Rettet sich wer kann! – Das EU-Banken-Desaster (2)

Alle Welt spricht von Griechenland und einem möglichen Grexit. Völlig ausgeblendet wird dabei, dass sich viele Banken in Europa in einem Desaster befinden.

Denn in Ihnen schlummern jede Menge faule Kredite. Also Darlehen, die mit einem sehr hohen Ausfallsrisiko verbunden sind oder komplett ausfallen (können).

1 Billion fauler Kredite in EU-Banken

Beim Bankenstresstest stellte sich nämlich heraus, dass sich die faulen Kredite in den geprüften EU-Banken auf 880 Milliarden Euro belaufen.

Dahingehend spricht die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC im vergangenen Sommer noch davon, dass in den europäischen Banken – sage und schreibe – 1,2 Billionen Euro an notleidenden Krediten schlummern.

Nehmen wir also den Schnitt, dann wären das rund 1000 Milliarden Euro. Also eine Billion fauler Kredite in den Kellern der europäischen Finanzinstitute.

Faule Kredite fast doppelt so hoch wie der ESM

Eine unglaubliche Zahl, wenn man bedenkt, dass beispielsweise der Umfang des ESM-Rettungsschirmes gerademal 700 Milliarden Euro beträgt.

Deutschland haftet dabei mit 190 Milliarden Euro.

Doch wie Sie wissen: Sollte Deutschland die Anteile der Krisenstaaten Portugal, Griechenland, Irland, Spanien und Italien übernehmen müssen, erhöht sich die deutsche Haftung auf 303 Milliarden Euro.

Bankenvertuschung der faulen Kredite

Bislang haben Banken versucht, einen Teil dieser faulen Kredite regelrecht zu „vertuschen“, weil sie unterschiedlich bewertet wurden.

Doch der Bankenstresstest vereinheitlichte die Definition dafür. Machten damit die Portfolios der einzelnen Kreditinstitute vergleichbar. So erst wurde kam das gesamte Ausmaß des Desasters ans Licht der Öffentlichkeit.

Und wurden zusätzlich 136 Milliarden Euro an Risikodarlehen „entdeckt“!

Hier schlummern faule Kredite

Und wissen Sie, wo die meisten faulen Kredite schlummern?

Ich sage es Ihnen: Bei Schiffsfinanzierungen, privaten und gewerblichen Immobilienkrediten, Firmen- und Geschäftskundenkrediten sowie Projektfinanzierungen.

Genauer: Die faulen Finanzierungen für gewerbliche Immobilien stiegen um fast 13 Prozent. Bei Unternehmenskrediten sogar um fast 16 Prozent. Faule Schiffskredite stiegen um rund 27 Prozent. Insbesondere deutsche, italienische, griechische und niederländische Finanzinstitute sind davon betroffen.

Das Thema mit den faule Krediten wird verschwiegen

Zusammengefasst mussten Banken Ende 2014 eine Wertberichtigung für faule Kredite in Höhe von 48 Milliarden Euro machen.

Das alles ist mehr oder weniger an Ihnen „vorbeigegangen“. Niemand hat groß darüber gesprochen. Gleich gar nicht die Finanzinstitute oder die Politik.

Sie stehen mit Ihrem Vermögen „im Feuer“!

Noch einmal: Rund 1 Billion Euro an faulen Krediten schlummern in den EU-Banken. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis diese Risikodarlehen komplett ausfallen und damit abgeschrieben werden müssen.

Den Banken drohen sehr massive Verluste. Und dann brennt die Hütte. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn Sie und Ihr Vermögen stehen mit im Feuer!

EU-Kommission in Panik wegen fauler Kredite

Ende Mai 2015 forderte die EU-Kommission noch elf (verbliebene) EU-Mitgliedsstaaten auf, innerhalb von zwei Monaten die „Bail-in-Gesetze“ zu beschließen.

Das sind Frankreich, Italien, Litauen, Bulgarien, Tschechien, Luxemburg, die Niederlande, Malta, Polen, Rumänien und Schweden.

Sollten sie dieser Aufforderung nicht nachkommen, könnte sie an den Europäischen Gerichtshof verwiesen werden. So die unverblümte Drohung.

Die EU-Kommission ist in Panik. Anderes kann man sich das nicht erklären.
Gerade deshalb sollten Sie sehr wachsam sein. Und die nachfolgenden Zeilen mit großer Aufmerksamkeit lesen.

Vermögensenteignung und Bankenrettung

Die „Bail-in-Gesetze“ sind eine Regelung zur Gläubigerbeteiligung bei einer Bankpleite. Sie sehen vor, dass dann Sparguthaben über 100.000 Euro rasiert werden.

Eigentümer und Geldgeber der Banken werden bei der Rettung somit als Erste zur Kasse gebeten. In Zypern haben wir bereits gesehen, wie das funktioniert. Das war der Probelauf, die Blaupause.

Angst vor faulen Krediten in EU-Banken

Hintergrund ist, dass sich die EU-Kommission um den Zustand der Banken in verschiedenen Ländern sorgt.

Wie beispielsweise in Italien oder Frankreich.

Denn gerade hier sitzen jede Menge faule Kredite.

Italien im „Zwielicht“

Alleine in Italien sind das rund 175 Milliarden Euro! So viele wie noch niemals zuvor.
Aufgrund der schrumpfenden Wirtschaft platzen immer wieder Kredite.

Zudem werden immer weniger Darlehen an private Haushalte und Firmen vergeben.

Spanien im Feuer

Aber auch in Spanien sieht es nicht viel besser aus. Dort betragen die Risiko-Darlehen zirka 165 Milliarden Euro. Der höchste Wert, seit die spanische Zentralbank vor 50 Jahren mit der Aufzeichnung dieser Daten begann.

Die Spanier haben das Problem, dass nach dem Platzen der Immobilienblase 2008 die nicht bedienten Kredite immens angestiegen sind. Denn die Banken erhielten statt Kapital das Wohnungseigentum übertragen. Doch die Immobilien lassen sich kaum verkaufen, weil sie zum einen stark an Wert verloren. Und zum anderen, weil der Immobilienmarkt praktisch zusammengebrochen ist.

Und noch eine Information für Sie: Deutschlands Banken besitzen rund 180 Milliarden Euro an notleidenden Krediten.

 

Quelle: Guido Grandt

Weltwirtschaft so schwach wie seit der Finanzkrise nicht mehr

Die Lage der Weltwirtschaft ist viel schlechter als im Allgemeinen dargestellt wird. Das zeigen etliche Prognosen, die in diesen Tagen veröffentlicht werden.

So hat jetzt die Weltbank ihre Konjunkturprognose für das laufende Jahr gesenkt. Für 2015 erwarten die Experten der Weltbank nun nur noch ein globales Wachstum von 2,8 %.

Bislang hatten die Experten der Weltbank noch ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3 % für möglich gehalten. 0,2 % hört sich nicht viel an. Doch sollte die Weltwirtschaft tatsächlich nur mit 2,8 % wachsen wäre das der niedrigste Wert seit der globalen Finanzkrise 2009.

Sieht so eine global boomende Wirtschaft aus? Ich denke nicht. Und die Begründung der Weltbank lässt auf jeden Fall tief blicken und besorgt mich. Gleich drei Faktoren spielen dabei eine wichtige Rolle.

Da ist das deutliche Schrumpfen der US-Wirtschaft im ersten Quartal. Hinzu kommt die nur langsame wirtschaftliche Erholung sowohl in der Eurozone als auch in Japan und dann erleben wir aktuell sogar noch die klare Abbremsung der Wachstumsdynamik in China.

Zinserhöhungen wären massive Belastung für die Weltwirtschaft

Alle drei Punkte zusammen haben laut Weltbank das Potenzial, die weltweite Wirtschaftsleistung zu beeinflussen. Vor wenigen Monaten war noch viel vom konjunkturfördernden niedrigen Ölpreis zu hören. Doch auch hier drücken die Weltbank-Experten kräftig auf die Euphoriebremse.

Der gestiegene Dollar hat laut Weltbank die positiven Effekte des niedrigen Preises abgedämpft. Und auch der Blick in die Zukunft verheißt nichts Gutes: Sollte es tatsächlich schon im Herbst zu einer Zinserhöhung der US-Notenbank kommen, wird dies die Schwankungen der Weltwirtschaft nur noch weiter vergrößern. Weltbankökonom Kaushik Basu bringt es plastisch auf den Punkt: “Wir raten den Ländern, insbesondere den Schwellenländern, sich anzuschnallen.“

Sie sehen an dieser eher verhaltenen Prognose der Weltbank: Uns stehen stürmische Zeiten bevor. Ein globales Wachstum unterhalb von 3% reicht eben nicht aus, um die globale Konjunktur in Schwung zu halten. Die größte Gefahr geht aber auf jeden Fall von der möglichen Zinswende in den USA aus.

Eine ohnehin schon schwache Konjunktur würde durch steigende Zinsen nahezu abgewürgt. Das wissen auch die Notenbanker rund um den Globus – doch denen sind die Hände gebunden. Die bisherige Ausweitung der Liquidität ist gerade jetzt an seine Grenzen gestoßen. Jetzt schlägt das Pendel um – und die Gefahr eines Crashs an den internationalen Finanzmärkten nimmt deutlich zu.

 

Quelle: Günter Hannich

Bargeld: Die bröckelnde Basis unseres Geldsystems

Heute geht es noch einmal um das spannende Thema Bargeld. Bargeld ist noch immer die Basis unseres Geldsystems.

Besser gesagt: Bargeld sollte die Basis sein – denn heute hat das Buchgeld einen immer größeren Platz eingenommen. Dabei müssen Sie sich immer wieder die Frage stellen: Aus was bestehen überhaupt die Geldforderungen oder das Buchgeld?

Dieses scheinbare Geld besteht aus zwei Komponenten: Einmal einem Guthaben und zum zweiten einem gleichgroßen Kredit. Durch Einzahlungen von Bargeld bei einer Bank und weiterverleihen von diesem, entstehen gebuchte Durchlaufposten, das Buchgeld.

Der Geldumlauf ist entscheidend für die Wirtschaft

Der gleiche Geldschein kann nun, nachdem die Bank die Banknote wieder verliehen hat, mehrmals im Geldkreislauf bei einem Kreditinstitut gebucht werden, womit die Beträge des Buchgeldes größer werden, als das der Grundlage Bargeld. Grundsätzlich lässt sich jedoch aus dem Anstieg des Buchgeldvolumens keineswegs eine Korrelation zum Preisniveau, wie dies bei einer Vermehrung der umlaufenden Bargeldmenge der Fall wäre, zeigen.

Dies kann auch rein logisch erklärt werden, da die Beträge von Buch-Guthaben und Buch-Krediten immer gleich groß sind und gegeneinander aufgerechnet den Betrag 0 ergeben.

Es besteht also keinerlei Größe, welche auf die Wirtschaftsentwicklung wirken könnte. Der Fehler, der in diesem Zusammenhang oft gemacht wird, besteht darin, dass allein die Bestände von Buchgeld und Barem verglichen werden und daraus geschlussfolgert wird, dass Bargeld heute unwichtig sei.

Vergessen wird jedoch, dass jedes Giralgeld immer eine Forderung auf Bargeld darstellt und früher oder später wieder zu diesem wird. Auch kann das eingezahlte und gebuchte Geld nur von einer Person benutzt werden, entweder vom Einzahler oder von der Bank oder vom Kreditnehmer, es findet also keine Ausweitung der Kaufkraft statt.

Die Behauptung aus Bankenkreisen, über die Unwichtigkeit von Bargeld heute und des Einflusses von Giralgeld ermangelt nach wie vor jeder Beweisführung. Dabei hat der Geldreformer Silvio Gesell diese Frage bereits vor 70 Jahren ausreichend beantwortet.

Viel wichtiger als die Frage, welche Bedeutung Buchgeld in der Wirtschaft spielt, liegt in der Auseinandersetzung mit den Risiken dieses „Geldes. Dabei ist die Funktionssicherheit des Buchgeldes wesentlich kleiner als das von Barem.

Insofern beschwört eine Abkehr vom Bargeld eine große Gefahr herauf: Der Geldkreislauf kann nicht mehr ungestört fließen. Doch was hinter den Versuchen steckt, dass Bargeld abzuschaffen, erfahren Sie in einer weiteren Ausgabe zu diesem Thema.

 

Quelle: Günter Hannich

Das Ende des Bargelds, so wie wir es kennen

Das Ende des Bargelds steht bevor. Das hört sich im ersten Monet dramatisch an – doch immer häufiger kommt heute die Forderung nach elektronischem Geld, oder einer Kartenwährung.

Dieses Zahlungsmittel wird dabei immer als besonders modern dargestellt, während die herkömmlichen Scheine und Münzen als altmodisch und unbequem verunglimpft werden. Hier stellt sich die Frage, ob diese Annahme berechtigt ist und ob Kartengeld wirklich einen Fortschritt oder vielleicht doch eine Gefahr darstellt?

Dem gesamten Thema Bargeld werde ich mich in den nächsten Tagen in einer Serie ausführlich widmen. Zuerst sollte einmal geklärt werden, was überhaupt Geld ist. Am Anfang der Anlageformen steht das Bargeld. Bargeld ist gewissermaßen die Grundform der Geldanlagen, auf welche alle anderen aufbauen.

Damit ist Bares von vornherein die liquideste Anlageform mit dem schnellsten Zugriff. Hier lohnt es sich, sich darüber klar zu werden, was der entscheidende Unterschied zwischen Bargeld und damit aufgebauten Geldforderungen darstellt.

Bargeldumlauf beeinflusst die Preisentwicklung

Den wenigsten Menschen ist der Unterschied zwischen Geld und Geldforderungen bekannt. Geld sind die Scheine und Münzen, gegen die im Laden Waren gekauft werden können. Geldforderungen sind auf dem Papier oder im Computer verbuchte Guthaben und werden deshalb auch Buchgeld genannt.

Unter Geldforderungen fallen demnach alle Anlageformen wie Anleihen, Schuldverschreibungen, Sparbuch, Kreditkarten und auch das Girokonto. Geld ist ein Dokument, welches die Kaufkraft verbrieft. Geldforderungen sind Versprechen des Geldinhabers, dieses wieder zurückzuzahlen.

Wird dieses Versprechen gebrochen, so verliert die Geldforderung ihren Wert. Eine Anleihe eines bankrotten Staates beispielsweise ist genauso wertlos wie das Girokonto bei einer bankrotten Bank.

Die für die Wirtschaft entscheidende Größe sind nicht die Zahlungsversprechen, sondern die verbrieften Rechte. Wichtig ist, dass Geldforderungen zwar den Zahlungsverkehr erleichtern, beispielsweise indem Beträge überwiesen werden können, statt umständlich transportiert zu werden, jedoch keinen Einfluss auf den Preisstand und damit auf die wirtschaftliche Entwicklung haben.

In einer empirischen Untersuchung der Gesamthochschule Siegen wurde erkannt, dass nur das umlaufende Bargeldvolumen einen Einfluss auf die Preisentwicklung hat, sich jedoch keine Korrelation zum Sichtguthaben finden ließ.

Aber genau diesen Aspekt beachten heute immer weniger Akteure auf dem Finanzmarkt. Vielmehr sollen wir alle immer mehr dazu verleitet werden, alle wichtigen Geldgeschäfte nur noch bargeldlos abzuwickeln. Das hätte massive Folgen für wirtschaftliche Entwicklung. Wie weit diese Folgen gehen können, werde ich Ihnen in einer weiteren Ausgabe erläutern.

 

Quelle: Günter Hannich

Großbritannien: Der EU-Austritt rückt immer näher

Seit 40 Jahren sind die Briten in der EU. Doch fast genauso lange gibt es immer wieder Bestrebungen für ein Ausscheiden aus der EU.

Durch den Wahlsieg des konservativen in Großbritannien bekommt diese Debatte nun wieder neuen Zündstoff. Amtsinhaber Cameron hatte im Wahlkampf damit geworben, bei einem Wahlsieg ein Referendum über die weitere britische EU-Zukunft durchzuführen.

Laut aktueller Meinungsumfragen sind etwa ein Viertel der Briten klar für die EU. Ein weiteres Viertel ist klar gegen die EU. Was bleibt ist eine Hälfte der Bevölkerung die unentschlossen ist – und um die wird dann im Vorfeld des Referendums gekämpft werden müssen.

Doch das ist nur die politische Ebene. Was würde denn tatsächlich passieren, wenn Großbritannien aus der EU austreten würde? Genau diese Frage wird zurzeit in Großbritannien heiß diskutiert.

Eine ganz klare Meinung hat hier der britische Ökonom Roger Bootle von Capital Economics, einem renommierten Wirtschaftsforschungsinstitut des Landes. Er empfiehlt jetzt den Politikern seines Landes den Austritt aus der EU. Seiner Ansicht nach wäre ein Austritt Großbritanniens aus der EU ein sinnvoller Schritt. Die negativen Auswirkungen für das Land würden deutlich überbewertet.

Ökonom überzeugt: „Brexit“ wird die Konjunktur ankurbeln

Stattdessen könnte eine Deregulierung infolge eines „Brexits“ die britische Wirtschaft ankurbeln. Daneben betont der Ökonom, dass auch die gesamte Eurozone ein fehlgeschlagenes Konstrukt sei, das Länder zusammenführt, die nicht zusammen gehörten. Der Euro sei ein komplettes Desaster, da die Südländer wegen fehlender Wechselkurse überhaupt nicht mehr mit den Nordländern konkurrieren könnten.

Das entspricht auch vollkommen meiner Einschätzung. Nicht nur der Euro steht auf dem Prüfstand, sondern die gesamte EU. Sinnvoll wäre eine Zusammenarbeit der europäischen Länder wie früher in Form der Europäischen Wirtschafts-Gemeinschaft (EWG), aber kein von Brüssel gelenkter Zentralstaat ohne direkte demokratische Legitimierung.

Genau für das klassische Modell aus Zeiten der EWU tritt nun der britische Premier Cameron ein. In diesen Tagen befindet er sich auf einer Art Werbetour in den europäischen Hauptstädten. Hier steht er jedoch einer massiven Kritik gegenüber.

In jedem Fall steht der Euro kurz vor einer Zerreißprobe und Sie sollten sich auch weiterhin mit aktiv gegen einen Eurokollaps absichern. Das tun Sie beispielsweise, indem Sie in sichere Fremdwährungen, Fremdwährungsanleihen und Edelmetalle investieren.

 

Quelle: Günter Hannich

Bitte öffnen Sie die Augen. Die Wahrheit über Deutschland kommt ans Licht

Viele wiegen sich in Sicherheit – jetzt in diesem Frühjahr 2015. Da ist zwar die Griechenland-Krise, die eine wenig Sorgen macht. Aber uns geht es doch gut … Deutschland geht es doch hervorragend … Die Wirtschaft brummt … Könnte doch kaum besser sein, oder?

Ich bin ganz offen: Die Zeichen einer schwersten Krise sind langsam unübersehbar.

Nehmen Sie nur diese Zahl, die in dieser Woche bekannt wurde, und die Ihnen die Augen öffnen sollte:

Im ersten Quartal lag das Wachstum der deutschen Wirtschaft nur bei 0,3 %. Das ist quasi Stillstand. Und das obwohl der Export brummen müsste, weil der Euro so niedrig steht. Die angeblich so begehrten deutschen Exportgüter sind in vielen Ländern deshalb so billig wie nie. Eigentlich müsste es hier –angekurbelt durch den Export – Traumwerte bei der Konjunktur geben.

Wer die Augen öffnet, sieht heute – in den scheinbar so ruhigen Tagen in diesem Sommer 2015 –, dass eine Katastrophe auf uns zurollen könnte. Woche für Woche können Sie solche Anzeichen dafür sehen. Wer die Augen davor verschließt, riskiert seinen gesamten finanziellen Besitz.

Deshalb rate ich Ihnen:

Sorgen Sie jetzt für persönliche Sicherheit. Sorgen Sie rechtzeitig für eine Absicherung Ihres Vermögens und Ihres Lebensstandards – rechtzeitig, bevor die Krise Europa Griff der nächsten Krise kommt. Auch Crashs an den Börsen können einen Dominoeffekt auslösen, der verheerend über den ganzen Erdball zieht.

Diese Tage und Wochen, die wir jetzt erleben, sind eine vergleichsweise ruhige Zeit. Noch. Denn ich bin leider ziemlich sicher, dass es die Ruhe vor dem nächsten Sturm ist. Deshalb empfehle ich Ihnen: Nutzen Sie diese Zeit, um Ihr Geld sicher zu machen!

Dazu gehören beispielsweise die folgenden Maßnahmen:

  • Investieren Sie einen Teil Ihres Geldes in sichere Währungen.
  • Verteilen Sie das Risiko, indem Sie Ihr Geld auf mehrere Konten verteilen
  • Investieren Sie in einen angemessenen Anteil in Sachwerte und Edelmetalle

 

Quelle: Günter Hannich

Kontraindikator: Börsianer weiterhin extrem optimistisch

Die Geschichte hat immer wieder gezeigt, dass man in ganz bestimmten Marktphasen immer ganz besonders vorsichtig sein sollte. Genau eine solche Marktphase erleben wir aktuell wieder an den internationalen Börsen.

Wenn alle nur noch optimistisch sind, dann ist das für mich ein sicheres Zeichen, dass der Boom bald ein Ende hat. Den Optimismus an der Börse bestätigte jetzt wieder das Konjunkturbarometer der Investmentberatung Sentix. Mit einem Stand von fast zwanzig Punkten zeigt es, dass Anleger und Börsianer auch weiterhin extrem optimistisch sind.

Die Lage der Wirtschaft werde demnach so gut eingeschätzt, wie seit vier Jahren nicht mehr. Daran sehen Sie, wie viele Anleger und Börsianer auch weiterhin davon ausgehen, dass der Boom an den Börsen noch lange Zeit anhalten wird. Die Haltung, dass es „immer so bleiben werde, wie es derzeit läuft“, gewinnt also immer mehr an Gewicht.

Aber wie die vielen Crashs der Vergangenheit immer wieder gezeigt haben, geht es an der Börse nicht immer nur nach oben. Es liegt in der Natur der Sache, dass die Kurse immer mal wieder massiv abstürzen.

Vor den meisten Abstürzen herrschte grenzenloser Optimismus – so wie heute

Wer also heute noch massiv optimistisch eingestellt ist, macht meiner Ansicht nach einen fatalen Fehler. Die Erfahrung zeigt, dass genau dann abrupte Änderungen nahe sind, wenn alle glauben, es werde sich nie mehr etwas ändern. Das war vor der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre so, und auch im Jahr 2000, als fast alle Anleger meinten, die Aktienkurse kennen nur noch eine Richtung, nämlich die nach oben.

Auch 2008 glaubten viele an den angeblichen „Aufschwung“, der medial groß angekündigt wurde. Jedes Mal ging es jedoch nicht so weiter, wie man es erwartet hatte, sondern es folgte ein Crash. Für mich sind deshalb solche Meldungen über einen extremen Optimismus an der Aktienbörse ein deutlicher Kontraindikator dafür, dass es bald anders kommen wird und ein Crash bevorsteht.

Für den Crash ist eine Sache aber ganz entscheidend für Sie: Die richtige Absicherung. Bei Aktienpositionen sollten Sie mit Stopp-Loss Marken den Verlust direkt begrenzen.

Die Niedrigzinsfalle bedroht Ihr Geld

Unter dem Begriff Zinsen fallen so viele unterschiedliche Dinge. Daher ist es wichtig, sich diese verschiedenen Bestandteile genau anzuschauen, um zu verstehen, wie es zum Rückgang des Zinses kommen konnte, den wir nun schon seit geraumer Zeit erleben.

Für das genaue Verständnis ist es daher wichtig zu schauen, woraus sich die Kreditzinsen überhaupt zusammensetzen.

Da ist einmal die Inflation, die direkt in den Zins eingepreist wird, um die Gläubiger vor Kaufkraftverlusten zu schützen. Dazu kommt dann noch ein Risikozuschlag, der den Gläubiger dagegen versichert, bei einem Bankrott des Schuldners seinen Kredit nichtmehr eintreiben zu können.

Dieser Risikozuschlag ist auch der Grund dafür, warum beispielsweise für Griechenland in der Eurokrise 2011 die Zinsen nach oben schossen, während sie gleichzeitig für Deutschland – trotz der gleichen Währung – nach unten gingen.

Das Risiko eines Verlustes war schlicht für Griechenland zu dem Zeitpunkt erheblich größer als das für Deutschland, deshalb musste Griechenland mehr Zinsen bieten, damit jemand deren Staatsanleihen kauft, als für deutsche Anleihen.

Aus dem gleichen Grund muss ein unsicherer Schuldner auch im Geschäftsleben erheblich größere Zinsen zahlen als ein sicherer Schuldner, oder ein Schuldner, der ein Pfand – beispielsweise eine Immobilie – als Sicherheit für den Kredit hinterlegen kann.

Bei negativen Realzinsen werden die Sparguthaben angegriffen

Da der Risikozuschlag für Deutschland mit der besten Bonitätsnote AAA sehr gering ist, spielt er derzeit kaum eine Rolle. Rechnet man dann aus dem derzeitigen Zins die Inflationsrate heraus, bleibt ein Realzins von nur noch 0,1 Prozent übrig, während Anfang der 80er Jahre noch 4 bis 5 Prozent waren. Doch genau um diesen Realzins geht es, wenn man die Zinsentwicklung näher untersuchen möchte.

Dahinter steht die Gleichung: Realzins = Kapitalzins – Inflationsrate – Risikozuschlag. Dabei ist der Realzins eine Größe, welche durch Angebot und Nachfrage nach Krediten entsteht: Boomt die Wirtschaft und werden viele Kredite von Unternehmen nachgefragt, dann steigt der Realzins und umgekehrt.

Deshalb gilt die Regel: Je niedriger der Zins, umso weniger Kredite werden vergeben – ganz einfach weil es sich für den Gläubiger immer weniger lohnt, Geld für fast umsonst zu verleihen. Es kommt dann zu einer Kreditklemme.

Kreditklemme und Liquiditätsfalle: Diese zwei Faktoren verschlechtern die Lage

Unter Kreditklemme versteht man die Weigerung der Banken Kredite an die Wirtschaft zu vergeben. Gründe dafür sind mangelnde Rendite oder auch ein zu hohes Ausfallrisiko. Eng verbunden damit ist die sogenannte „Liquiditätsfalle“.

Dieser von dem Ökonom John Mayard Keynes entdeckte Effekt beschreibt einen Zustand, in dem eine Zinssenkung der Notenbank nicht mehr dazu führt, dass der Wirtschaft über die Banken mehr Geld zur Verfügung gestellt wird, sondern dass im Gegenteil mangels Rendite immer weniger Kredite vergeben werden.

Genau in diese Falle führen die heutigen Niedrigzinsen: Je mehr das Zinsniveau durch die Notenbanken noch künstlich gesenkt wird, umso weniger Kredite werden vergeben und umso mehr gelangt die Wirtschaft in Europa in die Krise. Genau das steht uns bald schon bevor.

Wie der Finanzmarkt zum Hort des Betrugs wurde

Fast täglich werden neue Fälle von Manipulationen durch die Banken bekannt. Sie zeigen den Verfall der Geschäftsmoral in dieser Branche. Nur drastische Maßnahmen können den Kreislauf stoppen.

Kaum ein Tag ohne neue Betrugsvorwürfe

 

Denn der wichtigste Pfeiler der Wirtschaft, der Finanzsektor, versinkt gerade in einem Sumpf aus Lüge und Betrug. Erst vergangene Woche verhängte die EU eine Strafe von 1,7 Milliarden Euro gegen sechs europäische Banken, die jahrelang den wichtigsten Zinssatz der Welt, den Libor, manipuliert hatten.

Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Die selben Akteure stehen im Verdacht, Devisenkurse frisiert und Rohölpreise verbogen zu haben, verbotene Absprachen beim Derivatehandel getroffen und den Aluminiummarkt ausgehebelt zu haben. Es vergeht kaum ein Tag ohne eine neue Nachricht über illegale Handlungen in den Banktürmen dieser Welt.

Man kann die unmoralischen Banker als Reaktion darauf mit Geldstrafen belegen, und man kann sie mit Verachtung strafen. Zu fürchten ist jedoch…….  weiterlesen (Quelle:WeltOnline)