll nun alles besser werden? Einige Experten trauen Griechenland nun tatsächlich wieder ein eigenständiges Wirtschaftswachstum zu. Doch dabei geht es immer um einen primären Haushaltsüberschuss. In der Praxis bedeutet das: Die griechische Wirtschaft schafft offensichtlich einen Überschuss.

Allerdings wird der größte Posten bei den Ausgaben einfach herausgerechnet. Bei der Betrachtung des Primärüberschusses fallen nämlich die Zinszahlungen nicht ins Gewicht.

Unter den aktuellen Voraussetzungen sind die Probleme Griechenlands jedenfalls mit weiteren Hilfszahlungen nicht zu lösen. In den vergangenen Jahren ist trotz der Milliardenhilfen der Schuldenstand des Landes weiter deutlich angestiegen. Seit drei Jahren verpflichtet sich Griechenland eigentlich schon zu massiven Reformen. Bislang ist jedoch noch nicht viel passiert.

Mir ist schleierhaft, woher die verantwortlichen Politiker in Brüssel oder auch Berlin die Zuversicht nehmen, dass es dieses Mal komplett anders laufen wird. Immerhin wird jetzt das mögliche vierte Hilfspaket nicht mehr ausgeschlossen. Das zeigt wenigstens einen kleinen Lerneffekt an.

 

Quelle: Günter Hannich

Was erwartet uns nach Tag X? Wie sich Regierungen und IWF auf den kommenden Crash vorbereiten

Was erwartet uns nach Tag X?
Wie sich Regierungen und IWF auf den kommenden Crash vorbereiten

Die Zahl der Superlative auf dem Finanzsektor nimmt fast täglich zu. Ob es um die Stände an Aktien-, Anleihen- oder Immobilienmärkte geht, die Höhe der globalen Staatsverschuldung, die Menge künstlich geschaffenen Geldes oder das inzwischen unter Null gedrückte Niveau von Niedrigzinsen – die Finanzwelt eilt von einem Extrem zum nächsten.

Die Frage, ob der nächste Crash bei derartiger Überhitzung noch aufzuhalten ist, beantwortet die Geschichte: Die Welt hat bereits mehrmals (zuletzt 1998 und 2008) am Rande des Finanzkollapses gestanden. Jedes Mal haben Politiker versprochen, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und die Finanzindustrie in ihre Schranken zu weisen. Jedes Mal haben sie nicht nur ihr Wort gebrochen, sondern anschließend sogar mitgeholfen, die Entwicklung weiter voranzutreiben und die Welt auf direktem Weg in den nächsten Zusammenbruch zu treiben.

Der Siegeszug des Neoliberalismus

Auch wenn niemand voraussagen kann, wann es zum nächsten Crash kommt, steht doch eines fest: Die Politik wird ihn nicht aufhalten. Sie könnte das auch gar nicht, denn spätestens seit der Jahrtausendwende wird der Lauf der Dinge nicht mehr von der Realwirtschaft in Zusammenarbeit mit der Politik, sondern allein von den Interessen der Finanzindustrie bestimmt.

Hintergrund ist der Siegeszug des Neoliberalismus, der in den Siebziger Jahren Einzug in die globale Politik gehalten und sie in den Neunziger Jahren vollständig unter seine Kontrolle gebracht hat. Die Liberalisierung der Kapitalmärkte, die Deregulierung des Finanzsystems und die Privatisierung ehemals staatlicher Wirtschaftsbereiche haben dafür gesorgt, dass sich der Finanzsektor, früher ein wichtiger Teil der Realwirtschaft, von ihr abkoppeln konnte und mittlerweile ein unkontrolliertes Eigenleben führt, das allgemein unter dem Namen „die Finanzmärkte“ bekannt ist.

Diese Finanzmärkte, inzwischen sieben bis zehn Mal so groß wie die Realwirtschaft, werden von einer winzigen Gruppe von ca. 2.500 Milliardären beherrscht. Während sie als Investoren von Hedgefonds, Banken, Versicherungen und transnationalen Konzernen bis auf wenige Ausnahmen im Verborgenen bleiben, sorgen hochbezahlte Manager dafür, dass ihr Vermögen unablässig wächst.

Die Aufgaben der Politik

Politikern fallen in diesem Szenario drei Rollen zu: Die erste ist die des Vermittlers, der der Bevölkerung die Maßnahmen, die der Finanzelite nützen und den Menschen schaden, als notwendig und unumgänglich zu verkaufen hat – der zum Beispiel arbeitslosen Jugendlichen und am Existenzminimum lebenden Rentnern klarmachen muss, dass es zu ihrem Vorteil ist, wenn sie die Gürtel zugunsten der Staatsfinanzen enger schnallen, während milliardenschwere Spekulanten ihre Gewinne unbehelligt in Offshore-Steuerparadiesen horten.

Die zweite Aufgabe der Politik besteht darin, alle rechtlichen und gesellschaftlichen Hindernisse, die den Interessen der Finanzelite entgegenstehen, aus dem Weg zu räumen. Meilensteine dieser Entwicklung waren u.a. die Abschaffung des Trennbankensystems (es schützte Einleger, indem es hochriskante Geschäfte mit ihren Geldern verbot), die Rettung bankrotter Banken mit Hilfe öffentlicher Geldern und die Nicht-Verfolgung krimineller Banker und Spekulanten.

Die dritte – und seit einiger Zeit vordringlichste – Aufgabe der Politik ist es, ein Instrumentarium zu schaffen, mit dem auch die Kosten der nächsten Krise soweit wie irgend möglich auf die arbeitende Bevölkerung abgewälzt werden können. Zu diesem Zweck sind nach 2008 Austeritätsprogramme geschaffen worden, mit denen Renten und Mindestlöhne gesenkt, der Arbeitsmarkt
„flexibilisiert“, Steuern erhöht und staatliche Bedienstete zu Hunderttausenden entlassen worden sind. Mit welcher Härte hierbei vorgegangen wurde, zeigt das Beispiel Griechenlands, wo nach sechs Austeritätsrunden jeder zweite Jugendliche ohne Arbeit ist und eine Million Rentner seit über einem Jahr von weniger als 500 Euro im Monat leben müssen.

Vom Bail-out zum Bail-in

Ein zweites Instrument ist der unter dem Vorwand, die Banken seien „too big to fail“, geschaffene Bail-Out – die Rettung privater Banken mit öffentlichen Geldern. Da Bail-outs aber riesige Löcher in die Staatshaushalte gerissen haben und angesichts des zu erwartenden Finanzbedarfs im Fall des kommenden Crashs nicht ausreichen werden, haben Politiker die vergangenen zwei Jahre genutzt, um ein 2012 vom IWF vorgeschlagenes neues Instrument gesetzlich zu verankern: den Bail-in. Dieses bereits auf Zypern erfolgreich erprobte Mittel bedeutet nichts anderes, als dass im Fall des Crashs die Bankkonten von Einlegern und Sparern ab einer (vorerst auf 100.000 Euro) festgelegten Höhe eingefroren werden, um diese im Bedarfsfall zur Deckung der Verluste der jeweiligen Bank einzusetzen. War der Bail-out bereits eine umfassende Vermögensumschichtung von der arbeitenden und steuerzahlenden Bevölkerung zu den steuerbegünstigten Ultrareichen, so handelt es sich beim Bail-in um nichts anderes als den juristisch abgesicherten Zugriff des Staates auf die Konten seiner Bürger.

Sollte selbst diese Lösung nicht ausreichen (weil möglicherweise zu viele Anleger ihr Geld rechtzeitig von der Bank abheben), hat der IWF bereits gedanklich vorgesorgt: In seiner Publikation „Taxing Times“ („Zeit für Steuern“) vom Oktober 2013 schlägt die mächtigste Finanzorganisation der Welt eine „einmalige Vermögensabgabe – eine einmalige Steuer auf Privatvermögen“ vor – ein Generalangriff vor allem auf die Mittelschicht, die ihre Vermögen nicht wie die Ultrareichen in Stiftungen oder Steuerparadiesen verstecken und so dem Zugriff des Staates entziehen kann.

Damit nicht genug. Um den Betroffenen jede Möglichkeit zu nehmen, sich vor einer Enteignung durch Bail-in oder einmalige Vermögensabgabe zu schützen, arbeiten Politik und Mainstream-Medien derzeit mit Hochdruck daran, die Bevölkerung auf eine weitere – überaus wichtige – Maßnahme einzustimmen: Die Abschaffung des Bargeldes. Unter dem Vorwand, „Transparenz“ zu schaffen, Finanztransaktionen zu erleichtern und Geldwäsche zu verhindern, wird den Menschen eingeredet, dass es in ihrem Sinne wäre, auf die Zahlung mit Bargeld zu verzichten. Wahre Absicht ist einzig und allein, dem Staat auf diese Weise Zugriff auf das gesamte Vermögen der arbeitenden und steuerzahlenden Bevölkerung zu verschaffen, damit er diese im Falle eines Crashs in angemessener Höhe enteignen kann.

Sonderziehungsrechte des IWF als künstliche Weltwährung

Sollte auch das nicht ausreichen, steht den Zentralbanken in Zukunft ein bereits in der jüngeren Vergangenheit exzessiv angewandtes weiteres Mittel zur Verfügung: das Drucken von Geld. Seit der Krise von 2008 sind bereits Billionen von US-Dollar, Yen (schon seit 2001) und Euro aus dem Nichts geschaffen und der Finanzelite zu Nahe-Null-Zinsen zur Aufhellung von Bilanzen und zur Spekulation an den Finanzmärkten zur Verfügung gestellt worden. Weil sich die daraus resultierende Inflation im Wesentlichen an den Anleihen-, Aktien- und immobilienmärkten und nur zu einem geringen Teil in der Realwirtschaft niedergeschlagen hat, ist die schleichende Enteignung (und um nichts anderes handelt es sich beim Drucken von Geld) den meisten Menschen bisher entgangen.

Das wird aber nicht auf Dauer so bleiben, aber auch für diesen Fall werden bereits Vorkehrungen getroffen: Mit der für den Oktober geplanten Aufnahme des chinesischen Yuan in den Korb seiner Sonderziehungsrechten (SZR) bereitet der IWF sich darauf vor, im Extremfall mit seiner eigenen Währung ins internationale Geschehen einzugreifen. Es wäre nicht das erste Mal: Von der Weltöffentlichkeit weitgehend unbemerkt, hat der IWF nach zwei Eingriffen zu Beginn und zu Ende der Siebziger im Jahr 2009 mit umgerechnet etwa $ 300 Mrd. maßgeblich zur Stabilisierung des globalen Finanzsystems beigetragen.

Da SZR nicht als Geld in Umlauf gebracht, sondern nur als Zahlungsmittel zwischen Staaten gehandelt werden, brächten sie im Krisenfall zwei große Vorteile für die beteiligten Regierungen mit sich: Ihr Einsatz würde von der Öffentlichkeit kaum bemerkt werden und die inflationären Folgen des Gelddruckens würden sich erst mit Verzögerung und dann gleichzeitig auf alle fünf im Währungskorb beteiligten Währungen auswirken. Das wiederum würde die schleichende Enteignung der Bürger nicht wie das Ergebnis der Politik einer Regierung, sondern – zur Freude der Finanzindustrie – wie ein alle und jeden betreffendes Naturereignis erscheinen lassen.

Aufschub statt Problemlösung

Wie man sieht, gehen Regierungen und IWF den bevorstehenden Turbulenzen keineswegs unvorbereitet entgegen, sondern wappnen sich unter Hochdruck auf die kommenden Ereignisse. Dabei ist sämtlichen Maßnahmen – vom Bail-in über die Vermögensabgabe und die Abschaffung von Bargeld bis hin zur Schaffung einer künstlichen Weltwährung – eines gemeinsam: Sie lösen keines der Grundprobleme unserer Zeit, sondern dienen ausschließlich dazu, Zeit zu gewinnen und ein System am Leben zu erhalten, das die Interessen einer winzigen Elite bedient, den Lebensstandard der überwiegenden Mehrheit auf Dauer senkt und die Welt damit ungleicher, ungerechter und unsozialer macht.

 

Quelle: Von Ernst Wolff.
Als PDF auf Free21.
https://free21.org/…/was_erwartet_uns_am_tag_x_-_ernst_wolf…

Gipfel in Elmau: Steinmeier wirbt für Rückkehr Russlands zu den G7

„Wir brauchen Russland bei der Lösung von Konflikten“: Außenminister Steinmeier macht sich für eine Rückkehr von Kreml-Chef Wladimir Putin in die Gesprächsrunde der führenden Industrieländer stark.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat eine baldige Rückkehr Russlands in die Runde der wichtigsten Industriestaaten gefordert. „Wir dürfen kein Interesse daran haben, dass G8 auf Dauer ein G7-Format bleibt“, sagte der SPD-Politiker der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ mit Blick auf den am Sonntag beginnenden G7-Gipfel im oberbayerischen Schloss Elmau. Kreml-Chef Wladimir Putin ist zu dem Treffen nicht eingeladen.

„Wir brauchen Russland dringend bei der Lösung von festgefahrenen Konflikten….. weiterlesen