Ein Crash fällt nicht vom Himmel – es gibt immer Vorzeichen

Immer wieder höre ich Experten zum Thema Finanzmärkte. Speziell wenn es um Crashs an den Börsen geht, sind diese Experten oft mit ihrem Latein am Ende. Eine immer wieder gern gehörte und gängige Erklärung für einen Crash lautet wie folgt: “Dieser Einbruch an den Märkten kam für uns alle völlig überraschend. Tatsächlich existierten keine wirklichen Signale für eine massive Verschlechterung der Börsenstimmung.“

Das mag eine bequeme Erklärung für Aktienexperten sein, doch sie entspricht nur keinesfalls der Realität. Ein Crash fällt aber nicht vom Himmel. Bei Crashs deuten sich die negativen Marktsignale schon von weit her an. Das Entscheidende ist hier nur: Als Marktbeobachter muss man eben auch in der Lage sein, diese kritischen Faktoren tatsächlich zu erkennen.

Bei meinen Analysen schaue ich häufig in die Vergangenheit. Denn eins ist für mich klar: Geschichte wiederholt sich – das gilt auch für die Finanzmarkt. Insofern ist es in der aktuellen Situation auf jeden Fall lohnend, auf die letzte große Finanzkrise 2008-2009 zurückzublicken. Welche Faktoren haben damals die Krise ausgelöst? Und vor allen Dingen welche Faktoren tauchen heute wieder auf?

Diese 3 Faktoren deuten gerade jetzt einen Crash an

Mir sind bei einer aktuellen Analyse gleich drei wichtige Dinge aufgefallen. Zunächst habe ich mir den Markt für Junk Bonds bei Unternehmen angeschaut. Darunter fallen Anleihen von Unternehmen mit einer hohen Risikoeinschätzung durch die Ratingagentur. Im Endeffekt ist bei diesen Anleihen das Ausfallrisiko extrem hoch.

Allein in diesem Jahr hat es in den USA schon Abstufungen von mehr als 300 Unternehmensanleihen gegeben. Das ist die höchste Anzahl an Abstufungen seit der Finanzkrise 2008. Gleichzeitig hat sich die Ausfallrate bei diesen schwachen Unternehmensanleihen innerhalb der vergangenen zwölf Monate verdoppelt.

Das zweite Krisensignal ist der extrem niedrige Ölpreis. Wie Sie sich vielleicht noch erinnern, rauschte auch vor der Finanzkrise 2008-2009 der Ölpreis in den Keller. Und dass tut er auch jetzt wieder. Und entgegen der Erwartung vieler Experten geht es eben nicht aufwärts beim Öl. In dieser Woche sackte beispielsweise der Ölpreis auf den niedrigsten Stand seit August zurück und das Fass kostet nur noch etwas mehr als 40 Dollar.

Der dritte wichtige Faktor ist der Preisabsturz bei den Industriemetallen. Hier schaue ich vor allen Dingen auf Kupfer. Dieses Metall wird in der Wirtschaft so stark eingesetzt, dass es als Konjunkturindikator tatsächlich wunderbar funktioniert. Die großen Preisbewegungen beim Kupfer nehmen regelmäßig deutliche Preisbewegungen in der Wirtschaft voraus. Derzeit fällt der Preis weiter. Das deutet für mich auf einen weiteren Absturz der realen Wirtschaftstätigkeit hin.

An diesen drei Beispielen erkennen Sie sehr schnell: Es ist nicht alles gut an den Finanzmärkten. Vor allen Dingen sehen Sie auch, dass es tatsächlich Signale gibt, an denen man das Aufziehen eines Crashs erkennen kann.

 

Quelle: Günter Hannich

Welthandel bricht ein: Das hat dramatische Folgen

Bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage schauen viele Anleger nur auf die Entwicklung an den Börsen. Das halte ich für einen großen Fehler. Wenn Sie wirklich wissen wollen, wie es in der Wirtschaft läuft, müssen Sie auch auf andere Indikatoren schauen.

Für meine Analysen ziehe ich sehr viele verschiedene Wirtschaftsindikatoren heran. Nur so ist es auch möglich kommende Krisen tatsächlich frühzeitig zu erkennen. Immer wieder erlebe ich es, dass Investoren das Börsengeschehen als die einzig relevante Größe ansehen. Doch dieser Ansatz geht mir nicht weit genug.

Wenn es wirklich darum geht, Krisen frühzeitig zu erkennen, ist es beispielsweise extrem wichtig, auch auf die Handelsaktivitäten zu schauen. Der Grund hinter dieser Idee ist ganz einfach: Wenn der globale Handel nachlässt, kann es mit dem Wirtschaftswachstum in einzelnen Staaten nicht sehr gut bestellt sein.

Genau hier zeichnen sich gerade dramatische Verschiebungen ab. So ist der Welthandel aktuell deutlich eingebrochen. Ich gehe sogar noch weiter: Noch nie ist der Welthandel außerhalb einer Rezession so stark eingebrochen wie derzeit. Allein in diesem Jahr ist der Welthandel um 8,4 % zurückgegangen.

Frachtraten brechen ein – das ist kein gutes Signal

Der wichtige Baltic Dry Index, der die Frachtraten im Seehandel abbildet, ist in den letzten 30 Tagen mehr oder weniger eingebrochen. Der Index stand sank innerhalb eines Monats von 809 auf nur noch 630 Punkte. Wie so oft ist China eine der wichtigsten Faktoren bei der Betrachtung des Welthandels.

Das liegt an der mittlerweile enormen Bedeutung des Landes. So steht China mittlerweile für rund 20 % aller globalen Industrieexporte. Diese starke Marktstellung hat in den vergangenen Jahren ganz klar dafür gesorgt, dass China so etwas wie die Wachstumslokomotive der Weltwirtschaft war.

Wenn jetzt aber die chinesischen Exporte deutlich fallen, ist das für mich ein klares Warnsignal. So sind die Exportzahlen in China im Oktober um knapp 7 % im Jahresvergleich gesunken. Schon im Dezember hatte es einen klaren Rückgang um 3,7 % gegeben. Noch schwächer fallen die chinesischen Importzahlen aus. Die brachen im Oktober um 18,8 % im Vergleich zum Vorjahr ein, nachdem es im September schon um 20 % nach unten gegangen war.

Zuletzt waren die chinesischen Handelsdaten übrigens während der Finanzkrise 2008 und 2009 so schwach wie jetzt. Das sollte bei Anlegern zu einer erhöhten Vorsicht führen – doch das passiert nicht. Ich kann nur an Sie appellieren, Ihr Vermögen jetzt krisenfest zu machen. Dazu trägt zunächst einmal der flexible Aufbau ihres Vermögens bei. Wie das geht, erfahren Sie regelmäßig an dieser Stelle.

 

Quelle: Günter Hannich

Viele Unternehmen melden schwache Zahlen – das wird so weitergehen

Die Verunsicherung an den Börsen wird immer größer: Je mehr Unternehmen ihre Daten zum 3. Quartal vorlegen, desto klarer wird auch, wie schwierig die Lage für viele Firmen mittlerweile ist. Etliche Unternehmen haben die Börsen mit Gewinnwarnungen regelrecht geschockt.

In der vergangenen Woche legte der Autozulieferer Leoni eine deutliche Kürzung der Prognosen vor – in der Spitze sackte die Aktie um ein Drittel ab. Die Liste der Unternehmen mit negativen Überraschungen wird nahezu jeden Tag länger.

Erst heute beispielsweise haben die beiden SDAX-Werte Biotest und Tele Columbus zunächst die Investoren böse überrascht und dann sind die Aktienkurse in den Keller gerauscht.

Bei Gesprächen mit Investoren, fällt mir zudem immer wieder auf: Viele Anleger haben Sorge vor dem nächsten großen Crash. Respekt vor einem solchen Crash, der ja wie Sie wissen meiner Meinung nach nicht zu verhindern ist, halte ich erst einmal für positiv.

Doch dieser Respekt darf eben nicht in Angst oder sogar Panik umschlagen. Wenn Anleger panisch werden, tun sie unüberlegte Dinge, die dann auch noch viel Geld kosten können.

Persönlich halte ich die Sorgen vor dem Crash übertrieben. Ich sage immer: „Wer sein Depot sturmfest macht, der muss den Sturm nicht fürchten.“ Nun haben viele Investoren in der großen Korrektur im Sommer Geld verloren. Diese Investoren haben nicht auf die Warnsignale geachtet, die klar zu erkennen waren.

Sommer-Korrektur an den Börsen habe ich schon im Februar klar vorhergesagt

So schrieb ich schon im Februar 2015: „Die Korrektur wird kommen, da bin ich mir sicher. Aktuell haben sich die Börsenkurse nahezu komplett von der realen Wirtschaft abgekoppelt.

Die Wachstumsraten der deutschen Wirtschaft von nur 1% und ein DASX-Zuwachs von knapp 10% in wenigen Wochen passen einfach nicht zusammen. Das wird schon bald zum bösen Erwachen führen.“

Nach der Warnung im Februar stieg der DAX sogar noch auf ein Plus von mehr als 20% an. Genau da empfahl ich den Lesern meines Börsendienstes zwei Absicherungspositionen, die direkt danach klar im Preis anstiegen.

So etwas ist eine aktive Absicherung, die eben genau im Krisenfall hilft. Welche Möglichketen Sie noch haben, erfahren Sie auch regelmäßig hier an dieser Stelle.

 

Quelle: Günter Hannich

Große Kurssprünge sind ein klares Krisensignal

Jetzt läuft seit einer Woche der Krisenmonat September. Die Geschichte hat immer wieder gezeigt, dass gerade im September die Kurse besonders anfällig sind. Viele der großen Crashs an den Börsen erlebten ihren Höhepunkt im September.

Zuletzt war das 2008 der Fall als nach der Pleite der Lehman Brothers Bank die Kurse weltweit heftig abstürzten. Aber eine Sache ist ganz wichtig für das Verständnis von Crash-Phasen an der Börse: Es geht nicht linear nach unten. Es gibt immer wieder starke Schwankungen. Dazu gehören auch Handelstage mit deutlichen Kursgewinnen.

Dies macht Krisenzeiten an den Börsen auch so gefährlich. Viele Anleger setzen bei einem kurzfristigen positiven Trend wieder komplett auf Aktien – und werden dann von der nächsten starken Korrektur negativ überrascht.

Im Endeffekt ist es wirklich so: Starke Kursverluste und auch kurzfristig starke Kursgewinne sind auf jeden Fall ein wichtiges Warnsignal für Sie als Investor. Es sind typische Signale für Börsenkrisen. Daher heißt das auch jetzt wieder: Bleiben Sie vorsichtig. Die aktuellen Kurszuwächse beispielsweise im DAX sind nicht mehr als eine Korrektur innerhalb einer größeren Korrektur.

Schwache Zahlen aus China reißen nicht ab

Ich erwarte weiterhin den großen Crash erst noch an den Börsen. Erst gestern tauchte nur eine kleine Meldung aus China auf, die aber die Richtung für die nächsten Monate vorgeben könnte. So erklärte die chinesische Statistikbehörde, dass es eine weitere Korrektur der Wirtschaftsleistung für das abgelaufene Jahr gegeben hat.

So ist die chinesische Wirtschaft 2014 um 7,3 und nicht wie vorher gemeldet um 7,4% gewachsen. Auf den ersten Blick ist das nur ein kleiner Unterschied von gerade einmal 0,1%. Doch dahinter steckt viel mehr.

Der Abwärtstrend setzt sich eben immer weiter fort. In diesem Jahr wird die chinesische Wirtschaft wohl nur noch um 7,0% wachsen. Das wäre das niedrigste Wachstum seit etlichen Jahren. Dabei war China in den vergangenen Jahren immer wieder die Wachstumslokomotive der Weltwirtschaft. Doch wenn dieser Markt ins Stottern gerät, hat das eben Folgen die weit über das Land hinausgehen.

Die Schwäche in China hat auf jeden Fall das Potenzial, die Börsen auch bei uns in Deutschland massiv nach unten zu drücken. Diesen Gedanken sollten Sie in der aktuellen Marktphase immer im Hinterkopf haben.

 

Quelle: Günter Hannich

China-Krise kann sehr schnell auf andere Länder übergreifen

Die Börsen bleiben angespannt in diesen Tagen. Regelmäßig sorgt China für neue Kursabschläge. Das asiatische Boomland gerät in vielen Bereichen unter Druck.

Ich sage schon länger: China ist eine große Gefahr für die Weltwirtschaft. Die Bedeutung des Landes ist mittlerweile so groß, dass eine Krise dort auch bei uns die Wirtschaft nach unten ziehen kann.

Diese Gefahr beschwört jetzt auch die Chefin des Internationalen Währungsfonds Christine Lagarde herauf. Auf einer Konferenz in Indonesien erklärt sie nun, dass die jüngsten Schwankungen auf den weltweiten Finanzmärkten ganz klar zeigen, wie rasch die Risiken von einer Volkswirtschaft zur nächsten übergreifen können.

Zusätzlich erklärte Lagarde: „Was sich in den vergangenen Wochen erwiesen hat, ist wie sehr Asien im Zentrum der Weltwirtschaft steht. Damit ist auch klar dass Störungen in Asien sehr schnell auch die Weltwirtschaft Gefahr bringen können.“

Experten bei uns in Deutschland blenden diese Gefahr komplett aus. Ihr Argument lautet: China wächst weiter – aber eben langsamer. Doch dieses langsamere Wachstum reicht in China eben nicht aus. Und genau hier liegt auch die Gefahr.

Industrieproduktion in China so schwach wie zuletzt 2009

Erst gestern erschienen Daten zur Entwicklung der Industrieproduktion in China. Sie ist auf den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2009 gefallen. Wie klar die Nachfrage derzeit auch unter Druck steht, zeigten erst kürzlich die Zahlen zum PKW-Absatz in China. Nach Jahren mit deutlichen Zuwächsen gingen sie erstmals wieder klar bergab mit einem Minus von mehr als 6 % im Vergleich zum Vorjahr.

China hat auf jeden Fall das Potenzial die wirtschaftliche Lage in Europa aber vor allem auch in den USA negativ zu beeinflussen. Das asiatische Land sitzt noch immer auf riesigen Dollarreserven in Form von US-Staatsanleihen. Sollte die chinesische Regierung tatsächlich nur Teile dieser Bestände auflösen, hätte das massive Folgen für das weltweite Finanzsystem.

Bei dieser gefährlichen Lage ist es eben auch fahrlässig, wenn Sie als Anleger Ihr Vermögen nicht aktiv absichern. Das tun Sie zuerst einmal durch eine breite Streuung. Investoren die aktuell einseitig auf Aktien setzen, gehen ein viel zu hohes Risiko ein. Die richtige Mischung bringt hier den Erfolg. Dazu gehören auch jeden Fall auch Fremdwährungen und Edelmetalle in Form von physischem Gold und Silber.

 

Quelle: Günter Hannich

Der große Crash wird erst noch kommen

Diese Woche ist extrem spannend an den Börsen. Wir erleben keinen gradlinigen Absturz. Wir erleben Tage mit extrem hohen Schwankungen. Wir erleben aber auch Experten mit stark schwankenden Stimmungen.

Montag brachen die Kurse nahezu weltweit ein. Da wurde in den Medien schon vom „Schwarzen Montag“ gesprochen. Gestern nun kletterten die Kurse kräftig an. Die Reaktion in den Medien ließ nicht lange auf sich warten: Die gleichen Experten sprechen jetzt vom Ende der Korrektur vom Vortag.

Heute nun geht es wieder abwärts – aber nicht mehr so heftig wie am Montag. Das zeigt uns doch vor allem eins: Die Schwankungen bleiben hoch – das ist immer ein Zeichen für die große Unsicherheit bei den Investoren.

Vor allem sind solche starken Marktbewegungen normal für Krisenzeiten. Es geht nicht immer nur bergab. Gerade in den Phasen mit großen Verlusten gibt es immer wieder Tage mit großen kurzfristigen Gewinnen. Das folgende Beispiel bezieht sich auf den Dow Jones Index. 6 der 10 größten Tagesgewinne hatte der Dow Jones Index während der globalen Finanzkrise zwischen September 2008 und März 2009.

Derzeit läuft erst die Aufwärmphase für den großen Crash

Wir erleben aktuell also nicht das Ende der Korrektur – wir erleben so etwas wie die Aufwärmphase für den großen Crash. Im Endeffekt ist bei den großen Indizes noch gar nicht so viel passiert. Viele Märkte sind bis jetzt um gut 20% abgerutscht – mehr nicht. Zudem bezieht sich dies auf die Rekordstände aus dem April. Hier ist noch sehr viel mehr Luft nach unten.

Die große Gefahr geht ohne Frage von China aus. Das asiatische Land hat die Sprengkraft die globale Wirtschaft in eine Krise zu stürzen. Die Anzeichen verdichten sich gerade, das genau das passieren wird. Noch sind die Kurse vieler Aktien völlig überzogen und decken die schwächeren wirtschaftlichen Perspektiven überhaupt nicht ab.

Das Risiko bei Aktien bleibt weiterhin extrem groß. Wie stark die Schwankungen in diesem Jahr sind, zeigt Ihnen allein der Blick auf den DAX. Im deutschen Leitindex sind die 30 größten deutschen Unternehmen zusammengefasst. Dieser Index ist im ersten Quartal um 20% angestiegen und hat diesen Zugewinn bis jetzt wieder komplett abgegeben. Die Gefahr ist vor allem groß, dass die Korrektur jetzt bald weitergeht (Stichwort „China-Krise“). Ich bin weiterhin davon überzeugt, dass der große Crash erst noch kommen wird.

 

Quelle: Günter Hannich

Der große Crash kommt erst noch

Auch heute geht der Absturz an den Börsen weiter. Nun melden sich viele Experten zu Wort die erklären, dass die Abschläge speziell bei deutschen Aktien völlig überzogen sind.

Hier erfolgt häufig der Hinweis auf die erzielten Rekorde beim Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr 2015. Doch diese Betrachtung richtet sich auf die Vergangenheit. Doch an den Börsen wird die Zukunft gehandelt. Und die sieht alles andere als rosig aus.

Daher bleibe ich auch bei meiner Einschätzung: Die Börsen sind noch immer deutlich überbewertet. Selbst nach der heftigen Korrektur beim DAX, die ausgehend vom Hoch im April nun schon rund 20 % beträgt, hat der deutsche Leitindex noch Luft nach unten.

Was viele Marktbeobachter derzeit nicht wirklich auf dem Schirm haben: China spielt bei der aktuellen Korrektur die entscheidende Rolle. Das Land nimmt derzeit eine wirtschaftlich ganz andere Bedeutung ein als noch bei der letzten Finanzkrise 2008. Zudem zeigt sich jetzt die geringe Einflussmöglichkeit der chinesischen Regierung auf die freien Börsen.

Trotz Handelsverbot für bestimmte Firmen und weiteren Einschränkungen rutschen die Kurse immer weiter ab. Auch in Deutschland ist vom positiven Start ins neue Jahr nicht mehr viel übrig.

Stellen Sie sich vor: Nach dem ersten Quartal lag der DAX noch mehr als 20 % im Plus. Heute nun notiert der deutsche Leitindex exakt wieder auf dem Stand zu Jahresanfang. Allein in den vergangenen zwei Wochen hat der Dachs so rund 1.500 Punkte eingebüßt.

Die Probleme der Finanzkrise 2008 sind noch nicht gelöst – das sorgt jetzt für Probleme

Regelmäßige Leser wissen es: Ich warne schon seit Monaten vor dieser bevorstehenden Korrektur. Für mich ist das jetzt erst der Beginn der großen Korrektur. Historisch betrachtet war gerade der September ein gefährlicher Monat für Korrekturen an den Aktienmärkten. Jetzt hat der August schon deutliche Verluste bei fielen Indizes weltweit gebracht.

Mittlerweile zeigt sich immer deutlicher das Ausmaß der Probleme. Im Grunde sorgen jetzt die immer noch nicht gelösten Probleme der Finanzkrise 2008 für die starken Verluste an den Börsen. Zuletzt jedoch haben die Maßnahmen der Notenbanken die wirklichen Probleme überdeckt.

Mittlerweile zeigt sich jedoch, dass die Aufkaufprogramme eben nur kurzfristig geholfen haben und nichts an den strukturellen Problemen des Finanzsystems geändert haben. Je mehr Investoren dies realisieren, desto größer wird der Abgabedruck bei den Aktien. Daher bin ich auch davon überzeugt, dass wir aktuell erst den Beginn eines großen Crashs erleben und nicht schon das Ende.

 

Quelle: Günter Hannich

Crash 2015: Jetzt geht’s los

Jetzt geht’s abwärts an den Börsen. Das gilt nicht nur für den deutschen Aktienmarkt. Das gilt für viele Börsen rund um den Globus. Laut aktueller Daten befinden sich weltweit schon 23 Märkte im Abwärtstrend. Nach sechs Jahren im Bullenmarkt an den meisten Börsen ist das keine große Überraschung.

Doch zuletzt hat die Zahl der Länder rasch zugenommen. Jetzt gehören eben auch schon wichtige Länder wie die Türkei oder Brasilien mit dazu. Sicherlich spielen diese Länder in der öffentlichen Wahrnehmung in Deutschland keine große Rolle. Für die generelle Marktstimmung ist das jedoch ein wichtiger Indikator.

Panik an den Börsen steht uns noch bevor

Im Grunde vollzieht sich aktuell an den Börsen nur das, was ich schon seit Monaten an dieser Stelle immer wieder gesagt habe: Die meisten Börsen sind deutlich überbewertet.  Die reale Wirtschaftslage hat schon die zuletzt erreichten Kurshöhen gar nicht mehr hergegeben. Damit passen sich die Börsen jetzt nur der ökonomischen Realität an.

Von Panik ist an den Märkten jedoch nur wenig zu spüren. Genau hier sehe ich die große Gefahr. Jetzt sinken die Kurse – vor allem wegen einiger schwächerer Wirtschaftsdaten. Der Rückgang erfolgt jedoch auf einem geordneten Kurs. Das kann sich aber schnell ändern.

Für mich nehmen die Anzeichen eines bevorstehenden Crashs weiter zu. Der entscheidende Faktor ist bei der aktuellen Verschärfung auf jeden Fall China. Das Land hat mittlerweile eine so große Bedeutung für die Weltwirtschaft. Sollte nun dort das Wachstum stark zurückgehen, hat China mittlerweile das Potenzial die gesamte Weltwirtschaft mit in den Abgrund zu ziehen.

Das ist auf jeden Fall neu. Und genau das macht die aktuelle Krise auch so gefährlich. Viele Investoren sehen die Hauptprobleme immer noch direkt vor der eigenen Haustür, also in der Eurozone. Doch dieser Blick geht nicht weit genug.

Gerade jetzt ist es für Sie von ganz entscheidender Bedeutung, dass Sie ihr Vermögen aktiv absichern. Dies tun Sie effektiv zunächst einmal durch eine breite Streuung der Vermögenswerte. Dazu zählt beispielsweise ein gewisser Anteil an Edelmetallen genauso wie sorgfältig ausgewählte Qualitätsaktien.

 

Quelle: Günter Hannich

Risiken in den USA werden massiv unterschätzt

Das Thema Euro-Krise bleibt auf den Titelseiten der Medien. Ich Grunde ist es eher schon, dass eine fast schon eine gespenstische Ruhe in Bezug auf die aktuelle Wirtschaftslage in den USA herrscht. Doch hier sage ich Ihnen ganz klar: Vorsicht.

Wie bei der Euro-Krise auch ist vor allem auch die Krise der US-Immobilien noch nicht gelöst. Und davon sind Millionen US-Bürger betroffen – bis jetzt schon. In den vergangenen Jahren mussten insgesamt rund 10 Mio. US-Bürger der Zwangsversteigerung ihrer Häuser zustimmen.

Und dieser Trend hat sich zwar abgeschwächt – aber er ist noch nicht vorbei. Zwar haben sich in einigen Teilen der USA die Werte der Immobilie wieder gesteigert. Dennoch gibt es noch immer viele Regionen, in denen die Darlehen der Immobilienbesitzer noch höher sind als der aktuelle Wert des Hauses.

Aktienkäufe auf Pump erhöhen das Risiko massiv

Aber heute ist es auch so, dass der Immobiliensektor nur ein Bereich mit massiven Problemen ist. In den USA war es eben zuletzt auch extrem beliebt Aktien auf Kredit zu kaufen. Das Volumen erreichte neue Rekordstände. Dabei läuft der aktuelle Bullenmarkt mit steigenden Kursen schon seit mehr als 6 Jahren.

Das macht die Börsen extrem anfällig für Rückschläge. Genau dann sind eben viele Aktienkäufer gezwungen, ihre Aktien zu verkaufen, um dann die Kredite für die Wertpapiere noch bedienen zu können. Wie schnell hier die Stimmung umschlagen kann, haben die massiven Verluste zuletzt in China gezeigt.

Dort haben auch viele Neulinge ihre ersten Aktien auf Pump gekauft. Jetzt hat die Stimmung an den dortigen Börsen gedreht und die Hoffnung auf schnelle Gewinne ist sehr schnell verflogen. Jetzt stehen viele Chinesen vor einem Scherbenhaufen mit großen Verlusten. So etwas ist auch jederzeit in den USA möglich – denn die Kurse der Wall Street sind eben gar nicht durch die reale Wirtschaft abgedeckt.

Dieser Mix aus negativen Meldungen aus verschiedenen Regionen zeigt Ihnen ganz klar: Das Fundament an den Börse wird immer brüchiger. Die Gefahr für den nächsten großen Börsenrücksetzer steigt nahezu täglich weiter an.

 

Quelle: Günter Hannich

Gefahr für kräftige Kurskorrektur nimmt zu

Die Aktienmärkte bleiben angeschlagen. Das gilt vor allen Dingen auch für die wichtigste Börse der Welt, die Wall Street. Dort sind zuletzt die Kurse vier Tage in Folge gefallen. Mittlerweile ist es schon so, dass sich knapp 20 % aller US Aktien in einem Bärenmarkt befinden.

Was steckt hinter dieser Formulierung? In einem Bärenmarkt befindet sich eine Aktie oder ein Index, wenn er mehr als 20 % seit dem letzten Hoch verloren hat. Zuletzt ist die Zahl dieser Aktien auch deutlich angestiegen. Keine Frage: Die Anzeichen für massive Aktienkursrücksetzer in den USA nehmen weiter zu. Das deckt sich auch mit vielen Einschätzungen von Experten zum US-Aktienmarkt.

Hier in Europa schauen wir jedoch zunächst auf die Entwicklung in Deutschland und dann in der Eurozone. Doch eines sollten Sie nicht vergessen: Der mit Abstand größte Aktienmarkt ist immer noch die USA.

Dort haben sich die Vorzeichen zuletzt deutlich verschlechtert. Einen massiven Absturz der Börse halten immer mehr Experten für möglich gehalten. So hält der auch in Deutschland bekannte Krisenexperte Marc Faber eine kurzfristige Korrektur der US-Aktien im Bereich zwischen 20 und 40 % für möglich.

Immer mehr Aktien im Abwärtstrend

Dabei hat er eine wichtige Tatsache beobachtet. Laut Fabers Analyse notieren immer mehr Firmen unter dem 200-Tage-Kursdurchschnitt. Diese Durchschnittslinie wird von vielen Aktieninvestoren herangezogen, um einen Aufwärts- oder Abwärtstrend zu bestimmen. Die Strategie dahinter ist einfach: Notiert eine Aktie oberhalb des 200-Tage-Durchschnitts befindet sie sich im Aufwärtstrend. Notiert die Aktie darunter, dann befindet sie sich im Abwärtstrend.

Gleichzeitig markierten zuletzt immer mehr Aktien ein 12-Monats-Tief. Das ist ebenfalls ein klares Signal für eine bestehende Marktschwäche. Dies alles sind Warnsignale, die derzeit verstärkt auftauchen. Zudem erinnern immer mehr Signale an die fatale Entwicklung des Jahres 2008. Damals kam die weltweite Finanzkrise.

Gerade im August drehten sich damals die Vorzeichen an den Börsen schon massiv um. Als Katalysator wirkt dann der Zusammenbruch der Bank Lehman Brothers Mitte September. Sehen Sie die Parallelen? Auch jetzt gehen die Kurse im August schon zurück. Kommt jetzt noch ein äußerer Anlass, wie die damalige Pleite der US Bank mit hinzu, kann es an den Börsen eben nicht nur in den USA, sondern auch bei uns sehr schnell massiv nach unten gehen.

 

Quelle: Günter Hannich